Hochzeit an einem Freitag?

    • (1) 15.12.15 - 13:46

      Hallo ihr lieben Planungsfreudigen,

      leider ist die Traumlokation an allen Sommersamstagen für 2016 schon ausgebucht.

      Wer hat an einem Freitag geheiratet?

      Wie haben das die Gäste aufgenommen? Kann man das überhaupt verlangen, dass man extra frei nimmt deswegen?

      Sollen wir noch ein Jahr länger warten? Möchten gern im Sommer heiraten, die Kinder wünschen es sich auch sehr.

      Liebe Grüße

      • "Kann man das überhaupt verlangen, dass man extra frei nimmt deswegen?"

        Naja, sicherlich - wenn man dann nicht tödlich beleidigt ist wenn sich jemand nicht frei nehmen kann.
        Extra Schulfrei gibt es dafür auch nicht - falls Familien mit schulpflichtigen Kindern eingeladen sind.

        • Das stimmt so nicht mit dem schulfrei.

          Man kann freie Tage wegen besonderen Anlässen beantragen, nach meiner Erfahrung ist das kein Problem, es sei denn, man versucht dadurch die Schulferien zu verlängern, ganz besonders, wenn man so günstiger Urlaub machen kann.

            • Wie gesagt du irrst dich.

              Man findet ganz viel dazu, wenn man nach Befreiung Schule googelt oder Sonderurlaub Schule.

              Es liegt im Ermessen des Klassenlehrers und wenn man ihm das ordentlich erklärt, kann er einen Schüler auch für eine Hochzeit ausserhalb der Familie freistellen.

              Mit Bundesländern hat das meines Wissens rein gar nichts zu tun.

              • Nun, dann schauen wir doch der Einfachheit halber mal in die zugehörige Verordnung - ich habe jetzt auf die Schnelle die von BW gefunden. Bitte sage mir doch wo du da irgendwas von Hochzeiten in der Verwandschaft liest.

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                § 4
                Beurlaubung

                (1) Eine Beurlaubung vom Besuch der Schule ist lediglich in besonders begründeten Ausnahmefällen und nur auf rechtzeitigen schriftlichen Antrag möglich. Der Antrag ist vom Erziehungsberechtigten, bei volljährigen Schülern von diesen selbst zu stellen.

                (2) Als Beurlaubungsgründe werden anerkannt:

                1. Kirchliche Veranstaltungen nach Nr. I der Anlage. Die Bestimmung des § 4 Abs. 3 des Gesetzes über die Sonntage und Feiertage in der Fassung vom 28. November 1970 (GBl. 1971 S. 1), nach der Schüler an den kirchlichen Feiertagen ihres Bekenntnisses das Recht haben, zum Besuch des Gottesdienstes dem Unterricht fernzubleiben, bleibt unberührt.
                2. Gedenktage oder Veranstaltungen von Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften nach Nr. II-VI der Anlage. Dem Antrag muß, soweit die Zugehörigkeit zu der Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft nicht auf andere Weise nachgewiesen ist, eine schriftliche Bestätigung beigefügt sein.

                (3) Als Beurlaubungsgründe können außerdem insbesondere anerkannt werden:

