Trauzeugin Ansprache

    • (1) 16.12.16 - 15:19

      Hallo,

      musste jemand von euch schonmal als Trauzeugin/Trauzeuge eine Ansprache halten? Auf mich kommt das im nächsten Sommer zu, und ich grübele jetzt schon darüber nach, weil ich in solchen Sachen normalerweise nicht sehr begabt bin.

      Umso mehr bin ich aber jetzt bestrebt, eine tolle Rede abzuliefern, vor allem weil diese Hochzeit glaube ich sehr festlich wird, zwei große Familien kommen da zusammen.

      Habt ihr da ein paar Tipps für mich, zum einen, was man da alles inhaltlich reinbringen könnte und wie man es am besten formuliert, aber auch zum Reden an sich und zur damit verbundenen Aufregung? Kann jeden Hinweis gebrauchen!

      • Ich hatte das Glück/Pech (Ansichtssache ;) ) noch nicht, aber: will das Brautpaar explizit, dass du eine Rede hältst? Wir haben das bei unseren Trauzeugen nämlich NICHT so gehandhabt. Mein Vater hat von sich aus eine Rede gehalten, aber dass jemand eine halten MUSSTE gab es nicht. Daher würd ich erstmal das ausschließen!

        Ansonsten wird bei Reden auf Hochzeiten ganz oft kritisiert wenn es einseitig wird. Also wenn du nun nur über die Braut redest und wie ihr euch kennengelernt habt und der Bräutigam bleibt dann außen vor. (So erlebt bei einer Predigt auf der Hochzeit meiner Schwester - der Pfarrer kannte nur ihn gut und hat sehr viel über ihn geredet. Fand mein Mann total daneben, ich persönlich hab da gar nicht so drauf geachtet.)

        Die Formulierung, ja, da würd ich aufpassen, was für eine Hochzeitsgesellschaft man vorfindet. Wenn du beide Familien kennst und weißt, dass beide für Späßchen zu haben sind, kannst du die Rede lockerer machen. Wenn sie eher "spießig" (das Wort ist so negativ, aber du weißt sicher was ich meine!) sind, dann würd ich auf das ein oder andere Späßchen doch lieber verzichten. Ist also von außen schwer zu beurteilen.
        Mein Vater hat bei meiner Schwester auch eine Rede gehalten - sie war WEIT ernster als bei mir, weil er genau wusste, dass unsere Familien beide sehr lustig sind und dass ich auch vertrage, dass halt ne alte Kindheitsgeschichte aufgewärmt wurde, die eigentlich peinlich ist. ;) Bei meiner Schwester hätte er das niemals gewagt, die ist sehr empfindlich und die Verwandtschaft von meinem Schwager ist... komisch.

        Zum Reden an sich kann ich aber wirklich was sagen. :) Wenn du schon weißt, dass du aufgeregt sein wirst, dann würde ich die Rede auf jeden Fall komplett aufschreiben (nicht nur Stichpunkte!) und dann versuchen so frei wie möglich, aber immer mit Blick auf die Formulierungen, zu halten. Ich persönlich würde viel rumlaufen, das tut mir immer ganz gut, wenn ich vor Menschen stehe. Nur stumm dastehen ist doof. Und auf jeden Fall Papier in der Hand halten - ich weiß sonst nie, was ich mit meinen Händen machen soll. ;D
        Je nachdem, was für dich angenehmer ist, würd ich mir auch schon Gedanken machen, wen du anschaust. Wenn du die Menschenmenge beängstigend findest (das tun viele!! Besonders wenn man die Leute nicht kennt), dann richte die Rede am besten auf das Brautpaar, die beiden kennst du ja. Wenn dir viele Menschen, die dich anschauen, nichts ausmachen, dann würde ich die Rede auch eher ans "Publikum" richten. Ist halt eine Typsache. Mein Vater ist beispielsweise - wie ich - ein totaler Entertainer, der war viel unterwegs und hat auch immer zu den Leuten und zu mir geschaut. :) Kenne aber von vielen Hochzeiten auch die Art und Weise, dass der Redner direkt vor dem Brautpaar steht und die Blicke nur auf dem Rücken hat. Typsache eben :)

        Ich wünsch dir viel Spaß beim Schreiben! :) Und ich hoffe, dass noch ein paar Erfahrungsberichte kommen :)

        Hallo,

        also bei einer Hochzeit direkt hatte ich das auch noch nicht machen müssen, aber eine Ansprache zur Silberhochzeit meiner Eltern habe ich gehalten. Da war ich auch sehr aufgeregt, aber am Ende hat alles gut geklappt. Ich habe mir zum Redenschreiben auch Hilfe geholt, schau mal auf folgender Seite, da gibt es auch Tipps gegen das Lampenfieber bzw. zur Vorbereitung, fand ich ganz hilfreich: https://www.redegold.de/.

        Ansonsten finde ich es einfach am schönsten, wenn man von persönlichen Erlebnissen mit dem Paar erzählt, von schönen gemeinsamen Momenten usw. Und was man dem Paar für die Ehe an Wünschen mit auf den Weg geben will. Vielleicht gibt es ja auch jemand anderen, der auch auf der Hochzeit etwas sagen soll, dann würde ich die Person mal kontaktieren, vielleicht könnt ihr euch ja gegenseitig austauschen und absprechen.

        Ich war schon 3 x Trauzeuging und habe noch keine Rede gehalten, weil ich Reden halte ehrlich gesagt total unnötig finde und meistens ist es öde und langweilig....ist doch immer der gleiche blablabla. Und spätestens bei der 2. Rede schaltet man doch eh ab.

        Will das Brautpaar denn, dass Du eine Rede hälst?

      • Ein wichtiger Punkt ist glaube ich, das man es kurz hält. Lieber eine kurze, frische, lustige Ansprache als lange Geschichten... vielleicht kannst du deine Rede um dein Geschenk rum aufbauen und das in dem Zuge dem Brautpaar zusammen mit deinen Wünschen überreichen. Oder eine Nettigkeit, die für Hochzeit organisierst (Candybar, Fotobuch....) ankündigen. Ich finde Zutate schön öde einfach etwas zum Thema Liebe.

        Vielen Dank für die Anregungen und Ideen. #danke

        Ja, das Paar will explizit eine Rede, sie sind da doch sehr traditionell und nach ihren Vorstellungen ist das einer der Punkte, die eben zu der Hochzeit gehören sollen und sie haben sich das auch speziell von mir gewünscht.

        Der Punkt mit der Einseitigkeit ist gut, da ich eher mit der Braut befreundet bin, sollte ich da wirklich aufpassen.

        Die Idee, das Geschenk mit in die Rede einzubeziehen gefällt mir auch, da könnte ich was draus machen :-)

        Da habe ich jetzt auf jeden Fall einiges, um loszulegen!

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