Verschiedene Vorstellungen von Hochzeit?

    • (1) 24.10.18 - 18:39

      Hallo,

      ich habe mich heute Nachmittag mit einer Freundin zum Kaffee verabredet. Diese Freundin hat eine zehn Monate alte Tochter. Wir gehören auch noch anderen Freundeskreisen an. Im Gespräch erzählte sie mir, dass eine sehr gute, alte Schulfreundin dieses Jahr im August im Familienkreis geheiratet hat. Da die Freundin selber gerade in der 31. Woche mit einem Sohn schwanger ist, haben sie die Feier auf nächstes Jahr im Mai verschoben. Bis hier auch noch alles o. k., so haben mein Mann und ich es auch gemacht. Bis hier auch noch alles ok,so haben mein Mann und ich es auch gemacht. Aber dann kamen wir aus folgendem Grund ins diskutieren: Die Freundin meiner Freundin nennt die Feier „Frühlingsfest“ im Biergarten und nicht Hochzeitsfeier. Es gibt bis zu einer bestimmten Uhrzeit Freigetränke, ab dann muss jeder Gast seine Getränke selbst bezahlen. Dann dürfen, auch von den alten sehr guten Freunden nicht alle (meine Freundin eingeschlossen) ihren Partner/Ehemann/Frau mitbringen. Sie hätte wohl gesagt, dass es dabei um Sympathie ginge. Meine Freundin hatte bei dem Ganzen ein sehr ungutes Gefühl, auch weil ein Teil der Einladungen ganz unlieb als normale Word-Datei am eigenen Drucker gedruckt wurden, die Freundin wohl generell so ein „Spezialfall“ ist und trotz vielem Geld als geizig bekannt ist. In der (knautschigen) Einladung stand wohl dass sie sparen will.
      Naja lange Rede kurzer Sinn, daraus entstand dann zwischen uns eine Diskussion was man bei einer Hochzeit „darf“ und was nicht. Sollte man besser in kleinem Kreise, dafür angemessener feiern? Darf man seine Gäste allein bezahlen lassen? Ist es auch in Ordnung, selbst bei einigen langjährigen Freunden deren Partner nicht einzuladen, bei anderen schon? Kann man in die Einladungen reinschreiben, dass man sparen möchte auch wenn man das nicht muss? Meine Freundin will nun nicht hingehen weil ihr Mann nicht mit darf.

      Ich bin mal gespannt was ihr denkt.

      LG

        • (7) 24.10.18 - 21:18

          ja genau, mit einer Flasche Wein würde ich ankommen. Wenn überhaupt. Ich hasse Einladungen, bei denen man selber bezahlen soll.

      Einladungen am PC finde ich nicht schlimm. Ich finde es ehr erscheckend, wie der Aufwand über die Jahre scheinbar immer mehr wurde bzw. was erwartet wird...Gastgeschenke und und und.
      Ich finde das soll jeder machen wie er mag und kann.

      Bzgl. der Feier. Kann dann halt sein, dass sie ab dieser Uhrzeit auch alleine dastehen bzw. sich die Reihen ziemlich lichten oder manche halt gar nicht erst kommen, wobei ich es jetzt nicht schlimm finden würde, wenn sie nur ihre Freundinnen eingeladen hätte und andere Freundinnen mit Männern, wenn da halt auch zum Partner der Freundin eine freundschaftliche Beziehung vorhanden ist.

      (9) 24.10.18 - 19:40

      Ach, wir haben auch schon Hochzeiten auf Biertischen mit mitgebrachten Salaten aus Tupperschüsseln gefeiert.
      Das kann doch jeder machen wie er will. Und natürlich darf man sparen, auch wenn man das nicht unbedingt muss.

      Ich würde die einladung genauso leger sehen wie sie offensichtlich geacht ist. Ein netter Umtrunk in Jeans und T-Shirt, wenns langweilig geht man halt heim. Kann ja auch ganz nett werden...

      (10) 24.10.18 - 20:11

      Ganz ehrlich, es ist ein absolutes No Go den Partner/Ehepartner nicht mit einzuladen, wenn man Gäste zu einer Hochzeut einlädt. Ich wäre aus diesem Grund nicht gekommen. Ich finde es unverschämt.

      Natürlich darf das Paar entscheidenen wie und wer kommt, aber wenn Ich so eine Einladung bekommen hätte, wo drinne stand das Ich ab eine gewisse Uhrzeit meine Getränke selbst bezahlen müsste, meinen Mann nicht nicht mitkommen dürfte etc. wäre Ich überhaupt nicht gekommen. Sowas habe Ich nie erlebt.

