Streit JGA/ Hochzeit

Huhu ihr Lieben,
also vorab zum Verständnis: Mein Freund und ich werden bald heiraten, aber werden es nur mit Geschwistern und Eltern feiern, da wir es einfach klein und pragmatisch halten wollen (Hauptgrund ist dass ich einfach hochschwanger sein werde). Eigentlich müssen wir uns als Paar nicht mal rechtfertigen, weil es ja letztens einfach unsere Entscheidung ist - egal aus welchem Grund. Leider war einer meiner Freundinnen darüber sehr enttäuscht und hält es mir auch immer noch vor. Durch andere Freunde weiß ich, die sich vor das Standesamt zum Gratulieren stellen wollen.. dass sie das auf gar keinen Fall machen will, weil ich ja niemanden dabei haben möchte und nicht zum Standesamt eingeladen habe. Aber wenn man uns als Brautpaar doch gratulieren möchte, darf uns doch gerne jeder empfangen und wir freuen uns doch trotzdem darüber… ABER wir erwarten es auch von keinem!

Jetzt geht es um den JGA, die besagte Freundin X. hat nun einen JGA organisiert mit vereinzelten Freundinnen. Nun ist es so, dass sie einige einfach komplett daraus hält und nicht möchte, dass sie dabei sind. Das weiß ich von einer anderen Freundin Y., weil sie sich eigentlich mit ihr darüber absprechen wollte .. aber diese Freundin Y. ist auch nicht mit eingeplant.

Ich weiß momentan wirklich nicht, wie ich damit umgehen soll 😕 Ich frage mich woher sie sich das Recht nimmt zu entscheiden.. wer dabei sein soll oder wer nicht. Besonders weil Freundin X. und ich das Thema Hochzeit und JGA gemieden haben, weil sie wohl immer noch so enttäuscht ist und meine/ unsere Entscheidung nicht nachvollziehen kann. Aber jetzt fängt sie im Alleingang einen JGA an zu planen .. ich kann das irgendwie alles nicht nachvollziehen..

Am liebsten hätte ich auch einfach gar keinen JGA mehr, damit einfach niemand enttäuscht wird und nicht noch mehr Streit entsteht.

Eigentlich weiß ich auch gar nicht, was ich mir für Ratschläge von euch erhoffe.. aber ich wollte es mir einfach mal grob herunter schreiben.

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Mhm also, und das ist meine Meinung, aber bein JGA soll es um die Braut gehen und diese entscheidet, wer zum JGA kommt. Ich finde sogar, sie darf ein wenig entscheiden, was passiert. Ich hab den für meine Schwester organisiert. Wir haben abgesprochen, wen ich alles einlade und sie durfte auch sagen, was sie nicht möchte (bspw. Wollte sie nicht etwas verkaufen oder peinliche Aufgaben machen). Es geht ja um die Braut und ich finde sie muss sich wohlfühlen.

Und sie darf von mir aus enttäuscht sein, aber es ist eure Hochzeit und dein JGA, dann soll er dir auch gefallen.

Mir würde es aber auch im Leben nicht in den Sinn kommen, einen JGA eigenmächtig zu organisieren. Bei uns ist das auch Aufgabe von der Trauzeugin...

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Ihr habt eure Entscheidung mit eurer Hochzeit getroffen. Ihr habt eure Gründe dafür.

Als Erwachsene Personen müsst ihr nun aber mit den Konsequenzen davon leben, und die sind in diesem Fall, dass das nicht alle gut finden und ihrerseits darauf reagieren. Damit müsst ihr leben, das gehört zum erwachsen sein dazu. Da müsst ihr eben entscheiden, was euch wichtiger ist.

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Also irgendwie kann ich deine Antwort leider wirklich so gar nicht verstehen.
Dass wir als Erwachsene Entscheidungen und Reaktionen akzeptieren müssen, sehe ich auch so.
Aber dann sollten dies auch andere Mitmenschen tun, seine Gefühle erläutern ist in Ordnung, aber jemanden einen Vorwurf daraus zu machen nicht. Zudem gibt es keinem das Recht, für jemanden anderen zu entscheiden - welche Personen an dem JGA dabei sein dürfen oder nicht?! Das ist wohl letztendlich unsere Entscheidung und nicht ihre?

