Das leidige Thema: Wen laden wir ein?

    • (1) 10.12.18 - 15:23

      Hallo, ihr Lieben!

      Wir werden am 18.05.2019 kirchlich heiraten. Auf der Gästeliste stehen aktuell ca. 75 Personen (Familie und engste Freunde). Nun haben wir gestern die Einladungen bestellt, die in den nächsten Tagen dann bei uns eintreffen sollten. Und damit sind wir dann auch beim Problem:

      Wir haben den Fall, dass einer meiner Cousins von seiner Frau getrennt hat. Ich weiß es bisher nur aus Erzählungen innerhalb der Familie, aber es war wohl eine sehr unschöne Trennung, inklusive neuer Partnerin - die letzten Endes wohl auch der Grund für den großen Knall war -, Kontakt zur Ex nur noch wegen der gemeinsamen Kinder, ansonsten komplett im Streit auseinandergegangen. Er (gehört zu meiner Verwandtschaft) hat sogar auch den Kontakt zu seinen Eltern und seinem Bruder abgebrochen, da diese die Trennung nicht verstehen können und der (Noch-) Frau und den Söhnen ihre Unterstützung zugesagt haben.

      Langer Rede, kurzer Sinn: Ich weiß nun absolut nicht, wie und wen ich einladen soll. Ich hab leider auch wegen der Entfernung zu selten persönlichen Kontakt zu diesem Teil der Familie, um das Ganze in Ruhe anzusprechen. Mit seiner Frau hab ich mich immer gut verstanden, wenn wir uns gesehen haben und ich würde sie und die Kinder auch gern einladen. Ob er allerdings zur Feier kommt, wenn er weiß, dass die anderen (sowohl seine Ursprungsfamilie, als auch Noch-Ehefrau und Kinder) auch eingeladen sind, weiß ich nicht.

      Andererseits ist ja eigentlich ER mit mir verwandt und ihn ausladen, „nur“ weil er seine Familie verlassen hat, fühlt sich auch nicht richtig an. Mir persönlich hat er schließlich nichts getan...

      Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich mich am besten verhalte? Einfach alle einladen und das auch offen kommunizieren, damit alle Beteiligten selbst entscheiden können, was sie machen? Nur ihn bzw. nur seine Ex und die Kinder einladen? Und für den Fall, dass ich ihn einlade: Muss ich die neue Partnerin mit einladen? Damit würde ich mich nämlich gar nicht wohlfühlen. Alle anderen Cousins und Cousinen sind allerdings auch jeweils (sofern vorhanden) mit Partner eingeladen... 🤔

      Danke für eure Hilfe und liebe Grüße!

      • Ich persönlich würde es dann bei der Verwandtschaft belassen und „nur“ ihn einladen und wenn es seine Kinder sind, dann auch die Kinder...

        Ich würde alle einladen und jeden selbst entscheiden lassen ob er kommt.
        Du kennst die neue Frau scheinbar nicht und würdest sie mit einer „Ausladung“ gleich kränken. Mag sein das sie der Auslöser war, aber ganz sicher nicht die Ursache der Trennung.
        An solch einem Tag kann man sich ausn Weg gehen (bei 75 Leuten nicht schwer) oder halt nicht kommen.

        Lädst du einen Teil aus mischst du dich automatisch in die Familienangelegenheiten ein.

        (4) 11.12.18 - 08:56

        Ich würde auch alle einladen und dann kann jeder selbst entscheiden, ob er kommt und wie er sich verhält. Bis Mai ist ja noch etwas hin.... vieleicht haben sich die Wogen bis dahin auch geglättet.

      • (5) 11.12.18 - 16:10

        Ich bin gerade dabei, Abstand zu nehmen von diesem "die muss ich einladen, dass sagt der Anstand."
        Ich würde zur Hochzeit aus der nahen Verwandtschaft (sprich: meine und seine Großeltern + deren Nachfahren) nur noch die einladen, mit denen ich in Kontakt stehe. Wen ich einmal im Jahr sehe, wer von mir und von wem ich Geburtstags- und Weihnachtspost bekomme.

