Wie konntet ihr euch beim Nachnamen entscheiden?

    • (1) 06.02.17 - 23:47

      Hallo,

      Meine Frage steht ja eigentlich schon oben :-)
      Unsere Einigung beim Nachnamen besteht gerade darin, dass wir beide unseren Nachnamen behalten. Je länger ich nachdenke, umso unglücklicher bin ich mit der Entscheidung. Immerhin werden wir nach außen hin nie als "verheiratet" wirken. Und unsere Kinder werden einen anderen Nachnamen haben, als der Papa.
      Leider kommen alle anderen Varianten auch nicht in Frage, weil wir beide sehr stur sind.
      Sein Nachname: Vergleichbar mit dem Nachnamen Schmidt oder Winkler. Ein deutscher Standardname, der leider nicht zu meinem Vornamen passt (das hat mein Verlobter selbst gesagt). Der Name stammt vom zweiten Ehemann der Oma meines Verlobten, sprich, eigentlich hat der Name mit niemanden genetisch etwas zu tun.
      Mein Nachname: weltweit einmalig (gibt noch abgewandelte Schreibweisen). Passt sowohl zu meinem Vornamen, als auch zu seinem. Mein Papa ist der Letzte, der den Nachnamen weitergeben konnte und hat nur Töchter bekommen. Ich möchte den Nachnamen schon wegen der Seltenheit nicht aufgeben...

      Mein Verlobter findet meinen Nachnamen eigentlich akzeptabel, will aber nicht "seine Eier verlieren", indem er meinen annimmt. Mich macht das so traurig :-( Ich weiß, dass niemand von uns beiden Recht oder Unrecht hat. Aber wir finden keine Lösung, mit der wir beide absolut zufrieden sind... Ein Doppelname kommt für mich nicht in Frage. Für ihn schon, wenn wir dann beide einen haben würden (geht ja aber nicht, wegen Bandwurm-Namen). Deswegen kommt auch kein Doppelname in Frage.

      Ich würde gerne mal eure Meinung hören :-) Und bitte keine Kommentare wie "Wenn ihr euch da schon nicht einigen könnt, warum heiratet ihr dann?" Man heiratet ja jemanden nicht nur wegen dem Nachnamen ;-)

      • Hallo.
        Glückwunsch zur Verlobung.
        Also ich finde spontan deine Argumente "besser" als seine.

        Mein Mann *Italiener* hat seinen Namen abgelegt. Klar gab's von der Familie Unverständnis. Seine Oma wollte nicht zur Hochzeit kommen usw. Aber er hatte seine prakmatischen Gründe. Mir hätten beide Namen gefallen.

        Aber: letztendlich hat er von fast allen Bewunderung für diesen Schritt bekommen.

        Ich kenne noch mehr Männer die ihren Namen abgegeben haben. zB weil in einen Familienbetrieb geheiratet wurde und der Name einfach bleiben sollte. Wegen der Bekanntheit. Also ich denke nicht das er seine Eier verlieren würde. Im Gegenteil. Sag ihm das. Liebe Grüße und viel Erfolg. Ich hoffe ihr seid beide mit der Entscheidung am Ende glücklich.

        Das war bei uns nie eine Frage, wer welchen Namen annimmt oder ob es einen Doppelnamen (finde ich persönlich furchtbar) gibt. Ich habe ganz klassisch den Namen meines Mannes angenommen. Alles andere wäre blöd gewesen. Ich war eigentlich froh, meinen langen Nachnamen, mit dem ich in der Schule auch oft gehänselt worden bin, loszuwerden und der Name wäre bei meinem Mann echt komisch gewesen. Ich sag's mal so, mein Mann hatte damals schon einen Nebenerwerb und zu diesem Berufsfeld hätte sich mein Nachname einfach nur komisch angehört. So als wenn jemand mit einer Metzgerei den Nachnamen Hackepeter tragen würde (nur mal so als Beispiel..... ).

        Aber wenn Dein Mann Deinen Namen tragen würde, dann soll er auch dazu stehen. Ich kenne das auch aus vielen Unternehmen, dass da der Mann den Namen der Frau annimmt wegen Familienbertrieb und Erberei und ähnlichem. Das ist doch heute überhaupt kein Problem mehr.
        LG
        Martina75

        Hallo,

        ich sage mal zuerst Glückwunsch zur Verlobung:-)#glas!

