Drillinge / Abbruch / Reduktion / Depressionen

Hallo zusammen,

quer durchs Forum habe ich mich gelesen - zwar einige Threads zum Thema gefunden - allerdings nichts, was mir direkt weiterhilft.

Ich, 37, Kinderwunsch JA, erste SS, spontan mit Drillingen schwanger, aktuell 9.SSW.

Auch ich: ab Mitte 20 bis Anfang 30 aufgrund mittelschwerer bis schwerer Depressionen in therapeutischer Behandlung, immer allein gelebt, seit fünf Jahren habe ich die depressiven Episoden Tabletten-/Therapiefrei im Griff, seit 8 Monaten habe ich einen festen Partner - der erste seit sehr langer Zeit, mit dem ich mein Leben teilen möchte.

Wir haben bewusst aufgehört zu verhüten - wir wollen zusammen bleiben und eine Familie gründen - allerdings war bei mir nach der langen Zeit des Alleinseins der Respekt vor einem Leben zu zweit und dann auch zu dritt schon groß genug... als es dann in der 5.SSW hieß, es seien Drillinge und der US in der 8.SSW dies nochmals bestätigte, brach bei mir jedoch die große Panik aus.

Meine Frauenärztin klärte mich auf - über die körperlichen Risiken für Mutter und Drillinge - aber auch über die psychischen Risiken, die bei Vorgeschichten wie der meinen uU weit über die 'schaff-ich-das-alles?'-Frage hinaus gehen können. Ich schreibe bewusst 'können', da mir klar ist, dass auch ein einzelnes Kind durchaus eine psychische Belastung darstellen kann aber nichts 'muss'.

Jedenfalls wurde ich von der Frauenärztin gebeten mir wohl zu überlegen, ob ein Abbruch oder eine Reduktion für mich generell in Frage kämen. Ich versuchte gemeinsam mit meinem Partner alle möglichen Betrachtungsweisen durchzugehen - leider konnte ich jedoch in den ganzen Wochen seit dem ersten US keinen einzigen positiven Gedanken in Bezug auf Drillinge fassen. Deshalb muss ich also beides - Abbruch und Reduktion - mittlerweile mit 'Ja' beantworten.

Damit ist aber das Thema nicht aus der Welt....
- wie entscheidet man zwischen Abbruch und Reduktion?
- kann ich nach einem Abbruch wieder schwanger werden oder stellt sich mein Körper/Kopf dann quer und ich habe meine Chance vertan?
- was habe ich gewonnen, wenn ich nach einem Abbruch vielleicht wieder mit Mehrlingen schwanger werde?
- wie läuft so eine Reduktion überhaupt ab?
- was sind die Risiken einer Reduktion? (Ich weiß, es kann zur Fehlgeburt führen - aber wie hoch ist zB das Risiko, dass der verbleibende Fötus Schäden davon trägt?)

Am kommenden Dienstag, 3.11.20 habe ich wieder Termin bei meiner Frauenärztin - ich habe noch Hoffnung, dass Mutter Natur mir die Entscheidung abnimmt - aber wenn nicht, muss ich eine Entscheidung treffen, die mir keiner sonst abnehmen kann. Mein Partner steht übrigens hinter mir - egal, in welche Richtung ich schwanke - und ich schwanke täglich! Seine größte Angst ist, dass MIR was passiert (egal, ob körperlich oder psychisch).

Ich weiß,
- dass es genug Frauen auf dieser Erde gibt, die lieber Drillinge als gar kein Kind bekommen würden ungeachtet aller Risiken
- dass es bei Abbruch und Reduktion um Tötung geht
- dass es 'schon andere geschafft haben'
- ich weiß, dass es viele Möglichkeiten der Unterstützung gibt (waren schon beim Beratungsgespräch)

Ich weiß aber auch,
- dass nicht alle Frauen gleich sind
- dass Depressionen wie Herpes sind und immer wieder kommen können
- dass es für langjährige Einzelgänger wie mich sehr schwer wäre, externe Hilfen (Haushaltshilfe oä) in mein Leben zu lassen
- dass psychische Belastungen durch eine Schwangerschaft nicht zu verachten sind
- dass auch psychische Belastungen nach Abbruch / Reduktion auftreten können

Ich suche nicht nach jemandem, der mir eine Entscheidung abnimmt - ich suche nach Gleichgesinnten und/oder hoffe auf Erfahrungsberichte, da ich vor allem zum Thema Reduktion kaum Berichte online gefunden habe.

