Wie klein darf Hochzeit im kleinen Kreis denn sein?

    • (1) 03.02.17 - 20:51

      Hallo ihr Lieben,

      Mein Verlobter und ich würden uns so gern in Hochzeitspläne stürzen, aber da ist uns sein Vater leider ordentlich dazwischen gegrätscht.

      Wir würden beide gern nur mit der engsten Familie heiraten, also insgesamt wären wir zwölf. Dann am liebsten am Wasser, evtl sogar im Ausland am Strand, aber ganz unaufgeregt. Die typische Standard Hochzeit wollen wir beide jedenfalls auf keinen Fall.
      Nun haben wir seinen Eltern unsere Vorstellungen erzählt und sein Vater ist richtig ausgeflippt. Es wäre ein Ding der Unmöglichkeit, die Großeltern meines Verlobten nicht einzuladen, das macht man nicht und auch der Patenonkel inklusive Familie wäre für immer beleidigt. Dann könnten wir natürlich nicht weiter weg heiraten, die Großeltern seien ja über achtzig. Unsere Wünsche konnte er gar nicht nachvollziehen, wie es scheint.

      Mehrere Versuche, Lösungen zu finden, sind schon fehl geschlagen, es heißt, " wir müssen da durch, weil man das so macht."
      Wenn wir nun tatsächlich nachgeben würden, möchte ich dann natürlich zumindest Teile meiner Verwandschaft auch einladen und das geht dann so weiter und wir schlittern in eine Hochzeit, die wir nie wollten.

      Was denkt ihr darüber, ist es wirklich ein no go ohne Großeltern zu heiraten?

      • Kommt finde ich darauf an wie das Verhältnis zu den Großeltern ist. Aber das kann nur dein Verlobter sagen. Ich hatte zB ein sehr enges Verhältnis zu meiner Oma....und hätte alles dafür gegeben meine Oma bei der Hochzeit dabeihaben. Wenn also dein Verlobter eigentlich ein gutes Verhältnis hat würde ich verstehen wenn sie wirklich sehr gekränkt sind.

        Generell könnt ihr heiraten mit wem ihr wollt und wo ihr wollt. Wenn man enge Teile der Familie ausschließt (für mich zB Großeltern...Paten eher nicht) muss man damit rechnen das sie gekränkt sind. Wenn man im Ausland heiratet muss man damit rechnen das nicht jeder die Strecke bzw die Kosten auf dich nimmt.

        Wie man damit umgeht bleibt natürlich euch vorbehalten. Wenn euer Traum sehr klein am Strand ist dann macht das. Ich würde mir von niemandem in meine Hochzeitsplanung reinreden lassen außer meinem Mann ;-)

        • Danke für deine Meinung.

          Zu den einen hat er ein gutes Verhältnis, die anderen sieht er vielleicht drei oder vier mal im Jahr, hat kaum Bezug zu ihnen.

          Aber du hast recht, das kann nur er entscheiden, er sollte er nochmal gut darüber nachdenken.

      Wir haben sogar am Geburtstag meiner Oma geheiratet und es gab Hochzeitstorte und Geburtstagstorte.

      Aber es kommt immer drauf an, wie das Verhältnis ist. Natürlich kann man den Kreis mitdem man feiert so klein ziehen wie man möchte, aber dann muss man auch mit den entsprechenden Reaktionen leben bzw verstehen, dass die anderen dann ihre Kreise auch so ziehen wie sie wollen.

      Gibt es ein Kompromisslösung? Kleine Feier im kleinen Kreis am Strand im Ausland = "eure Hochzeit" und eine große Feier in Dtl für die "ganze" Verwandtschaft? P.S.: meine Oma hat ihren 86. Geb in Schottland gefeiert

      • Quasi Standesamt mit Verwandschaft und dann zB eine freie Trauung genau nach unseren Plänen?! Wollten nämlich nicht kirchlich heiraten aber das wäre ja eine Alternative.
        Das könnte eine Lösung sein, vielen Dank dafür!!

        • Ich wollte da noch zu bedenken geben, dass ich mir blöd vorkommen würde, wenn ich zu einer Hochzeit weit weg eingeladen würde, bei der für mich der Ablauf aus einer Ansprache des Standesbeamten, einmal Hände schütteln und einem Glas Sekt bestehen würde. Wenn die Nachbarn das tun und im Wohnort heiraten, ist das ok, wenn ich dazu aus der Schweiz nach Norddeutschland reisen muss, wäre es nicht ok.

          Je grösser für mich der Aufwand, um an der Hochzeit teilzunehmen, desto eher würde ich auch erwarten, dass es ein Programm für mich gibt. Wie oben erwähnt: Wenn die Nachbarn das tun, bin ich nach dem Sektempfang in zwanzig Minuten wieder zuhause und sie können dann im engeren Kreis feiern. Das ist für mich völlig nachvollziehbar. Wenn ich in der niedersächsischen Pampa sieben Stunden von zuhause entfernt dann gehen kann, wo ich ausser das Brautpaar niemanden kenne, wäre es für mich nicht ok.

          • Das kann ich gut verstehen.

