Mein Junggesellinnenabschied vergessen...

    • (1) 11.09.16 - 12:22

      Hallo zusammen,
      eigentlich brauche ich keinen Rat, sondern will mich nur mal ausheulen... ich heirate nächste Woche standesamtlich. Meik Verlobter und ich sind nun seit 4 1/2 Jahren zusammen. Vor 5 Jahren hatte er die Scheidung eingereicht die sich bis April diesen Jahres gezogen hat. Aufgrund der Unfähigkeit der Anwälte war sie auch nur endlich durch weil wir ihr eine lächerliche Summe angeboten haben. Dafür geht das bisher für die Hochzeit Ersparte drauf und wir müssen für unsere "richtige Hochzeit" noch 2 Jahre warten.
      Wir haben aber auch einen zwei Jahre alten Sohn und möchten auch auf dem Papier und namentlich eine Familie sein.
      Nun war ich damals bei meiner Schwester Trauzeugin und habe nicht nur den JGA sondern die halbe Hochzeit geplant. Meine Schwester hat nicht so viele Freunde und hat mich daher wahrscheinlich genommen. Ich war aber auch bei meiner besten Freundin Trauzeugin, die ich eigentlich lieber an meiner Seite hätte. Aber um den Familienfrieden zu wahren, habe ich meine Schwester gefragt. Zum Dank bekam ich ein "ich dachte schon du fragst nie...". Ich habe ihr aber auch gesagt dass ich bei der großen Feier dann meine Freundin fragen werde. Letzes Wochenende erfuhr ich von meinem Schwager dass sie tatsächlich beleidigt ist weil sie "nur" bei der standesamtlichen Trauzeugin sein soll.....

      Und jetzt ist das letze mögliche Wochenende verstrichen bei dem ich auf einen JGA gehofft habe.... Aber es wurde nichts geplant. Und meine beste Freundin ist mittlerweile umgezogen, da wir die standesamtliche nur im engsten Familienkreis feiern (trotzdem fast 20 Personen) kommt sie natürlich nicht extra um einen JGA zu planen. Ich hab das eigentlich von meiner Schwester erwartet. Bin jetzt ziemliche traurig und enttäuscht und würde ihr gerne etwas dazu sagen... Aber dann wäre der Familienfrieden doch nicht gewahrt. Eigentlich müsste meine Familie wissen dass mir das wichtig ist, schließlich habe ich so ein Bohei bei ihr draus gemacht. Auch von meiner Mutter oder Schwägerin hätte ich gedacht dass da vielleicht ein Hinweis kommt. Meine Schwägerin (die Freundin meines Bruders seit 13 Jahren) war beim JGA meiner Schwester auch dabei.... Jetzt sitz ich hier und heule obwohl ich mich auf nächste Woche freuen sollte..... :(

      Schönen Sonntag euch,

      Duchess

      • (2) 11.09.16 - 22:25

        Hast du denn GESAGT, dass du gerne einen JG Abschied hättest? Du kannst nicht davon ausgehen, dass andere das automatisch wissen. Wünsche muss man äußern, Gedanken lesen kann ja nun mal keiner.

        • (3) 12.09.16 - 01:10

          Meine Schwester hat es damals auch nicht sagen müssen, ich wusste dass sie einen will. Ich kenne sie. Und sie kennt mich. Sie weiß eigentlich wie wichtig mir diese Tradition gewesen wäre. Würde ich sie drauf ansprechen, käme wahrscheinlich ein "ups, das hab ich total vergessen".... Entweder hat sie es vergessen oder sie ist zu beleidigt dass sie "nur" beim Standesamt Trauzeugin ist.... Sie hat mich ja schließlich auch auf ihrem erlebt. Und man spricht ja wärend dessen drüber. Also nach dem Motto "das würde ich bei meinem JGA auch mach", oder "wenn ich dann mal JGA habe will ich bloß nicht da und dort hin", etc.

          • Huhu :-) ich würde an deiner Stelle es abhaken uns für die Hochzeit in 2 Jahren einen Junggesellinnenabend duech deine beste Freundin planen lassen. Das kann man auch von weitem planen mit Unterstützung wie ich aus eigener Erfahrung weiß :-)

            Du solltest dir das aber mit deiner Trauzeugin nochmal überlegen. Sie hätte dich ja auch einfach fragen können wie das mit dem JGA geplant ist, wenn sie sich unsicher wäre.