                1. Heilkuren oder Erholungsaufenthalte, die vom Staatlichen Gesundheitsamt oder vom Vertrauensarzt einer Krankenkasse veranlaßt oder befürwortet worden sind;
                2. Teilnahme am internationalen Schüleraustausch sowie an Sprachkursen im Ausland;
                3. Teilnahme an den von der Landeszentrale für politische Bildung durchgeführten zweitägigen Politischen Tagen für die Klassen 10 bis 13;
                4. Teilnahme an wissenschaftlichen oder künstlerischen Wettbewerben;
                5. die aktive Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen und an Lehrgängen überregionaler oder regionaler Trainingszentren sowie an überregionalen Veranstaltungen von Musik- und Gesangvereinen, anerkannten Jugendverbänden und sozialen Diensten, soweit die Teilnahme vom jeweiligen Verband befürwortet wird;
                6. die Ausübung eines Ehrenamts bei Veranstaltungen von Sport-, Musik- und Gesangvereinen, anerkannten Jugendverbänden und sozialen Diensten, sofern dies vom jeweiligen Verband befürwortet wird;
                7. Teilnahme an Veranstaltungen der Arbeitskreise der Schüler (§ 69 Abs. 4 SchG), soweit es sich um Schulveranstaltungen handelt (§ 18 SMV-Verordnung), sowie an Sitzungen des Landesschulbeirats (§ 70 SchG) und des Landesschülerbeirats (§ 69 Abs. 1 bis 3 SchG);
                8. die Vollendung des 18. Lebensjahres während des ersten Schulhalbjahres bei Berufsschulpflichtigen, die nicht in einem Berufsausbildungsverhältnis stehen oder eine Stufenausbildung fortsetzen für eine Beurlaubung für das zweite Schulhalbjahr (§ 78 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 Satz 1 SchG);
                9. wichtiger persönlicher Grund; als wichtiger persönlicher Grund gelten insbesondere Eheschließung der Geschwister, Hochzeitsjubiläen der Erziehungsberechtigten, Todesfall in der Familie, Wohnungswechsel, schwere Erkrankung von zur Hausgemeinschaft gehörenden Familienmitgliedern, sofern der Arzt bescheinigt, daß die Anwesenheit des Schülers zur vorläufigen Sicherung der Pflege erforderlich ist.

                (4) Für das Fernbleiben der Schüler vom Unterricht aufgrund einer Beurlaubung tragen die Erziehungsberechtigten, volljährige Schüler für sich selbst, die Verantwortung. Die Schulen beraten erforderlichenfalls die Erziehungsberechtigten und den Schüler über die Auswirkungen der beantragten Beurlaubung. Die Beurlaubung kann davon abhängig gemacht werden, daß der versäumte Unterricht ganz oder teilweise nachgeholt wird.

                (5) Zuständig für die Entscheidung über Beurlaubung ist in den Fällen des Absatzes 2 sowie bis zu zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Unterrichtstagen in den Fällen des Absatzes 3 der Klassenlehrer, in den übrigen Fällen der Schulleiter.
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                • Genau!

                  da steht dass insbesondere Hochzeiten der Erziehungsberechtigten usw. ein Grund sind, aber nicht "ausschliesslich".

                  Unter Punkt 5 findest du dann die Aussage, dass der Klassenlehrer zuständig ist. (bzw. der Schulleiter bei Abwesenheit über zwei Tagen)

                  Nirgends steht, dass es verboten ist für andere Gründe individuell zu entscheiden und einer Beurlaubung zuzustimmen.

                  In der allgemeinen Schulordnung ist das viel weiter gefasst und es werden keine Beispiele genannt.

                  In anderen Bundesländern wird auf die individuelle Situation des Schülers verwiesen.

                  In der Praxis werden wohl die meisten Anträge bewilligt, wenn man nicht einen Tag vor oder nach den Ferien frei haben möchte um ein paar Euro zu sparen.

                  • zur Not ist das Kind halt mal "krank"
                    ist ja am Ende egal, weshalb es fehlt :-)

                    • Das wäre dann die Variante mit dem schlechten Vorbild Charakter.

                      Es ist doch wirklich kein Problem, mit dem Klassenlehrer zu sprechen. das kommt ja nun auch nicht wöchentlich vor.

                      • manchmal ist der Klassenlehrer ja auch nicht nett oder verständnisvoll ;-)

                        bei uns wurde das in der Grundschule auch gemacht so ein zwei Tage vor Ferienbeginn und ich trotzdem in meinem Leben nie geschwänzt oder krank gefeiert... :-)

                        • Ich finde es ganz übel, wenn Eltern ihre Kinder ein oder zwei Tage vor den Feiren aus der Schule nehmen, weil sie dann ein paar Euro sparen.

                          Das könnten 90 % aller anderen Eltern auch machen., aber zum Glück nehme diese die Schulpflicht ernst.

                          Alle könnten günstiegere Urlaub machen.

                          Ich finde es erstaunlich, dass unter den Frühferiengerhern auch viele dabei sind, die es sich auch locker leisten könnten später zu fahren.

        Hallo, für die Hochzeit meines Bruders am Freitag Vormittag haben mein Sohn (Bayern) und die Kinder seines Trauzeugen (Baden-Würrtemberg) problemlos schulfrei bekommen. LG

        Wenn man im Sommer heiraten will, ist die Chance doch recht groß, die in die Sommerferien zu legen. :-p

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