Wie lange habt ihr durchschnittlich gewartet?

    • (1) 28.04.19 - 18:14

      Hallo zusammen,

      Das die Frage nur individuell zu beantworten ist, das ist mir klar... denn man sucht ja schließlich nach passenden Eltern für jedes Kind 😊 aber vielleicht mögt ihr ja mal berichten.

      Wie lange habt ihr auf euer Ado / Pflegekind nach Anerkennung gewartet?
      Und aus welchem Bundesland kommt ihr?

      Wir stehen seit 1 Jahr auf der Liste, kommen aus NRW.

      Allen die so wie wir warten ganz viel Glück 🍀🍀🍀

      • (2) 29.04.19 - 09:20

        Hallo Lou,
        Anerkennung beim Jugendamt ging sehr schnell, innerhalb von 4 Monaten. Stehen seit 10 Monaten auf der Liste. Außerdem läuft seit August die Anerkennung beim kirchlichen Träger. Wir kommen auch aus NRW. Haben uns erstmal für Adoption beworben, überlegen aber gerade, ob wir auch PK aufnehmen wollen.
        LG! :-)

        • (3) 29.04.19 - 20:27

          Ich drücke euch ganz feste die Daumen. Darf ich fragen, warum ihr nun über Pflege nachdenkt? Bei mir kommt der Gedanke in letzter Zeit auch häufiger auf, was früher unvorstellbar war. Es sind zwei ganz unterschiedliche Herzenswege. Ich finde es immer interessant wie Paare welche Entscheidung für sich treffen.

          • (4) 30.04.19 - 11:21

            Zuerst kam das durch einen ganz simplen Gedanken: wenn plötzlich jemand mit einem z.B. 2 Jahre alten Kind vor uns stünde, und sagen würde "kümmert euch bitte darum", würden wir niemals nein sagen. Auch nicht wenn das bedeutet, dass wir uns regelmäßig mit den leiblichen Eltern auseinandersetzen müssen.
            Wir denken immer mehr darüber nach, dass Pflegekinder einfach die ärmsten Mäuse in diesem System sind, die in ihrem kurzen Leben oft schon so viel schlimmes erleben mussten, aus der Ursprungsfamilie genommen werden müssen (und das ist immer schlimm für die Kinder, auch wenn die Eltern sie nicht gut versorgt haben!), und dann womöglich mehrere Pflegefamilien durchlaufen. Es gibt Pflegefamilien, die die Versorgung der Kinder als reinen Job betrachten.
            Wir sehen uns in der Lage, einem PK ein dauerhaftes Zuhause, mit Liebe und Wärme zu geben. Wir haben hier sozusagen einen Platz frei, warum ihn nicht an so eine Maus vergeben?
            Das einzige was uns natürlich immer noch Sorgen macht, ist das Risiko einer Rückführung. Darüber müssen wir mit unseren beiden Trägern noch sprechen.
            LG!

            • (5) 30.04.19 - 16:03

              Das hast du sehr schön geschrieben und rührt mich. Ich sehe es ähnlich. Das was mich noch davon abhält ist das Risiko der Rückführung und Probleme die sich mit den Besuchskontakten ergeben könnten. Ich habe oft gelesen, das Kinder zu den Kontakten gezwungen werden und darunter je nach vorliegender Situation sehr leiden.... bis sie angehört werden. Und das passiert erst ab einem gewissen Alter, glaube Teenager. Wie geht man damit um, wenn man das Kind zu Treffen schleppen muss, die vielleicht dem Kind nicht gut tun? :-(
              Ich bin immer für einen offenen Umgang und kann mir kontakte zu den Herkunftseltern vorstellen. Solange es dem Kind gut tut und da zweifle ich manchmal ob die Bedürfnisse des Kindes wirklich immer an erster Stelle stehen.

      Hallo,

      ich kann leider noch nichts zur Wartezeit sagen. Wir haben das Erstgespräch hinter uns und kommende Woche erst den 2. Termin überhaupt bei den Damen vom JA.
      Wir kommen auch aus NRW ;-).

