Masernschutz

    • (1) 15.04.19 - 14:35

      Guten Tag!

      Ich selbst hatte sehr stark als Kind Masern und wurde einen Monat vor der Schwangerschaft noch mal gegen MMR geimpft (ich hatte keinen Schutz gegen Mumps) also hat mein Sohn extrem viele mütterliche Antikörper bezüglich Masern mitbekommen.

      Dies zeigte sich auch in den Antikörpertests: Grenzwert 13,5 - mit 10 Monaten hatte mein Sohn noch einen Wert von 59,1 und mit 12,5 Monaten von 7,5.

      Da dieser letzte Wert unter dem Grenzwert lag, haben wir das erste Mal mit 12,5 Monaten impfen lassen, aber es stellte sich dann zwei Monate nach dieser ersten Impfung heraus, dass der erneute Antikörpertest plötzlich bei kleiner 5 lag, die Impfung also überhaupt nicht angesprungen ist. Wir haben daher dann mit 14,5 Monaten ein zweites Mal impfen lassen.

      Mein Sohn gehört absolut nicht zur Regel, daher bin ich etwas verunsichert bezüglich des Masernschutzes. Mir wurde nun vom Robert-Koch-Institut per Mail geschrieben, dass auch ganz geringe mütterliche Antikörper die kaum mehr mit dem Elisa Test gemessen werden können die Impfung bereits stören könnten. Wirklich richtig sprechen mit jemanden kann ich aber dort nicht.

      Wenn man mit der Halbwertszeit kalkuliert, hatte mein Sohn am Tag der zweiten Impfung einen Antikörper Wert von 1,5 also deutlich unter dem Grenzwert, aber eben noch mütterliche Antikörper vorhanden und meine Befürchtung ist nun, dass auch die zweite Impfung nicht richtig gewirkt hat.

      Ich stehe ganz allein da, denn jeder Kinderarzt behauptet steif und fest das mit 6 Monaten keine Antikörper mehr vorhanden wären und das nach der zweiten Impfung fast immer Schutz gegeben wäre, aber wenn man meinen Sohn individuell betrachtet passt diese Aussage doch nicht.

      Und nun frage ich mich, ob dieser geringe Antikörper Wert bei der zweiten Impfung die zweite Impfung erneut neutralisiert hat und ich frage mich wann ich denn dann ggf. ein drittes Mal impfen sollte damit ich nicht dreimal denselben Fehler mache und immernoch mütterliche Antikörper die Impfung behindern.

      Denn auch wenn man leicht Masern bekommt kann man an SSPE erkranken. Und es könnte sein, dass diese zu frühen Impfungen nun dafür sorgen, dass mein Kind vielleicht im Erwachsenenalter Masern bekommt, weil der Langzeitschutz nun nicht gegeben ist.

      Leider weiß ich nicht wie hoch die Antikörper Werte anderer Mütter sind um zu berechnen wie hoch die mütterlichen Antikörper bei deren Kindern sind, um daraufhin wieder darauf zu schließen wie hoch die mütterlichen Antikörper bei einem durchschnittlichen Kind bei erster und zweiter Impfung sind.

      Vielleicht können Sie mir irgendwie weiterhelfen, denn ich kann mich nicht einfach damit abfinden, dass mein Kind zwei Impfungen bekommen hat und nun Schutz hat wenn es doch so offensichtlich ist, dass er aus dem Rahmen fällt und die Impfungen eben nicht richtig anspringen.

      Vielen lieben Dank!

      • Liebe dena44,

        puh... das ist wirklich schwierig und ich kann Ihre Verunsicherung und Ihre Bedenken verstehen.

        Nun haben Sie diese Frage in einem Forum gestellt, dass sich in erster Linie mit den Problemen und Fragen zum Thema Frühgeburtlichkeit beschäftigt.

        Und auch wenn ich mich bemühe, auch Fragen zu beantworten, die über dieses Thema hinausgehen, muss ich jetzt feststellen, dass ich für diese spezielle Fragestellung nicht der Experte bin, den Sie eigentlich brauchen.

        Ich denke, die ständige Impfkomission / Das RKI, zu der/dem Sie bereits Kontakt aufgenommen haben, ist der richtige Ansprechpartner und so kann ich Ihnen nur sehr nahelegen, sich erneut an diese Institutionen zu wenden.

        Es tut mir leid, dass ich Ihnen in diesem sehr speziellen Fall nicht wirklich weiterhelfen kann.

        Herzlichst

        Kinderarzt.jahn

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