Pro und Contra einer Ehe

    • (1) 02.04.16 - 13:17

      Hallo ihr lieben da ihr mal alle im Hochzeitsforum seit gehe ich davon aus das ihr euch alle für die Ehe entschieden habt.
      Was sind für euch Gründe zum Heiraten bzw. was waren (falls ihr solche Gedanken hattet) Gründe gegen eine Ehe?
      Mich würde das so ganz allgemein Interessieren und hoffe ich bin hier richtig.

      Ich selbst (27) bin seit 9 Jahren glücklich in einer Beziehung und Heiraten wollen mein Freund und ich nicht.
      (Falls das jemanden Interessiert #rofl)

      • Ja wir haben geheiratet nach 5 Jahren Beziehung ;-)

        Gründe dafür waren eigentlich ganz simpel:

        - wir wollten Kinder und eine eigene Familie haben mit gemeinsamen Namen
        - es war einfach perfekt, wir lieben uns und wollten das auch so richtig offiziell machen ;-) und ich muss sagen ja das Zusammengehörigkeitsgefühl ist bei uns zumindest stärker geworden

        Mehr Gründe gab es eigentlich nicht....vielleicht sind wir beide auch ein wenig konservativ in der Sache aber irgendwie gehört das für uns beide halt dazu :-)

        Gründe dagegen gabs bei uns keine und es hatte auch keiner Zweifel

        Hallo,

        ich wollte früher auch nicht heiraten, aber als ich meinen Mann kennen gelernt habe, war der Wunsch sofort da.
        Wegen der Kiwu-Behandlungen kam dann eben noch ein sachlicher Grund dazu. Deshalb haben wir dann nach 4 Jahren beschlossen, zu heiraten.
        Wir haben es beiden noch nicht eine Sekunde bereut.
        Es stärkt ungemein das Zusammengehörigkeitsgefühl und wir fühlen uns sehr wohl als Ehepaar.
        Wir sind nicht mehr sooo jung und da finde ich es viel schöner zu sagen, mein Mann statt mein Freund. Ein paar rechtliche Aspekte hat es natürlich auch.

        LG

        Hallo,

        Also wir (28 und 32) haben uns auch Zeit gelassen mit dem heiraten, weil wir einfach fanden, es ist gut so, wie es ist. Vielleicht auch irgendwie der Gedanke dass es "spießig" ist. Im Verlaufe unseres (bisher unerfüllten) Kinderwunsches fanden wir es aber doch schön einen gemeinsamen Namen zu haben und - sollte es einmal klappen - uns den Kram mit der Vaterschaftsanerkennung zu sparen.

        Wie auch schon gesagt wurde.. Zusammengehörigkeit etc.

        Ich kann sagen - wir sind glücklich damit, heiraten hat an unserer Beziehung eigentlich nichts verändert und wenn nur zum positiven. Man muss heute nicht mehr heiraten. Wir wollten es irgendwann trotzdem. Entweder wollt ihr das auch irgendwann oder halt nicht. So lange es euch beide glücklich macht ist doch alles tutti!

        Alles gute für euch!:-)

      • Hallo

        ich bin mittlerweile mit meinem Mann fast 28 Jahre verheiratet, zusammen sind wir 32 Jahre, kennen tun wir uns 36 Jahre.

        Dass wir heiraten wollten, stand für uns relativ schnell fest.

        Wir wollten unsere Liebe und die Zusammengehörigkeit auch auf dem Papier sichtbar machen in Form eines gemeinsamen Namens, dann eine eigene Familie gründen, die ihn weiter trägt.
        Allerdings haben wir die Ehe nie als Garant für das Zusammenbleiben gesehen; auch da kann die Liebe abhanden kommen.

        Viele unserer Freunde haben lange nach uns geheiratet, aus steuerlichen Gründen oder weil dann doch der Kinder wegen "richtige" Verhältnisse geschaffen werden sollten oder weil man das eben so macht als Paar...

        Einige leben auch heute noch "in wilder Ehe" zusammen, weil sie einfach keinen Sinn in einer Heirat für sich sahen.

