Predigt/ Lesung für die kirchliche Hochzeit

    • (1) 19.03.06 - 10:37

      Hallo ihr Lieben,

      mein Mann und ich heiraten am 27.05.06 kirchlich. Nun war ich auf nicht besonders vielen Hochzeiten und hab daher nicht viel Erfahrung mit Predigt, Lesung.....
      Was hattet ihr bei euren Hochzeiten, bzw was werdet ihr haben? Welcher Auszug aus der Bibel, welche Lieder, Gebete......? Wie in etwa lauten eure Fürbitten?
      Haben eure Pfarrer sich auch auf nicht-biblische Texte eingelassen? Zum Beispiel aus dem kleinen Prinzen? (Hab das mal im Internet gelesen.)
      Ihr würdet mir sehr helfen.
      Wir heiraten übrigens ökomenisch, da ich ev und mein Mann rk ist.

      Ganz liebe Grüße

      Susy

      • (2) 19.03.06 - 12:21

        Hallo, Susy,
        leider kann man Dich über keine VK erreichen. Ich hätte Dir sonst einen Text einer Lesung gemailt, der mir besonders gut gefallen hat.
        Linda

        • (3) 19.03.06 - 14:35

          Hallo.

          Poste es doch hier, schließlich interessieren sich hier alle für das Thema Hochzeit. Und wenn man hier stöbert und es einen interessiert, dann kann ma nes gleich nachlesen und muss nicht wieder rummailen.
          Oder haste ein Copyright-Problem?

          Gruß Lucccy

          • (4) 19.03.06 - 18:43

            Hallo,
            hier ist die Lesung, die bei der Hochzeit eines befreundeten Paares vorgetragen wurde (lang):

            2. Lesung

            wurde von Freund/Freundin wechselseitig vorgetragen:

            In dieser Geschichte
            spielst Du mit,
            in dieser Geschichte
            spielt Ihr mit
            in dieser Geschichte
            spielt jeder mit.

            Es gibt auch bei Dir
            eine Hoch-zeit
            eine Tief-zeit.

            Und auch Dir oder Euch Beiden
            wird schon mal der Wein ausgehen.
            Gerade dann, wenn Ihr es am wenigsten vermutet
            oder brauchen könnt.

            Der Wein
            der Freude
            des Glücks
            der Wein des Vertrauens
            und der täglichen Zärtlichkeit,.
            So sehr kann der Wein ausgehen,
            dass man glaubt, es geht nicht mehr.

            In solcher Situation ist diese Geschichte,
            diese bezaubernde Geschichte
            eine wunderbare Spielregel
            und immer dann erinnert Euch
            an diese Geschichte.

            Wenn die Krüge in Eurem Leben leer sind,
            wenn Euer Leben leer ist,
            dann tut,
            was ER Euch sagt
            tut, was zu tun ist,
            tut, was Ihr könnt,
            das einfachste von der Welt.

            Gebt, was Ihr habt
            nie sollen wir etwas halb tun,
            sondern ganz bis zum Rand
            sollen wir die leeren Krüge füllen
            mit dem, was wir haben,
            vielleicht mit unseren Tränen
            mit unseren Ängsten
            mit unserer Traurigkeit.

            Wer nicht an ein Wunder glaubt,
            ist kein Realist.
            Ohne Wunder geht kein Leben,
            erst recht kein Leben zu zweit,
            zu dritt,
            zu viert.

            Und noch etwas Wichtiges;:
            Dem Bräutigam wird vorgeworfen
            in dieser Geschichte,
            dass er den guten Wein bis zuletzt aufgehoben hat.

            Der Bräutigam schweigt.
            Er verteidigt sich nicht.
            Hat er auch nicht nötig.

            Er wäre auch kein guter Bräutigam
            auch keine gute Braut,
            wenn sie am Hochzeitstag,
            gleich am Anfang
            den besten Wein ihres Lebens servierten.

            Der eheliche Wein,
            die Liebe,
            muss von Tag zu Tag
            von Jahr zu Jahr
            köstlicher werden.
            Guter Wein wird mit den Jahren besser.