      • (11) 24.10.18 - 21:02

        ...Ganz ehrlich, es ist ein absolutes No Go den Partner/Ehepartner nicht mit einzuladen, wenn man Gäste zu einer Hochzeut einlädt. Ich wäre aus diesem Grund nicht gekommen. Ich finde es unverschämt....

        Also das sehe ich anders. Mein Mann und ich sind beide in sehr vielen Vereinen aktiv, dort sind aber eben nicht nur Paare, sondern auch Männer/Frauen, deren Partner nicht dabei sind. Da lade ich die Vereinsmitglieder ein, nicht aber den Anhang, den man teilweise dann nur flüchtig oder überhaupt nicht kennt.

        Die Art der Einladung und die Art wie das Paar die Hochzeit feiern will, ist eher ungewöhnlich und bezahlen ab einer Uhrzeit finde ich völlig daneben. Aber, wenn das Brautpaar es so möchte, dann soll es so sein.
        Ob ich auf eine solche Hochzeit gehen würde....kann ich nicht beantworten.

        • (12) 24.10.18 - 21:39

          Es ist aber doch was anderes, ob du Partner von Vereinsmitgliedern nicht einlädst, die du eben ggf. auch gar nicht kennst, oder ob du deiner guten Freundin sagst, sie muss alleine kommen, während andere Freundinnen ihren Mann mitbringen dürfen und das ganze lapidar mit "Symphatiegründen" erklärst ...

          LG, Tina

          • (13) 24.10.18 - 21:44

            ..Ganz ehrlich, es ist ein absolutes No Go den Partner/Ehepartner nicht mit einzuladen, wenn man Gäste zu einer Hochzeut einlädt. Ich wäre aus diesem Grund nicht gekommen. Ich finde es unverschämt....

            Meine Antwort bezog sich auf diesen Satz. Das kommt so rüber, als würde man grundsätzlich erwarten, dass der Partner eingeladen wird , egal in welcher Beziehung (oder eben nicht) er zu den Brautleuten steht.

            • (14) 25.10.18 - 09:08

              Ja, korrekt, so ist es normalerweise auch. Man lädt den Partner mit ein zu einer Hochzeit, weil es eine Fest der Liebe ist und weil es einfach unhöflich ist, den Partner einer Freundin von sowas auszuschließen.. Es ist unhöflich der Freundin gegenüber..

              Ich war auf bis jetzt 5 Hochzeiten, alle kirchliche Trauungen mit anschließendem Fest. Nicht ein einziges Mal habe Ich erlebt, das Gäste die verheiratet sind oder generell einen Partner haben, alleine zur Hochzeit gekommen sind.

              • So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Auf den Hochzeiten bei denen ich Gast war, waren IMMER auch Leute ohne Partner dabei. Alte Freundeskreise, Verinsfreunde, Arbeitskollegen,...

                Ob die explizit ausgeladen waren oder es untereinander ausgemacht wurde, dass zB die alten Uni-Freundinnen ohne Anhang kommen, weiß ich nicht. Der Stimmung hat das jedenfalls keinen Abbruch getan ;-)

        (16) 25.10.18 - 08:58

        Bei Hochzeiten und bei private Feiern, finde Ich es einfach wie vorher absolut unverschämt den Partner/Ehemann/Frau nicht miteinzugeben. Es geht um ein privaten Feier, nicht um einen Feier im Verein oder in der Firma. Du schreibst aber das Du nur den Vereinsmitgkiedern einlädst, ohne Partner, wenn Du die Vereinsmitglieder einlädst. Wo ist deinem Partner/Mann an solche Abende wenn es privat bei euch stattfindet??

        Es ist doch vollkommen egal ob man den Partner kennt oder nicht. Dann lernt man Ihn oder Sie halt kennen. Was ist dabei so schlimm, neue Menschen kennen zu lernen?

        Ich finde man muss differenzieren zwischen einen Weihnachtsfeier im Verein oder im Büro, wo die Veranstaltungen nicht von einem selbst ausgerichtet werden und wo die Veranstaltungen keine privaten Feier sind und einer Hochzeit oder ein privaten Geburzstagsfeier etc. Bei einer Hochzeit oder einen Geburtstag ist es was rein privates, ein Fest das man für sich als Privatperson feiert, dann ist es einfach sehr unhöflich und befremdlich zu einer Freundin oder Bekannte zu sagen oder schreiben, das er oder sie bitte ohne Partner kommen sollte. Für mich vollkommen weltfremd und gegen alle Regeln von Anstand und Höflichkeit die Ich bis jetzt erlebt habe. Ich habe es auch noch nie erlebt.

        Wir haben groß gefeiert, allerdings nicht mit so viele Gästen, um die 50. Alle meiner Freundinnen und Kollegen waren natürlich mit Partner eingeladen. Die Partner meiner Freundinnen habe Ich natürlich gekannt, die von meiner Kollegen nicht. So what?