Liebe Grüße
Yazhi

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Hallo Yazhi,
du hast Antworten von Frauen bekommen, die selbst eine große Aufgabe übernommen und bewältigt haben.
Das "man wächst mit seinen Aufgaben" ist ein bisschen ein "strapazierter Satz". Aber er stimmt. Und es ist gut, es von Frauen zu hören, die es selbst erlebt haben.
Der Satz trifft genaugenommen auf dich zu. Die Depressionszeiten waren wie eine Aufgabe für dich und du hast sie überwunden. Du bist gewachsen.
Der Punkt "mit anderen zusammenarbeiten" oder "Hilfe annehmen" wäre zunächst schwer, und damit eben ein weiterer Wachstumsschritt für dich.
Die Gefahren von Reduktion oder Abbruch - auch für dich selbst - sind dir bewusst.
Dass du die Drillinge spontan empfangen hast, ist etwas ganz Besonderes!
Lass dich auf jeden Fall gut beraten, wie es möglich ist, dass du sie möglichst lange trägst und wie das Leben mit Drillingen geht. Es ist außergewöhnlich, auf jeden Fall! Aber es gibt diese Familien.
Hast du dazu Erfahrungsberichte gefunden oder Kontaktadressen bekommen? Das finde ich sehr wichtig, um überhaupt eine Vorstellung zu gewinnen.

Stell dir doch die Frage:
Möchte ich es schaffen?
Und - was sagt dein Freund: Möchte er es mit dir zusammen schaffen?

So viel Leben auf einmal könnte wie eine starke Antwort auf deine lange Zeit alleine und mit Depression sein. Eine wirkliche Wende in deinem Leben, unumkehrbar stark.
Du hast Vertrauen in "Mutter Natur". Wenn sie jetzt bis zum 03.11. nichts macht - würdest du ihr trotzdem weiter vertrauen?
Wenn du eingreifst - was läge dir näher: Abbruch oder Reduktion?

Wie hast du die Wochen, seit du von den Drillingen weißt, erlebt? Erst war die Panik groß. Wie ging es dann weiter? Waren solche und solche Tage dabei?

Ich bin gespannt, wie du deinen Weg weiter gehst.
Eine sehr gute Beratung ist übrigens profemina. Schau mal auf der Seite, ob du da was für dich findest. Für die spezielle Frage mit Drillingen kannst du persönlich Kontakt aufnehmen.
Alles Gute für eine gut gegründete tragfähige Entscheidung!
Liebe Grüße von Kyra

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Hallo liebe kyra97,

vielen Dank für deine Denkanstöße zu meiner Situation!

"Dass du die Drillinge spontan empfangen hast, ist etwas ganz Besonderes!"
--> ja, ich weiß - was Besonderes und auch irgendwie eine Ehre! Ich habe eine Freundin, die durch künstliche Befruchtung Zwillinge bekommen durfte. Eine andere Freundin muss aufgrund ihrer medizinischen Vorgeschichte (Rheuma, Krebs) zunächst monatelang medikamentös auf eine mögliche Schwangerschaft eingestellt werden. Und dann komme ich: will jahrelang gar keine Kinder - und dann sollen es mit dem allerersten 'Schuss' gleich drei sein.

"Möchte ich es schaffen?"
--> so schlimm das jetzt klingt, muss ich doch zugeben: Drillinge sollen es nach wie vor nicht sein. Ich möchte es schaffen - aber ich möchte es unter 'normalen' Umständen schaffen und möglichst gemeinsam mit meinem Partner meistern können ohne Unterstützung.