      Darf ich fragen, ob ihr nur ein einer Stadt/einem Kreis auf der Liste steht oder habt ihr euch auch woanders beworben?

      Ich drücke die Daumen, dass sich bald jmd. bei euch meldet.

      LG

      • Das ist sehr lieb. Vielen Dank! Bisher stehen wir nur bei unserem Träger auf der Liste und haben uns nicht fremdbeworben. Manchmal fällt das Warten sehr sehr schwer, auch wenn wir noch zuversichtlich sind. Ich drücke ganz feste die Daumen. Auch das ihr einen guten Kontakt habt.
        Wenn man sich wohl fühlt, dann ist vieles leichter #klee

    (8) 29.04.19 - 16:38

    Wir haben 3 Jahre gewartet

    • (9) 29.04.19 - 20:34

      Wart ihr Adoption oder Pflegebewerber?

      • (10) 30.04.19 - 11:31

        Pflegeelternbewerber. Allerdings hat jeder Tag des Wartens sich gelohnt. :-)

        • (11) 30.04.19 - 16:05

          Freut mich,das hört man oft :-) Wie habt ihr die Zeit des Wartens empfunden?

          • (12) 01.05.19 - 09:49

            Wie eine berg und Tal Fahrt. Ich habe mich nahezu jeden Tag mit den Gedanken beschäftigt, habe gezweifelt, mich gefreut, Ängste ausgestanden und mich immer wieder gefragt, ob das die richtige Entscheidung für uns ist. Während dessen habe ich ehrenamtlich in einen Verein für Pflegeeltern engagiert und dort eben auch vieles mitbekommen. Es hat mürbe gemacht. Aber auch bewirkt, dass als es dann soweit war, wir ohne Erwartungen an die Sache Ran sind. Ohne eigene Wunschvorstellungen dem Kind begegnen konnten. Gerade das hat unseren PS so richtig gut getan. Das wir keine Anforderungen an ihn gestellt haben, auch nicht unbewusst. Er kam mit 22 Monate, mittlerweile in der zweiten Klasse. Wir haben unsere Baustellen, aber konnten gut da mit rein wachsen. Bei uns ist die Herkunftsfamilie eher das große Problem. Sie akzeptieren uns immer noch nicht als Familie, wollen ihn mit aller Gewalt zurück. Sind aber nicht erziehungsfähig, sehen eigene Probleme nicht... Sehr anstrengend eben...

            • (13) 01.05.19 - 18:08

              Das kann ich gut verstehen. Es ist ein auf und ab der Gefühle. Aber schön das ihr so gut vorbereitet wart und euren Sohn so vorbehaltlos empfangen konntet. Manchmal denke ich, das zusammen kommt was zusammen gehört auch wenn es mal länger dauert. #klee

              Spielt die Herkunftsfamilie in eurem Alltag denn eine grosse Rolle? Und wie oft finden eure Kontakt statt? Es ist sicher nicht leicht... für alle Seiten. Ich hoffe auf Dauer entspannt sich die Situation für euch und euren Sohn. Eine Herausnahme aus der Familie wäre sicherlich nach so einer langen Zeit auch nicht mehr möglich, oder?

              • (14) 02.05.19 - 19:01

                Die Kontakte sind alle 4 Wochen. Klingt erstmal wenig, aber wir empfinden es als sehr eng. Wir haben auch erst seit einem Jahr durchgesetzt das wir Feste Termine machen. Frag lieber nicht wie es vorher war...

                Im Alltag spielt es keine Rolle.

