Standesamtliche Trauung (Lang!)

    • (1) 13.12.18 - 11:14
      Inaktiv

      Wir haben beschlossen spontan noch vor der Geburt unseres Sohnes standesamtlich im kleinen Rahmen (7 Gäste) zu Heiraten.

      Nun stellen sich mir folgende Fragen:

      1) Meine Trauzeugin wird meine Oma. Sie ist jedoch schon stolze 97 Jahre alt. Muss man während der Trauung viel stehen bzw. müssen die Trauzeugen stehen? Ist es sonst merkwürdig, wenn sie als einzige vorne sitzen bleibt? Sie bedeutet mir sehr viel und ich möchte keine andere Trauzeugin, aber möchte sie auch nicht durch das Stehen belasten.
      2) Wie geht man meist in das Zimmer? Ich finde es irgendwie übertrieben, wenn mich mein Vater reinführt. Aber mein Verlobter und mein Vater freuen sich da schon irgendwie drauf, möchte denen dass dann auch nicht verderben und lasse mich auch reinführen, falls das nicht ungewöhnlich ist. Eine kirchliche Trauung wird es nicht geben.
      3) Da wir im Winter heiraten (Januar), ist es ja vermutlich nicht sehr kalt draußen. Kann ich da einen normalen Mantel drüberziehen? Ich zieh den im Standesamt ja eh aus. Als Alternative könnte ich mir eine lange Strickjacke passend zum Kleid kaufen, aber das wird vermutlich zu kalt. Ich bin dann in der 35 SSW und müsste nur vom Auto bis zur Tür.
      4) Trägt man zum Standesamt einen kleinen Brautstrauß?
      5) Mein Bruder hat mich damals zu seiner standesamtlichen nicht eingeladen, nur zum Sekttrinken hinterher. Es besteht auch kein wirklicher Kontakt. Da er jedoch erkrankt ist, meint meine Mutter ich sollte ihn nun einladen. Seine Krankheit (nicht mehr lebensgefährlich) tut mir sehr leid, aber es ändert ja trotzdem nichts daran, dass wir sonst nichts miteinander zu tun haben. Ich hab mich früher regelmäßig bei ihm gemeldet, aber es kam nie was zurück. (Altersabstand von 22 Jahren.) Seh ich das falsch/zu eng und sollte ihn einladen?

      Sorry für die vlt. komischen Fragen, aber wir haben jetzt alles innerhalb drei Wochen geplant (Termin, Kleidung, Essen, Ringe etc. ist alles geregelt). Nun schwirren mir die ganzen Fragen zu den "Feinheiten" im Kopf rum.

      • 1) Klar kann die alte Dame sitzen. Bei uns sitzt üblicherweise auch das Brautpaar bei der standesamtlichen Trauung.
        2) Alles kann, nichts muss.
        3) Alles kann, nichts muss.
        4) Alles kann, nichts muss.
        5) Ich würde ihn einladen. Und wenn es nur deiner Mutter zuliebe ist. Vielleicht kommt er nicht - dann hast du zumindest deinen guten Willen bewiesen.

        (3) 13.12.18 - 13:38

        Bei einer standesamtliche Trauung muss man gar keine Trauzeuge haben. Manche haben gar keine..

        Viele haben doch eine Trauzeuge dabei, der aber keine wirkliche Funktion hat. Vorne muss der Trauzeuge auch nicht sitzen..Die Trauzeugen sitzen während der „ Zeremonie“.. Es sei das ihr Euch was anders wünscht.

        Wir haben standesamtlich und kirchlich am gleichen Tag geheiratet. Beim Standesamt sind wir einfach alle gemeinsam reingegangen. Ich und meinen Mann haben uns an den 2 Stühlen vorne gesetzt. Da standen auch nur die 2 Stühle. Die Gäste saßen alle hinter uns in einer Reihe, mit ziemlich großen Abstand zu uns.. Also bei den meisten Standesämter ist vielleicht nur 10 Meter, wenn überhaupt, von der Eingangstür zu den 2 Stühlen, also der Einzug wird sehr kurz sein.. Für mich ist das ungewöhnlich, das man beim Standesamt einen Brautführer hat, aber das sollte jeder für sich entscheiden und wenn es euren Wunsch ist, warum nicht. Müsst ihr aber alles beim Vorgespräch abklären. Sonst werdet ihr einfach alle gemeinsam reingeholt.

