braucht eine Ehe einen gemeinsamen Namen?

Ich bin genervt und langsam auch irgendwie verärgert.

Aus gut überlegten und nicht überwindbaren Gründen möchte ich zur Hochzeit nicht den Namen meines Partners annehmen, ob er meinen annehmen möchte, lasse ich ihm selbstverständlich freigestellt.

Wir heiraten nach 11 Jahren Beziehung, sicher nicht wegen eines Namens.

Warum muss man sich im 21. Jahrhundert darüber rechtfertigen, wenn die Frau nicht den Namen des Partners annehmen möchte?
Wenn der Partner aber auch nicht den Namen der Frau annehmen möchte und jeder einfach weiter so heißt, wie er eben heißt... .

Ist es dann keine Hochzeit mehr?
Ist diese dann weniger wert, wenn der Mann den Namen seiner Frau annimmt oder jeder seinen Namen behält? #kratz

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Manche Leute sind und bleiben unflexibel, ist halt so. Ihr macht das so wie ihr es für richtig erachtet und gut ist...

Sollen die doch altmodisch weiterdenken.

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Huhu!

Ich denke, dass es darauf ankommt warum man heiratet. Aus steuerlichen Gründen spielt der Name wohl keine Rolle. Für mich persönlich hat die Namensänderung einen traditionellen Grund, den ich bis kurz vor der Hochzeit garnicht hinterfragt habe. Für mich hat der Nachname aber auch nicht direkt etwas mit meiner Identität zu tun. Ich definiere mich über mehr als den Nachname. Hätte ich mit meinem Namen allerdings etwas erreicht und bin damit in Branche XY bekannt, dann würde ich ihn vermutlich nicht ändern oder über einen Doppelnamen (find ich außer in so einem Fall persönlich blöde)nachdenken.
Ich finde die Symbolik des gemeinsamen Nachnamens schön und wichtig. Ob es aber der Name von ihr oder ihm ist spielt keine Rolle.

Letztendlich muss das doch jeder selbst wissen. Sollen die Leute doch reden wenn es sie stört :)

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Hallo,
Es gibt Traditionen die mir wichtig sind. Eine davon ist dass man als Ehepaar den gleichen Namen trägt. Mein Mädchenname war etwas ganz besonderes für mich und es war anfangs wirklich komisch ihn abzulegen.
Mittlerweile denke ich da nicht mehr dran. „Es gehört sich so.“ Bzw „ist doch nur ein Name der alles einfacher macht“
ABER: soll doch jeder machen wie er will! Ich gebe zu dass ich mir oftmals meinen Teil DENKE, würde aber niemals äußern dass ich die Entscheidung von jemandem nicht verstehen kann oder gut finde. Denn das muss ich nicht.
Für MICH wäre es aber nix unterschiedliche Namen zu tragen. Und insbesondere wäre eine Doppelname nichts für mich. (Fälle bei denen Kinder im Spiel sind mal ausgenommen)

Lg

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Das sehe ich ganz genauso.
LG
Elsa01

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Hallo!
Ich habe im Jahr 2000 geheiratet und er hatte meinen Namen angenommen.
Weder er noch ich mussten uns jemals rechtfertigen oder sind deswegen seltsam behandelt wurden usw.
Das ist doch allein ein Ding zwischen euch.Das ist nun so und basta.
Würde da gar kein Gerede drum rum machen.
LG Johanna

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Da das deutsche Namensrecht die Möglichkeit vorsieht, dass jeder seinen Namen behält, ist es für mich völlig logisch ,dass man diesse Möglichkeit nutzt - wenn man denn will. Nur weil man aus Tradition oder "weil es sich so gehört" den Namen des Mannes annimmt, läuft die Ehe ja nicht besser oder schlechter.
In anderen Ländern gibt es den Ehenamen überhaupt nicht und man wird trotzdem als Ehepaar angesehen und wahrgenommen.

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Ich kann deinen Ärger nachvollziehen. Da läuft man (durchschnittlich) 3 Jahrzehnte mit seinem Namen rum, lebt sein Leben, "macht sich einen Namen", und nur weil man heiratet, muss man den plötzlich aufgeben?? Voll blöd.

Früher, als man noch jung geheiratet hat, hat das vielleicht noch Sinn gemacht, man hatte ja noch nichts und sich alles gemeinsam aufgebaut. Die Zeiten haben sich aber geändert....

Übrigens: Je besser ausgebildet das Umfeld, desto ofter behalten die Leute den Namen oder nehmen den Namen der Frau an. Weil es nicht mehr um männliche Präpotenz geht (warum sonst sollte es automatisch der Name des Mannes sein?), sondern welcher Name "wertvoller" in der Branche ist. Trotzdem sind auch diese Leute mit blöden Sprüchen konfrontiert (kaum/selten von gleich gut ausgebildeten Menschen)

Es ist echt schwierig, das "Lebenswerk" von Leuten im Auge zu behalten, wenn sich der Name dauernd ändert... und das ganze Ausweise umschreiben lassen nervt.

Peinlich finde ich es, wenn man die ganze Biographie anhand des Namens ablesen kann, "Lisa Meier, geborene Müller, geschiedene Schuster, etc."

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Meine Schwester und ihr Mann haben jeweils ihren Namen behalten, ich und mein Mann auch, mehrere Freundinnen und ihre Männer ebenfalls. Niemand hat sich da jemals gewundert oder was in Frage gestellt und unsere Ehen wurden schon vor 15 bis 20 Jahren geschlossen... also im letzten Jahrtausend :-)
Den sogenannten "Ehenamen" braucht man ausschließlich für die gemeinsamen Kinder. Da muss man sich halt für einen der beiden Namen entscheiden damit es keine Namensketten gibt.

Wo ist das Problem?

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Nö.

Wir sind inzwischen fast 10 Jahre zusammen und haben 2 gemeinsame Kinder, enger kann einen gar nichts zusammen bringen.

Mein Feministinnen-Herz findet das ganze total überholt, aber es soll doch einfach jeder so machen wie er mag. Ich kritisiere auch niemanden, der den Namen annimmt. Aber dann bitte aus freien Stücken, weil man es so will, und nicht weil einen die Familie da rein mobbt.

Die Freiheit zu haben, so eine Entscheidung selbst zu treffen ist für mich der eigentliche Fortschritt.

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Ich halte zwar grundsätzlich nichts vom heiraten, finde es aber völlig normal, als Eheleute writer die eigenen nachnamen zu tragen. In meinem Umfeld gibt es auch nur einen Fall, in dem die Frau ihren Namen geändert und zwei, in denen der Mann ihren Namen angenommen hat.
Spricht nichts für, finde ich.