braucht eine Ehe einen gemeinsamen Namen?

    • (1) 03.08.18 - 14:23

      Ich bin genervt und langsam auch irgendwie verärgert.

      Aus gut überlegten und nicht überwindbaren Gründen möchte ich zur Hochzeit nicht den Namen meines Partners annehmen, ob er meinen annehmen möchte, lasse ich ihm selbstverständlich freigestellt.

      Wir heiraten nach 11 Jahren Beziehung, sicher nicht wegen eines Namens.

      Warum muss man sich im 21. Jahrhundert darüber rechtfertigen, wenn die Frau nicht den Namen des Partners annehmen möchte?
      Wenn der Partner aber auch nicht den Namen der Frau annehmen möchte und jeder einfach weiter so heißt, wie er eben heißt... .

      Ist es dann keine Hochzeit mehr?
      Ist diese dann weniger wert, wenn der Mann den Namen seiner Frau annimmt oder jeder seinen Namen behält? #kratz

      • Manche Leute sind und bleiben unflexibel, ist halt so. Ihr macht das so wie ihr es für richtig erachtet und gut ist...

        Sollen die doch altmodisch weiterdenken.

        Huhu!

        Ich denke, dass es darauf ankommt warum man heiratet. Aus steuerlichen Gründen spielt der Name wohl keine Rolle. Für mich persönlich hat die Namensänderung einen traditionellen Grund, den ich bis kurz vor der Hochzeit garnicht hinterfragt habe. Für mich hat der Nachname aber auch nicht direkt etwas mit meiner Identität zu tun. Ich definiere mich über mehr als den Nachname. Hätte ich mit meinem Namen allerdings etwas erreicht und bin damit in Branche XY bekannt, dann würde ich ihn vermutlich nicht ändern oder über einen Doppelnamen (find ich außer in so einem Fall persönlich blöde)nachdenken.
        Ich finde die Symbolik des gemeinsamen Nachnamens schön und wichtig. Ob es aber der Name von ihr oder ihm ist spielt keine Rolle.

        Letztendlich muss das doch jeder selbst wissen. Sollen die Leute doch reden wenn es sie stört :)

        Hallo,
        Es gibt Traditionen die mir wichtig sind. Eine davon ist dass man als Ehepaar den gleichen Namen trägt. Mein Mädchenname war etwas ganz besonderes für mich und es war anfangs wirklich komisch ihn abzulegen.
        Mittlerweile denke ich da nicht mehr dran. „Es gehört sich so.“ Bzw „ist doch nur ein Name der alles einfacher macht“
        ABER: soll doch jeder machen wie er will! Ich gebe zu dass ich mir oftmals meinen Teil DENKE, würde aber niemals äußern dass ich die Entscheidung von jemandem nicht verstehen kann oder gut finde. Denn das muss ich nicht.
        Für MICH wäre es aber nix unterschiedliche Namen zu tragen. Und insbesondere wäre eine Doppelname nichts für mich. (Fälle bei denen Kinder im Spiel sind mal ausgenommen)

        Lg

      (6) 03.08.18 - 14:35

      Hallo!
      Ich habe im Jahr 2000 geheiratet und er hatte meinen Namen angenommen.
      Weder er noch ich mussten uns jemals rechtfertigen oder sind deswegen seltsam behandelt wurden usw.
      Das ist doch allein ein Ding zwischen euch.Das ist nun so und basta.
      Würde da gar kein Gerede drum rum machen.
      LG Johanna

    • (7) 03.08.18 - 14:42

      Da das deutsche Namensrecht die Möglichkeit vorsieht, dass jeder seinen Namen behält, ist es für mich völlig logisch ,dass man diesse Möglichkeit nutzt - wenn man denn will. Nur weil man aus Tradition oder "weil es sich so gehört" den Namen des Mannes annimmt, läuft die Ehe ja nicht besser oder schlechter.
      In anderen Ländern gibt es den Ehenamen überhaupt nicht und man wird trotzdem als Ehepaar angesehen und wahrgenommen.

      Ich kann deinen Ärger nachvollziehen. Da läuft man (durchschnittlich) 3 Jahrzehnte mit seinem Namen rum, lebt sein Leben, "macht sich einen Namen", und nur weil man heiratet, muss man den plötzlich aufgeben?? Voll blöd.

      Früher, als man noch jung geheiratet hat, hat das vielleicht noch Sinn gemacht, man hatte ja noch nichts und sich alles gemeinsam aufgebaut. Die Zeiten haben sich aber geändert....

