gemeinsam "Einlaufen" oder mit Brautvater? kirchliche Trauung

    • (1) 13.02.17 - 07:52

      Hallo Zusammen,

      im Juni heiraten wir kirchlich und sind nun am überlegen ob wir gemeinsam mit dem Pfarrer und den Messdienern einlaufen sollen oder ob ich mit meinem Vater, dem Pfarrer und den Messdienern einlaufen soll und mein Mann wartet vorne auf uns?

      Wie habt ihr das gemacht, oder wie würdet ihr das machen?

      Für uns sind beide Varianten denkbar und machbar. Nur entscheiden können wir uns momentan noch nicht so richtig. Anfangs wollten wir es so machen, dass mein Mann auf mich wartet aber nun sind wir ins grübeln gekommen.

      #winke

      • Wir waren zum Zeitpunkt der kirchlichen Trauung schon standesamtlich verheiratet, einige Jahre zusammen und hatten ein gemeinsames Kind.
        Meine Mutter meinte, dass es für die Idee, von meinem Vater am Altar an meinen Mann ganz unschuldig "übergeben" zu werden, dann doch etwas spät ist... #rofl
        Wir haben uns dann entschieden, dass alle Gäste in der Kirche Platz nehmen, während mein Mann vor der Kirche auf mich wartet und mich "in Empfang" nimmt und wir dann gemeinsam in die Kirche laufen.
        Das hat uns für 2 Minuten einen Moment ganz für uns allein beschert ohne Gäste, die um uns herum standen. Nur wir beide vor der Kirche, er hat mein Kleid bewundert und mir noch ein paar liebe Worte zugeflüstert. #verliebt Dieser Moment nur zu zweit war sehr schön.

        Mein Vater hat mich ganz klassisch zum Alter geführt und mein Mann hat auf mich vorne gewartet.

        Das war mit der schönste Moment bei unserer kirchlichen Trauung. Mein Papa war stolz wie Oskar, ich hatte totales Herzklopfen und als mein Mann mich dann das erste mal gesehen hat als ich auf ihn zugelaufen bin hatte er sogar Tränen in den Augen #verliebt

        Ich würde das immer wieder so machen.. es war einfach ein ganz besonderer Moment. Und auch wir waren standesamtlich schon länger verheiratet...uns ging es um das Gefühl und das war überwältigend....völlig gleichgültig was dieser Brauch eigentlich bedeutet :-p

        Hallo,

        ich hatte auch lange drüber nachgedacht, zumal wir nur standesamtlich, allerdings in einem Schloss geheiratet haben.
        Mein Vater hat mich dann rein geführt und es war wirklich ein sehr schöner Moment. Ich bin froh, dass wir es so gemacht haben.

        LG

      • (5) 13.02.17 - 17:40

        Ich hab immer davon geträumt, dass mein Papa das macht... als er gestorben ist, ist auch für mich der Traum der Mädchenhochzeit gestorben.
        Wir haben dann 2,5 Jahre später im engsten Kreis standesamtlich geheiratet, eingelaufen sind wir dann natürlich zusammen.

        • Mein Papa war zum Zeitpunkt unserer Hochzeit schon schwer krank, er sollte mich auch zum Altar bringen. Aber er ist leider vorher schon "umgefallen" (nach der standesamtlichen Trauung, die am gleichen Tag war - Kreislaufschwäche), er war auch wieder schnell wohlauf, aber das mit der Kirche ging nicht mehr. So ist mein Patenonkel eingesprungen.

          6 Monate später ist mein Vater dann gestorben. Wir waren froh, dass er es überhaupt noch erleben durfte.

          LG
          Merline

      ich finde es schöner wenn man vom vater zum altar geführt wird, meiner wäre glaube ich auch beleidigt wenn ich das nicht so wollte :D

      Meine Eltern sind getrennt und meine Mutter wäre nicht sehr begeistert gewesen, wenn mein Vater mich reingeführt hätte... Ich habe allerdings auch nicht soooo das prima Verhältnis zu ihm.

      Auf Anraten des Pfarrers haben wir uns entschieden gemeinsam in die Kirche zu gehen. So hatten wir unseren ganz privaten Moment vor der Kirche und konnten dann Händchen haltend rein. Das war wunderschön! Keiner von uns wurde alleine "angestarrt". Da sind wir nämlich beide nicht der Typ für. Für uns war es die beste Lösung!

      Ich finde beides gut, würde aber auf jeden Fall auch den Papa fragen, was ihm lieber ist! Auch wenn das Brautpaar im Mittelpunkt steht und die Entscheidungen trifft, ist so eine Hochzeit ja auch immer eine Familienangelegenheit finde ich :-)

      Ich bin mit meinem Mann zusammen in die Kirche eingezogen. Unsere beide Eltern kennen den Brauch gar nicht bzw. assoziieren das mit Hollywoodfilmen. Auch ich kenne den Brauch nicht persönlich von Freunden und Verwandschaft. Bei allen Hochzeiten sind die Brautleute zusammen eingetreten.
      Nun will ich es niemanden schlecht machen, ich weiss das es einige sehr positiv besetzt sehen. Aber ich wäre mir vorgekommen wie ein Paket, dass vom Besitz des Vaters in den des Mannes übergeht. Dabei sind wir damals schon 10 Jahre zusammen, beide berufstätig und haben das ganze gemeinsam entschieden. Nicht mein Vater (nicht, dass der sich nicht über die Hochzeit gefreut hätte ;-) )
      Mach wie Du es magst und Dich wohlfühlst. Es ist Deine Hochzeit.

