Tipps bezüglich Jugendamt für Fremdbewerbung?

    • (1) 14.02.19 - 06:34
      Inaktiv

      Hi,

      bei uns in der Region (Nds) sieht es schlecht aus bezüglich Adoption. Wir müssen uns nun fremd bewerben.

      Wenn jemand eine Region/Jugendamt kennt wo die Chancen besser aus sehen wäre das lieb mir eine PN zu schicken. Wir würden einem Kind doch so gern ein zu Hause schenken.

      Lg

      • Hallo.

        Ich persönlich finde das die Chancen in den neuen Bundesländern größer sind. Diese haben aber natürlich auch eigene Bewerber aber wenn, würde ich mich da fremd bewerben.

        "Wir würden einem kind so gerne ein zuhause geben "

        Da sollte man sich aber bewusst sein das sehr wenige kinder zur ado frei gegeben werden und dem gegenüber viele Paare stehen. Ein freigegebenes kind bekommt also ein schönes Zuhause.
        "Einem kind ein zuhause geben" war auch unser Anliegen. Deswegen haben wir uns für dauerpflege entschieden. Da ist die Konstellation kinder /potentielle Eltern leider anders herum.

        Alles Gute für euch!

        • (3) 15.02.19 - 12:55

          Ja, ich weiß dass es 8 paare auf 1 Kind gibt...und Langzeitpflege traue ich mich nicht. Ich möchte das Kind nicht mehr abgeben, es soll unsers sein. Ich ziehe den Hut vor allen die das können. Mein Herz würde zerspringen wenn es zurück geführt werden würde. Eine Garantie hat man da ja nicht. Wäre für unsere Tochter (2) auch schwierig wenn das Kind wieder weg müsste.

          Neue Bundesländer hab ich schon öfters gelesen. Sollen aber wohl sogut wie alle fremdbewerbungen ablehnen. Aber ich werd natürlich rum telefonieren

          • Hallo.

            Genau,einfach überall fragen und nicht aufgeben!

            Sicherlich muss man genau wissen ob man adoptieren oder ein kind in Pflege nehmen möchte. Da gibt es is schon recht große Unterschiede.
            Bei uns werden nur 0,3 Prozent zurück geführt und uns war auch wichtig das Rückführung quasi ausgeschlossen ist.

            Wir hatten uns auch für Adoption beworben.

            Ich drücke euch die Daumen das ihr nicht so lange warten müsst und ein kindlein bald den Weg zu euch findet!

            • (5) 15.02.19 - 13:19

              Ich werd die vom Jugendamt nochmal fragen bezüglich Langzeitpflege. So wie uns gesagt wurde darf man nicht beides gleichzeitig laufen lassen. Also Adoption und Langzeitpflege?

              Mal eine persönliche Frage: Sagt euer Pflegekind denn Mama zu Dir? Klar hat es ja eine richtige Mama usw, aber Du bist es ja auch irgendwie. Wie macht man sowas? Hab ich mich schon immer gefragt

              • Hallo.

                Ja. Man sollte sich quasi entscheiden und kann nicht beides laufen lassen. Quasi entweder oder.
                Unser zwerg kam mit einem Jahr zu uns (war vorher ein jahr in Bereitschaft) so ist das hier üblich.
                Es werden fast ausschließlich für kleine Kinder Eltern gesucht. Ab 2 Jahren gehen fast alle in Einrichtungen weil es für die "großen" erst recht keine Pflegeeltern mehr gibt.
                Wir sind ganz normal Mama und Papa. Die leibliche Mutti wird mit Vornamen angesprochen...bzw besteht da kein Kontakt. War vor einem Jahr.
                Natürlich soll er von anfang an um seine Situation wissen. Wir sind und bleiben seine Eltern vom Herzen...Aber er hat noch eine "Bauchmama", man hat nur eine leibliche mama und die soll er im Herzen tragen. Die Erkenntnis das sie ihn nicht sehen will, ist sicherlich bitter.
                Es gibt schöne Literatur dazu für kleinere kinder um es zu "verstehen"

                Ansonsten sind wir eine ganz normale Familie. Meine große Tochter wurde vor 12 Jahren von meinem Mann adoptiert.
                Ich sag immer "wenn man fühlt eine Familie zu sein, dann IST man auch eine" der Spruch lief mal im Radio von der Telekom und fand ich treffend.