        Meine Schwester und ihr Mann haben auch beide ihre Nachnamen behalten....das lag einfach daran, weil der Nachname meines Schwagers echt furchtbar ist und sich der Vorname meiner Schwester zusammen mit seinem Nachnamen echt komisch angehört hätte (á la Rosa Moser ;-)). Er wollte seinen Namen aber auch nicht aufgeben, also haben beide ihre Namen behalten.

        Klar, nach außen hin wirken sie jetzt nicht als Ehepaar, aber darauf ist es ihnen auch nicht angekommen#schein! Sie beide wissen dass sie verheiratet sind und allein das zählt:-).

        Ich gebe zu, ich würde das nicht wollen, aber da denkt zum Glück jeder anders. Ich habe bei meiner Hochzeit damals ganz klassisch den Namen meines (nunmehr Ex)Mannes angenommen. Ich habe den Namen auch nach der Scheidung behalten. Wenn mein Freund und ich aber mal heiraten werden, werde ich selbstverständlich seinen Nachnamen annehmen...solange behalte ich aber meinen jetzigen:-).

        Auf der anderen Seite kenne ich einige Paare, bei denen der Mann den Namen der Frau angenommen hat. Ich finde das überhaupt nicht schlimm und in der heutigen Zeit auch nicht mehr so selten.

        Aus diesem Grund und da ich deine Argumente besser bzw. nachvollziehbarer finde, würde ich auch eher dafür plädieren, dass dein Zukünftiger DEINEN Nachnamen annehmen sollte#herzlich!

        LG

      • Ich hab so gedacht wie Du, mein Papa hat auch nur zwei Mädchen, mein Mann hat einen Allerweltsnamen. Dann waren wir im Ausland und ich habe gesehen, wie "toll" mein Name außerhalb D ist... ü, tz, sch und noch ei das geht einfach gar nicht für jeden nicht Deutschen.
        Jetzt hab ich meinen Allerweltsnamen - und ich bin stolz darauf. Mein Papa kann zwar dazu nichts mehr sagen, aber meine Mama hat ja auch seinen Namen angenommen, obwohl sie die einzige Tochter war - ich denke, ich hab also sein Verständnis ;)

        Wir sind in der gleichen Situation und wollen beide unbedingt unsere Nachnamen behalten. Doppelname kommt bei uns auch nicht in Frage, weil unsere Namen zusammen wirklich blöd klingen. Objektiv betrachtet sprechen für meinen Namen die besseren Kriterien (Aussprechbarkeit im Ausland, usw.), aber mein Freund will unbedingt, dass ich und spätere Kinder seinen Namen haben. Er sagt es nicht, aber ich gehe davon aus, es geht dabei auch um so eine "Eier-Thematik" ;-) .

        Ich werde das Problem wohl so lösen, dass ich seinen Namen annehme. Ich versuche mich dabei auf die positiven Aspekte zu konzentrieren: Ich finde einen gemeinsamen Nachnamen für uns und gemeinsame Kinder einfach am schönsten und unkompliziertesten. Und ich mag auch seine ganze Familie sehr gerne und freue mich bald dann auch dazuzugehören :-) .

      • Für mich war klar das wir einen Familiennamen wollen. Unsere Kinder sollen heißen wie ihre Eltern - und nicht wie die Mutter oder der Vater.

        Ich hänge nicht an meinem Namen und identifiziere mich auch nicht damit...meinem Mann war es auch eher egal. Allerdings war mein Nachname komplizierter und seltener....und es hat mich immer genervt das fast jeder nach der Schreibweise gefragt hat.

