Streit weil ich seinen Namen nicht annehmen möchte

    • (1) 04.12.12 - 19:19

      Mein Freund und ich sind schon seit einigen Jahren zusammen und haben uns entschlossen nächstes Jahr zu heiraten.
      Wir verstehen uns sehr gut und hatte noch nie größere Probleme miteinander, bis jetzt :-(
      Mein Freund ging ganz selbstverständlich davon aus, dass ich bei der Heirat seinen Namen annehmen werde.
      Für mich ist das absolut undenkbar. Ich habe den Namen zu meiner Geburt bekommen und er ist Teil meiner Identität, ich werde ihn nie ändern.
      Meine Cousine hat sich damals, als sie im 6.Monat schwanger geheiratet hat von ihrem Mann überreden lassen seinen Namen anzunehmen und kommt überhaupt gar nicht damit klar. Sie hat sich sogar schon auf dem Standesamt erkundigt, ob man das wieder rückgängig machen kann. Ehrlich gesagt würde es mir wahrscheinlich genauso gehen.
      Jedenfalls haben wir den größten Streit unserer Beziehung über das Namensthema und mein Freund meinte kürzlich, dass er nicht heiraten wird wenn ich seinen Namen nicht annehme.
      Soll jetzt an diesem "Problem" unsere Beziehung scheitern? Ich werde nämlich definitiv nicht nachgeben nur weil sein Ego es nicht zulässt, dass seine Frau anders heißt als er.
      Kennt ihr dieses Problem, was habt ihr gemacht?

      • Ach ja, ein Doppelname ist für mich ebenfalls undenkbar, ich finde das furchtbar und da unsere Namen beide sehr lang sind würde sich das auch schrecklich anhören so a la "Frau Leutheuser-Schnarrenberger"

        Huhu,

        ich gehe mal davon aus, dass dein Freund nicht deinen Namen annehmen möchte. Also mehr als drüber reden und das klären könnt ihr nicht und sollte dir hier auch niemand raten. Du hast deine Gründe und er sollte diese auch akzeptieren und respektieren.
        Weißt du denn wieso es ihm so wichtig ist, dass du seinen Namen an nimmst?
        Lass dich nicht zu etwas überreden, wovon du vorher weißt das es dich unglücklich macht.

        Redet noch mal in Ruhe drüber, lass aber erstmal das Thema ruhen solange die Gemüter noch erhitzt sind.

        Wichtig ist, dass ihr euch beiden liebt und das ihr beide heiraten wollt.

        Lg

        • Vielen Dank für deine liebe Antwort. Ich würde niemals von ihm erwarten, dass er meinen Namen annimmt.

          Das Problem ist, dass dieser Streit schon seit Wochen andauert. Wir hatten nie groß Probleme miteinander, aber diesmal haben wir übelst gestritten mit Geschrei und zugeschlagenen Türen :-(.
          Er mauert total und bringt auch keine wirklichen Argumente außer, dass sich das so gehört, dass das Tradition sei und ich wohl nicht zu ihm gehören möchte. Vielleicht ist das auch der springende Punkt, ich sehe mich als Individuum das auch noch sein eigenes Leben hat und nicht als "Frau von Herrn..."
          Wir sitzen eigentlich nur noch schmollend auf dem Sofa, von Sex ganz zu schweigen.

          Nachgeben werde ich auf gar keinen Fall, aber ich weiß im Moment nicht was ich noch tun soll :-(

          • ok, erst jetzt gelesen… gibt es vielleicht einen guten freund, der vermitteln könnte? oder hat er vielleicht einen guten freund, mit dem du reden könntest und der ihn insofern zur vernunft bringt, dass wenigstens ein sachliches gespräch möglich ist?
            grüsse
            ks

            Es geht ja nicht um das Erwarten, sondern um die Möglichkeit, die hier noch hättet.

            Kommt das Thema jeden Tag auf den Tisch oder hattet ihr auch mal eine wirkliche Pause ohne das Thema Name oder Hochzeit?

            Bei Menschen die in ihrer Meinung fest gefahren sind, ist es auch schwer ein Kompromis zu finden. Erst ist stur, du bist stur, da ist es kein Wunder das es kracht;-) Ihr solltet erstmal beide runter kommen und wieder ruhig werden. Erst einmal wieder Paar werden, den Alltag normal werden lassen (auch das Liebesleben) und dann wieder darüber reden ohne Streit und alles. Ggf sucht ihr euch jemanden der als Vermittler dazwischen geht, damit es nicht wieder so kracht. Sonst wird es wahrscheinlich noch eine ganze Weile dauern bis ihr euch auf etwas einigt.

