Frühchen 36. Ssw

    • (1) 27.04.18 - 11:19

      Lieber Dr. Jahn,

      da ich seit der 26. SSW mit vorzeitigen Wehen und einer extremen GMH-Verkürzung zu kämpfen habe, beschäftige ich mich seit Wochen mit dem Thema "Frühchen". Aktuell habe ich es (widererwartens) bis 35+0 geschafft. Seit 34+0 dürfte ich das KH verlassen und liege nun weiterhin zu Hause.

      Ich habe mehr als 8 Wochen im KH verbracht, bei 25+4/5 die Lungenreife erhalten und relativ regelmäßig zur Wehenhemmung Spiropent erhalten, dessen Nebenwirkungen (laut Arztangabe) für das Kind zu vernachlässigen sind.

      Lange Rede kurzer Sinn: da ich seit Wochen durchgehend Wehen habe, habe ich plötzlich zu Hause angekommen unglaubliche Angst davor, die Geburt zu spät zu bemerken, sodass es zu einer Hausgeburt kommt. Meine Hebamme sagte mir das eine Sturzgeburt zwar selten vorkommt aber nicht ich soll mich auch mit dem Gedanken anfreunden das dies passiert.

      Ich habe seitdem durchgehend Angst davor das genau dies passiert und mein Kind bei 35+0 z.B. noch nicht selbstständig atmen kann, etc.. falls es tatsächlich zu einem solchen Szenario kommt und ich plötzlich mein Kind in Armen halte wie muss ich reagieren?

      Ich danke Ihnen bereits im Voraus recht herzlich für Ihre Antwort. Wenn es Ihnen nicht allzu aufwändig ist würde ich mich auch noch über Infos hinsichtlich dem Befinden von späten Frühchen freuen. Mir ist Bewusst das jedes Kind anders ist.. Aber vielleicht gibt es ja eine Tendenz bei Kindern die im Mutterleib keinerlei Versorgungsdefitizite durchleben oder bei jenen die seit Wochen durch Wehen "gestresst" werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      • Liebe melaniemb,

        Sie haben schon so unglaublich viel erreicht. Von der 26. bis zur 36. SSW. Hammer!!

        Ich verstehe Ihre Angst und mir wird es wohl nicht gelingen, Ihnen diese vollständig zu nehmen.

        Meiner Erfahrung nach nehmen sich besonders die werdenden Mütter, die einen ähnlichen Weg zurückgelegt haben wie Sie, sehr aufmerksam wahr und bemerken sehr wohl, wann es wirklich los geht und erreichen rechtzeitig die Klinik.

        Wir wissen, dass die späten Frühgeborenen manchmal Probleme machen, die wir eigentlich von noch unreiferen Frühgeborenen erwarten. Mit jedem Tag kommen Sie aber immer dichter an den errechneten Geburtstermin heran und somit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass unreifebedingte Probleme auftreten.

        Zu Ihrer zweiten Frage: Es ist wirklich unmöglich eine pauschale Antwort zu geben, wie es das einzelne Kind nach der Geburt machen wird und ich könnte nur meine oben bereits gegebene Einschätzung wiederholen.

        Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute

        Lieben Gruß

        Kinderarzt.jahn

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