"Wie hast du die Wochen, seit du von den Drillingen weißt, erlebt?"
--> ich kann leider seit dem ersten Ultraschall keinen einzigen 'schönen Tag' der Schwangerschaft bestätigen. Eigentlich sollten wir glücklich sein - die einzige Angst sollte sein, dass was passiert - meine einzige Angst ist allerdings, dass 'Nichts' passiert.

Abgesehen davon werde ich laut Frauenärztin vermutlich durch die dreifache hormonelle Belastung auch mit dreifachen Beschwerden beschenkt (ganztägige Übelkeit; ständige Beschwerden beim Wasserlassen; Kopfweh; Bauchspannen; Herzrasen; kann kaum ein Stockwerk in meine Wohnung hoch gehen, muss ich mich gleich hinlegen und ausruhen). Natürlich könnte ich diese Beschwerden auch bei einer Einlings-Schwangerschaft und auch im selben Umfang haben - würde diese auch 'gerne' in Kauf nehmen, wenn nicht diese große Entscheidung noch im Raum stünde.

Grüße
Yazhi

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Hallo liebe yazhi,
ich kann gut verstehen, das in die panik ausbricht.... ich habe aelber eine angst/panikstörung und kann mir sehr gut vorstellen, wie es dir geht. Nun, mir wäre das risiko zu groß, das es nach einem abbruch gar nicht mehr klappt oder bei reduktion das andere kind abgeht oder schäden davon hat. Wahrscheinlich ist es auch so, das du in 2_3 jahren eh noch ein zweites kind wolltest (ist ja meistens so) und so hättest du gleich alles auf einmal- die frage geschwisterchen oder nicht kann auch sehr schwierig sein. Ich bin mir sicher, ihr schafft das zusammen!! Wenn die kleinen erstmal auf der welt sind, kannst du dir KEINES davon mehr weg denken. Ich habe eine freundin mit schweren depressionen und sie ist auf medis angewiesen und allein erziehend- sie hat ihr sohn bis 17 uhr in der kita und aufgrund ihrer depression wird es sogar vom landratsamt bezahlt und es ist eine sehr große hilfe für sie. Im notfall käme bei dir sowas in betracht? Oder tagesmutter etc. Klar, die ersten 3 jahre sind bestimmt schwierig aber wenn die kinder aus dem gröbsten sind wird es einfacher. Überleg es dir gut. Ich wünsche dir alles gute und es wäre schön, wenn du uns von deiner entscheidung wissen lässt.

Lg

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Hallo lauradean87,

lieben Dank für deine Antwort und dein Einfühlungsvermögen.

Beim Termin mit der netten Dame der Beratungsstelle wurden uns einige Möglichkeiten bzgl. Unterstützung bei Drillingen aufgeführt (Haushaltshilfe, Mehrlingszuschlag zum Elterngeld, Einmalzahlung zur Geburt).

Mein Problem ist allerdings nicht das Finanzielle oder die Unterstützung im Haushalt (beide Großelternpaare bereits im Ruhestand und mehr als fit und bereit für Enkelkinder - meine Eltern wohnen sogar im selben Haus). Mein Problem sind leider tatsächlich einzig und allein um die Umstände der psychischen Belastung.

Grüßle
Yazhi

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Liebe Yazhi,
ja, das mit der psyche ist so ne sache die ich leider kenne :-( mir half/hilft oft der gedanke, das wenn es absolut nicht anderst geht, ich auf medis zurück greifen kann/würde dafür sind sie ja da. Auch in der schwangerschaft/stilzeit gibt es durchaus medis die man nehmen darf auch psychpharmaka aäber das muss jeder selber wissen. In welcher woche bist du jetzt und gehts den drei bus jetzt gut?

Lg

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Hallo, ich finde es sehr mutig von dir so offen über deine Gedanken zu sprechen. Auch ein Lob an deine Ärztin das sie aktiv mit dir über diese Themen gesprochen hat.

Ich war 2017 mit zweieiigen Drillingen schwanger (künstliche Befruchtung). Diese Themem wurden mit uns nicht besprochen, sondern nur, das Drillinge in der Regel spätestens in der 32. - 34. SSW geholt werden, wir uns also auf Frühchen einstellen müssten.