      Übrigens: Je besser ausgebildet das Umfeld, desto ofter behalten die Leute den Namen oder nehmen den Namen der Frau an. Weil es nicht mehr um männliche Präpotenz geht (warum sonst sollte es automatisch der Name des Mannes sein?), sondern welcher Name "wertvoller" in der Branche ist. Trotzdem sind auch diese Leute mit blöden Sprüchen konfrontiert (kaum/selten von gleich gut ausgebildeten Menschen)

      Es ist echt schwierig, das "Lebenswerk" von Leuten im Auge zu behalten, wenn sich der Name dauernd ändert... und das ganze Ausweise umschreiben lassen nervt.

      Peinlich finde ich es, wenn man die ganze Biographie anhand des Namens ablesen kann, "Lisa Meier, geborene Müller, geschiedene Schuster, etc."

      (9) 03.08.18 - 15:56

      Meine Schwester und ihr Mann haben jeweils ihren Namen behalten, ich und mein Mann auch, mehrere Freundinnen und ihre Männer ebenfalls. Niemand hat sich da jemals gewundert oder was in Frage gestellt und unsere Ehen wurden schon vor 15 bis 20 Jahren geschlossen... also im letzten Jahrtausend :-)
      Den sogenannten "Ehenamen" braucht man ausschließlich für die gemeinsamen Kinder. Da muss man sich halt für einen der beiden Namen entscheiden damit es keine Namensketten gibt.

      Wo ist das Problem?

      Nö.

      Wir sind inzwischen fast 10 Jahre zusammen und haben 2 gemeinsame Kinder, enger kann einen gar nichts zusammen bringen.

      Mein Feministinnen-Herz findet das ganze total überholt, aber es soll doch einfach jeder so machen wie er mag. Ich kritisiere auch niemanden, der den Namen annimmt. Aber dann bitte aus freien Stücken, weil man es so will, und nicht weil einen die Familie da rein mobbt.

      Die Freiheit zu haben, so eine Entscheidung selbst zu treffen ist für mich der eigentliche Fortschritt.

      Ich halte zwar grundsätzlich nichts vom heiraten, finde es aber völlig normal, als Eheleute writer die eigenen nachnamen zu tragen. In meinem Umfeld gibt es auch nur einen Fall, in dem die Frau ihren Namen geändert und zwei, in denen der Mann ihren Namen angenommen hat.
      Spricht nichts für, finde ich.

      (12) 03.08.18 - 16:40

      Mein Mann und ich haben unsere jeweiligen Namen behalten und hatten nie Probleme deswegen, es gab auch keine blöden Kommentare. Traditionen muss man nicht treudoof befolgen, man kann sie auch hinterfragen. In anderen ländern wird es auch anders gehandhabt. Ich mag meinen grburtsnamen und identifiziere mich damit. Mir widerstrebt es auch, dass es traditionell die frau ist, die ihren Namen hergibt.

      (13) 03.08.18 - 17:12

      Mein Mann hat meinen Namen angenommen, da ich meinen nicht ablegen wollte, ansonsten hätte jeder seinen behalten . Wäre auch gut gewesen.

      Ich finde es schön wenn in einer Familie alle den gleichen Nachnamen tragen. Hat für mich was mit Zusammengehörigkeit zu tun.

      Ist doch blöd, wenn man unterschiedlich heißt. Verstehe das auch nicht warum man heutzutage nicht mehr auf seinen Nachnamen verzichten will. Ich habe sehr gerne den Namen von meinem Mann angenommen. Was anderes wäre für mich nicht in Frage gekommen.

      Lg Lena

      • (15) 04.08.18 - 00:11

        ....Ich finde es schön wenn in einer Familie alle den gleichen Nachnamen tragen. Hat für mich was mit Zusammengehörigkeit zu tun.
        Ist doch blöd, wenn man unterschiedlich heißt

        Es gibt so viele Länder, in denen es keinen Ehenamen gibt. Dort gehört man als Familie trotzdem zusammen und es ist definitiv nicht blöd, wenn man unterschiedlich heißt.
        Hier mal ein paar Beispiele
        Spanien
        Alle Spanier haben zwei Nachnamen.
        Bei der Heirat behalten beide Ehegatten ihre Nachnamen, es gibt keinen gemeinsamen Ehenamen.
        Kinder (gleich ob ehelich oder nichtehelich) erhalten als Nachnamen im Normalfall den ersten Nachnamen des Vaters und den ersten Nachnamen der Mutter.

        Ägypten
        Die Ehegatten führen keinen gemeinsamen Familiennamen kraft Gesetzes. Gewohnheitsrechtlich führt jeder Ehegatte weiterhin den zur Zeit der Eheschließung geführten Familiennamen. In der behördlichen Praxis wird der Zusatz „Ehefrau des ...” angebracht.