              • (7) 17.02.19 - 10:57

                Bleib bei Adoption, wenn dir eine eventuelle Rückführung Bauchschmerzen bereitet. Wir haben seid 7 Jahren ein Kind in Pflege, Rückführung kann es immer geben, auch nach so langer Zeit! Pk wird versucht mit Versprechungen dazu zu bringen, das er sagt er möchte zu denen. 7 Jahre Kampf, keine Ruhe, keine Stabilität. Ständig werden wir bedroht. Trotzdem muss Elternarbeit sein und auch regelmäßige Umgänge. Es gibt genügend Pflegeverhältnisse die unkompliziert laufen aber auch genügend solche wie es bei uns ist! Keiner kann eine Rückführung ausschließen, keiner weiß wie es sich entwickelt. Bei den leiblichen Eltern kann sich immer die Situation ändern und vor Gericht zählt immer die "ist" Situation. Vor Gesetz zählt immer das Elternrecht höher. Es gibt keine Grundlagen, keine Garantien. Entscheidungsbefugnisse sind für Pflegeeltern sehr eingeschränkt. Vieles muss mit Vormund/Jugendamt/leibliche Eltern abgeklärt werden. Wir mussten zum Beispiel letztes Jahr darum kämpfen in den Urlaub fahren zu dürfen... Ich liebe mein Kind über alles und wir werden für ihn kämpfen, dass alles kostet Kraft und wer weiß was passiert, wenn die Pubertät los geht...

                • (8) 18.02.19 - 11:17

                  Hallo Zusammen,
                  Bei uns geht beides. Wir sind Adoptiv- und Pflegebewerber. Ob man sich für eines einscheiden muss hängt sehr vom JGA ab. So wie alles andere auch.
                  Hier ist es wichtig, dass man sich gut betreut fühlt. Auch bei einer Adoption ist man im ersten Jahr nicht "sicher".
                  Ich möchte keine Werbung für die Dauerpflege machen, aber ich kann nur jedem ans Herz legen sich mit dem Thema bei unterschiedlichen JGA auseinander zu setzen.
                  Die Rückführung ist bei vielen Paaren die größte Angst. Uns geht es da nicht anders. Unser Pflegekind ist unser absolutes Wunschkind und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir den Kleinen mal wieder hergeben müssen.
                  Wir haben den Prozess für Pflege und Adoption bei unserem Heimatjugendamt durchlaufen. Konnten uns aber dann in keinster Weise vorstellen, dass wir mit deren Unterstützung das Abenteuer Pflege starten und haben uns hier Fremdbeworben. Bei unserem jetzigen JGA fühlen wir uns perfekt versorgt!
                  Das richtige JGA spielt meiner Meinung nach eine der wichtigsten Rollen. Schließlich sind auch sie für den Kindervorschlag zuständig und nur, wenn der perfekt zu einem passt, dann kann das ganze Abenteuer für alle Seiten gelingen.

                  • (9) 18.02.19 - 17:40

                    Wir haben eine ganz tolle Sachbearbeiterin die uns betreut! Hier liegt es eher an den richterlichen Entscheidungen... Könnt ihr auch nach den 2 Jahren bei den Fremdjugendamt bleiben? Ob hier beides geht, weiß ich gar nicht...

                    • (10) 19.02.19 - 09:59

                      Ja, eigentlich wechselt man nach 2 Jahren automatisch zum Heimatjugendamt.
                      Wir haben aber mit unserem Heimatjugendamt gesprochen bzw. sprechen lassen und die lassen die Fälle in der Regel bei dem beginnenden JGA. Natürlich kann man uns das jetzt noch nicht schriftlich geben. Wir kennen aber viele Paare, die eigentlich auch in unserem Landkreis wohnen und bei denen nach 2 Jahren auch die Betreuung bei dem anderen JGA geblieben ist.