        LG

        Wir waren schon 7 Jahre zusammen, beide auch nicht mehr "taufrisch" und wollten eigentlich nie heiraten. Mir war es einfach nicht wichtig und im direkten familiären Umfeld meines Mannes gingen 2 Ehen in die Brüche und sein bester Freund steckte auch grade in einer mistigen Ehescheidung. Wir hatten also die absoluten Negativbeispiele vor Augen.
        Als wir aber erfahren haben, dass unser Kinderwunsch auf natürlichem Weg nie zustande kommt und mit einer Heirat dadurch bürokratische Hürden genommen werden können, war klar - wir trauen uns.
        Das war 2007. Seit 2009 sind wir Eltern einer Tochter und haben den Schritt zu JA-Sagen nie bereut.
        Witzigerweise habe ich mich dann innerhalb der Elternzeit beruflich umorientiert und bin wieder in meinen eigentlichen Beruf der Verwaltungsfachangestellten eingestiegen und habe eine Zusatzausbildung zur Standesbeamtin gemacht.
        Ich habe also auch beruflich nun mit dem JA-Wort zu tun. Bisher haben sich die von mir getrauten Paare noch nicht getrennt (zumindest ist mir nix bekannt) - allerdings traue ich auch erst seit Frühjahr 2011 :-p

      Hallo ihr lieben, Danke für eure Antworten :)

      Bei mir ist der Hauptaspekt nicht Heiraten zu wollen weil es für mich keinen Sinn mehr gibt das man das in der Heutigen Zeit noch tun muss.
      Ich mag auch den Gesellschaftlichen Druck nicht der damit einhergeht. Ständig kommt : "Ihr seit schon so lange zusammen, wann wollt ihr Heiraten"?
      Dann warum wir nicht wollen, ob wir uns miteinander nicht sicher sind usw.

      Mir kommt es so vor als würde man unsere Beziehung nicht gleichwertig ansehen wie von Verheirateten Leuten.
      Ich gebe zu das dass mich schon das ein oder andre mal dazu Veranlasst hat doch darüber nachzudenken zu Heiraten.
      Was ich dann aber wieder verworfen habe. Alleine deshalb weil ich schon immer der Typ Mensch war der eigentlich wenn man ihn zu was zwingen wollte es dann erst Recht nicht gemacht hat.

      Meine "Schwiegereltern" sind letztens schier vom Stuhl gefallen als ich (als mal wieder nachgefragt wurde wann wir Heiraten) gesagt habe das wir nicht Heiraten.
      Vorallem als gefragt wurde ob wir Kinder wollen was wir bejaht haben (Bin aktuell im 14 ÜZ) und wessen Nachnamen diese dann bekommen (meinen Nachnamen, mein Freund will das auch so ).

      Ich sag mal so wenn mein Freund unbedingt wollen würde wäre er der einzige der mich umstimmen könnte (wäre es sein Herzenswunsch dann würde ich es ihm nicht ausschlagen dafür liebe ich ihn zu sehr ;-))

      Aber der sieht das so wie ich. Ich habe 3 Freunde (alle in meinem Alter) die inszwischen schon wieder geschieden sind.
      Klar das passiert immer wieder und das sollte kein Grund sein es nicht zu tun aber alle 3 haben Scherereien jetzt nach der Scheidung.

      Ich kann mir auch nur schwer Vorstellen das ein der Gleiche Nachname einen so glücklich macht.
      Nach paar Monaten spätestens ist der Zauber auch vorbei und man denkt da schon gar nicht mehr dran ( also nicht persönlich nehmen liebe Mädels, ich beschreibe hier nur wie ich mir das Vorstelle wenn euch das immer ein schönes Gefühl gibt finde ich das ja super :-))

      Dazu kommt es das man irgendwie in einer Scheinwelt aus Sicherheit lebt die gar nicht gegeben ist.

      Ich danke euch für eure Meinungen, wie ihr seht beschäftigt mich das ganze Thema doch. Ständig kommt druck von überall.
      Das nervt einfach nur.
      Ach ja....für eine KiWu Behandlung zu Heiraten das wäre für mich eventuell noch ein Grund ;)

      • Haha... witzig... das könnte ich geschrieben haben #rofl

        Ich dachte komplett so wie du. Wir (34 und 40) sind seit 17 Jahren zusammen. Die Phase, wo wir ständig von irgendwem gefragt wurden, wann wir denn nun auch mal heiraten wollen ist bei uns schon rum. Mich hat das auch tierisch genervt. Auch der Gedanke, dass eine Ehe die "hochwertigere Beziehung" in den Augen meines Umfeldes ist kenne ich. Wir möchten auch Kinder und der Gedanke, seinen Namen anzunehmen bbbrrr, hat mich irgendwie immer gegruselt ( so heißen wie die Schwiegermutter #augen ) Die Schwiegereltern nenne ich übrigens schon seit Jahren Schwiegereltern, sind sie es doch, keine Frage. Uns war heiraten auch nie wichtig, wir sagen auch, wie sind zusammen, weil wir es wollen und nicht, weil wir es müssen.

        Und dann... flopp.. ich weiß nicht, was über mich gekommen ist. Plötzlich ich kann gar nicht sagen, was und wie genau da passiert ist, will ich doch heiraten und frage meinen Freund und der sagt ja und im Sommer ist es dann soweit. Wir freuen uns und planen und unsere Freunde und Familie, die völlig überrascht sind freuen sich und planen mit uns.... es ist einfach schön.... aber, das hätte ich vor 17-2 Jahren eben einfach nicht so gesehen, nie gedacht und auch nicht wirklich verstanden. Auch als die Freundinnen alle geheiratet haben, ich habs nicht kapiert.... erst jetzt.

