Fragen zum Standesamt

    • (1) 16.05.18 - 09:11

      Hallo,

      Meine Partnerin und Ich haben nun nach 6 Jahren Beziehung uns entschieden das Ja Wort zu geben. Wir haben uns auch wirklich gedanken gemacht wie das ganze ablaufen soll. Da wir sehr ähnlichen geschmack und Vorstellungen haben war sehr schnell durch geplant und klar das wir die Standesamtliche Trauung nur als Verwaltungsakt sehen und die große für uns emotionale Feier erst danach kommt da wir eine Themen Hochzeit wollen.

      Beim Standesamt sollen keine Gäste dabei sein, am liebsten wäre es uns Hin, Unterschreiben und weg. Also so richtig Schnelles Ding ohne dieses Standardt prozedere.
      Jetzt haben wir schon mit dem Standesamt telefonisch gesprochen aber unsere Fragen wurde da nicht beantwortet. Der Standesbeamte war unfreundlich und Kurz angebunden als ob er keine Lust hätte.

      Meine Fragen wären jetzt wie folgt

      Was ist ein Vorgespräch bzw. was wird da besprochen?

      Wie läuft so etwas genau ab auch dann bei der Trauung selbst.

      Was gibt es zu beachten?

      Wie läuft das ab wenn ich in meiner Geburtsstadt Heiraten möchte?

      Wie läuft das mit dem Stammbuch wo bekommt man das her, was kostet sowas und ist das überhaupt von nöten.

      Wie sind ca. die Gebüren und wann muss ich diese Bezahlen wäre blöd wenn ich zu dem Termin hingehe und wir nocht genug Geld bei hätten.

      Sind Ringe Pflicht? Wir wollen gerne Armbänder mit Gravur haben. Da wir auch beide keine Ring träger sind.

      Das einzige was ich in Erfahrung bringen konnte ist das man Perso, Geburtsurkunde und Meldebescheinigung braucht.


      Und dann hätte ich noch gerne eine Meinung dazu allerdings hab nur ich das Denk Problem kommt das dem Standesbeamten nicht komisch vor wenn nur wir ohne trara uns das ja word geben wollen.

      • Beim Vorgespräch wird überprüft, ob die formalen Voraussetzungen für eine Hochzeit erfüllt sind und ob eure Dokumente vollständig und aktuell genug sind (Geburtsurkunden z.B. neuer als sechs Monate). Es gibt dann ein längeres Formular mit diversen Punkten, die besprochen werden müssen, z.B. die Namensführung nach der Hochzeit oder der Güterstand. Ein "Stammbuch" brauchst du nicht. Die genauen Kosten weiss ich nicht mehr, waren im Vergleich zu den restlichen Kosten einer Hochzeit Peanuts, das kannst du vorgängig ja auch telefonisch erfragen.

        Ringe sind keine Pflicht. Der Standesbeamte oder die Standesbeamtin, die die Trauung durchführen wird (je nach Grösse der Behörde nicht notwendigerweise die Person, die mit euch das Vorgespräch geführt hat), wird dich vermutlich am Tag der Trauung fragen, was ihr haben wollt. Ihr könnt dann sagen, dass ihr keine Ansprache wollt und keine Ringe tauscht. Ich glaube nicht, dass das gross jemanden stört, der Wunsch dürfte gerade bei denen, die danach noch eine kirchliche Trauung haben, recht üblich sein.

        Ich bin Standesbeamtin und antworte Dir mal auf Deine Fragen:

        Meine Fragen wären jetzt wie folgt

        Was ist ein Vorgespräch bzw. was wird da besprochen?
        Nennt sich offiziell Anmeldung zur Eheschließung. Dabei werden die vorzulegenden Papiere überprüft und in ein spezielles Programm eingegeben.