                Hallo.

                Das tut mir wirklich sehr leid das es bei euch so läuft und im grunde alles ein Kampf ist. Ich glaube vielmals kommt es auch auf die Jugendämter an. Manche haben zb. 14 tätig Umgang obwohl dauerpflege.

                Aber du hast recht, im Zweifel muss man das alles aushalten können!

                • Bei den Jugendamt kommt es immer auf die betreffenden Personen an. Wir haben eine tolle Sachbearbeiterin, die uns sehr unterstützt. Leider sind die richterlichen Entscheidungen nicht immer zum wohl des Kindes. Und wenn unser PK aufgrund der Versprechungen vor Gericht einknickt, kann auch nach so langer Zeit eine Rückführung stattfinden...hat es alles hier schon gegeben... Dazu kommt daß die LE einen Anwalt haben, mit dem man nicht Reden kann, der ihnen immer wieder Hoffnungen macht und einredet die sollen sich das Kind zurückholen und dem das Kind dabei völlig egal ist. Wohlgemerkt sind wir bereits die 6te Stelle für das Kind... Was das bedeutet kann sich jeder denken...

                  • (13) 19.02.19 - 10:15

                    Oh man, ihr habt ja wirklich schei....
                    Ich drücke euch die Dauen, dass alles zum Wohle des Kindes verläuft.

                    Wurdet ihr nicht im Vorfeld über die ganze Geschichte aufgeklärt? Wusstet ihr, dass das Kind schon an 6 verschiedenen Stellen war?
                    Ihr habt meinen großen Respekt, dass ihr euch das trotzdem zugetraut habt. Ich glaube wir hätten den Kindervorschlag abgelehnt.
                    Das meinte ich auch mit der richtigen Auswahl. Niemand lehnt gerne einen Kindervorschlag ab und da muss das Jugendamt schon ein sehr gutes Gespür haben, welches Paar wirklich zu welchem Kind und Situation passt.

                    • (14) 19.02.19 - 17:40

                      Wir wurden soweit wie möglich aufgeklärt, (sicher nicht alles?) allerdings hat zu diesem Zeitpunkt niemand erwartet, dass es in diese Richtung läuft... PK selbst ist, wenn man seine Geschichte kennt, eher unproblematisch. Er konnte sich gut und fest binden. Auffälligkeiten gab es natürlich immer, konnte bisher aber gut damit umgegangen werden. Nur jetzt mit Thema schule wird es schwieriger, aber da sind wir dran... der kleine ist toll und ich bereue nichts, aber nochmals so ein Wagnis? Das sind halt unsere Erfahrungen, andere berichten vielleicht positiver! Fakt ist, jedes dieser Kinder hat ein tolles zu Hause verdient! Ich habe durch einen Verein viele Kinder kennengelernt, jedes für sich etwas besonderes! Nur werden wir selbst kein weiteren Kind aufnehmen. Bevor du eine Entscheidung triffst, ob vielleicht doch Dauerpflege, besuche euren örtlichen Verein für Pflegeeltern! Diese werden euch sagen können, wie das Jugendamt und die Richter vor Ort sind. Ich glaube da bekommt man am ehesten ein Bild davon.

    (15) 27.02.19 - 00:08

    Hallo,
    habt ihr schon mal über eine Adoption aus dem Ausland nachgedacht? Ich selber habe 2 wundervolle Mädchen aus Haiti adoptieren dürfen und das war die beste Entscheidung meines Lebens. Wir sind unendlich glücklich und gehören einfach zusammen.

    Da sich die Jugendämter mit Auslandsadoptionen meist wenig auskennen, werden sie von sogenannten staatlich anerkannten Adoptions-Vermittlungsstellen unterstützt. Meine Vermittlungsstelle, die ich von ganzem Herzen empfehlen kann war HELP a child e.V. Kinder finden Eltern.

    www.helpachild.de

    Falls du noch spezielle Fragen hast, lass es mich gerne wissen.
    Liebe Grüße

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