Sorge um Entwicklung

    • (1) 09.05.19 - 21:41

      Hallo,

      Ich habe 2 Anliegen und hoffe sehr das sie mir etwas helfen können.

      Mein Sohn wurde in der 32+2 ssw mit nur 970g auf 39cm geboren.

      Aktuell ist er 14 Monate, korrigiert 12, und wiegt 7,5kg und ist etwa 70cm groß.
      Er isst wirklich große Mengen und auch sehr gesund. Das spz meint es wäre etwas krankhaftes dahinter. Dazu muss ich sagen das mein Mann auch nur 54kg auf 1,67m wiegt und seine ganze Familie eher am Untergewicht kratzt.
      Muss ich mir also wirklich Sorgen machen was das angeht?

      Mein nächstes Anliegen ist seine motorische Entwicklung. Er krabbelt und er kann sitzen aber er stellt sich so gut wie nie hin. Er sitzt dann lieber auf den knien und reckt sich hoch.
      Er hat sich zwar schon an Möbeln hoch gezogen aber tut es jetzt nicht mehr.
      Sollte ich hier schon handeln mit Physio etc? Wann weiß ich das ich handeln sollte?
      Ich habe Angst das ich etwas übersehe und meinem Kind damit schade.

      Ich hoffe sehr das sie mir helfen können.

      Lg

      • Liebe mum15.18,

        Ihr kleiner Sohn ist als Frühgeborenes der 32+2SSW mit 970g auf die Welt gekommen und war damit für sein Geburtsalter zu leicht.

        Um das Wachstum eines Kindes beurteilen zu können, trägt man Gewicht, Länge und Kopfumfang in sog. Perzentilenkurven ein und kann damit einen Vergleich herstellen zu Kindern die gleichaltrig sind.

        In Ihrem Falle muss man berücksichtigen, dass Ihr Kind ein Frühgeborenes war und man die ermittelten Maße dem korrigierten Alter zuordnen muss. Hinzu kommt, dass es, wie oben bereits genannt, für sein Geburtsalter bei der Geburt zu leicht war.

        Ich denke, dass wurde bei der Beurteilung im SPZ alles berücksichtigt. Lassen Sie sich am besten bei ihrem nächsten Besuch dort oder bei Ihrer/m Kinderärztin/-arzt einmal diese Perzentilenkurven zeigen und erläutern. Ich vermute, man hat nicht gemeint, dass etwas „krankhaftes“ vorlag, sondern dass Ihr Kind weiterhin kleiner und leichter ist als gleichaltrige Vergleichskinder. Ob man noch einen anderen Verdacht hatte, kann ich aus Ihrer Schilderung nicht herleiten. Aber auch das lässt sich sicher in einem Gespräch klären.

        Bei der motorischen Entwicklung verhält es sich ähnlich. Auch hier stellt man einen Vergleich her, ob ein Kind in einem bestimmten Alter bestimmte Entwicklungsschritte gemacht hat. Hier sind es weniger Zeitpunkte sondern eher Zeiträume, in dem das Kind eine bestimmte Fertigkeit, wie z.B. das Drehen, Krabbeln oder Laufen erlernt. Das eine Kind kann bestimmte Dinge früher, andere später und bei einem anderen Kind verhält es sich vielleicht genau andersherum.

        Aus Ihrer kurzen Schilderung ist es für mich sehr schwierig, sicher zu beurteilen, wie es sich bei Ihrem Kind verhält und so kann ich auch hier nur empfehlen bei den entsprechenden Stellen zu erfragen, wie ihre Einschätzung ist. Diese Menschen kennen Ihr Kind viel besser als ich, können im Zweifel weitere Untersuchungen machen und eine viel bessere Aussage treffen. Zeitgleich ließe sich dann auch klären, ob ein Förderbedarf besteht und wenn ja, welche Maßnahme dann die richtige wäre.

        Liebe Grüße

        Kinderarzt.jahn

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