Geschwister unterschiedlich einbinden

    • (1) 01.02.16 - 14:31

      Hallo zusammen,

      ich würde gern ein klärendes Gespräch mit meinem zukünftigen Schwager und seiner Frau führen und brauche ein paar Tipps, wie ich das angehen soll bzw. bin ich unsicher, ob es generell eine gute Idee ist... #zitter

      Hintergrund: Der Bruder meines Partners heiratet diesen Sommer. Er und sowohl seine zukünftige Frau haben je zwei Geschwister. Beide Geschwister der Braut sind Trauzeugen (insgesamt gibt es 4). Die beiden Geschwister des Bräutigams, also mein Partner und seine Schwester, werden null einbezogen.

      Ich weiß, grundsätzlich ist es jedem Brautpaar selbst überlassen, seine Trauzeugen (nach welchen Kriterien auch immer) zu wählen. Und es muss nicht immer jemand aus der Familie sein. Aber gerade in unserem konkreten Fall kann ich es nicht unbedingt nachvollziehen. Unser aller Verhältnis war eigentlich - bisher - wirklich gut. Mein Partner&ich und Braut&Bräutigam verbringen grundsätzlich viel Freizeit gemeinsam, waren sogar mehrfach zusammen im Urlaub. Auch die Schwester ist oft dabei, der Altersunterschied beträgt bei uns allen gerade mal 4 Jahre (Älteste - Jüngster) und wir leben in der selben Stadt.

      Ob das Verhältnis zu den Geschwistern der Braut so viel besser ist, kann ich nicht beurteilen. Dachte, es wäre wie bei uns. Man sieht sich halt ab und an in der Freizeit, es ist schon sehr freundschaftlich. Auch da ist der Altersunterschied ähnlich.

      Mein Partner (und auch die Schwester) ist nun entsprechend enttäuscht, als er das mit den Trauzeugen erfahren hat. Übrigens über Umwege - "offiziell" wurden uns nur die beiden nicht-familiären Trauzeugen vorgestellt... Wir dachten, keiner der Geschwister wäre also Trauzeuge, und somit war das auch okay. Aber so fühlen sich die beiden schon ausgeschlossen.

      Ich würde nun gerne vermitteln. Ohne, dass mein Partner davon weiß. Denn so langsam wird aus der Enttäuschung Wut und Desinteresse. Das finde ich sehr schade und habe Angst, dass unser zukünftiges Verhältnis nicht mehr dasselbe sein wird...
      Wie kann ich das Thema geschickt angehen? An der Trauzeugen-Wahl lässt sich ja nichts mehr drehen. Aber ich fände es schon fair, wenn man a) mit seinen eigenen Geschwistern vorher offen gesprochen hätte und nun b) vielleicht andere Wege findet, sie einzubinden, damit sie sich nicht unwichtig vorkommen... (irgendwelche Vorschläge?)

      Warum muss Familie manchmal so anstrengend sein? :-( Danke euch!

      • >>>Warum muss Familie manchmal so anstrengend sein?<<<

        Familie wird DANN anstrengend, wenn man wegen allem ein Gewese macht.

        >>>ich würde gern ein klärendes Gespräch mit meinem zukünftigen Schwager und seiner Frau führen<<<

        Was willst du denn klären? Du willst dich in etwas reinhängen, das dich nichts angeht.

        >>>Ich weiß, grundsätzlich ist es jedem Brautpaar selbst überlassen, seine Trauzeugen zu wählen.<<<

        Eben!

        • Danke. Ich finde jedoch nicht, dass es mich nichts angeht. Immerhin ist es auch meine Familie, wenn auch (noch) nicht angeheiratet. Und ich sitze zwischen den Stühlen und möchte eigentlich nur helfen #schmoll

      Hallo grauewolke,

      ich finde nicht das du das Brautpaar ansprechen solltest. Sie werden sich nicht für andere Trauzeugen entscheiden und so wird die Beziehung nur schlimmer.
      Dein Mann und seine Schwester kann sich trotzdem sehr gerne einbringen und zeigen wieviel ihnen an dem Brautpaar liegt.

      Es ist wie als würdest du fragen, warum bist nicht mein bester Freund?

      Ich hätte Angst, das es ehr schlechter wird. Vielleicht braucht es nur Zeit bis das Brautpaar euch alles erzählt

    • Ich finde auch nicht, dass du das irgendwie ansprechen solltest. Wenn dein Mann oder seine Schwester damit ein Problem haben, wie ihr Bruder und seine Frau sich ihre Hochzeit vorstellen, dann ist das ihre Sache. Das sollte man selber mit sich ausmachen... maximal noch mit dem Bruder selbst sprechen. Aber auch das würde ich wohl nict machen, weil man dann schnell in die Rolle gerät von demjenigen, der einem die Hochzeit nicht gönnt und alle abnervt. Sehe ich das richtig, dass es die erste Hochzeit unter diesen Geschwistern ist? Würest du dir da bei der Wahl der Trauzeugen gerne so reinreden lassen?
      Brautpaare sind da mit Recht oft sehr eigen und wollen das weder so machen, wie man es ihnen vorschreibt, noch wollen sie sich Rechtfertigen, warum sie es so machen, wie sie es machen.

