Vollgestilltes Baby, 6.5 Monate, geringe Zunahme

Hallo!

Ich mache mir gerade ein paar "Sorgen" bezüglich der Gewichtsentwicklung meiner Maus. Sie wurde am 30.08.2016 geboren.

Hier mal ihr Gewichtsverlauf:

30.08.2016: 3.540 g 49 cm
31.08.2016: 3.455 g
01.09.2016: 3.380 g

02.09.2016: 3.335 g
05.09.2016: 3.360 g
06.09.2016: 3.390 g
08.09.2016: 3.500 g
12.09.2016: 3.780 g 52 cm
15.09.2016: 3.860 g
19.09.2016: 4.060 g
26.09.2016: 4.460 g 54 cm
17.10.2016: 4.920 g 57 cm
21.11.2016: 5.600 g 59 cm
01.12.2016: 5.740 g 61 cm
27.02.2017: 6.840 g 62,5 cm
16.03.2017: 6.910 g 63,5 cm

Seit Mitte Februar 2017 ist meine Maus nicht wesentlich (= 90 g) schwerer geworden. Nach einem halben Jahr hat sie nicht einmal ihr Geburtsgewicht verdoppelt, obwohl ich weiß, dass das kein Muss ist.

Ich mache mir gelinde gesagt Sorgen. Beikoststart habe ich schon versucht, da die Beikostreifezeichen vorliegen. Leider wird trotzdem gewürgt bzw alles ausgespeichelt. Also habe ich es bisher bei einem Versuch gelassen. Maus wird also voll gestillt, wobei unsere Stillbeziehung schwierig ist. Habe eine kleine Schnelltrinkerin, die aber sofort, wenn was "quer" sitzt, aufhört. Außerdem hat sie immer noch Probleme mit Blähungen. Das ist erst seit gut einer Woche besser, seitdem ich laktosefreie Milch trinke.

Der Arzt meinte, dass sich die Blähungen unter Beikosteinführung verbessern würden. Außerdem würde dann wieder das Gewicht steigen. Für das stagnierende Gewicht nannte er zwei Gründe: Entweder meine Maus springt auf der Perzentile (was wohl im ersten Lebensjahr vorkommen kann) oder meine Milch ist nicht mehr nahrhaft genug. Er tippt auf den zweiten Grund und hat sowas schon oft erlebt. Deswegen soll ich jetzt Beikost forcieren. Ich tue mich damit recht schwer, da meine Maus ihren Mund nicht richtig öffnet. Vermute, dass sie wirklich noch nicht will. Auf Apfel- oder Karottestücken lutscht sie aber gut herum und wo der Löffel hingehört, weiß sie auch schon. Irgendwie möchte ich den Start in die Welt des Essens nicht gleich verderben und ihr etwas aufzwingen. Ansonsten ist der Arzt zufrieden mit meiner Maus. Es ist keine Gedeihstörung oder so, sie ist sehr fidel und hat an den Beinen sogar kleine Speckröllchen sowie genug nasse Pampers täglich. Er sieht das alles recht gelassen, möchte uns aber trotzdem unter Kontrolle behalten.

Weiß jetzt nicht so richtig, was ich tun soll. Ob es an meiner Milch liegt, kann ich schlecht beurteilen. Ich versuche diese jetzt ein wenig mit aktiviertem Bockshornklee zu pimpen. Stillen tun wir mit ca 8 Mal (eher häufiger) noch sehr oft. Dem Arzt wären 6 Mal lieber, da sie seiner Meinung nach häufiger trinkt, aber nur wenig.

Bisher hatte ich keine Zweifel, dass meine Milch mein Mäuschen ernähren kann, aber jetzt weiß ich nicht so richtig, wohin der Weg gehen soll... Auf jeden Fall möchte ich weiter stillen. Abpumpen und per Flasche füttern - wie vom Arzt empfohlen - möchte ich nicht. Beikost aufzwingen auch nicht. Habe aber Bedenken, dass ich meiner Tochter mit diesem Denken eventuell schade!?

Haben Sie Erfahrungen oder Ratschläge für mich? Ich wäre Ihnen sehr dankbar...

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Huhu ich grüsse Dich,

Ich hatte derart Probleme bei meinen 6. Kind. Die kinderärztin meinte, die maus ware mit gut 6kg zu leicht für 6 monate und ich soll unbedingt beikost füttern.

Ganz verzweifelt rief ich meine Hebamme an, die auch Stillberaterin ist.

Sie meinte - was ich übrigena später auch selber las - im ersten halben jahr sollte doe durchschnittliche Zunahme 125g mind. Betragen. Dabei zählt aber nicht jede Woche einzeln, sondern 4 wochen mindestens. Also die differenz einer Messung und einer weiteren nach 4 wochen, geteilt durch die wochen.

Ab dem 6. Lebensmonat nehmen die kinder weniger zu, es sollten ca 80g pro woche sein im durchschnitt.

Einzelne wochen dürfen schwanken.

Und sie gab mir auch noch auf den Weg: "von gemüse nimmt man nicht mehr zu, als von Muttermilch bzw. Milchnahrung! Also heisst beikostbeginn nicht, dass kind schneller zunimmt" eigentlich logisch.

Meine tochter blieb übrigens immer auf ihrer Linie. Die zunahme war gleichbleibend in der kurve.

Beikost hat daran nichts geändert.

Lg

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Hallo rikel1984,
ich glaube nicht daran, dass nun deine Milch nicht mehr nahrhaft genug ist.

Dein Kind schert zwar etwas aus der Perzentile nach unten aus (und nur mit den Gewichtswerten kann ich es aus der Ferne natürlich nicht so gut beurteilen) aber dass sie allgemein fit und gut entwickelt ist in Kombination mit der Gewichtsentwicklung ist schon mal gut. Was die Kurve angeht stimme ich also mit deinem Kinderarzt überein: Ist noch nicht besorgniserregend, sollte aber im Auge behalten werden.
Was die Schlussfolgerung deines Kinderarztes angeht, bin ich allerdings anderer Meinung:
Kinder die noch nicht beikostreif sind wegen erhoffter Gewichtszunahme zur Beikosteinführung zu drängen ist meiner Erfahrung nach nicht wirklich erfolg versprechend.
Zum einen haben viele Gemüsepürees und Breie nicht unbedingt mehr Kalorien als Muttermilch und zum anderen verweigern Kinder die noch nicht beikostreif sind durch Druck häufig erst recht, nennenswerte Mengen zu essen.

Was du trotzdem zusätzlich versuchen kannst, ist beim Stillen die sogenannte "Brustkompression" anzuwenden. Hiermit kann man -wenn man damit zurecht kommt- den Fett/Kaloriengehalt der Milch ein wenig steigern.
Und so funktioniert es:
https://youtu.be/06IQ2GZI_QY

Außerdem ist es vielleicht auch eine Möglichkeit, Wechselstillen zu machen: Also nach der zweiten Seite noch einmal die erste Seite anlegen usw.

Liebe Grüße
Christina