        Natürlich kannst Du einen Mantel anziehen. Man wartet ja immer draußen im Flur, bevor man rein geht. Irgendwann kommt der Standesbeamter und holt euch rein.. Draußen kannst Du deine Jacke ablegen, bevor Du reingehst..

        Ich hätte einen kleinen Brautstrauß bei Standesamt und eine größeren und üppigeren bei der kirchliche Zeremonie.. Ein kleinen Strauß finde Ich schon schön auch beim Standesamt.

        Ich finde definitiv das Du dein erkrankten Bruder einladen solltest. Dann kann er selbst entscheiden ob er kommen möchte..

        Falls ihr nicht selber was spezielles mit Musik etc beim Standesamt arrangiert haben und somit für ein bisschen Romantik gesorgt habt, solltest Du Dich vielleicht darauf vorbereiten, das es alles ziemlich unromantisch und bürokratisch dort abläuft.. Ihr nimmt vorne Platz, dann werdet Euch eine Menge Paragraphen vorgelesen und nach 20 Minuten, seid ihr wieder draußen..

        Wenn Du es ein bisschen romantisch haben möchtest, solltest Du selber dafür sorgen, vielleicht mit Musik etc. Muss Du aber vorher beim Standesamt abklären.. Ist nur ein gut gemeinten Rat von mir, nicht das Du Dir das ganze ganz anders vorstellst und nachher enttäuscht ist, dass das ganze sehr bürokratisch abläuft..

        • (4) 15.12.18 - 16:33

          Romantisch muss es gar nicht sein! 🙂

          Super, dann nehmen wir keine Trauzeugen, dann kann Oma auch in Ruhe sitzen und hat veerkutlcih auch einen besseren Überblick.
          Mein Mann wollte das hereinführen nur, damit mein Vater zufrieden ist, aber das können wir inzwischen klären und gehen einfach alle zusammen rein.
          Meinen Bruder werde ich nun mit einladen, alleine schon, damit meine Mutter zufrieden ist. (Sie ist eh schon etwas enttäuscht, dass ihre einzige Tochter kein Brautkleid etc. will.) Vlt. kommen mein Bruder und ich uns dadurch auch wieder näher.
          Ein Sträußchen hole ich aber wahrscheinlich, dann weiß ich wenigstens wohin mit den Händen. 😉

      (5) 13.12.18 - 17:04

      Das kann ich dir gleich beantworten 😉

      Also wird es danach nochmal eine kirchliche Trauung geben? Egal ob diese erst nächste Jahr oder gleich drauf ist?
      Wenn ja, würde ich die Standesamtliche Trauung eher klein und schlicht halten. Auch würde ich nur sie engste Familie eingeladen und evtl noch zum essen gehen. Vor allem wenn du dann schon hochschwanger bist. Brauchst du evtl eh mehr Ruhe.

      Sollte es aber die einzige Trauung sein, würde ich das komplette Programm durchziehen 😂🤣 so habe ich es gemacht. Mein Papa hat mich reingeführt, meine Trauzeugig hat gesungen, mein Bruder hat auf dem Klavier was gespielt, ich hatte einen wunderschönen Strauß und meine engste Familie war dabei. Freunde und andere Familien Mitglieder durften dann zur Feier kommen. Von Standesamt war es auch kein Problem. Sie meinten nur das wir ca 30 bis 35 min haben, was aber vollkommend ausreichend war.

      Wir sind übrigens die ganze Trauung über sitzen geblieben und mussten nicht aufstehen oder sogar komplett stehen.