                Eine Rückführung ist hier auch nach so langer Zeit möglich, zwar wird das Kind angehört, sollte es sich allerdings nicht ganz klar äußern können, kann auch eine Rückführung vom Gericht her angeordnet werden.hier im Landkreis schon mehrfach vorgekommen. Vor dem Gesetz hat eine Pflegschaft immer das Ziel der Rückführung. Pflegeeltern haben aber das Recht einen Antrag auf Verbleib zu stellen. Das würden wir dann auch tun...bzw es gab schon einmal eine Verhandlung... Ich persönlich empfehle dir genau zu hinterfragen wie euer JA arbeitet. Frage viel wenn es Mal so weit ist. Auch welche Hilfen die LE bereits erhalten haben etc. Jedes JA arbeitet anders, es gibt keine festen Richtlinien und wir haben hier noch Richter vor Ort die wörtlich sagen "es ist nunmal ein Pflegekind, da muss es durch"...

                Man fühlt sich oft machtlos, weil man als Pflegeeltern kaum Rechte hat. Das muss man lernen auszuhalten.

                Ich will dir davor keine Angst machen, aber ich hätte ein schlechtes Gewissen wenn ich alles beschönigen ;-) ich habe viele Kinder durch den Verein kennengelernt und ein jedes war etwas besonderes! Für jedes Kind lohnt es sich zu kämpfen!

                Es ist eine tolle Sache und es gibt auch genügend Pflegeverhältnisse die absolut unkompliziert sind.

(15) 03.05.19 - 04:35

1 Monat. Thüringen
Pflegekind

(16) 06.05.19 - 20:13

Vom Anruf beim freien Träger in NRW über die Vorbereitung und Anerkennung waren es symbolische 9-10 Monate bis zum Einzug ;-)
De facto kam die erste vorsichtige Anfrage, als wir eigentlich noch einen letzten Vorbereitungstermin ausstehen hatten. Wir waren sehr überrascht, zum Glück war es ein Volltreffer (genau ins Herz - hätte nicht gedacht, dass ich so empfinden könnte).

Allen Wartenden wünsche ich ganz viel Geduld und Vertrauen, es ist wirklich eine ganz besondere Zeit der "Erwartungen"

(17) 08.05.19 - 13:10

Hallo! Vom ersten Gespräch bis zum KiVo vergingen 2 Jahre.
Aktive Wartezeit waren es aber tatsächlich nur 10 Monate. Beim 2.Kind sogar nur 2 Monate.

lg Steffi

(19) 12.05.19 - 11:21

Ich komme aus Österreich und wir warten seit 1,5 Jahre auf ein Adoptivkind #herzlich

(20) 12.05.19 - 14:16

Wir haben eine Erziehungsstelle und die Pflegekinder haben auf uns gewartet.

(21) 12.05.19 - 21:57

Hallo,
Nicht wir, sondern unsere Nachbarn:
Kind 1 = 7 Jahre
Kind 2 = unverhoffter Anruf, da in unserer Stadt eigentlich keine 2 Kinder in eine Familie gehen, außer Geschwister.
Ado in Nds.

Lg

(22) 13.05.19 - 20:46

Hallo, da wir eine sehr gute Mitarbeiterin beim Kinderpflegedienst haben und sie das "richtige" Kind für unsere Familie aussuchen wollte, hat es bei uns ca. 1 Jahr gedauert. Wir haben einen leiblichen Sohn und wollten kein Kind mit evtl. FAS. Es hat alles wunderbar geklappt. Die Kleine ist jetzt 4 Jahre alt und kam mit 4 Monaten.

Es ist eine wirklich tolle Sachen. Lasst Euch nicht von den ganzen negativen Leuten beeinflussen und nehmt es als tolles Abenteuer an! Lg

  • Ihr Lieben, herzlichen Dank für eure Antworten. Ihr werdet es nicht glauben....

    Ein paar Tage nach meinem Beitrag kam der Anruf #verliebt

    Ich bin immer noch überwältigt und voller Liebe. Für die, die noch warten:

    Gibt niemals auf!#liebdrueck

(25) 16.05.19 - 18:28

Hallo, wir waren Ende April anerkannt und Anfang Juni kam ein Anruf, dass ein zwei Tage alter Junge im Krankenhaus auf uns wartet. Bei uns ging es sehr schnell. Das ist jetzt knapp vier Jahre her.

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