        Also.... es klingt vielleicht platt, aber macht das so, wie es für euch passt. Mehrere Freundinnen haben dann als sie schwanger waren doch noch überraschend für sie Heiratsanträge bekommen. Und genau, weil man es nicht mehr muß, ist es doch gerade noch viel schöner, wenn man es einfach trotzdem macht #verliebt

        • (11) 04.04.16 - 10:18

          Und plötzlich ist es ein schönes Gefühl, seinen Namen zu tragen #huepf

          Ich denke, für mich hat es auch viel zu tun, dass es jetzt eben doch allein unsere Entscheidung ist und es eben keiner mehr von uns "erwartet" hat, wir nicht mehr dauernd dazu befragt und gedrängt werden..... seltsam, kann das nicht so richtig fassen oder beschreiben.

      Hallo ,

      natürlich muss man in der heutigen Zeit nicht mehr heiraten.

      Man bekommt auch als unverheiratetes Paar eine Wohnung .

      Man kann Kinder bekommen ohne das es als Schande gilt .

      Man kann einfach ausziehen, wenn man will .

      Man muss sich nicht so richtig festlegen und kann sich immer noch eine Option offen halten.

      Man kann sich aber auch bewusst zueinander bekennen und mit dem Ja-Wort vor dem Gesetz und der Gesellschaft ( und wer möchte auch vor Gott ) eine lebenslange Verpflichtung füreinander eingehen.( zumindestens sollte man mit dem Vorsatz in die Ehe gehen)

      Wir haben nach 10 Jahren Zusammensein geheiratet und sind jetzt im 6 . Ehejahr . Ich habe es noch keinen Tag bereut. Es hat uns als Paar noch mehr zusammen geschweisst. Man ist eine Einheit , vor allem auch wenn Kinder da sind.

      Natürlich kann man das als sehr konservativ bezeichnen, aber ich finde es in unserer schnelllebigen Zeit umso wichtiger .Immer voraus gesetzt , man hat den richtigen Partner :-)

      LG Tina

      • Aber für mich hat das nicht Heiraten wollen jetzt nichts damit zu tun das ich meinen Freund nicht für den richtigen halte und ich mir eine Option offen halten will.
        Also wirklich gar nicht.
        Wieso denkt das jeder das man sich eine Option offen halten will?

        Ich sag mal auch wenn man Verheiratet ist kann man wenn es nicht Funktioniert einfach ausziehen man ist ja gesetzlich nicht dazu Verpflichtet bei dem anderen zu bleiben.
        Genauso kann man sich doch jeder Zeit komplett trennen.
        Da hält einen ja keiner auf ?!?

        Das ist es was mich gerade stört, wieso soll man was Versprechen was man eventuell nicht halten kann und das man aus Gesellschaftlichen Gründen das macht. Weil das eben von einem erwartet wird.
        So hat es auch ein sehr guter Freund gemacht. ( Ich habe mich gewundert nachdem er sich Verlobt hatte da er auch eigentlich dagegen war und der meinte: " Ja ich muss ja, alle Fragen schon, sie will auch deswegen habe ich den Antrag gemacht, das ist halt so!")
        Er ist im übrigen inzwischen Verheiratet ;)

        Oder wegen den Kindern ? Was haben die Kinder im genauen davon (also heutzutage, früher war das was andres) wenn die Eltern verheiratet sind?
        Die wissen ja trotzdem das dass die Eltern sin.

    Du fragst nach pro und contra.... Wo ist dein Contra?

    Neben der Liebe und dem zugehorigkeitsgefühl, der Tatsache das man vielleicht für den Erhalt einer Ehe eher kämpft als für eine lebensgeneinschaft gibt es auch viele rechtliche und sachliche Dinge:
    - und somit auch die finanzielle Seite... Wenn man eh zusammen wirtschaftet ... Warum
    Dann nicht mit einer besseren Steuer? Ich finde schon dass durch die Steuerklasse und das ehegattensplitting man tatsächlich an der Steuererklärung deutlich einen Unterschied merkt
    - was ist wenn was passiert? Familie kann auf die Intensivstation, Ehepartner erhalten vom Arzt auch Auskunft.... Etc. ... Erbe? Kaum einer regelt das in jungen Jahren.... Die Kosten beim Notar dass alles extra zu regeln.... Übersteigen die Gebühren beim
    Standesamt wohl ums vielfache ;-)

    ... Und ja. Zumindest wenn man nach vielen gemeinsamen Jahren auch gemeinsame Kinder hat.... Wovor hat man dann noch Angst????