      Alles Liebe 😊

      • (6) 15.12.18 - 16:39

        Es wird keine kirchliche Heirat geben...die Standesamtliche wird uns schon Überwindung kosten. 🙂

        Wir werden nun einfach das schlichte Standartprogrammm machen und hinterher was essen gehen.
        Haben extra entschieden jetzt schnell noch zu heiraten, da wir durch die Schwangerschaft dann eine Ausrede haben, alles so kurz und schlicht zu halten. 😉Unsere Familien sind da eher traditionsbewusst und die wollen wir nicht ganz vor den Kopf stoßen.

    (7) 13.12.18 - 19:23

    1. Ich denke deine Oma darf auch sitzen wenn sie nicht so lange stehen kann

    2. Ich habe mich von meinem Vater reinführen lassen, ist natürlich eine super schöne Erinnerung für euch beide.

    3. Ich kenne dein Kleid ja nicht, aber wenn es nicht allzu breit ist kannst du natürlich einen Mantel drüber ziehen und eventuell einer Freundin mit rein geben bevor du reingehst.

    4. Ich habe meinen Brautstrauß selbstgemacht, es bleibt natürlich vollkommen dir überlassen ob du einen haben möchtest

    5. Das bleibt vollkommen dir überlassen. Wenn du nicht möchtest dass er kommt dann nicht.

    (8) 13.12.18 - 19:38

    Hallo,

    Zu 1: wir haben fast die ganze Zeit gesessen, nur einmal kurz gestanden.

    Zu 2: wir sind alleine mit dem Standesbeamten und der Fotografin in das Trauzimmer gegangen für ein kurzes Vorgespräch. Die Gäste wurden danach reingebeten. Das könnte man bestimmt auf Wunsch auch anders regeln.

    Zu 3: wir haben im Dezember geheiratet und auf den Bildern trage ich meine normale Winterjacke, ist eine schwarze die super zu meinem Outfit gepasst hatte.

    Zu 4: ich hatte einen Strauß.

    Zu 5: eure Hochzeit, eure Entscheidung

    Die Antwort zu Frage 5 ist bei jeder Entscheidung der springende Punkt ;-).

    Wir hatten im übrigen nur 5 Gäste, beste Entscheidung.

    Gruß Anorie

    (9) 13.12.18 - 19:48

    Bei allen Hochzeiten wo ich bisher war (inkl. meiner eigenen), saß vorne das Brautpaar und links und rechts davon die Trauzeugen. Aufgestanden wurde nur zum Jawort, wobei es sicher keiner deiner Oma verübelt, wenn sie sitzen bleibt. Die ganze Trauung dauert rund 15-20 Minuten.

    Normalerweise geht das Brautpaar vorneweg in den Saal und die Gäste hinterher. Beim Auszug meist umgekehrt. Wenn ihr mögt kann dich dein Papa in den Saal führen.

    Jacke würde ich bis in den Vorraum anziehen. Vielleicht hast du ja auch einen schönen Mantel wegen der Fotos später.

    Gerade wenn du nur standesamtlich heiratest, würde ich schon einen kleinen Strauß machen. Du bist nur 1x Braut und ärgerst dich vielleicht in ein paar Jahren. Muss ja nicht groß sein.

    Das mit deinem Bruder würde ich mit deinem Mann besprechen. Hast nur du so wenig Kontakt zu ihm oder alle in der Familie? Feiert ihr noch danach oder gibt es nur einen Umtrunk danach. Mach was dein Herz spricht. Vielleicht kommt er ja auch gar nicht, trotz Einladung.

    Zu dem, was die anderen geschrieben haben: Ich finde das Hereinführen der Braut durch ihren Vater einigermassen lächerlich, da meine Frau mit 17 ausgezogen ist und vor der Hochzeit jahrelang mit mir zusammen gewohnt hat. Mein Schwiegervater wollte unbedingt, also haben wir es so gemacht. Ich habe dazu noch den Hochzeitsmarsch von Mozart (aus Figaro) ausgesucht und spielen lassen (man konnte total zwei Stücke aussuchen), da ich den klassischen Hochzeitsmarsch "treulich geführt" von Wagner aus Lohengrin einigermassen geschmacklos finde (der Bräutigam muss sie die Braut kurz nach der Hochzeit verlassen, sie stirbt vor Gram) und ich Wagners Musik ohnehin generell besser geeignet für Staatsbegräbnisse halte als für freudige Anlässe.