      Ich verstehe, dass die Geschwister, enttäuscht sind und traurig darüber nicht einbezogen zu werden. Aber das müssen sie selber klären und nicht du. Und schon gar nicht "so, dass es mein Partner nicht mitbekommt" das schürt nur böses Blut und gibt Streit.

      • Danke für euer aller Feedback... Hm, ich sollte meinen Plan wohl nochmal überdenken. Vielleicht kommt es echt nicht so gut...

        Wenn es meine Hochzeit wäre, würde sich solch ein Problem gar nicht ergeben. Würde ich meine Schwester wählen, wär für mich klar, dass auch die Geschwister meines Partners eine wichtige Rolle spielen sollten. Ich finde einfach, das gehört sich so. Zumindest hätte ich es den anderen Geschwistern schon im Vorfeld erläutert. Aber naja, vielleicht sieht das tatsächlich nicht jeder so...

        Leider ist mein Partner ein richtiger Sturkopf, aber ich werde versuchen ihm nahe zu legen, das vielleicht doch irgendwie selbst bei seinem Bruder anzusprechen. Es wär sonst einfach super schade, wenn dadurch etwas kaputt ginge (wovon ich überzeugt bin) oder die beiden die ganze Hochzeit nicht so genießen können, wie es Geschwister tun sollten. Auch wenn es sich nach Kinderkram anhört, es wurden bereits Gefühle verletzt und ich finde das muss einfach nicht sein.

        • Es ist ja nicht deine Hochzeit. Also gelten auch nicht deine Maßstäbe. ;-)

          Mein Mann war bei einem Freund auch mal Trauzeuge wo dann dessen Geschwister zickig waren, weil er sie nicht gefragt hatte... dabei ging es dem Freund wohl hauptsächlich um einen tollen Jungesellenabschied und das hat er meinem Mann wohl eher zugetraut, als seinen Geschwistern. #rofl

    Hallo,

    entschuldige bitte, aber das ist Kindergarten.

    Du ziehst nicht ernsthaft in Betracht, das Brautpaar darauf anzusprechen und eine "adäquate Aufgabe" für Deinen Partner einfordern?

    Es ist ihre Entscheidung und sie werden ihre Gründe haben.

    Das Verhalten der Geschwister ist ebenso albern. "...Denn so langsam wird aus der Enttäuschung Wut und Desinteresse.....". Die beleidigte Leberwurst geben, weil man nicht Trauzeuge ist. #gruebel

    Wenn Dein Partner gerne etwas zur Hochzeit beitragen möchte, dann kann er sich doch selbst etwas überlegen und seiner Schwester und ihrem Mann vorschlagen, als Hilfe oder Unterstützung.

    Ihr habt doch bisher anscheinend ein gutes Verhältnis miteinander. Dann belasst es auch dabei, seht das ganze locker und freut Euch für die beiden.

    LG

    • Ich möchte keine "adäquate Aufgabe" einfordern, sondern nur vermitteln. Helfersyndrom und so #aerger Und dadurch halt eventuell verhindern, dass es noch schlimmer wird.

      Auch wenn du es albern und für Kindergartengetue hältst, es ist nun mal leider Fakt, dass Gefühle verletzt wurden. Von Menschen, die sich eigentlich sehr nahe standen. Ich kann meinen Partner und die Schwester da schon ein Stück verstehen. Wenn meine Schwester das allerdings getan hätte, hätte ich sie selbst angesprochen. Aber wie gesagt, ich bin bei weitem nicht so ein Sturkopf und finde, man kann mit seinen Geschwistern über alles sprechen...

      Ich denke es wird schwierig, sich dennoch so einzubringen, wie man es ursprünglich wollte. Schließlich scheinen die beiden ja - wie du sagst - ihre Gründe haben, warum sie sich gegen die beiden Geschwister des Bräutigams entschieden haben. Für meinen Partner scheint es vor allem so, als würde auf seine Beteiligung keinerlei Wert gelegt werden.

      • >>>Schließlich scheinen die beiden ja - wie du sagst - ihre Gründe haben, warum sie sich gegen die beiden Geschwister des Bräutigams entschieden haben.<<<

        Sie haben sich nicht GEGEN die beiden Geschwister entschieden, sondern FÜR jemand anderen.
        Und du scheinst ja auch noch Oel ins Feuer zu gießen.
        Wenn dein Mann und seine Schwester jetzt schon derart mimosenhaft reagieren, kann es ja später bei der Auswahl eventueller Paten nur noch zum Krieg kommen... #augen

Warum muss Familie manchmal so anstrengend sein? :-(
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Weil Du/Ihr es anstrengend macht! So ein albernes Verhalten wegen bisschen Trauzeugen Krempel...es ist deren Hochzeit und die beiden entscheiden!
Sei doch froh, dass ihr nichts machen müßt als Trauzeugen.