            Das darf auch jeder hoffen,
            und das muss einer vom anderen
            in der Ehe erwarten,
            dass alles kostbarer
            und reifer wird.

            Und ich glaube schon,
            dass alles nicht gelingt,
            wenn man meint,
            wir zwei machen das schon.

            Jesus Christus war bei der Hochzeit
            zu Kana Gast
            und es wäre gut
            wenn ER
            Jesus Christus,#
            auch in Eurer Ehe Dauergast wäre,
            dass Ihr nicht bloß zwei seid
            die sich zusammengetan haben.

            Wenn ER,
            Jesus Christus,
            bei Euch Dauergast ist,
            stillschweigend Dauergast,
            dann ist Eure Liebe,
            Eure Ehe ein Sakrament,
            dann ist sie mehr
            als nur das, was Ihr beide einbringt.
            Dann ist Eure Ehe ein Kraftfeld,
            in dem alles sich geheimnisvoll ordnet,
            dann wird nicht alles funktionieren,
            dann wird nicht alles reibungslos
            ablaufen und klappen
            nach den Maßstäben dieser Welt.
            Aber dann findet alles
            eine wunderbare Ordnung, eine Heimat.
            Ihr Beide, Eure Kinder,
            Eure Gäste,
            Eure Freunde,
            Eure Wohnung
            wird zu einem sakramentalen Zeichen.

            (aus Wilhelm Willms: Mitgift, Kevelaer 1980)

            LG
            Linda



        (5) 20.03.06 - 21:18

        Hallo Linda,

        vielen Dank für deine Antwort, aber ich habe hier keine VK angelegt, da ich überwiegen still mitlese.
        Falls du den Text nicht öffentlich schreiben möchtest, dann kann ich ja noch eine VK anlegen. Vielen Dank,

        liebe Grüße
        Susy

    Grüß dich, :-)

    Wir sind beide katholisch, daher kann ich dir nicht versichern, daß es in einem ökumenischen Gottesdienst genau so aussieht.
    Allerdings kann ich bestätigen, daß bei einer Hochzeit von unseren Freunden auch eine Passage aus dem Kleinen Prinzen vorgelesen wurde (evangelische Hochzeit) #sonne
    Diese sog. Textlesung kam direkt nach der Lesung und einem Zwischenlied (Instromentel)

    Führbitten kann man wie folgt aufbauen #kerze

    - Persönliche Bitten für das Paar (Kraft durch schwere Lebenslagen geben, Kummer weitesgehend fernhalten, aneinander wachsen und gemeinsam Stimme Gottes sein, evtl. auch Kindersegen etc.)
    - Bitten für das Paar im Zusammenhang mit der Gemeinde (festigen, einfügen etc.)
    - Bitten für andere Paare, aus anderen Gemeinden oder der Welt etc.

    (Man kann es natürlich auch auf persönliche Bitten beschränken) #liebe

    Dankgebete, beispielsweise kann man am besten selbst verfassen. Überlegt euch, wofür ihr Gott alles danken wollt, was besonders gut gelaufen ist oderwelche besonderen Ereignisse euch zusammengeführt haben. #liebdrueckAnsonsten ist es sicher das Beste, sich Zeit zu nehmen und mit dem Pastor/ Pfarrer alles selbst durchzugehen. Er oder Sie kann euch Anregungen geben, welche Lesungen, welche Passagen sich besonders eignen. :-)

    Die Predigt "bastelt" er/ sie dann aus dem, was ihr so zu erzählen habt. (Seit ihr vieleicht da schon aufgewachsen, getauft oder gibt es eine andere Vorgeschichte.) Manchmal ist auch hier das beondere Kennenlernen oder eine andere Geschichte aus eurem Leben passend.
    Erzählt was euch wichtig ist und es wird in die Predigt aufgenommen (Das ist der Job des Geistlichen) #stern

    #kleeViel Glück und eine wunderschöne Hochzeit #kerze :-D

    Liebe Grüße
    Svenja (Die heut schon in der Kirche und beim Fastenessen war ;-))

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