vorzeitiger Blasensprung 24+3

    • (1) 19.05.17 - 09:08

      Hallo, ich hatte aus für mich unklaren Gründen einen vorzeitgem Blasensprung in der 23+5 Woche. Kam sofort in die Klinik und es wurde festgestellt das der kleine Mann nur wenige Depots hatte.
      Bei der Einlieferung sagte man uns ich sollte strickte Bettruhe halten und liegen, als ich aber auf Station war hieß es plötzlich , ach alles nicht so schlimm ich könnte zur Toilette und auch duschen....
      Drei mal hatte ich nachgefragt da ich angst um mein Kind hatte....
      Jeden Morgen, Mittag und Abend bekam ich dann je zwei Infusionen und einmal am Morgen wurde die Herztöne kurz abgehört, danach noch zwei mal Blutabnahme und Fiebermessen.
      Ultraschall war nur für einmal die Woche angesetzt das mir persönlich zu wenig erschien und ich nach vier Tagen um einen bat... dieser zeigte erschreckendes auf, mein Wasser war noch weniger geworden und ich hatte bereits Wehen die aber von CTG nicht aufgezeichnet wurden und somit als Kindsbewegungen abgetan wurden....
      Man hatte mir auch noch eine Vaginale Untersuchung versprochen die nicht durchgeführt wurde...
      Denn ich hatte seit ein paar Tagen nicht nur Ausscheidung von Fruchtwasser sondern auch von etwas grünen, das aussah wie kleine Flocken, hatte auch die Ärzte darauf aufmerksam gemacht doch es wurde nie ins Labor gegeben zur Untersuchung und nur die Schultern gezuckt das würde man nicht kennen diesen Fall hätte man noch nie gehabt....
      In der Nacht vom 09. auf den 10.05. wurde die Wehen stärker und ich bekam da keiner mir zu glauben schien das es Wehen sind das Kind mitten in der Nacht beinah allein in meinem Zimmer....
      Die Kinderärzte waren allamiert jedoch nicht so schnell vor Ort, mein kleiner Kämpfer schrie einmal kurz auf und mußte dann reanimiert werden, er war stabil und kämpfte weiter bis sie einen Riss in seiner Lunge entdeckten....Leider verstarb er 12 Stunden nach seiner Geburt....
      Meine Frage nu an euch, um was handelte es sich bei den Ausscheidungen hätte man etwas tun können ... und kann so etwas wieder passieren oder vielmehr wie häufig kommt es vor das eine Frau mittleren Alters nach einem vorzeitigem Blasensprung einen weiteren erleidet und gibt es etwas das man dagegen tun kann?

      hoffe sie können mir etwas Helfen den Schmerz zu ertragen

      • (2) 20.05.17 - 14:10

        Hallo, das tut mir sehr, sehr Leid! Ich bin zwar keine Kinderärztin, aber ich habe eine ähnlich schlimme Geschichte hinter mir. Das Gute ist: Man kann was dagegen tun. Ich habe einen frühen totalen Muttermundverschluss bekommen, der verhindernicht soll, dass eine Infektion aufsteigen und einen Blasensprung auslösen kann. Diese Methode ist in Fachkreisen glaub ich sehr umstritten, aber in vielen Studien konnten damit sehr gute Ergebnisse erzielt werden und die Kinder wurden problemlos bis zum Termin ausgetragen. Ich habe mich damals einfach nach einem Gynäkologen umgeschaut, der das macht. Schau mal auf die Homepage vom Saling-Institut. Ich habe den Verschluss seit der 13. SSW und habe zum Glück trotz meiner Vorgeschichte jetzt eine tolle Schwangerschaft,

        Liebe Grüße

        • (3) 21.05.17 - 10:34

          Hallo Julia,

          danke für deine Antwort, dies lässt wieder neue Hoffnung schöpfen und macht Mut.
          Ich werde es mit meinem Arzt durchsprechen sollte ich nochmal schwanger werden vielmehr mich für eine Schwangerschaft entscheiden.
          Noch steckt die Angst und der Verlust zu tief.
          Für deine Schwangerschaft und die Geburt wünsche ich dir alles Liebe und Gute und das du ein gesundes kräftiges Kind in Armen hältst-

          Liebe grüße

          (4) 21.05.17 - 11:56

          wenn du möchtest kannst du mich gern unter suessesmiststueck@live.de kontaktieren , es würde mich sehr freuen von deinen Erfahrungen usw zu erfahren....

      Hallo!

      Ich weiß nicht recht, wie ich Sie ansprechen soll. Ich nehme an, Sean-Amal ist der Name Ihres Sohnes.

      Die Fragen, die sich hier für Sie ergeben, sind in erster Linie Fragen, die Ihnen die Geburtshelfer sicher besser beantworten können. Über das Maß, in dem Sie sich belasten durften und über die Häufigkeit und den Umfang der Untersuchungen, erlaube ich mir kein Urteil. Ich bin "nur" Kinderarzt.

      Das Vorgehen mit regelmäßigen klinischen und laborchemischen Kontrollen, um nach einem vorzeitigen Blasensprung eine Infektion frühzeitig zu erkennen, ist üblich. Ebenso die "Infusionen", die Sie bekommen haben, von denen ich annehme, dass es Antibiotika waren.

      Ich möchte Ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen und wünsche Ihnen ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit.

      Herzlichst

      Kinderarzt.jahn

      • Sehr geehrter Herr Dr. Jahn

        danke für ihre Anteilnahme und Antwort, leider bekomme ich von der Klinik keinerlei Auskunft und fühle mich im Stich gelassen. Und ja Sean-Amal ist der Name meines Sohnes....

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