    - wir haben nach 10 Jahren geheiratet. Unsere Tochter war knapp 22 Monate alt. Danach kam noch ein Sohn. Wir Wirtschaften zusammen und entscheiden alles zusammen. Haben zusammen ein Haus gebaut und uns gegenseitig versicherungstechnisch abgesichert...... Also war für uns eine Ehe eine logische Konsequenz unsere Familie auch "zu legitimieren".

    • Ich kämpfe für meine Beziehung genauso wie ich es tun würde wenn ich Verheiratet wäre.
      Ich hab keine wegwerf Mentalität. Diejenigen die das haben werden es früher oder später so oder so tun, egal ob verheiratet oder nicht.

      Klar soll man immer Kämpfen. Aber es gibt auch Ehen die nur am Leben erhalten werden weil sie sonst Abstriche machen müssen.
      Mehr als beiden gut tut wird es zusammen gehalten.

      Beste Freundin meiner Mutter perfektes Beispiel. Seit 32 Jahren Verheiratet, Haus, Mann selbständig, sie Hausfrau und kümmert sich um die gemeinsamen Pferde.
      Fahren einmal im Jahr in den Urlaub, jeder ein Auto.
      Nach aussen hin alles normal.
      Das sie aber mindestens!!! einmal im Monat bei meiner Mutter schläft weil ihr Mann sie terrorisiert wenn er total gestresst Heim kommt und unzufrieden ist weiß keiner.
      Das sie zwar gemeinsam in den Urlaub fahren aber sich da kaum sehen und wenn dann nur Streiten. (Ist Thailand Urlaub, ihr könnt euch ja denken wo er sich rum treibt)

      Meine Mum hat ihr geraten sich zu trennen.
      Sie will nicht. Sie sagt dann hat sich nichts davon wofür sie 32 Jahre geblieben ist.
      Haus müsste Verkauft werden. Ihre Pferde wären weg da sie die alleine nicht Unterhalten könnte.

      Sie vermutet auch das ihr Mann heimlich irgendwie Geld auf die Seite schafft. Sie hat Null einblick in die Finanzen. Als er vor 2 jahren viel Geld in die Firma investiert hat womit das Haus belastet wurde hat sie erst hinterher erfahren.

      Ich will nicht sagen das dass die Regel ist aber sowas gibt es nunmal auch.

      Auf die paar Euro wo ich dann durch die Steuerklasse mehr habe (im Moment ja noch kinderlos) kann ich auch verzichten.
      Auch wenn wir Kinder haben muss das nicht sein. Verdienen beide genug.

      Ich sag ja nicht das ich das für immer ausschließe. Wenn ich was gelernt habe ist das sich so ne Meinung auch ändern kann.
      Aber im Moment kommt es für mich nicht in Frage.

      Mein Contra: (ist mir klar das dass nicht bei jedem zutrifft)

      - Man denkt: Den habe ich in der Tasche da muss ich mir keine Mühe mehr geben, man lässt sich eher mal gehen, achtet nicht mehr so aufeinander (das beobachte ich aber wirklich. Egal ob Mann oder Frau.

      -Eheschließung ist meist auch nicht billig.Dann noch die Hochzeitsreise.Die Feier usw. Wenn man sich Scheiden lässt (Scheidungsrate 50%, Tendenz steigend) ist es auch nicht gerade Billig.

      -Ehe kann von der unendlichen Liebe zu seinem Partner nach einigen Jahren zur Bürde werden. Siehe Freundin meiner Mutter.

      -Oder wie mein Stiefpapa sagt: Die Ehe ist eine Scheinwelt der Sicherheit die nie gegeben ist.
      #rofl

      - Beziehung verändert sich vielleicht nicht, man bekommt zwar gesetzlich mehr Rechte aber auch mehr Pflichten.

      -Wenn die Liebe aus Unterschiedlichen Gründen mal weg ist dann hilft doch da auch kein Trauschein mehr was.

      Am meisten stört mich echt das die meisten es als eine Art Garantie sehen das es immer hält, halten tun sich viele nicht daran was man sich vor einigen Jahren geschworen hat.
      (50% auf jeden Fall nicht)

      Und es stört mich echt das meine Beziehung als "weniger Wert" angesehen wird.
      Die sind sich nicht sicher, wollen sich nicht festlegen.
      Das ist einfach nicht der Fall.

      Ich denke ich bin da als Mädl einfach in der Minderheit mit dem nicht Heiraten wollen.
      Alleine wo ich schon große Hochzeiten sehe die andere als schön empfinden denk ich nur: Wieder einer dieser ewig gleichen Abläufe, immer das gleiche.
      Hab schon immer gedacht (auch als Kind ) SO will ich es auf keinen Fall.

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