        Alle sind gekommen, viele habe Ich vorher nie gesehen, es war eine Bereicherung und es war einfach schön so viele Paare zu sehen. Schön das alle meine Bekannte nicht alleine am Tisch sitzen müssten ohne deren Partner, während Ich und meinem Mann unser Liebe feierte.. Es hat mich als Braut einfach gefreut meine Bekannte und Freundinnnen zusammen mit deren Partner zu sehen. Eine Hochzeit ist ja einen Fest wo die Liebe gefeiert wird. Sollte Ich als Braut dann verlangen das meine Freundinnen und Kollegen deren Partner zuhause lassen sollen? Eine absurde Gedanke...

        • (17) 25.10.18 - 13:34

          Ich kenne es eben anders, von sehr vielen Hochzeiten und habe noch nie erlebt, dass sich Partner zurückgesetzt gefühlt haben, wenn sie nicht eingeladen waren oder das ein Diskussionspunkt war.
          Lange Jahre habe ich aktiv im Musikverein musiziert. Es ist üblich, dass dieser dann bei der kirchlichen Trauung (wenn es eine gibt) die musikalische Umrahmung übernimmt und auch zur Feier eingeladen wird. Das alleine sind schon fast 70 Personen. Wenn ich dann noch die Partner dazunehme, bin ich da locker gleich bei über 100 Gästen, ohne Familie, Verwandtschaft, Freunde.
          Ja - es ist ein Fest der Liebe. Das feiere ich mit den Menschen, die mir wichtig sind und mit denen ich einen großen Teil meiner privaten Zeit verbringe. Die Partner meiner Musikkameraden oder den Mädels, mit denen ich Sport mache, gehören da nicht dazu.
          Auch die Hochzeiten meiner Kolleginnen (ich war jetzt auf 3) waren ohne Partner. Ich käme auch nicht auf die Idee zu fragen ob mein Mann da mit kann. Er kennt meine Kolleginnen/Kollegen vom Sehen - das wars dann aber auch. Was soll er denn auf der Hochzeit, wo er niemanden kennt? Vielleicht ist das regional unterschiedlich, keine Ahnung.

          • (18) 25.10.18 - 13:57

            Ich finde, das mit den Vereinsleuten auch was anderes... bleiben die 70 dann wirklich die ganze Feier über? Ist ja krass.
            hier hatten wir z.B. vom Musikverein meines Mannes auch nur seine Gruppe eingeladen, die auch etwas vorgetragen haben. Aber die waren dann ja eh "als Gruppe" da. Und da hätte ich z.B. als Partnerin auch kein Interesse da auf eine Feier von denen zu gehen.

            • (19) 25.10.18 - 14:06

              Die Musiker bleiben - sind eigentlich auch immer die Letzten die gehen:-p -machen aber auch einen Programmpunkt, auf den sich alle Beteiligten freuen, weil sie sich echt immer was wirklich Tolles überlegen. Passend auf das Brautpaar, mit vielen musikalischen Einlagen dazu. Kurzweilig, lustig, musikalisch...

              • (20) 25.10.18 - 14:40

                Ich denke es hängt auch davon ab wie teuer die Location und das Essen ist. Einfach wie teuer und wie Nobel eben gefeiert wird. Wenn man zum Beispiel 130 Euro pro Person für den Menü und Getränkepauschale als Gastgeber ausgibt, lädt man nicht einfach eben so 70 Personen dazu ein, weil es Vereinskollegen sind. Das wäre dann eben gut 9.000 Euro extra..

                • (21) 25.10.18 - 16:49

                  Kann ich nicht beurteilen, da wir anders geheiratet haben - sehr leger, nur Standesamt aber große Party mit 150 Gästen. Zu dem Zeitpunkt habe ich nicht mehr aktiv musiziert. Ein sehr großer Teil der Musikerhochzeiten fand hier bei uns im Schloss statt und ich glaube nicht,, dass das wirklich günstig ist - wenn ich mir die HP mit den verschiedenen Buffettvorschlägen so anschaue.
                  Dafür spart man sich teure Musiker in der Kirche und hat dafür ein komplettes Orchester.
                  Die Größenordnungen der Feiern lagen bei 150 - 200 Gästen.
                  Ich habe das Thema Partner bei der Hochzeit heute mal in der Mittagspause in den Raum geworfen. Eine Kollgin von uns heiratet nächstes Jahr. Mehr wissen wir noch nicht. Aber es ging eben drum ob mit oder ohne Partner. Zitat eines Kollegen: Es ist doch meine Kollegin, nicht die meiner Frau. Also halten auch meine Kollegen es für völlig normal, dass nur wir eingeladen werden, nicht die Partner.

