Heiraten ja, aber wie? Ganz alleine?

    • (1) 21.07.19 - 19:30

      Mein Freund und ich wissen, das wir irgendwann heiraten wollen. Sind jetzt 6 Jahre zusammen und haben einen 11 Monate alten Sohn. Bis jetzt hat er mich noch nicht gefragt - man muss aber auch dazu sagen, das ich anfangs nicht heiraten wollte. Man unterhält sich ja trotzdem immer mal darüber und für ist klar, wir wollen erst heiraten wenn das zweite Kind da ist und unsere Familie sozusagen komplett ist. Jetzt stellt sich uns nur immer wie gleiche Frage... Wie wollen wir heiraten. Wir leben sehr gern unter uns. Sehr wenige Freunde und die Familie sieht man immer mal. Unsere Familien haben sich noch nie getroffen, außer einmal kurz mein Vater seine Eltern. Unsere Familien sind aber auch von Grund auf komplett verschieden und passen nicht zusammen. Somit stellen wir uns eine “normale“ Hochzeit eher sehr seltsam und unangenehm für alle Beteiligten vor... Aber so ganz alleine nur mit den Kinder finden wir auch blöd, da dann niemand an unserem Glück teilhaben kann und gerade unsere Großeltern würde das sicher gerne noch erleben. Was für mich auch eher ein trauriger als freundiger Gedanke ist, ist das mich mein Vater führt und meinem Freund übergibt. Ich habe mit meinem Vater ein sehr engen Verhältnis und für mich fühlt sich der Gedanke an als würde ich mich von ihm verabschieden oder von ihm abwenden und als gehöre ich dann nicht mehr zu ihm und meiner Familie, sondern habe dann nur noch meine neue Familie. Schwierig alles... Hat einer Ideen? :-/ Danke schon mal.

      • (2) 22.07.19 - 09:20

        Also... als wir verkündet haben, das wir heiraten werden hatte mein Vater nur eine Bitte... dass er mich reinführen und an meinen Mann übergeben kann #rofl
        Und das obwohl wir keine kirchliche Hochzeit geplant hatten. Wir haben es möglich gemacht und es war ein total schöner Moment für meinen Vater un für mich, zusammen da reinzulaufen an den ganzen Gästen vorbei, die sich zu uns umgedreht hatten.... mein Mann stand vorne und starhlte mich an... mein Vater gab meinem mann so einen kumpelhaften Klapps.

        Warum so diese Gedanken: "Unsere Familien sind aber auch von Grund auf komplett verschieden und passen nicht zusammen."

        ich finde Hochzeit ist doch gerade eine Möglichkeit unterschiedliche Menshcnen zusammen zu bringen. An sunser Hochzeit haben sich Menschen miteinander unterhalten und gelacht, die ich so nie "zusammen gesehen hätte" und es gab auch "Achh Hallo... du auch hier?" Wo sich verschiedene Leute aus anderen Kreisen schon kannten und das gar nicht wußten.

        ich finde, man sollte so feiern, wie es für einen als Paar stimmig ist. Dann hat man immer schöne Erinnerungen daran.

        • Unterstreiche ich jedes Wort!
          Ich verstand beim Lesen gerade auch nicht, warum die Familien sich nicht kennen, nach sooo langer Zeit.
          LG Moni

          • Ich auch nicht... aber manchmal liegt es an der Entfernung oder, dass man generell keinen guten Kontakt zur Familie hat. ist ja bei jedem anders. Ich würde die Hochzeit zum Anlaß nehmen, dass sich alle kennen lernen können. Außer, es wäre halt so wirklich richtig extrem (Tochter von Reichsbürgerin heiratet syrischen Flüchtling) oder sowas halt..... wo dann davon ausgegangen werden kann, dass es da zu sehr unschönen Szenen kommen könnte.

            • Stimme ich Dir auch zu. Gottseidank hab ich so ein Gesockse weit und breit nicht in Familie oder Bekanntenkreis.#schwitz

              (6) 22.07.19 - 14:02

              Nein, ich heirate keinen Syrer :-D Mein Mann und seine Familie sind deutsch, genau wie ich mit meiner Familie. Allerdings wohnen alle recht zerstreut. Und dazu kommt, wenn man es übertrieben ausdrücken möchte, das unsere Familien aus völlig andere Schichten entstammen und KOMPLETT andere Ansichten haben. Außerdem sind meine Eltern geschieden und verstehen sich nicht gerade sehr gut, sodass das Beisammen sitzen und feiern Freude hervorruft.

              • (7) 22.07.19 - 14:11

                Das mit den geschiedenen Eltern kann ich verstehen... ist ziemlich doof, wenn die sich nicht am Tag ihres Kindes mal zusammennehmen können.