            Seine Großeltern sind für weitere Reisen nicht mehr mobil genug, das könnte man denen nicht zumuten. Daher müssten wir sowieso Standesamt in unserer Nähe machen und dann an einem anderen Tag die freie Trauung.

    Huhu,

    Also wir hatten so eine ganz normale Hochzeit, wir hätten beide Großeltern und Co. nicht ausschließen wollen :-)
    Meine Schwägerin wollte unbedingt in Südtirol heiraten, in so ner kleinen Bergkapelle.... Sie hat es dann so gemacht, dass es zu Hause Standesamt mit anschließender Feier für die gesamte Verwandtschaft und Freunde gab, und danach sind Eltern, Schwiegereltern, Paten, Ihre Großeltern (waren knapp über 70) und wir ( noch ihne Kinder) mit sind.... War auch schön :-)
    Vielleicht könntet ihrs ja auch so ähnlich machen?
    Lg

    Ihr ladet ein, wen ihr dabei haben wollt und das muss nicht konsequent sein. Wir hatten den Bruder meines Papas samt Familie dabei, die anderen elterlichen Geschwister nicht. Auch meine Paten waren -aus Gründen- nicht dabei, obwohl die sich früher stark um mich gekümmert haben. Insgesamt waren wir zu 9.
    An Großeltern ist nur noch meine Oma müttlerlicherseits übrig, sie lebt seit Jahren in ihrer eigenen Demenz-Welt und war deshalb nicht dabei.. ansonsten hätten wir sie eingeladen. Meine Liebe ging nie nach Verwandtschaftsgraden und ich hätte mir eher ins Knie geschossen, als nach "muss man aber so machen weil gehört sich so" einzuladen.

    Bei den nicht eingeladenen haben wir die Wahrheit gesagt: Aus Gründen nur der allerengste, intimste Kreis. Und haben Verständnis bekommen.

    Also wir waren 13 insgesamt.

    Oma und Opa waren nicht dabei, mein Opa kam ein Tag vor unserer Hochzeit ins Pflegeheim und meine Oma ist auch schon im Pflegeheim, sitzt im Rollstuhl mit Alzheimer und kann nicht einfach aus der Routine raus, beide 90 und ich hätte sie sehr gerne dabei gehabt, aber das ging eben nicht.

    Wir haben auch nur die eingeladen, die wir wollten, da gab es ordentlich Gegenwind, ist so und da musst du mit deinem Partner an einem Strang ziehen, dann hat man auch die Kraft sich zur Wehr zu setzen. Es ist euer Leben und eure Hochzeit!

    Ich wäre ja zickig.... die könnten mich alle mal gerne haben und ich würde meinen Partner alleine am Strand heiraten.
    Nach dem Zeckmeck bei unserer Hochzeit (die war am Ende zwar sehr schön, aber im Vorfeld sehr anstrengend, nervenaufreibend und vor allem nervig) und die damit verbundenen Kosten, würde ich es genau so machen. Mein Partner und ich. Alleine. Ende.
    Dass andere immer meinen, sich einmischen zu müssen.......

    Also ganz ehrlich, dass ist eure Hochzeit also macht was ihr wollt.

    Ich könntet überlegen, zwei zu veranstalten. Eine standesamtliche, mit der Familie. Und dann eben eure Wunschhochzeitsfeier am Strand. Mit ein bisschen Planung und Budgetplanung sollte das zu schaffen sein.

    Hallo,
    ich würde in Eurem Fall nur zu 2. heiraten und mir einen super Tag machen.
    Zu gegebener Zeit würde ich Omas und Opas zum Grillen einladen und von der frischen Ehe erzählen.
    Was geht das denn den Vater an??

    Es haben zwar schon einige hier geantwortet, aber ich würde auch sagen heiratet am Strand im Ausland/ weit weg, wenn das euer beider Wunsch ist. An die Hochzeit denkt ihr noch euer ganzes Leben lang zurück, und der Vater hat da wirklich nichts zu melden. Er hatte seine Hochzeit nach seinen Vorstellungen und sollte euch dasselbe gönnen. Und er muss da auch nichts nachvollziehen können, es reicht wenn ihr das könnt. Wie gesagt, euer Tag, eure Regeln.

    Ich kann natürlich verstehen, dass die Omis auch dabei sein sollen. Aber Ich würde bevor ihr die Einladungen verteilt einfach mal ein Gespräch mit ihnen suchen, ihnen erklären, dass ihr so gerne am Strand heiraten möchtet aber wisst, dass das mit der Mobilität schwierig ist. Und ob sie sehr böse auf euch wären, wenn ihr einfach nach der Hochzeit eine kleine Feier veranstaltet und nochmal gemeinsam mit ihnen bei Kaffee, Kuchen und Sekt auf euch anstoßt.

    Redet einfach vorher mal persönlich mit ihnen drüber, dass sie sich nicht übergangen fühlen.
    Und seien wir mal ehrlich, die Omas werden bestimmt wollen, dass ihr euren perfekten Tag habt und sie werden sicher nicht wollen, dasss ihr nur ihretwegen hier bleibt und dann vielleicht enttäuscht seid. Ich denke, ihr werdet da auf Verständnis stoßen :)

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