        Also habe ich jetzt den Namen meines Mannes angenommen. Ein typisch deutscher, leicht zu schreibender Name..völlig unspektakulär und ich find ihn super ;-)

        Wir hatten da auch ausgiebige Diskussionen drüber, eher in der Richtung Doppelname oder kein Doppelname, aber im Prinzip dieselbe Argumentationsstruktur. Männliche Autorität, Kinder sollen den Namen des Vaters tragen, wir sind doch eine Familie, mein Name ist viel schöner als deiner... Naja. Vor der Hochzeit habe ich auch meinem Namen nachgetrauert, weil mein Vor- und Nachname zusammen (mit etwas Interpretationsspielraum) Schneekönigin bedeutet haben und das fand ich immer so toll #schein

        Ich hab am Ende doch seinen Namen angenommen, der auch seltener ist als mein Geburtsname. Aber langer Rede kurzer Sinn: Ich habe es besser "verkraftet" als ich anfangs dachte. Der neue Name war so schnell normal für mich und im Herzen bin ich immernoch auch eine H. ;)

        Wenn er sich so gar nicht erweichen/bekehren lässt (aber nicht so schnell aufgeben!) würde ich persönlich als "Plan B" seinen Namen lieber annehmen, als unterschiedliche Namen zu tragen. Auch wenn deine Argumente für mich schlüssiger sind, als seine. Aber mein Mann z.B. war dann auch unglaublich stolz, dass ich seinen Namen trage - auch wenn er es so nicht zugegeben hat aber man hat's bei der Namensverkündung im Standesamt gesehen, er hat gegrinst wie ein Honigkuchenpferd. Und wie gesagt, man gewöhnt sich echt schnell um.

        Ich bin mir sicher, ihr einigt euch irgendwie und egal wie, wird es die richtige Entscheidung sein #winke

        Wenn Dein Mann seinen Namen partout behalten möchte, musst Du Dich entscheiden. Entweder Familienname (des Mannes) oder Namen behalten und anders als die anderen heißen.
        Einen Doppelnamen finde ich fast noch am besten, dann kann man Dich am ehesten als Mutter Deiner Kinder namentlich zuordnen.

        Mein Mann hat meinen Namen angnenommen. Zum einen ist er ein wenig schöner als sein Geburtsname und zum anderen hatte unsere Tochter schon meinen Namen.
        Das war am einfachsten und für ihn okay.

        Mein Mann hat meinen Namen angenommen - vor mittlerweile fast 20 Jahren.

        Das hatte ganz pragmatische Gründe. Wir hatten bereits ein Kind zusammen (unehelich geboren), was ebenfalls meinen Namen trug. Somit war es schlichtweg einfacher, bei der Hochzeit seinen Namen umzuändern, als den des Kindes.

        Zudem war der Geburtsname meines Mannes verknüpft mit einer sehr unschönen Vater-Sohn-Beziehung und wir wollten nicht, dass der Name meines Mannes somit weitergeführt wird.

        LG

        Man könnte ja jetzt böse sein und sagen: wenn er manns genug wäre, könnte er doch deinen Namen annehmen, ohne um seine Männlichkeit fürchten zu müssen. Wenn er sonst ein ganzer Mann ist, kann er doch als Kavalier der Dame den Vorzug geben. Aber so böse wollen wir ja nicht sein.
        (ich würde es trotzdem mal sachte über die Schiene probieren ;-) )

        Mein Mann hat meinen Nachnamen angenommen, obwohl der nicht selten ist, sondern einfach weil er schöner ist. Beide zur Auswahl stehende Namen waren zweisilbige deutsche Standard-Namen, aber er hatte schon öfter mitbekommen, dass Leute, denen ich mich vorstellte, mit "Oh, das ist aber ein schöner Name!" reagierten. Das wäre bei seinem Nachnamen (Berufsbezeichnung) nie vorgekommen.

        Viele Grüße
        Angel08

        Hallo,

        ich hatte einen griechsichen Nachnamen und bin Einzeklind. Der Wunsch meines Vaters war immer, das ich ihn behalte, da er sonst hier ausstirbt.
        Ich fand ihn immer furchtbar, immer buchstabieren, trotzdem schreiben ihn viele falsch und sprechen ihn immer falsch aus.

        Mein Mann hat einen "normalen" deutschen Nachnamen. Für uns war das nie ein Thema,wer welchen Namen annimt und wir haben auch vor dem Aufgebot nicht drüber gesprochen.

        Ich finde es ist egal wer welchen Namen annimmt, aber es ist schöner wenn man einen gemeinsamen Familien Namen hat, besonders mit Kindern.

        Liebe Grüße

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