                • (8) 22.07.19 - 20:49

                  Ich denke schon das sie das könnten und auch machen würden, aber es wäre trotzdem eine etwas angespannte und gezwungene Situation - wenn auch ungewollt. Selbst wenn die beiden sich wohlfühlen würden, glaube ich das ich mich nicht wohlfühlen würde... Schwierig zu beschreiben, sie gehören halt einfach nicht mehr zusammen und gehen gänzlich getrennte Wege und treffen dann dort 'gezwungener' Weise wieder aufeinander...

      Unser Plan war es alleine zum Standesamt zu gehen, aber am Ende haben wir zwei Freunde mitgenommen - einfach für den Fall der Fälle.

      Am Ende wäre es wohl schöner gewesen alleine dahinzugehen. Ist halt sehr intim und man muss ja nicht immer einen großen Pulk an Leuten mitschleppen. Zumindest für meinen Geschmack ist es zu zweit schöner als in einer Hundertschaft.

      Ich fühle mit dir. Ich würde aucv gerne heiraten. Mein Partner und ich wollte am liebsten ganz zu zweit heiraten.. keine Feier und nichts weiteres. Brauchen wir nicht. Wollten lieber schöne Flitterwochen:) unsere Familien kennen sich gegenseitig aber verstehen tun sie sich auch nicht so.. (ich bin deutsche und er Albaner) er ist in Deutschland aufgewachsen und ist quasi wie ein „deutscher. Meine Schwiegermutter will aber unbedingt das wir gaaaaanz groß heiraten. Sie hatte schon alles geplant. Naja das Ende der Geschichte ist das wir unsere Hochzeit verschoben haben.. ich möchte keine große Feier und solange das keiner akzeptiert wird eben gewartet!

      (11) 23.07.19 - 19:38

      Wir wollten auch heiraten, aber wir wollten nicht diese schicken feiern, mit riesen Brautkleid, Anzug, den Erwartungen an eine große Feier etc. Besonders mein Freund fand den Gedanken an einer HochzeitsFEIER schrecklich, deswegen gab es auch lange keinen Antrag. Als das im Gespräch mal heraus kam haben wir es für uns so geregelt. Die standesamtliche Hochzeit war sehr klein (nur die Eltern und Geschwister, zusammen waren wir zu 8). Nach dem Standesamt waren wir Mittagessen im Restaurant, für die Hochzeitstorte ging es dann zu den Schwiegereltern nach Hause. Insgesamt eine schöne Feier, die nachmittags endete. Für uns ein sehr schöner Tag und ich schaue mir gerne die Fotos an.

      Ein Jahr später haben wir dann gefeiert. Wir nannten es Sommerfest, luden 80/90 Gäste ein und es war eine schöne lockere Atmosphäre. Allerdings ohne Anzug und Brautkleid, aber mit Torte, DJ und guten Essen. Für uns eine gute Lösung. LG

      (12) 27.07.19 - 15:21

      Also ganz ehrlich, ich glaub du machst dir da ein bisschen viele Gedanken um "die Anderen" und was ihr wollt, ist irgendwie sehr unklar und überhaupt nicht im Blick.

      Das ist schade! Das solltet ihr ändern.

      Die sind alle erwachsen. Die sollten in der Lage sein selber zu entscheiden, ob sie kommen wollen. Und wenn sie kommen, wissen, dass sie sich zusammen reißen sollten für euch und euren Tag.

      Wer dafür bekannt ist ausfallend Feiern zu zerstören, den kann man ja ausladen. Aber nur weil Person B sich nicht mit K versteht, können beide trotzdem kommen und einen schönen Abend mit x y z verbringen und werden vermutlich eh ne Begleitung haben mit der sie sich verstehen. Man muss die ja nicht zwanghaft nebeneinander platzieren.

      Und verschiedene Ansichten/Klassen und all das Pipapo daran würde ich keinen Gedanken verschwenden. Das gibt es immer und überall. Die sollen ja nicht heiraten und such lieben, sondern sich normal zwischenmenschlich verhalten. Die sollen eine nette Feier begleiten. Was trinken, ein bisschen schnattern, tanzen und essen. Das werden die ja wohl vom Hausmeister bis zum Geschäftsmann hinbekommen.

      Meine Erfahrung ist eher, dass gerade Leute die sich kaum kennen und auf solchen Feiern begegnen, das mal total spannend finden, die Storys von jemand ganz anders Lebenden zu hören. Hinterher mögen sie ja sagen, dass es nix für sie wäre, aber ich hab bei solchen Zusammenkünften schon oft bemerkt, dass sich Konstellationen finden, an die man gar nicht gedacht hat und die überhaupt nicht negativ waren. Und dass auch die eher schwierigen Menschen sich untereinander irgendwie mit Gleichgesinnten finden oder ein bisschen öffnen.

      Wenn ihr mit euren Familien feiern wollt, dann traut euch und ladet sie ein. Es ist eine einmalige Feier. Für Euch. Und da bin ich mir sicher, dass eure Gäste das hinbekommen.

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