            Lg

      mal davon abgesehen, dass ich deine position total verstehen kann… ich glaube, ihr müsst die ganze sache setzten lassen und euch nochmals sachlich unterhalten. vermultich war er vor den kopf gestossen, weil er es anders erwartet hat. was nicht bedeutet, dass du nachgeben musst. setzt euch zusammen und diskutiert alle optionen durch:
      - du nimmst seinen namen an
      - er nimmt deinen namen an
      - jeder behält seinen namen
      - einer hat einen doppelnamen

      vielleicht hat er ja ganz bestimmt gründe, weshalb er möchte, dass euer name der familienname wird. vielleicht kannst du ihm klarmachen, weshalb du deinen namen behalten möchtest, wenn er sich in die lage versetzt, dass er deinen annehmen müsste. wenn es allerdings nur ein "ich möchte das einfach so" ist, wird es wohl schwierig, eine einigung zu finden. übrigens haben freunde von mir beide den namen behalten und beide wollten ihren namen als familienname. sie haben es dann dem zufall überlassen bzw. die abmachung getroffen: wenn das 1. kind ein mädchen wird, dann wird ihr name der familienname. ist das erste kind ein junge, wird sein name familienname.

      grüsse
      ks

      • Das hat dann auch wirklich geklappt mit den Kindern oder haben die noch keine?

        Lg

        • dochdoch, das ist 15 jahre her. sie haben zwei jungs und sein name ist der familienname.
          grüsse
          ks

          • Ist ja auch nie witzige Idee:-)

            Lg

            • aber soweit ist es bei uns ja noch lange nicht, primär geht es ja darum, dass er sich weigert zu heiraten wenn ich seinen Namen nicht annehme

              • Vergiss erstmal das ganze Thema, werdet wieder ein Paar, lebt den normalen Alltag, sucht euch eine Person eures Verterauens als Vermittler, sammelt eure Argumente usw. und dann sprecht noch mal darüber. Aber erstmal braucht ihr Ruhe

                • wie lange denn noch? Das ganze zieht sich ja schon seit 6 Wochen hin :-(

                  • wann habt ihr das Thema mal aus euren Köpfe raus gehabt? Wann gab es mal nicht den Streit im Hinterkopf?

                    • in den sechs Wochen eigentlich nie. Wenn ich ehrlich bin entsetzt mich dieses Kindergartentue meines Freundes ziemlich. Ich kann nicht einfach so tun als ob nichts ist und einen auf Friede-Freude-Eierkuchen machen. Das Problem bleibt ja weiterhin bestehen.

                      • Das Problem ist auch weiterhin da und keiner sagt du sollst es ganz ausblenden, nur es beherrscht euch so sehr, dass es immer wieder kracht und ihr so verbissen miteinander umgeht, das eure Partnerschaft drunter leidet usw. Solange das so ist, solange kannst du heiraten sowieso vergessen. Du findest sein Verhalten Kindergartenmäßig und er deins wahrscheinlich genauso.

                        • ich habe ja auch schon versucht in Ruhe mit ihm zu sprechen ohne Vorwürfe oder ähnliches, aber er mauert total und sitzt dann mit unbewegter Miene da und starrt auf den Fernseher.
                          Es einfach zu ignorieren bzw. auszublenden geht auch schwer, da wir wir ja kaum noch miteinander normal sprechen geschweige denn ein normales Pärchenleben haben.

                          • Ihr braucht definitiv einen Vermittler, jemand der ruhe in das Gespräch rein bringt.

                            Solange ihr nicht mehr normal miteinander redet, wird es eh immer Streit geben

                            wenn ich ehrlich bin kommen mir sogar langsam meine Zweifel, wenn wir uns wegen einer Nebensächlichkeit dermaßen zerfetzen können und ich das Gefühl habe, dass er mich kein Stückchen verstehen will oder kann. :-(

                            Auch das ist normal, es hat sich bei euch in den 6 Wochen so hochgestapelt, dass jetzt mehr die schlechten Gefühle überwiegen, vor allem weil ihr sonst nicht normal redet bzw. eine Beziehung führt.

                            Ist es eigentlich wichtig das ihr nächstes Jahr heirate oder ist es egal? Also ich mein könntest du oder könntet ihr noch etwas warten?

                            für mich ist das nicht so wichtig, dass wir zwingend nächstes Jahr heiraten, aber damit verschieben wir das Problem ja nur weil keiner von uns nachgeben wird, da sind wir beide wohl zu stur.

                            Aber wenn ihr keinen festen Termin habt, habt ihr nicht den Druck es sofort zu lösen auf Biegen und brechen und könnt noch in Ruhe euren Standpunkte festlegen, eure Partnerschaft erst finden und dann wieder an das Namensproblem rangehen.

    Hmmm...bei mir ist das ganze irgendwie nicht so tragisch.
    Da meine Eltern erst ein Jahr nach meiner Geburt geheiratet haben, hatte ich da bereits einen Namenswechsel durch. Daher werde ich auch gern den Nachnamen meines zukünftigen annehmen.

    Ich bin der Meinung, dass ich ja dann immernoch ich selbst bin und mich daher auch nicht meiner Identität beraubt fühlen würde.

    Du möchtest deine Namen jedoch gern behalten und da hilft dann wohl nur erstmal ein wenig sacken lassen alles und dann nochmal versuchen miteinander zu reden. Einen wirklich anderen Rat, wird dir wohl niemand geben können.

    Liebe Grüsse und alles Gute Vani

    • danke, dass ihr so verständnisvoll seid, ich muss mir von meiner Umgebung meist verständnislose Blicke gefallen lassen und Kommentare wie "Stell dich nicht so an, da kannst du doch wohl mal nachgeben"

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