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Zudem ist es eine Person die es nicht gut findet, die andern akzeptieren und respektieren sie.

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Wer trägt dir denn alle diese Informationen eigentlich zu? Das klingt ja eigentlich nach Dingen, die du gar nicht wissen solltest als Braut, was für den JGA geplant ist, wer euch nach dem Standesamt überraschen möchte und wer nicht.

Generell stimme ich einer der Vorschreiberinnen zu, es ist normal, dass Nichteinladungen zur Hochzeit zu Frustration und Enttäuschung führen können und diese Gefühle schwer auszuhalten sind, sowohl für die Ausgeladenen als auch für die Brautleute.

Aber: besser Freundinnen, die traurig sind, dass sie nicht am „schönsten Tag“ dabei sein dürfen als Menschen, denen es eh egal ist, was ihr tut.

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Tja, da kann sie wohl nicht so einfach aus ihrer Haut - ist ja auch irgendwo schön, dass sie trotz der großen Enttäuschung aktiv werden möchte. Wäre sie einfach nur beleidigt, hätte sie gar nichts geplant.

Ich bin prinzipiell kein Fan von JGAs und man sieht an dem Beispiel auch recht gut warum: Es ist ein Minenfeld. Wer erstellt die Gästeliste? Wer reißt die Organisation an sich? Wer legt fest, was der Braut gefallen würde? Und so weiter... War es jetzt wieder bei einem dabei, wo es im Vorfeld - wie bisher bei fast jedem JGA - in der entsprechenden WhatsApp-Gruppe hoch her ging. Ein Wunder, dass sich am Ende keiner live dann auf irgendwen gestürzt hat :-D

An deiner Stelle würde ich deswegen die totale Offenheit wählen. In etwa so: "Es tut mir leid, dass du so enttäuscht bist, aber ich freue mich, dass du mir mit dem JGA eine Freude machen willst. Mir wäre es wichtig, dass X, Y und Z auch dabei sind, weil sie ebenfalls langjährige Freunde sind. Es wird bestimmt super, was du planst - nur bitte keinen Stripper / keine Bauchladenverkauf / kein Wetttrinken / was-auch-immer-du-furchtbar-findest. Bin schon total gespannt."

Also mit viel Hätscheln und Tätscheln, die Enttäuschung ist eben groß, wenngleich natürlich jeder heiraten kann wie er will und sich da auch nicht schlechtfühlen muss. Aber ich würde es nicht so stehenlassen, denn du kannst dir sicher sein: Wenn du jetzt nichts sagst, gibt es am Ende noch mehr Enttäuschungen und unerfüllte Hoffnungen. Da muss man sich jetzt aus reiner Freundschaft ein bisschen verbiegen, um das gut hinzubekommen, aber hey...jeder von uns hat so seine schwachen Momente, wo er als Freund nicht der größte Held ist ;-)

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Ich find es mies, dass man als Braut von anderen ein schlechtes Gefühl verpasst kriegt weil die Hochzeit anders abläuft als sich das Umfeld das vorgestellt hat. Es geht um die Ehe zweier Menschen und nicht um ein Volksfest mit Gratiseintritt.

Ich könnte niemals einer Freundin böse sein, wenn die nur im Familienkreis heiraten möchte. Was anderes wäre es, wären alle bis auf mich eingeladen. DANN würde ich mir meinen Teil natürlich denken und die Freundschaft neu bewerten, aber das ist hier ja nicht der Fall. Und auch dann würde ich der Braut kein schlechtes Gewissen machen, schließlich ist es immernoch ihre Hochzeit. Ich würde mich dann eher fragen was zwischen uns schief gelaufen ist wenn ich das offensichtlich nicht mitbekommen habe.

Beim JGA entscheidet für mein Verständnis grob die Braut, wer kommen soll und wer nicht und was unbedingt oder gar nicht geht dabei. Den Rest können die Teilnehmerinnen unter Führung der Trauzeugin planen.