        Situation in meiner Familie:
        Es ist abzusehen, dass wir zu meinem Onkel und dessen Familie (ohne Streit und Dramen) in absehbarer Zeit keinen Kontakt mehr haben werden, weil bislang mein Opa und die Geburtstagsbriefe, die meine Mutter und meine Tante (inkl. Bedanken unsererseits) der einzige Kontaktpunkt sind. Mit dem Tod meines Opas Anfang des Jahres wird das wohl früher oder später einschlafen. Da wir mit betroffenem Onkel + Familie noch nie wirklich klarkamen (einfach sehr unterschiedlich, was Einstellungen etc. betrifft), meinte meine jüngste Schwester nach der Hochzeit meiner anderen Schwester dieses Jahr: "Ich glaube, ich lade die zu meiner Hochzeit gar nicht mehr ein. Wir werden dann eh keinen Kontakt mehr haben" - eine Hochzeit meiner jüngsten Schwester ist übrigens noch nicht abzusehen;-)

        Was das Einladen von (Ex)Frau und deren Kinder angeht:
        Meine beste Freundin ist etwa in der Situation dieser Kinder. Ihr leiblicher Vater hat sich wie ein Arsch verhalten. Deshalb hatte der Rest der Familie Angst, mit ihr, ihrer Schwester und ihrer Mutter in Kontakt zu bleiben. Nach etlichen Jahren haben nun meine Freundin und ihre Mutter den ersten Schritt auf die Familie des leiblichen Vaters zu gemacht. Dort besteht jetzt ein guter Kontakt (inkl. Einladungen zum Geburtstag u. Ä.) und alle Beteiligten sind sehr froh darüber:-)

        Wenn du beide einladen willst, dann würde ich vorher jeden von ihnen darüber informieren, damit er die Chance hat, deshalb abzusagen.

        Ob du die Neue einladen sollst?
        Faktoren für mich wären: Wie lange sind sie schon zusammen/zum Zeitpunkt der Hochzeit zusammen? Kennst du sie?
        Wenn ich mich dabei nicht wohlfühlen würde aufgrund der allgemeinen familiären Situation, dann würde ich sie aber auch einfach nicht einladen. So viel Freiheit kann man sich da m. E. nehmen. Es ist schließlich dein/euer Fest.

        • (6) 13.12.18 - 10:06

          Es ist schlichtweg eine Unverschämtheit eine Partnerin bzw.ein Partner von einen Hochzeitsgast auszuladen.. Das geht gar nicht.. Wie sollte man sowas formulieren in der Einladung. Die meisten die in einer Beziehung leben gehen davon aus das der Partner mit eingeladen ist, bei solchen Anlässen. Es kann sehr gut sagt, das der eingeladene Gast dann nachfragt ob er seine Partnerin mitnehmen darf, weil die Einladung nur an ihn gerichtet war. Und dann? Sollte man dann sagen: Nein, deine Partnerin muss zu Hause bleiben, die möchten wir nicht dabei haben#schock Ganz ehrlich wer heiratet, sollte alt genug sein um ein Paar Höflichkeitsregeln zu folgen und sollte in der Lage sein damit zu recht zu kommen, das es eben vielleicht ein Paar Menschen dabei sein werden, die man weniger kennt, wenn man so groß feiert..

          • (7) 13.12.18 - 10:13

            Einen "normalen Partner" würde ich auch immer mit einladen, auch, wenn er mit tendenziell unsympathisch ist.
            Die Einzelheiten der Situation kenne ich natürlich nicht, aber wenn ich befürchte, dass ein Familienstreit auf meiner Hochzeit entsteht, o. Ä. dann wäre ich da auch hart. Ich wäre dann aber auch (je nachdem, wie die Situation genau ist) so hart, dass ich meinen Cousin nicht einlade.

            Und ich kenne tatsächlich einige Leute, die ohne Partner, teils auch ohne Ehemann auf Hochzeiten eingeladen waren, obwohl es da keine brisante Situation gab. Die waren auch nicht beleidigt.

            • (8) 13.12.18 - 13:04

              Das sieht dann wohl jeder anders. Ist ja auch in Ordnung, jeder hat seine eigene Meinung. Ich wäre übrigens auch nicht beleidigt, wenn nur Ich eine Einladung zu einer Hochzeit bekommen hätte. Ich hätte einfach meines gedacht und hätte abgesagt. Wer mein Mann nicht ertragen kann bei so einen großen Anlass, muss dann leider auch auf mich verzichten.