        Wie läuft so etwas genau ab auch dann bei der Trauung selbst.
        Siehe oben



        Was gibt es zu beachten?
        Lasst Euch vom Standesamt durchgeben, welche Papiere benötigt werden. Im Internet steht viel Mist.
        Trauungen außerhalb der reguläre Öffnungszeiten kosten extra, besondere (vom Standesamt vorgegebene) Trauorte kosten extra. Eheschließung in anderem Standesamt, wie das des Wohnortes, kostet extra.

        Wie läuft das ab wenn ich in meiner Geburtsstadt Heiraten möchte?
        Ist möglich. Termin dort vorher abklären. Anmeldung macht Ihr dann im Wohnortstandesamt und die schicken die Unterlagen dann an das Geburtsstandesamt

        Wie läuft das mit dem Stammbuch wo bekommt man das her, was kostet sowas und ist das überhaupt von nöten.
        Gibt es beim Standesamt und auch im Internet. Kosten völlig unterschiedlich. Kann man haben, muss man aber nicht.

        Wie sind ca. die Gebüren und wann muss ich diese Bezahlen wäre blöd wenn ich zu dem Termin hingehe und wir nocht genug Geld bei hätten.
        Kommt darauf an ob noch besondere Beglaubigungen (bei ausländischen Urkunden) dazukommen oder extra Wünsche (siehe Antwort wg. Heirat im Geburtsstandesamt). Bei einer normalen Trauung, ohne Besonderheiten, sind es ungefähr
        Eheurkunde ungefährt zwischen 10 € und 20 € (je nach Bundesland)
        Prüfung der Papiere (nennt sich Prüfung Ehefähigkeit) 40 €
        Heirat in anderem Standesamt hab ich die Gebühr nicht parat
        Aber normalerweise sollten 100 € für alles reichen (EC-Kartenzahlung ist eigentlich in jedem Standesamt möglich).

        Sind Ringe Pflicht? Wir wollen gerne Armbänder mit Gravur haben. Da wir auch beide keine Ring träger sind.
        Ringe, Tätowierungen, Armbänder, Tuch um den Kopf binden....alles kann - nichts muss. Geht auch völlig ohne Ringetausch - machen viele dann erst in der Kirche.

        Das einzige was ich in Erfahrung bringen konnte ist das man Perso, Geburtsurkunde und Meldebescheinigung braucht.
        KEINE Geburtsurkunde (wenn man Deutscher ist), sondern eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister! Meldebescheinigung und Personalausweis ist korrekt.


        Und dann hätte ich noch gerne eine Meinung dazu allerdings hab nur ich das Denk Problem kommt das dem Standesbeamten nicht komisch vor wenn nur wir ohne trara uns das ja word geben wollen.
        Mir als Standesbeamte ist es wurscht, wie das Paar sich trauen lässt. Ich freue mich aber immer sehr, wenn ein Paar sich eine persönliche und individuelle Trauung wünscht (oft sind das die Paare, die nicht mehr kirchlich heiraten) - dann versuche ich schon bei der Anmeldung viele private Dinge erzählt zu bekommen und bastel daraus eine Traurede extra fürs Paar. Das geht bei uns, weil wir ein kleiner Ort sind, mit etwas mehr als 20 Trauungen im Jahr.

          • Danke für deine nette und ausführliche Antwort

            wie darf ich mir dann einen Auszug aus dem Geburtenregister vorstellen weil auf einschlägigen seiten heißt es das es eine Geburtsurkunde ist.

            • Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister

              ist eine Personenstandsurkunde (Fotokopie). Sie spiegelt das Grundregister und alle Veränderungen des Personenstandes (Namensänderungen, Adoptionen) wieder.
              Sie ist von den Verlobten bei der Anmeldung der Eheschließung vorzulegen. Bei der Anmeldung der Eheschließung soll sie nicht älter als sechs Monate sein.