            Eine Sache noch: denk dran eine Hochzeit ist für euch als Paar wichtig und da sollten die Gefühle der anderen Personen in der Familie an 2ter Stelle stehen. Gerade was die Wahl der Trauzeugin betrifft. Ich würde an deiner Stelle dann lieber auf deine beste Freundin kurzfristig zurück greifen. Du wirst dich sonst noch darüber vllt ein Leben lang ärgern.

      Wer erwartet, der kann enttäuscht werden. Wer viel erwartet, der kann bitter enttäuscht werden.

      Ich versteh so ziemlich nichts von dem, was du schreibst. Du hast vor, in zwei Jahren noch mal "richtig" zu heiraten? Warum sollte dann der Junggesellinnenabschied jetzt, vor der noch gar nicht "richtigen" Hochzeit sein? Und nur weil du aus so etwas mal so einen Aufriss gemacht hast, erwartest du, dass andere das bei dir auch tun? Vielleicht war es ihr damals auch zu viel des Guten...

      Ganz davon abgesehen finde ich diesen Brauch auch mehr als überflüssig. Am letzten Wochenende vor meiner Hochzeit hätte ich gar keine Lust gehabt, mich im Rahmen fragwürdiger Späßchen abfüllen zu lassen. Ehrlich gesagt hätte ich da genau nie Lust drauf gehabt.

      • "Ganz davon abgesehen finde ich diesen Brauch auch mehr als überflüssig. Am letzten Wochenende vor meiner Hochzeit hätte ich gar keine Lust gehabt, mich im Rahmen fragwürdiger Späßchen abfüllen zu lassen. Ehrlich gesagt hätte ich da genau nie Lust drauf gehabt."

        Gott sei Dank!! Ich dachte, ich stehe alleine mit dieser Meinung da. Für mich fast einen Grund, um nicht zu heiraten ;-) #schein:-p

        Aber meine Freundinnen kennen mich da gut, so dass keine auf die Idee kam.

        LG,
        Natalia

        • (10) 12.09.16 - 14:05

          Ich denke das ist das entscheidende...... Die Trauzeugen sollten die braut kennen und wissen ob sie so etwas will.

          Mich haben damals ganz unerwartet 3 Freundinnen abgeholt, wir waren Pizza essen und danach Cocktails trinken.

          Ganz ohne bohei und Peinlichkeit.

          Die klassischen JGAs - brrrrrr, geht gar nicht.

          • Genau.

            So was hätte ich auch akzeptiert ;-)

            Bei einer Freundin von mir fuhren wir 2-3 Tage weg. Ihre Familie hat ein Haus direkt am Meer und da trafen wir uns mit ihren Cousinen und engste Freundinnen. Es war echt lustig. Wir haben gemeinsam gekocht, erzählt und viel gelacht :-)

            LG,
            Natalia

      Sei doch froh, dass Dir diese Peinlichkeiten erspart bleiben. Die letzten Damengruppen, die mir in Sachen Junggesllinnenabschied über den Weg liefen, hatten die Braut albern "dekoriert" und die Arme musst auch noch versuchen, irgendeinen Krimskrams zu verkaufen. Allesamt natürlich auch schon gut dem Alkohol zugesprochen.

      Wenn ich diese aufgedrehten Damen beim Junggesellinnenabschied sehen, bin ich auch immer wieder froh, das das bei uns noch nicht "in" war. Wir habemn vor 19 Jahren standesamtlich und vor 18 Jahren kirchlich geheiratet. Da gab es eine Woche vor der kirchlichen Hochzeit einen zünftigen Polterabend für alle und das war's.

Also ich hätte meine Trauzeugin geköpft, wenn sie mit diesem peinlichen Jungesellinnen-Gehampel angekommen wäre!
Meistens ist doch so ein Abend einfach nur prolliges Teenager-Gehabe, wo für alberne Spielchen und anschließendes Besäufnis Geld zum Fenster rausgeworfen wird.
Sei froh, dass das an Dir vorbei gegangen ist!
Freu Dich auf Deine Hochzeit und gut ist.
Spaß haben mit Deinen Freundinnen kannst Du zu jeder Zeit, unabhängig von einer Hochzeitsfeier.