              Bei einer Hochzeit feiert man doch als Brautpaar die Liebe, die Verbindung zwischen 2 Menschen. Ich finde es irgendwie dann höchst befremdlich selber die Liebe zu feiern und dann gleichzeitig erwarten, das manche Gäste dann alleine ohne deren liebsten meine Liebe feiern sollen.. „ Strange“....Es geht doch um Liebe und Zusammengehörigkeit.. Ich hätte ein Mega schlechtes Gewissen gehabt, wenn Ich den Partner von einem Gast ausgeladen hätte..

              Na Ja, muss jeder für sich wissen. Das es gegen die „ Regeln“ sind, was Hochzeitseinladungen angeht, einen Partner auszuladen, steht außer Frage, das kann man sogar googeln.. Es besteht natürlich keinen Zwang sich an die Regeln zu halten. Dann sollte man sich aber auch nicht wundern, wenn manche absagen, weil die es komisch finden, alleine ohne Partner zu einer Hochzeit zu gehen.

          (9) 14.12.18 - 07:39

          Mir geht es gar nicht drum, aus Höflichkeit jemanden einzuladen (oder eben nicht), aber versetz‘ dich mal in die Lage der Beteiligten... Da sind einmal Frau und Kinder, die wegen der neuen Partnerin verlassen wurden (oder zumindest FÜR diese Partnerin) und auf der anderen Seite auch Eltern und Geschwister, die der neuen Frau an seiner Seite „vorwerfen“, dass er wegen ihr den Kontakt zu ihnen abgebrochen hat. Was die Höflichkeitsregeln betrifft, bin ich generell ganz bei dir und wir laden ja eben im „Normalfall“ auch die Partner mit ein, selbst wenn wir sie selbst nicht wirklich kennen. Die Freundin meines jüngeren Cousins zum Beispiel kenne ich z.B. auch nur als kleines Mädchen, hab sie seit mindestens 15 Jahren nicht mehr gesehen, Frau und Sohn meines Patenonkels kenne ich gar nicht. Trotzdem sind sie eingeladen! Aber, wie der Kommentar unter deinem richtig vermutet, befürchte ich einfach einen Familienstreit vor oder sogar bei unserer Hochzeit, wenn die Frau mit am Tisch sitzt, die alle für den Grund der Trennung und der Unstimmigkeiten in der Familie halten. Mal unabhängig davon, dass wir hier alle die genauen Hintergründe kennen (ich übrigens auch nicht) und nicht wissen, ob die „Neue“ wirklich Grund, Ursache oder Auslöser war...

          • (10) 14.12.18 - 09:33

            Na Ja, um das ganze zu Ende zu bringen, hat nur eine Person Schuld daran, das eine Frau mit Kinder betrogen würde und jetzt alleine ist. Das ist nicht die „neue“, sondern den Mann selbst. Das sollte eigentlich auch seiner Ex klar sein. Keiner hat ihn dazu gezwungen eine neue Liebe einzugehen, das hat er ganz freiwillig getan. Wenn man also die Sache von der Seite betrachten sollte, dann sollte TE diesen Mann nicht einladen, egal ob Familie oder nicht. Seine neue jetzt als Bösewicht hinzustellen, ist einfach falsch. Der Typ ist freiwillig fremdgegangen und hat freiwillig seine Familie verlassen.

            Ich hasse Fremdgehen und Ich verabscheue Frauen die was anfangen mit ein verheirateten Familienvater, aber Schuld hat nun Mal in erster Linie den Mann. Man kann ja auch Nein sagen, wenn man seine Familie liebt.

            Das es natürlich sehr unangenehm wird für seine verlassene Ehefrau diese „neue“ zu begegnen, kann Ich absolut verstehen. Ich wäre nicht gekommen in ihre Stelle. Deswegen würde Ich, wenn Ich TE wäre, seine verlassene Frau darüber informieren, dann kann Sie selbst entscheiden ob Sie kommen möchte oder nicht. Man könnte natürlich auch den Mann und seine „neue“ nicht einladen, aber dann mischt man sich in Familienangelegenheiten ein, die einen einfach nicht angeht..