        (22) 25.10.18 - 13:54

        Das "Alle sind gekommen, viele habe Ich vorher nie gesehen, es war eine Bereicherung und es war einfach schön so viele Paare zu sehen." stimmt.
        So hab ich das auch gesehen... einige Partner/innen hab ich/mein Mann zum ersten Mal gesehen, bei manchen Freundinnen hat sogar mein Mann die Freundin UND den Partner zum ersten mal gesehen.#rofl#rofl es war toll, wie sehr sich diese "fast Fremden" mit uns gefreut und gefeiert haben.

        Wie ich dir ja vorhin schon geschrieben habe, sehen wir das unterschiedlich #blume

        Ich fände es einfach wenig prickelnd, "fremde" Menschen an so einem intimen Tag wie meinem Hochzeitstag kennen zu lernen. Ich sehe das eher als Familienfest, bei dem Fremde eigentlich nix verloren haben. Da ticke ich vielleicht auch eigen.

        Wenn mein LG und ich heiraten würden, wären allein die engste Familie 60 Leute (sind Familienmenschen #liebdrueck ). Wenn dann jeder noch 5 nette Arbeitskollegen und 5 enge Sportbuddies einlädt, sind da plötzlich 20 fremde Anhängsel?! Das tut der Gruppendynamik finde ich einfach nicht gut... Ganz abgesehen von Platz und Kosten.

        Wie gesagt, unterschiedliche Ansichten. Neue Leute lerne ich lieber in kleiner Runde kennen #blume

        • Ich rede aber von enge Freundinnen und enge Kollegen. Wir haben unser Gäste mit dem Herzen ausgesucht. Kollegen und Sportkollegen die uns nicht eng stehen, waren überhaupt nicht eingeladen. Nur Familie, enge Freundinnen und Freunde und eben die engsten Kollegen. Das die Menschen die uns nahe stehen natürlich deren Partnern mit bringen konnten, war für uns eine Selbstverständlichkeit. Den Partnern von meine Kollegen habe Ich vorher nie gesehen, ein Paar Frauen von mein Mann,s Freunde auch nie. Trotzdem würde es mir nie einfallen deren Partnern nicht mit einzuladen. Ich weiß nicht so richtig von welchen Gruppendynamik Du redest. Wir haben getanzt und gefeiert bis in den Morgenstunden. Dann ist es doch egal ob ein Paar Menschen dabei sind, die man vorher nie gesehen hat, wenn es Partnern von den Freundinnen oder Kolleginnen sind. Mit wem hätten die ganzen Gäste tanzen sollen, wenn die ohne Partner gekommen wäre?

          Ich weiß nicht warum es mich stören sollte, das Ich ein paar von den Ehefrauen oder Ehemänner nicht kenne. Es wurde mich viel mehr stören wenn meiner Freundin oder eine enge Kollegin ohne ihren Mann am Tisch sitzen müsste oder alleine stehen müsste während die ganzen Paare aus der Familie zusammen tanzen würde..

          Vielleicht leben wir einfach anders, als manche andere. Ein guten Freund meines Mannes hätte zu der Zeitpunkt als wir geheiratet haben, keine Freundin. Er hat extra gefragt ob es in Ordnung wäre, einfach eine sehr gute Freundin von ihn mitzubringen, weil er es irgendwie doof fand alleine zu einer Hochzeit zu gehen. Klar dürfte er das. Sie war übrigens sehr sehr nett..

          Muss natürlich jeder für sich wissen. Offensichtlich gehen die Meinungen sehr aus einander.

          "Das tut der Gruppendynamik finde ich einfach nicht gut.."

          ich sehe das anders. Bei unserer Hochzeit, wo es übrigens auch keine vorgegebene Sitzordnung gab, da haben sich die Menschen die sich vorher noch nie gesehen haben miteinander unterhalten und gelacht. Menschen, von denen ich gar nicht wußte, dass sie sich unabhängig von uns kennen saßen zusammen, zwischen den Gängen wurden auch gerne mal die Plätze getauscht. Ich fand die Gruppendynamik wahnsinnig toll und hätte das z.B. vorher mit Sitzordnung nie so planen können.

          Davon abgesehen besteht aber auch die Familie meines Mannes aus 8 Leuten, von meiner Familie waren 6 eingeladen ( die anderen wollte ich nicht dabei haben) die anderen 60 waren (eher wenige) enge Freunde und (eher mehr) Bekannte. Wir hatten Bock auf eine große Party und nicht auf ein "Familientreffen", weil wir das an jedem Weihnachten in der Form eh schon haben und wußten, dass das eher steif ist.

          So ist jede Familie anders...

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