              Geburtsurkunde

              ist ebenfalls eine Personenstandsurkunde, die aus dem Geburtenregister erstellt wird. Sie enthält aber nur den wesentlichen Inhalt des Geburtseintrages. Die Geburtsurkunde gibt nicht die leibliche Abstammung des Kindes wieder. (Zum Beispiel bei angenommenen Kindern)

              Also simpel gesagt, wenn jemand adoptiert wird, dann kann diese Person durchaus eine komplett neue Geburtsurkunde erhalten - lediglich das Geburtsdatum und der Geburtsort bleiben gleich aber Eltern und Vorname können dadurch geändert werden
              Oder wenn Eltern erst nach der Geburt heiraten und dann erst einen Ehenamen bestimmen, dann wird eine neue Geburtsurkunde ausgestellt - mit dem neuen Namen, da das Kind dann ehelich ist.

              Im worst case könnte es also theoretisch passieren, dass aus dem Auszug des Geburtenregisters hervorgeht, dass die Verlobten Geschwister sind - und somit nicht heiraten dürfen, was man anhand der Geburtsurkunde nicht sehen kann.

          Ach so, mag sein. Da ich Schweizer bin und wir in der Schweiz wohnen, hatten wir noch ein Extraformular, als wir in Deutschland geheiratet hatten, möglicherweise war das da drauf. Die Schweizer Behörden interessiert's nämlich. Wegen eines zwischenstaatlichen Abkommens kann man auf einem deutschen Standesamt im Prinzip heiraten wie in der Schweiz, d.h. die Behörden regeln das dann unter sich.

          • Okay danke für die info


            Die meldebescheinigung ist das der schrieb den wir beim umzug vom Einwohnermeldeamt bekommen haben als wir uns nach dem umzug auf unseren aktuellen wohnort angemeldet haben?

            • Nein, das ist die Anmeldebestätigung.
              Ihr braucht für die Eheschließung eine erweiterte Meldebescheinigung.
              Da stehen zusätzlich aktuelle Daten zur Staatsangehörigkeit und Familienstand.
              Zum Zeitpunkt der Anmeldung kann jemand auch noch verheiratet gewesen sein und Franzose und zwischenzeitlich ist er geschieden und hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Das geht aus der Anmeldung nicht hervor.

              Die gibt es beim Standesamt in der Stadt, in der man geboren ist. #winke

              • Äh, nein - eine erw. Meldebescheinigung gibt es beim aktuellen Wohnort vom Meldeamt/Bürgeramt. Das Standesamt des Geburtsortes hat damit nichts zu tun.

                • Ich meine die spezielle Geburtsurkunde, das hätte ich vielleicht noch dazu schreiben sollen... Vielleicht ist es auch an der falschen Stelle plaziert. ;-)#rofl

                  • Vielen Dank für eure Lieben und Netten Antworten wir haben nun Alles Beantragt
                    ging alles per online Formular und Online Banking.

                    Ganz tolle Zeitersparnis. Jetzt brauchen wir nur noch den Eigentlichen Trau Termin.

                    Ein wenig mulmig wird uns jetzt langsam aber im positiven sinne es ist ja nicht so das man sowas jeden tag macht. Aber wir freuen uns auch irgendwie total drauf und können kaum abwarten wann es den soweit ist.

                    • (14) 22.05.18 - 12:42

                      Hallo,

                      die Meldebescheiningung durfte bei uns nicht älter als 14 Tage sein. Also müsst ihr die Anmeldung zur Eheschließung (Vorgespräch) entsprechend terminlich takten.

                      LG Nenea

                      • (15) 31.05.18 - 08:15

                        Danke für eure Antworten aber es hat sich jetzt sowiso erst mal erledigt.
                        Nach dem sie alles Angefordert hatte und auch gekommen ist, sind ihr zweifel gekommen am tag des Termins für das Vorgespräch hat sie sich doch noch umentschieden. Es wird keine Hochzeit geben ob es später mal eine gibt ist unbekannt.

                        Sie braucht kein Stück papier, ist ein riesen schritt der ihr zu groß ist und sie ist halt freiheitsliebend. Was soll ich da groß dagegen sagen soll ja keine Zwangsveranstaltung sein.

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