            Vielleicht verstehst Du was Ich meine..

            • (11) 14.12.18 - 14:50

              Generell verstehe ich dich schon! Den Vorwurf (sofern man sich überhaupt einmischen kann oder will), muss man natürlich in erster Linie dem machen, der fremdgeht! Da bin ich ganz bei dir! Wenn ich mir aber jetzt vorstelle, ich wäre die Betrogene und würde (ggf. auch zusammen mit den gemeinsamen Kindern) zu einer Hochzeit eingeladen, auf der mein Ex mit seiner Neuen erscheint, hätte ich damit glaub ich mehr Probleme, als mit ihm allein (wenn ich eben auch weiß, dass ER auch Verwandschaft des Brautpaares ist und wahrscheinlich da sein wird)... Wie gesagt, generell hast du in vielen Punkten Recht! Aber ich kenne die Situation zwischen ihm, seinen Eltern und Geschwistern, seiner Ex, den Kindern und der Neuen eben selbst auch zu wenig, um den ultimativen Masterplan aus der Tasche zu ziehen und alles richtig zu machen.

    Ich würde alle einladen. Auch die Neue des Cousins. Du kennst weder sie noch wie es genau gelaufen ist, da sollte man sich mit Urteilen zurück halten. Ich persönlich bin aber auch kein Fan davon, auf der eigenen Hochzeit neue Bekanntschaften zu machen... ihr könnt die beiden ja mal zu euch einladen bzw. gemeinsam etwas unternehmen.

    Wer dann kommt oder auch nicht, sollen sie unter sich ausmachen, da würde ich mich nicht einmischen.

    (13) 13.12.18 - 09:57

    Sowas ist tatsächlich sehr schwer..

    Erst Mal möchte Ich sagen das es für mich ein absolutes No Go ist, eine Person zu einer Hochzeit einzuladen, ohne sein Partner bzw ohne seine Partnerin. Ich weiß das viele sowas nicht so eng sehen, aber sowas ist nun Mal gegen jeder Form von Knigge und Höflichkeit. Deswegen würde ich dein Cousin mit Partnerin einladen. Das du Dich dabei nicht so wohl fühlst ist dann leider so, es gibt ja 75 andere Personen mit wem Du reden kannst. Hätte Ich eine Einladung bekommen, wo mein mein Partner nicht erwünscht wäre, hätte Ich abgesagt. Genau so sieht es bei uns natürlich auch umgekehrt aus..

    Das du gerne seinen Ex einladen möchte, kann Ich verstehen wenn ihr Euch immer gut verstanden habt. Ich würde beide einladen und dann ist es deren Sache wie sie damit zu recht kommen. Es ist nicht dein Problem. Ich würde dann fairerweise seinen EX darüber informieren dass ihr Ex, weil er ja zu Familie gehört auch eingeladen ist und das jeder selbstverständlich mit Partner eingeladen ist, so wie es sich gehört. Dann kann Sie selbst entscheiden ob Sie kommen möchte oder nicht. So umgehst Du „ böse“ Überraschungen..

    (14) 16.12.18 - 22:50

    Hi,
    meine beste Freundin hatte sich von menem besten Freund getrennt....ich habe beide mit neuen Partnern engeladen und vorher deutlich gesagt, wenn sie sich streiten, fliegen beide...beide dann so weit wie möglich entfernt gesetzt und es hat wunderbar geklappt.

    Wenn du alle sehen willst, lade alle ein. ABER lade nur die auf deine Hochzeit ein, die du wirklich sehen willst . Für mich war das Auswahlkriterium für ALLE Gäste „ ich mag sie so gerne sie könnten gerne am Brauttisch sitzen“....wenn es mich gewzickt hat, wurden sie halt nicht eingeladen. Es gab kein MUSS ich einladen

    lg
    lisa

    (15) 28.12.18 - 18:39

    Hallo!

    Wir haben damals alle Onkeln und Tanten eingeladen. Das ist Anstandssache. Der der nicht wollte hat abgesagt. So sind wir gut gefahren und niemand war sauer.

    Gabi

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