      Ich finde diese Übergabe etwas sonderbar. Eine Frau muss doch nicht von einem Mann an den nächsten übergeben werden, wie ein Gegenstand.

      Auf jeden Fall mit dem Brautvater einlaufen, ganz klassisch ;)

      Mein Mann hat meine Tochter, somit seine Stieftochter zum Altar geführt, sie hat sich das immer gewünscht. Er war soo unsagbar stolz und ihr kullerten die Tränchen runter, bis sie bei ihrem Mann vorne stand. Es war einfach nur unwahrscheinlich berührend und schön. Hat in unseren Breiten nicht mehr unbedingt was mit "Übergabe" zu tun, ist eher vielleicht eine kleine symbolische Übergangszeremonie vom ledigen Mädchen(Tochter) zur verheirateten Frau?

      Eine Kollegin von mir, die wenige Monate später heiratete, konnte dann aufgrund unserer Hochzeit (die Väter kennen sich) ihren Papa auch überzeugen, und Vater und Tochter strahlten wie die Maikäfer - einfach schön.
      Wünsche Dir eine tolle Hochzeit.
      LG Moni

      wir sind zusammen rein, haben 1h vorher standesamtlich geheiratet, davor hat mich mein Mann zu Hause nach alten Sitten und Bräuchen freigekauft ;)

      Tja wur haben Ökumenisch Kirchlich geheiratet....bis das endlich durchgekaut war wer denn nun den "traut"... egal..weiter im Text...
      Wir waren auch am Überlegen zumal jeder von uns ja schon ein Kind aus vorheriger Beziehung hatte...
      Jeder alleine oder doch alle zusammen....
      Wir haben uns dann ganz bewußt dafür entscheiden das uns beide Geistliche am Kircheneingang begrüssen sie aber mit meinem Mann in die Kirche alleine einlaufen und dann unsere Kinder folgen Blumenkind und Ringkissenträger und ich dann mit meinem Bruder einlaufen werde stellvertretend für meinen verstorbenen Vater.
      Tja geworden ist das dann:

      Daraus wurde dann...
      Die Geistlichen blieben trotz absprache stumpf beim Altar stehen, mein Mann ist alleine rein.. die Kids "rasten" hinterher und wenn ich meinen Bruder nicht gebremst hätte wäre ich hinter ihm her geflogen.....
      War aber trotzdem lustig... denn das Grinsen konnten wir uns alle nicht verkneifen... mein Bruder sichtlich erleichtert NICHT mehr das Hauptaugenmerk auf sich zu ziehen mein Mann der über beide Backen strahlte nicht mehr alleine vorne zu sein und ich weil er mich so angrinste...und ich immer wenn er es macht automatisch zurück grinsen muss....

      Hallo,

      vielleicht kann ich dir von Seiten einer Fachfrau noch etwas dazu sagen (bin Pfarrerin). Mir begegnen in den Traugesprächen natürlich auch immer diese Wünsche, dass der Vater die Braut hereinführt. Das ist allerdings nicht klassisch, sondern eigentlich nur durch Hollywood hier wieder sehr verbreitet. Dadurch haben alle dieses Bild im Kopf und finden das natürlich romantisch.
      Dahinter steckt aber eigentlich die Vorstellung, dass die Frau alleine keine rechtsfähige Person ist. Sie wird aus der Gewalt des Vaters in die Gewalt des Ehemannes übergeben. In manchen Liturgien ist das noch zu merken mit der Frage: Wer übergibt diese Frau diesem Mann.
      Eigentlich ist es aber bei der Trauung (katholisch wie evangelisch) so ist, dass 2 gleichberechtigte Partner zueinander stehen, miteinander vor den Altar treten. Dazu gehört eigentlich auch, gemeinsam mit dem Pfarrer hereinzukommen.
      Ich überlasse die Entscheidung natürlich den Brautpaaren. Es ist schließlich ihre Entscheidung. Aber es ist vielleicht gut zu wissen, was das eigentlich aussagt und bedeutet.
      Mein Mann und ich sind übrigens zusammen hereingekommen und haben diesen gemeinsamen Moment sehr genossen.

      Ich wünsche eine schöne Hochzeit.
      frierschaf

      Ich habe es mir mein Leben lang so vorgestellt, dass mein Vater mich meinem Bräutigam übergibt. Ich finde das eine sehr sehr schöne Tradition! Aber nun sind wir seit 3 Jahren standesamtlich verheiratet, haben einen 2,5 jährigen Sohn...da passt es nicht mehr. Wir wollen nächstes Jahr kirchlich heiraten und werden dann gemeinsam einlaufen.

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