        Albanien
        Die Ehegatten führen keinen gemeinsamen Familiennamen kraft Gesetzes. Jeder Ehegatte führt weiterhin den zur Zeit der Eheschließung geführten Familiennamen. Durch gemeinsame Erklärung können die Ehegatten den zur Zeit der Eheschließung geführten Familiennamen des Mannes oder der Frau zum gemeinsamen Familiennamen bestimmen.

        Argentinien
        Die Ehegatten führen keinen gemeinsamen Familiennamen kraft Gesetzes. Jeder Ehegatte führt weiterhin den zur Zeit der Eheschließung geführten Familiennamen. Die Ehefrau kann ihrem ersten Familiennamen den ersten Familiennamen des Ehemannes zusammen mit dem Zusatz „de“ anfügen.

        Belgien
        Die Ehegatten führen keinen gemeinsamen Familiennamen kraft Gesetzes. Jeder Ehegatte führt weiterhin den zur Zeit der Eheschließung geführten Familiennamen. Beide Ehegatten können ihrem Familiennamen den Familiennamen des anderen Ehegatten voranstellen.

        Griechenland
        Die Ehegatten führen keinen gemeinsamen Familiennamen kraft Gesetzes. Jeder Ehegatte führt weiterhin den zur Zeit der Eheschließung geführten Familiennamen.

        Island
        Jeder Ehegatte behält seinen bei der Eheschließung geführten Namen.
        Familiennamen kennt das isländische Recht im Allgemeinen nicht.

        Italien
        Die Ehegatten führen keinen gemeinsamen Familiennamen kraft Gesetzes. Jeder Ehegatte führt weiterhin den zur Zeit der Eheschließung geführten Familiennamen.
        Die Ehefrau kann gewohnheitsrechtlich ihrem Familiennamen den Familiennamen des Mannes als Gebrauchsnamen hinzufügen.

        • (16) 04.08.18 - 08:59

          Warum zieht man dann nicht in solchen Ländern, wenn man alles besser findet?
          Bei der Babybetreuung wird gerne Frankreich als Erste Stelle genannt...wobei, wenn man die Mütter interviewt, sind viele Eifersüchtig suf Deutschland, das hier andere Möglichkeiten vom Staat gefördert werden, das Eltern länger zu Hause bleiben können.
          War vor einiger Zeit eine tolle Reportage im TV,.

          In anderen Ländern gibt es mehr/weniger Steuern, bessere/schlechtere Schulen, etc. etc.
          Pisa Test sei Dank, weil man sich mit anderen Schulsystemen vergleicht.


          Sollen wir jetzt so werden, nur weil es andere so machen?
          Leben und Leben lassn. mir ist es egal, wer welchen Namen hat ABER ich finde es auch schön, einen Familiennamen zu haben.

          Alleine das Gezicke mancher Frauen ?..." ist das dein Mann" -" nein, mein Freund"......
          " das ist dein Freund" -" nein mein Mann"

          Das Schlimme ist, wie Frauen sich gegenseitig angreifen.....ist doch toll, wenn jeder entscheiden kann, ist toll, wenn man Traditionen wahrt, ....Feminismus ist schön und gut aber heisst es immer, das man den anderen angreifen muss.

          Wenn sich dieses Paar sich nach so langer Beziehung nicht wegen der Namen einigen kann oder will....sorry, dann liegt was ganz anderes im Argen. Das ist doch kein Thema, was plötzlich auftaucht.

          Bei Urbia scheint das Leben niemals Kompromisse zu machen, jeder schreibt nur ICH, ICH, iCH....will.
          Ist man stark, weil man sein Recht auf eigenen Namen wahren will....oder ist man stark, weil an in der heutigen Zeit gegen den Mainstream schwimmt und Traditionen wahrt?

          lisa

          lg
          lisa

          • (17) 04.08.18 - 10:47

            Sie schreibt doch gar nicht, dass sie das "besser" findet. Sie zeigt nur auf, dass es ziemlich engstirnig ist, zu glauben, eine Familie gehöre mehr zusammen, weil alle den gleichen Nachnamen tragen.

            Das ist doch kein Angriff auf Frauen, die "Traditionen" bewahren. Angriffe kommen meinem Empfinden nach ohnehin eher von diesen Frauen. Sie rechtfertigen ihre Entscheidungen bis zum Abwinken mit manchmal wirklich merkwürdigen Argumenten, die häufig implizieren, andere Entscheidungen wären eben nicht ok.

            "Ist man stark, weil man sein Recht auf eigenen Namen wahren will....oder ist man stark, weil an in der heutigen Zeit gegen den Mainstream schwimmt und Traditionen wahrt?"