    (11) 14.12.18 - 06:09

    Also wir haben auch nur standesamtlich geheiratet.

    Bei uns haben alle gesessen, auch die Trauzeugen. Wir sind nur zum Ja Wort aufgestanden.

    Ich hatte einen Brautstrauß, hattet aber auch ein klassisches Hochzeitskleid. Das wollte ich ich mir nicht nehmen lassen. Aber auch da hat keiner komisch geguckt.

    Mein Vater hat mich rein geführt, und mein Ehemann hat mich vorher auch nicht gesehen. Das war schon ein toller Moment und ich würde es immer wieder so machen.

    Klar kannst du einen Mantel drüber ziehen, besser als frieren.

    Tja und mit deinem Bruder. Schwierig. Das würde ich aus dem Bauch heraus entscheiden. Nur weil irgendwer meint du musst ihn einladen, würde ich es nicht machen, wenn du dich damit nicht wohl fühlst.

    Ich wünsche dir eine tolle Hochzeit und alles gute für die Geburt.

    • Ich verstehe gar nicht wieso standesamtliche Hochzeiten ein „nur“ bekommen?
      Wieso ist denn die kirchliche Hochzeit so viel toller? Bei meinem Bruder war die standesamtliche Trauung viel schöner und emotionaler als die kirchliche Trauung.
      Weiß nicht ob die immer so schlecht sind, aber wenn das Programm das Standardprogramm ist, dann nee danke!

      Zumal viele Ehepaare sonst nie in die Kirche gehen, aber auf einmal kirchlich heiraten wollen. Ich könnte mich dabei totlachen und frage mich warum die Kirche sowas mitmacht.

      • Für uns kam Kirche genau deswegen nicht in Frage, weil wir beide null damit zu tun haben.

        (14) 17.12.18 - 11:15

        Die standesamtliche Hochzeit war für mich einfach nur ein bürokratischen Akt. Absolut null Romantik. Wir saßen dort im Büro mit 2 Kerzenständer und ein Paar Antiquike Stühlen, auf den Schreibtisch eine Blumendekortion. 20 Minuten lang saßen wir dort und müssten uns gefühlten 25 Paragraphen anhören.. Sowas unromantisches habe Ich selten erlebt. Als wir rauskamen saßen schon das nächste Brautpaar und hat gewartet.. Ich fand es einfach schrecklich.. Vielleicht lag es auch daran das wir schon wussten, das wir am Nachmittag kirchlich heiraten würden und deswegen selber die Trauung im Standesamt, als ein in Deutschland notwendiges „Übel“ betrachtete..

        Man kann durchaus gläubig sein, ohne regelmäßig die Kirche zu betreten, das solltest Du vielleicht verstehen. Ich bin gläubig, bin aber kein Kirchengänger. Es war mir aber sehr sehr wichtig kirchlich zu heiraten. Es war mir wichtig das unser Ehe gesegnet würde.

        Nun, die Kirche muss sowas mitmachen weil die nun Mal dafür bezahlt wird. Mindestens eine von den beiden Personen, die kirchlich heiraten möchten, muss Mitglied der Kirche sein um kirchlich heiraten zu dürfen.. Eine der beiden, Bezahlt also jeden Monat Kirchensteuer und das tatsächlich nicht gerade wenig. Die Kirche kann ja nicht Geld einnehmen und dann eine „ Leistung“ verweigern. Ob der jenige nun sonst nie in der Kirche ist oder jedes WE, spielt doch was das angeht absolut keine Rolle.. Wenn derjenige es auch nur wegen der Romantik macht, ist auch nicht Sache der Kirche.. Solange der Kirche jeden Monat Geld bekommt, muss die Kirche auch zur Verfügung stehen, das eine oder die zweit mal im Leben, ein nicht Gläubigen aber bezahlende Mitglied der Kirche, gerne die Kirche benützen möchte.

        Obwohl Ich wie gesagt selber gläubig bin, finde Ich es absolut legitim das Menschen die nicht besonders gläubig sind oder gar nicht, kirchlich heiraten..