  • Es geht mir ja nicht um das "rumgeblödel", ein schöner Abend mit meinen Freundinnen, was essen, trinken gehen, über alte Zeiten quatschen... In ein Tütü gesteckt, und Sachen verkaufen wäre nicht meine erste Wahl gewesen. Aber dass sie nicht mal dran gedacht hat, oder gefragt hat mich einfach verletzt. Und ich weiß dass es ihr nicht zu viel war, sie hat Wochen später noch davon erzählt und Fotos Rum gezeigt. Außerdem hab ich ihren extra an dem Wochenende nach dem JGA Ihres Mannes gemacht, sie dachte ich hätte es vergessen und war voll traurig und enttäuscht und umso glücklicher als sie Ihren eine Woche später bekam... Schade dass mich hier keiner richtig versteht... In zwei Jahren bin ich keine Junggesellin mehr, da macht das doch kein Sinn mehr...

    (18) 14.09.16 - 07:31

    Ich versteh dich.

    Du dachtest halt deine Schwester würde dich besser kennen . Nicht was die einzelnen über jga denken ist entscheidend- ich mag so was auch nicht- sondern dass du dir einen gewünscht hast. Es geht um dein Bedürfniss. Und dass sollte vorallem deine Schwester akzeptieren.

    • Wenn man sich etwas so unbedingt wünscht, das man hinterher maßlos enttäuscht ist, wenn es nicht eintritt, dann muß man seinen Wunsch auch direkt so äußern, dass andere ihn hören können!
      Nicht jeder kann Gedanken lesen oder aus nebulösen Andeutungen etwas herauslesen.

(20) 14.09.16 - 12:49

Immerwieder schön wie viele einfach ihre Meinung ala "sei froh, sowas dämliches macht doch gar keinen spaß" etc abgeben. Ist wie "sei froh dass dein Kleid blau ist, grün ist doch total hässlich!" "Freu dich doch dass es keine Torte gibt, die machen Fett und schmecken nicht!"

Fakt ist, die TE wollte einen JGA und das war ihrer Schwester bekannt durch viele Gespräche und Hinweise. Trotzdem hätte ich zwischendurch einfach gefragt wie die Planung läuft, einfach um mit dem Zaunpfahl aufn Kopf zu hauen. Es kann wirklich ein versehen von ihr gewesen sein weil du nichts dazu gesagt hast oder sie hat es absichtlich gemacht, das weisst du denke ich besser als wir. Ich kann verstehen das du traurige bist, mein JGA ist damals leider auch ausgefallen.
Sprich deine Schwester jetzt nochmal drauf an, wenn es absichtlich war, frag kurzfristig deine Freundin ob sie Trauzeugin sein kann. Ganz ehrlich: auch die Familie kann nicht machen was sie will, und nur wegen dem Frieden würde ich an meiner Hochzeit nicht zurückstecken.
Lg und alles gute!

  • (21) 14.09.16 - 20:47

    Ich hätte mir Sicherheit auch keinen JGA geplant, wenn mir jemand konkludent zu verstehen gibt, dass ich eigentlich nur 2. Wahl als Trauzeugin bin! Und dann auch noch sagt: "und ich sag es Dir jetzt schon: bei der großen Feier bist Du nicht meine Wahl."

    Dann würd ich denken : ja gut. Mir egal! Soll doch die erste Wahl etwas organisieren!

    • (22) 14.09.16 - 22:14

      Da hast du wohl nicht ganz unrecht. Aber ich persönlichen würde wohl , wenn ich weiß, dass ich nur zweite wahl wäre, gleich ganz absagen.

      Aber um mich gehts hier nicht.

      • (23) 14.09.16 - 23:15

        Ich hätte wohl auch angesagt. Andererseits denkt die Schwester vielleicht auch an den Familienfrieden.

        Wer weiß.

        Jedenfalls finde ich, dass man sich nicht beschweren kann, wenn man die Trauzeugin ohnehin nicht will und ihr das auch, wenn auch ggf. durch die Blume, mitteilt.

(25) 14.09.16 - 20:52

"Aber um den Familienfrieden zu wahren, habe ich meine Schwester gefragt. Zum Dank bekam ich ein "ich dachte schon du fragst nie...". Ich habe ihr aber auch gesagt dass ich bei der großen Feier dann meine Freundin fragen werde. Letzes Wochenende erfuhr ich von meinem Schwager dass sie tatsächlich beleidigt ist weil sie "nur" bei der standesamtlichen Trauzeugin sein soll....."

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Da Deine Schwester sicherlich auch nicht auf dem Baum schläft, ist ihr wohl bewusst, dass sie nur die zweite Wahl ist.

(" [...]meiner besten Freundin Trauzeugin, die ich eigentlich lieber an meiner Seite hätte. ")

Daher: ich glaube nicht, dass sie es vergessen hat, sondern absichtlich nicht macht. Hätte ich auch nicht. Soll sich doch Deine erste Wahl drum kümmern.

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