            Allein die Frage finde ich schon ziemlich schräg. Wie wäre es mit mehr Gelassenheit? Die Wahl des Namens hat für mich so gar nichts mit "Stärke" zu tun. Für mich ist das ganz individuell und ich finde jeden engstirnig, der glaubt, seine Wahl wäre besser als die Wahl anderer.

            • (18) 04.08.18 - 11:51

              Danke - offenbar bist Du die einzige, die meinen Text richtig gelesen hat.

              Auch ich habe ganz "traditionell" den Namen meines Mannes angenommen. Das war aber meine Entscheidung und wurde auch überhaupt nicht diskutiert.
              Ich finde es allerdings völlig anmaßend zu behaupten, dass man als Familie kein Zusammengehörigkeitsgefühl hätte, wenn man unterschiedlich heißt. Das war der Grund weshalb ich aufgezeigt habe, dass dieses "Ehenamendings" auch in Europa nicht so sehr verbreitet ist.

              Man muss dazu vielleicht auch wissen, dass ausländische Staatsangehörige bei einer Eheschließung mit einem Deutschen und der Rechtswahl ins deutsche Namensrecht - also wenn sie sich z.Bsp. für einen Ehenamen entscheiden - Probleme bekommen, wenn sie dann einen Pass ausstellen lassen, da ihr Staat diese Art des Namens nicht vorsieht.

        (19) 04.08.18 - 09:37

        Doch, finde ich blöd 😅

        (20) 04.08.18 - 11:28

        Jedes Land hat seine eigenen Sitten und Traditionen.....wenn man Traditionen zu altgebacken empfindet, wieso heiratet man eigentlich ausTradition? Warum macht man nicht nur eine eigentragene Partnerschaft. Zwecks Steuern?
        Hat was Vorteile wird es gemacht, ansonsten pfeifft jeder auf Traditionen, Kultur und Werte.
        Bestes Beispiel Kirchensteuer......jeder 2. tritt aus um Steuer zu sparen, würde der christliche Feiertag als Urlaubstag verbucht, sähe es entweder anders aus oder es käme zu einer Volksdemo. Dann hieß es, "es war schon immer "ein bezahlter freier Tag ;)

        • (21) 04.08.18 - 11:57

          Eine eingetragene Partnerschaft gibt es nicht als Mann und Frau. Und die Verpartnerung gleichgeschlechtlicher Ehen heißt nun auch Eheschließung.
          Ich bezweilfle, dass die Leuten den Kirchen den Rücken kehren, wegen der Steuer. Das mag bei einigen der Fall sein. Viele können aber mit der Institution und dem anmaßenden Gebaren einfach nichts mehr anfangen und treten aus - als Zeichen des Protestes.

          • (22) 04.08.18 - 16:21

            in österreich kannst du sehrwohl eine eingetragene patnerschaft machen 🙂

            und zwecks namen, ich persönlich bestehe nicht nur aus namen, mir ist es ziemlich gleich welchen nachnamen ich habe, auch beruflich kann ich etwas erreichen wenn ich einen anderen namen annehme...

        Ich habe nicht aus Tradition geheiratet, sondern wegen der Vorteile, die so eine Ehe hat.
        Und ich hätte auch kein Problem damit, wenn statt an den kirchlichen Feiertagen jeder dann frei haben könnte, wann er will.

        Das Frauenwahlrecht und das Recht, ohne Erlaubnis des Mannes arbeiten zu gehen oder ein Konto zu eröffnen wollen wir ja auch nicht wieder abschaffen, weil die Tradition damals so nett war;-).
        Ich versteh nicht, wieso man sich angegriffen fühlt, wenn andere es anders wollen als man selbst.

        • Das eine sind/waren gesetzliche Vorgaben, andere sind persönliche Vorgaben , wie nicht arbeiten gehen dürfen oder kein Konto eröffnen dürfen, das waren Unterdrückung des Mannes.

          • Beim einen wie beim anderen früher gesetzlich vorgegeben und heute hat man die Freiheit zu wählen. Hätte nie jemand dagegen aufbegehrt, wäre es wohl heute noch so, dass Frauen um Erlaubnis fragen müssten, ob sie arbeiten dürfen. Und vielleicht wird auch mal einer vor den Kopf gestoßen, weil sie darauf beharrt, einen besser bezahlten Job als er anzunehmen ;-).
            Persönlich darf man sich auch immer noch entscheiden, die klassische Hausfrauenehe zu führen und den Namen des Mannes anzunehmen. Hab ich übrigens auch gemacht. Ich finde halt nur nichts Verwerfliches dran, es anders zu wollen und richtig, dass alle entscheiden können, wie sie es wollen.

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