        • (15) 17.12.18 - 13:16

          Wenn ihr am Nachmittag kirchlich geheiratet habt, habt ihr das dem Standesamt sicherlich mitgeteilt. Wir wurden vorher gefragt. Hätten wir ebenfalls kirchlich geheiratet hätten sie auch nur das Standardprozedere gemacht.

          Bei uns gab es überhaupt keine Paragraphen... außer natürlich die Namensänderung.

          Ansonsten hat sie die ganze Zeremonie in einem super Text verpackt mit zahlreichen persönlichen Anekdoten.

          Deswegen finde ich das standesamtliche Trauungen nicht weniger Wert sind als kirchliche.
          Und das ist es was mich stört!

          Und nein, ich kann leider Leute nicht verstehen die meinen das sie gläubig sind aber nie in die Kirche gehen und nur die Kirchensteuern zahlen.

          Ist für mich wie jemand der im Fitnessstudio angemeldet ist, Beiträge zahlt und nie hingeht. Dann aber der Meinung ist er ist sportlich.

          • (16) 17.12.18 - 13:29

            Gott befindet sich nicht nur in der Kirche..Das ist eine typische Aussage von nicht Gläubigen.. Man begegnet Gott nicht nur in der Kirche.. Gott ist überall..

            Dein Bespiel mit Fittnessstudio ist doch total daneben. Man meldet sich in einer Fitness Studio an um Sport zu treiben. Man ist nicht Mitglied der Kirche um in die Kirche zu gehen, man ist Mitglied der Kirche, weil man gläubig ist und wie gesagt muss man nicht in die Kirche gehen um gläubig zu sein. Das was Du erwähnst ist rein körperlich, was Glauben betrifft, ist es was geistiges..

            Natürlich gibt es auch viele nicht Gläubige die Mitglieder der Kirche sind. Das ist jedem selbst überlassen..

(17) 14.12.18 - 19:11

Hallo,

ich habe vor Kurzem geheiratet und war ebenfall hochschwanger.

Die Trauzeugen dürfen sitzen.
Nur zum Ja-Wort wird aufgestanden und natürlich für die Unterschrift muss sie sich bewegen.

Dein Vater kann dich reinführen, dein Zukünftiger und du können zusammen das Zimmer betreten oder aber ihr sitzt von Anfang an zusammen da.
Da ihr nicht mehr kirchlich heiratet würde ich das Standesamtprozedere nicht völlig 0815 machen. Irgendwann kommt der Tag an dem du es bereust.
Als mein Vater mich zur passenden Musik reingeführt hat bin ich in Tränen ausgebrochen weil alles sehr emotional war.
Würde es nicht missen wollen!

Ich hatte eine dünne Strickjacke sowie ein flauschige weiße Decke zum Überwerfen.
Hatten allerdings auch ein Fotoshooting im Anschluss und bei 0 Grad war es toll sich mal kurz in die Decke kuscheln zu können.

Brautstrauß hatte ich ebenfalls. Warum sollte man auf alles verzichten? Auch eine standesamtliche Trauung kann schön sein.

Da mir jedoch eure Hochzeit wirklich sehr lieblos vorkommt wie du sie beschreibst (sorry ist mein Eindruck das alles aus der „Not“ heraus entsteht) würd ich auf den ganzen Schnickschnack verzichten und nichtmal ein Brautkleid tragen.

Wenn kein Kontakt zu deinem Bruder besteht und du diesen auch nicht mehr aufleben lassen möchtest, würde ich ihn nicht einladen.