Und misch Dich bloß nicht ein, das geht Dich nichts an! Nichts vermitteln etc, wenn Dein Mann nicht mal soviel Mumm hat seinen bruder zu sagen, was er denkt, dann musst Du schon mal gar nichts machen.
Ich würde als Brautpaar aber denken, dass derjenige nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, beleidigt zu sein, weil er kein Trauzeuge ist....meine Güte!
Wollt ihr den beiden mit Eurer komischen Einstellung die Hochzeit versauen? Dann macht weiter so!

So einen Hickhack für nichts kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen

Vielleicht fühlen sie sich den nicht familiären Trauzeugen gegenüber verpflichtet, weil sie dort selbst Trauzeuge waren?! Wenn euer Verhältnis gut ist, sprich es unter vier Augen bei einem von beiden an. Erzähle das die Geschwister irgendwie enttäuscht sind und sich sicher über eine andere Art der Beteiligung freuen würden! Vielleicht seid ihr auch für andere Funktionen vorgesehen (später vielleicht Pateneltern vom Nachwuchs...).

Weißt du was schlimm ist? Das man bei so Sachen wie Hochzeiten immer zu hören bekommt: "Weil ich weiß was sich gehört....."

Selten solch einen Bullshit gelesen/gehört!

Wenn ICH heirate entscheide ICH über meine Hochzeit. PUNKT!

Also ich würde mich auch nicht einmischen.

Mein Mann hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder. Die beiden haben noch eine Schwester, die altersmäßig zwischen beiden liegt. Der jüngere Bruder ist sehr eng mit der Schwester, während mein Mann schon seit wir uns kennen, nicht so eng ist mit ihr. Sie verstehen sich, haben Kontakt, aber da ist auch mal wochenlang Funkstille oder inzwischen (wir sind seit 8 Jahren ein Paar) Kontakt zur Schwägerin über mich. Wir verstehen uns relativ gut, sind nicht die besten Freundinnen, aber es passt. Wir haben jetzt auch nicht täglich Kontakt, mal wöchentlich, mal 2 Wochen gar nicht.

Auch mit seinem Bruder verstehe ich mich gut.

Ich selbst habe keine Geschwister, für uns war relativ schnell klar, dass sein Bruder sein Trauzeuge wird. Und ich hatte meine beste Freundin auserkoren. War für mich schon immer klar, eine meiner drei Freundinnen wird Trauzeugin mangels Geschwistern. Hatte schon Probleme mich zwischen den dreien zu entscheiden, da ich zu jeder eine enge, langjährige Freundschaft habe. Wollte dann meine Großcousine nehmen, die aber leider schon eine längere Auslandsreise zur Hochzeit geplant hatte, also wurde daraus nix.
Hab mich dann für eine Freundin entschieden, die andere wird übrigens demnächst Patentante meines 2. Kindes. Und die dritte ist nicht so für Ehe und Kinder, war darum auch nicht böse und hat sich in den JGA gestürzt :-)
Wir haben uns da wirklich nichts dabei gedacht.

Na ja Ende vom Lied war, meine Schwägerin war etwas verstimmt. Die Schwiegermutter hat das damals dann angesprochen. Ich hab die Situation verstanden und sie auf dem Standesamt als Trauzeugin genommen und die Freundin in der Kirche. War für mich aber auch blöd (nicht weil ich meine Schwägerin nicht mag, sondern weil ich das ja auch meiner Freundin erklären musste, die ich ja schon gefragt hatte). Zum Glück ist meine Freundin eine ganz ganz Liebe und hatte Verständnis und war zufrieden mit der Rolle in der Kirche.

Aber war ne doofe Situation und das solltest du deinem Schwager und deiner Schwägerin ersparen... Kümmert euch doch um den JGA oder sonstiges..

Viel Spaß dabei ;-)

Hallo,

genau solche Meinungsverschiedenheiten waren der Grund warum mein Mann und ich alles alleine gemacht haben. Trauzeugen waren damals eine Freundin und eine Cousine -also alles neutral. Bis auf eine Bekannte und einen ehemaligen Arbeitskollegen, die aber den Schweigefuchs auferlegt bekamen wusste keiner was. Der Rest bekam Einladungen wo der Ort und Zeit der Veranstaltung draufstand und mehr nicht. Die zwei die was wussten sorgten dann dafür dass die Pausen zwischen einigen Dingen gut gefüllt waren.

Halte den Mund, geh auf die Hochzeit, lass Dir das Essen schmecken, nimm das Programm als lockere Abwechslung mit und wenn Du noch nicht verheiratet bist dann nimm die Dinge als Anregungen mit wie es bei Dir und Deinem Partner nicht sein sollte.

VG Geli

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