Adoption?

    • (1) 20.05.19 - 10:12

      Hallo hier Lieben,

      Mich beschäftigt seit längeren ein Thema. Es geht um adoption. Mein Mann und ich sprechen häufig darüber. Wir haben bereits einen Sohn und möchten auch weitere Kinder, würden aber auch gerne eines adoptieren. Wir arbeiten beide. Ich habe etwas Pädagogisches studiert, mein Mann arbeitet im Krankenhaus. Es wäre kein Problem, wenn ich aufhören würde zu arbeiten. Unser Gedanke an der Sache ist es, einem Kind ein Zukunft bieten zu können. Aber im Prinzip können bzw haben wir ja eigene Kinder.
      Ist es egoistisch adoptieren zu wollen, obwohl man bereits ein eigenes Kind hat?

      Ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören.

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        ich möchte dich mit meiner Antwort wirklich nicht vor den Kopf stoßen, aber es gibt genügend Bewerber, die einem Kind, das zur Adoption freigegeben wird, ein tolle Zukunft bieten können und auch liebend gerne würden. Insofern würdet ihr da keine gute Tat vollbringen. Ich denke auch, dass kinderlose Paare bevorzugt werden und das zu Recht. Anders sieht es aus, wenn ihr euch aus Überzeugung für ein Pflegekind entscheiden würdet. Für diese werden oft händeringend Pflegeeltern gesucht. Kinder, die älter als 2 Jahre sind, landen oft in Heimen, weil sich keine Pflegeeltern finden, die so „alte“ Kinder noch aufnehmen wollen. Das ist wirklich tragisch. Insofern, wenn ihr wirklich etwas Sinnvolles tun wollt, vllt. denkt ihr mal darüber nach.
        Alles Gute für euch!
        Rosa

        Hallo.

        Egoistisch finde ich das nicht!

        Allerdings sollte man sich wohl eher von dem Gedanken verabschieden "einem kind helfen wollen" denn es ist ja realistisch gesehen so das nur wenige kinder zur ado frei gegeben werden und dem gegenüber viele Paare stehen. Für die meissten "die letzte Chance" ein jedes Kind was zur ado frei gegeben wird, wird also liebende Eltern finden.

        Bei uns spielt es keine Rolle ob bereits leibliche Kinder da sind. Bevorzugt werden aber meisst kinderlose Paare. Anderswo ist das ein ausschlusskriterium weil die Masse an adoptionswilligem so hoch ist sodass es mitunter auch Altersgrenzen bei 35/40 gibt

        Wir wollten ebenfalls adoptieren . ich habe eine leibliche Tochter.
        Sind uns aber bewusst geworden das wir mit unseren Gedanken "helfen zu wollen" im Pflegekinderwesen besser aufgehoben sind.

        Geht vielleicht zu einem Info abend? Oftmals sieht man danach etwas klarer

        Alles Gute

        Hallo

        ich schließe mich den ,,Vorschreibern'' an.
        Ein Pflegekind aufzunehmen entspricht dem Gedanke, einem Kind helfen und eine Zukunft bieten zu wollen mMn mehr. Die Heime sind leider gefüllt mit Kindern, die nur darauf warten, dass ihnen eine liebe Familie ein geborgenes Zuhause und eine glückliche Zukunft bieten. Auch ältere Kinder haben eine Chance verdient.
        Die Adoption sollte in erster Linie Paaren zu Gute kommen, die aus welchen Gründen auch immer, keine Kinder bekommen können. Bitte nicht persönlich nehmen.

      • Ich habe mal eine TV-Doku gesehen, wo eine Familie mit eigenen Kindern noch behinderte Kinder adoptiert hat, die ansonsten keine Adoptionseltern gefunden haben. Wäre das für euch eine Option? Es war ein schönes Bild, dieser bunte Kinderhaufen, in dem jedes Kind so genommen wurde, wie es war.
        LG Moni

        Abgesehen von Adoption gibt es auch den "Bundesverband behinderte Pflegekinder" diese vermitteln auch bundesweit. Gerade wenn ihr medizinische und pädagogische Vorkenntnisse habt, wäre das eine tolle Möglichkeit.

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