verstorbene Großeltern mit einbringen

    • (1) 15.09.12 - 21:53

      Hallo,

      wir heiraten nächstes Jahr im Juni am Spitzingsee.

      Nachdem ich ein sehr familärer Mensch bin und ich meine Großeltern über alles geliebt habe (sie sind zwischenzeitlich bis auf eine Oma alle verstorben) würde ích sie so gerne mit in unsere Hochzeit einbringen (z.B. durch Bilder, Andenken oder ähnl.) aber wie verpacken?

      Ich weiß nur noch nicht ganz wie und im Netz finde ich dazu irgendwie auch nichts.

      Habt Ihr eine Idee?

      LG
      Nicole

      Hallo Nicole!
      Wir hatten bei unserer Trauung ganz zu Beginn 4 Kerzen angezündet, die jeweils für einen Verstorbenen leuchteten. Und dazu haben wir gesagt, für wen diese Kerze leuchtet und warum. Bsp: diese Kerze leuchtet für meine Oma XXXX, die heute ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. Die Kerzen leuchteten die ganze Trauung über, so war es, als wären die Verstorbenen dabei. Die Idee hatte unser Pfarrer, ich fand es super! vielleicht ist das was für euch?
      Lieben gruß,
      nava

    • Hey,

      ich kenne den Brauch, dass das Gesteck vom Brautauto auf das Grab gelegt wird. Außerdem hatte meine Schwägerin eine besondere Kerze für Ihren Vater aufgestellt, die den Tag/ Abend über am Brauttisch brannte.

      Ich denke, am Tag der Hochzeit ist man sowieso schon emotional sehr aufgewühlt. Von daher sollte man bewusst kleine Akzente setzen, um sich nicht zu überfordern.

      Viele Grüße
      Blinking#stern

      Hallo!
      Mein Schwiegervater ist ein halbes Jahr vor unserer Traufe verstorben.
      Mein Mann wollte unbedingt zum Auszug "Großer Gott wir loben Dich" haben, weil es auch auf der Beerdigung gespielt wurde.
      Die Familie wusste davon und es war natürlich sehr emotional.
      Bei seiner Rede hat mein Mann alle um eine Schweigeminute gebeten für seinen Papa.
      Er selber hat geweint und ganz viele Gäste waren auch sehr ergriffen. Es hat aber die Hochzeit nicht traurig gemacht.
      Die IDee mit den Kerzen finde ich super und ich muss mich meiner Vorrednerin anschließen, dass man sich selber nicht überfordern sollte.
      Was mein Mann gemacht hat, hätte ich nicht gekonnt, aber für ihn war es wichtig und richtig so.

      LG
      Alabama

    • ..wir werden auf unserer Hochzeit eine Gedenkkerze (wir waren in einem Kerzengeschäft und haben eine wunderschöne Kerze ausgesucht mit einem Text darauf..leider bekomm ich den Text nicht genau zusammen..aber vom Sinn her..das auf dem Weg des Lebens die Trauer und das Glück sehr eng beieinander sind)
      anzünden und unserer Pfarrerin wird ein Gebet für ihn sprechen.

      HI,

      meine Schwiegermama ist 3 Monate vor der Hochzeit verstorben.

      Wir haben eine schöne Fürbitte für sie gelesen und dann noch ihr Lieblingslied (war ein Kirchenlied was auch passend war) gespielt.
      Sie war in unserem Herzen, die nächsten Angehörigen wußten Bescheid und die anderen Gäste mußtes es nicht unbedingt wissen.

      SIe hat dann noch den Brautstrauss einige Tage später aufs Grab gelegt bekommen.

      Ein Plätzchen einräumen finde ich super aber macht nicht zu viel, sonst kommt leicht Schwermut auf.

      Grüße
      Lisa

      Hallo Nicole,

      wir hatten am 01.09.2012 standesamtlich geheiratet. 3 meiner 4 Großeltern sind mittlerweile verstorben: meine Oma als ich 4 Jahre alt war, mein Opa als ich 12 Jahre alt war und mein anderer Opa starb Ende März 2012. Mein Vater hatte eine wundervolle Rede gehalten über unsere Liebe. Er hat meinen Großeltern auch einen ganzen Absatz gewidmet. Dass sie diesen Moment gern miterlebt hätten, sie sich über dieses Eheglück sehr gefreut hätten und auch sehr ergriffen gewesen wären, dass mein Mann meinen Namen angenommen hat, damit dieser nicht ausstirbt. Es war der Wunsch meines Opas, dass der Name bestehen bleibt.

      Auf den Weg in die Flittertage sind wir auch am Grab meiner Großeltern vorbeigefahren. Und da kamen mir das erste Mal die Tränen. Mein Mann dachte, dass die Tränen daher kommen, weil ich weiß, dass wir und unsere Kinder irgendwann auch mal dort liegen würden. Aber es war eher daher, weil ich mir gewünscht hätte, dass sie bei der Trauung dabei gewesen wären.

      Aber sie waren Dank der tollen Rede meines Vaters alle drei in den Herzen aller Anwesenden, auch wenn diese sie nicht kannten.

      Mein Mann ist vor der Hochzeit noch am Grab seiner Großeltern gewesen, um sich bei ihnen als Herr K. zu verabschieden, da er diesen Namen bald ablegen würde. Und um sie sich wieder mehr ins Herz zu bringen, damit auch sie anwesend sein können.

      LG
      Franzi

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