Fibronektintest positiv 24ssw

    • (1) 05.04.18 - 15:43

      Sehr geehrter Herr Dr. Jahn.
      Ich bin 23 Jahre und heute ssw 23+4.
      Am Sonntag kam ich mit starker hellroter Blutung ins KH.
      Gmh bei 2,2 (4 Tage vorher bei Kontrolltermin bei 3,8) Muttermund geschlossen. Leichte vorzeitige wehen vorhanden. Plazenta liegt zu tief. Dem kleinen geht's prächtig, liegt aber jetzt schon mit kopf nach unten. Verdacht auf Infektion...

      Also Stationäre Aufnahme, Antibiotika, Wehenhemmer, Progesteron und viel Ruhe..

      Gestern waren die Testergebnisse da: alle Tests auf infektion negativ. Alle Blutwerte bestens. Blutung hat am Montag aufgehört! 
      Vaginale Untersuchung bestens. Gmh wieder bei 3,5. Test auf Blasensprung negativ. Wehen seit Einnahme der Tabletten nicht mehr oder nur leicht vorhanden.

      Dann der Schock: Fibronektintest bei gestriger Untersuchung positiv. .
      Morgen bekomme ich Spritze zur Lungenreifung..

      Hatten Sie schon ähnliche Fälle?? Mit welchem Ausgang??
      Ich verstehe nicht, wie das sein kann..
      Welche Gründe kann es geben, dass dieser test positiv ist??

      • Liebe natschi1995,

        ein positiver Fibronektin-Test bedeutet nicht, dass es auf jeden Fall in den nächsten Tagen zur Frühgeburt kommen wird.

        Wissenschaftliche Studien haben zeigen können, dass bei einem negativem Fibronektin-Test die Wahrscheinlichkeit, dass es innerhalb einer Woche zur Geburt kommt bei weniger als 1% und innerhalb von zwei Wochen bei weniger als 5% liegt.

        Bei positivem Fibronektin-Test liegt die Wahrscheinlichkeit bei den symptomatischen Patientinnen bei 40 – 50%, bei den asymptomatischen Patientinnen ohne zusätzliche Risikofaktoren bei 20%.

        Es handelt sich aber eben "nur" um Wahrscheinlichkeiten.

        Betrachtet man das ganze von der anderen Seite, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es innerhalb der nächsten Woche nicht zur Geburt kommt bei 50 - 60 bzw. bei 80%.

        Ich verstehe Ihre Ängste und Sorgen. Sprechen Sie doch noch einmal mit den Sie betreuenden Ärzten, die in der Zusammenschau aller erhobenen Befunde sicher eine gute Einschätzung abgeben können.

        Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute.

        Lieben Gruß

        Kinderarzt.jahn

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