Kann das sein

    • (1) 23.07.18 - 09:28
      Verzweifelte Mami

      Vor 2 Jahren wurde unser Sohn in der 27. Woche per Kaiserschnitt geholt. Ich habe hohen Blutdruck und er war unterversorgt. Ihm fehlte eine LungreifeSpritze, dennoch schrie er als er draussen war und er konnte gut atmen , er war rosig und soweit gesund.
      2 Tage später verstarb er aufgrund einer Lungenblutung.
      Den Arztberichten konnten wir entnehmen, dass in der Lunge ein Schlauch falsch gelegen hat und man das erst 5 Stunden zu spät bemerkt hat, weil sie sich un ein anderes Baby kümmern mussten.
      Ihn schon zu holen haben sie damit gerechtfertig, dass ich wohl eine Schwangerschaftsvergiftung hatte.
      Im Op- Bericht steht, dass Louie normal auf die Welt kam. In den Arztberichten steht aber das er grün auf die Welt kam. Wir haben ihn gesehen,.. er war rosa.
      Das war die kurze Kurzfassung und nun zu meinen Fragen( auch mit dem Wissen das eine Krähe der anderen kein Auge aussticht) :
      Kann die Lungenblutung davon resultieren das der Schlauch falsch lag und es keiner gemerkt hat?
      Und wie kann es sein das in den Arztberichten so etwas drin steht, was offensichtlich nicht stimmt?

      Ich denke mit dem grünen Fruchtwasser wollen sie rechtfertigen, dass sie ihn unbegründeter Weise schon früher geholt haben.

      Wie haben auch gehört, dass das Krankenhaus für frühchen zwischen 740 g und 750 g eine Pauschalbetrag bekommt für die Versorgung, Aufenthalt , ect..
      stimmt das? Wollten sie ihn deswegen so schnell holen?

      Mit meiner Frauenärztin haben wir schon gesprochen. Sie findet es sehr merkwürdig, möchte aber natürlich nicht weiter drauf eingehen.

      Hoffentlich können Sie mir meine Fragen beantworten..

      Lieben Gruß

      • Liebe Verzweifelte Mami,

        Zwei Jahre liegt dieses traurige Ereignis nun zurück und Sie suchen Antworten auf so viele Fragen, die offen geblieben sind.

        Es ist sehr schwierig für mich, da ich nicht selbst dabei war und bevor ich weiterschreibe, möchte ich Ihnen dringend empfehlen, das Gespräch mit den direkt beteiligten ÄrztInnen zu suchen. Sie können über den tatsächlichen Verlauf berichten.

        Wenn ich Ihren Bericht richtig deute, wurde Ihr Sohn in der 26+X SSW per Kaiserschnitt geboren. Grund für den Entschluss, die Schwangerschaft vorzeitig zu beenden, war eine "Schwangerschaftsvergiftung".

        Bei Erkrankungen der Mutter im Verlaufe der Schwangerschaft muss immer bedacht werden, dass man zeitgleich zwei Patienten hat. Zum einen das ungeborene Kind, zum anderen aber - und das macht man sich nicht immer klar - auch die werdende Mutter. Und in diesem Zusammenhang kann es notwendig werden, dass das Kind entbunden werden muss um die Gefahr, in der sich das Kind UND die Mutter befindet, abzuwenden. So war es offensichtlich auch bei Ihnen.

        Man wird sehr sorgfältig abgewogen haben, für welches Vorgehen man sich entscheidet um die Situation sowohl für Sie als auch für Ihren Sohn so gut wie irgend möglich zu machen.

        Dass nur eine Lungenreife-Spritze gegeben wurde, zeigt dann aber, dass sich die Situation dahingehend verschlechtert hat, dass man sofort handeln musste und nicht länger warten konnte. Eine Grünfärbung des Fruchtwassers, die dadurch entsteht, dass das ungeborene Kind, im Mutterleib Stuhlgang absetzt, ist ein Ausdruck von Stress und in dieser Situation nicht ungewöhnlich.

        Was dann genau passiert ist, vermag ich nicht zu beurteilen und ich möchte Sie daher erneut dringend bitten, mit den Menschen in Kontakt zu treten, die Ihren Sohn in den zwei Tagen seines Lebens betreut haben. Häufig lassen sich die Dinge im direkten Gespräch sehr gut klären.

        Lieben Gruß

        Kinderarzt.jahn

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