  • (18) 15.12.18 - 16:25

    Nicht aus der "Not" heraus,aber wir mögen diesen ganzen Aufwand um das Heiraten nicht. Wir wohnen seid Jahren zusammen, haben zusammen ein Haus gekauft und erwarten ein gemeinsames Kind (Vaterschaft und Sorgerecht ist auch schon geregelt). Wir heiraten nur, damit wir alle einen gemeinsamen Nachnahmen haben und weil sich das bei uns finanziell wirklich lohnt. Die Feier ist eher für die Familie, uns hätte es gereicht einfach spontan zum Standesamt zu gehen und zu unterschreiben.
    Wir machen auch den Quatsch am Valentinstag nicht mit und feiern auch keinen Jahrestag. Zu Weihnachten schenken wir uns auch nichts. Das empfinde ich aber nicht als "lieblos". Mein Mann zeigt mir seine Liebe z.B. indem er im Winter morgens schonmal meine Scheiben mit frei kratzt, mir nach einem langen Tag ein Bad vorbereitet oder indem wir stundenlang reden und gemeinsam spazieren. Wir zeigen uns unsere Liebe im Alltag, solche "speziellen Tage" sind uns egal.
    Wollte halt nur wissen, ob wir irgendwelche festen Bräuche/Regeln verletzen (und dadurch vlt
    die Erwartungenn der Familie stark enttäuschen), wenn wir auf Brautstrauß, hereinführen etc. verzichten.
    Wenn das alles eh "frei nach eigener Wahl" ist, machen wir auch einfach nur das nötigste.

    • (19) 15.12.18 - 16:53

      Na wenn ihr so wenig Wert auf all die Dinge legt, wäre ich nur zum Standesamt zum unterschreiben gegangen.
      Jetzt macht ihr also eine Hochzeit für deine Eltern? Das hab ich ja noch nie gehört. Hoffentlich bezahlen sie es euch auch... scheint ja eher ihre zweite Hochzeit zu sein 🙄.

      • (20) 15.12.18 - 17:18

        Wir heiraten für einen gemeinsamen Namen und aus finanziellen/steuerrechtlichen Aspekten. Nicht für unsere Eltern. Und Lieben tun wir uns auch ohne Trauschein bereits seid 12,5 Jahren, für uns ändert sich gefühlt nichts.
        Lediglich bei der Art der Trauung möchten wir unseren Eltern etwas entgegenkommen. Uns ist es egal wie wir verheiratet werden und die freuen sich, wenn es wenigstens ein bisschen gefeiert wird. Warum also nicht?
        Zahlen brauchen die gar nichts! Wir verdienen beide mehr als genug und können es uns leisten, einfach rein aus Liebe zu unseren Eltern etwas kleines zu veranstalten.

        Wir selber sehen es eher als Möglichkeit, dass beide Familien mal wieder gemütlich bei uns zusammen kommen. Da wir auch unsere Geburtstage nicht feiern bzw. nur die runden, ist das sonst eher selten. Meist fahren wir irgendwohin zum Familientreffen.

(21) 17.12.18 - 12:45

1) Kommt wahrscheinlich ein wenig auf die räumlichen Gegebenheiten an. In unserem Standesamt gab es (zusätzlich zu den Stühlen für's Brautpaar) noch ca. 5 andere Sitzgelegenheiten. Der Rest musste dann stehen. Wenn ich mich recht erinnere, sollten für die eigentliche Zeremonie alle aufstehen. Irgendein Stuhl wird sich sicher finden und ich finde es überhaupt nicht seltsam, wenn eine alte Dame sitzen bleibt.

2) Wir sind einfach alle reingedackelt und haben uns hingesetzt:-D Da gab's nichts mit feierlichem Einzug. Bei der kirchlichen Trauung gab's den, allerdings war ich bislang nur bei einer Trauung, wo der Vater die Braut zum Altar (oder Tisch vom Standesbeamten;-)) geführt hat. Finde ich auch veraltet und von der Bedeutung in 99% der Fälle unangemessen. Ich kenne es so, dass das Brautpaar gemeinsam einzieht.

3) Ich seh kein Problem, wenn du dir den Mantel draußen drüberziehst. Solange es nicht die abgeranzteste Winterjacke ist, die du finden kannst;-)

4) Ja, kenne ich so.

5) Schwer zu entscheiden. Wenn nichts Schwerwiegendes vorgefallen ist, würde ich ihn als Bruder wohl schon einladen. Allerdings bin ich auch nicht unbedingt ein Befürworter davon, Leute nur aus Anstand einzuladen.

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