Bis zur 17. SSW hatte ich keinerlei Probleme, dann kam es aber knüppelhart. Stille Geburt des Einlings und in der 27. SSW Geburt der eineiigen Zwillinge. Auch diese beiden haben leider nur 5 Tage, bzw. 5 Monate überlebt. Es war sehr, sehr hart. Aber im Endeffekt hat bei uns die Natur entschieden. Wir hätten eine Reduktion bzw. Abbruch aber wohl nicht übers Herz gebracht, haben uns aber immer gefragt, was gewesen wäre, wenn ich mir zu Beginn nur eine Eizelle eingesetzt hätte. Diese, was wäre wenn Frage wirst du leider nicht mehr los. Egal wie du dich entscheidest und egal was passiert. Daher ist der einzige Rat den ich dir geben kann, treffe eine Entscheidung mit der du für dich im Reinen bist.

Wir haben mittlerweile übrigens wieder eine Tochter bekommen und es gibt viele Momente wo ich nicht weiß, wie man das mit 3 Kindern gleichzeitig hätte hinbekommen sollen. Aber anscheinend wächst man dann genauso in diese Situation rein und entwickelt seine Strategien, wie eine Einlingsmama es macht...

In meiner Umgebung kenne ich übrigens 2 weitere DrillingSS die ab der 20. SSW nicht gut ausgegangen sind, und 2 die gesunde Drillinge entbunden haben.

Ich wünsche euch alles Gute.

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Hallo liebe lis84,

vielen Dank für deine offenen Worte! Beim Lesen deines Kommentars kamen mir die Tränen - es tut mir sehr leid, dass deine erste Schwangerschaft so geendet hat - und umso mehr freut es mich für dich, dass ihr dann noch mit einer Tochter gesegnet worden seid.

Deine Geschichte zeigt mir erneut, wie ungerecht das Leben sein kann - viele Paare wünschen sich jahrelang Nachwuchs und gehen durch verschiedene Therapien - und andere werden mit etwas beglückt, was sie sich nie erträumt haben und stehen dann vor ganz anderen Problemen :(

Grüße
Yazhi

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Ja, wir hatten wirklich das Gefühl das dass Leben uns Übel mitspielt. Aber es hilft manchmal einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass unsere vierte Tochter dafür bestimmt war in unser Leben zu treten und es auf den Kopf zu stellen. Hätten es ein oder mehrere der Drillinge überlebt oder hätte ein anderer Transfer Erfolg gehabt, dann hätte sie nie eine Chance bekommen, obwohl sie als befeuchte Eizelle auf Eis bereits existierte. Sie wäre dann wohl irgendwann entsorgt worden. Etwas was ich mir jetzt gar nicht mehr vorstellen kann.

Das Erlebte hat uns als Menschen verändert, sowohl negativ als auch positiv. Das Positive: Wir wissen das wir als Paar auch schwere Zeiten durchstehen können. Wir sind demütiger dem Leben gegenüber geworden. Wir haben gemerkt, dass man über sich hinauswachsen kann, wenn es um sein eigen Fleisch und Blut geht.... Es gibt noch so viel mehr, aber im Prinzip will ich nur sagen, dass man auch aus den dunkelsten Stunden noch etwas mitnehmen kann.

Ich wünsche euch alles Gute!

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Hallo Yazhi,

würdest du denn (deiner Einschätzung nach) psychisch damit klar kommen, eine Reduktion oder einen Abruch durchführen zu lassen?

Ich habe selbst ein Thema mit Depressionen und Angststörungen und bin das erste Mal mit 37 Mutter geworden. Wir haben diesbezüglich also Parallelen.
Allerdings wäre es mir psychisch nicht möglich, gesunde Embryonen abzutreiben...da würde ich im äußersten Notfall eher noch damit klarkommen, ein oder mehrere Babys zur Adoption freizugeben.

(Vorher war ich schonmal mit Zwillingen schwanger, die ich leider durch einen MA sehr früh wieder verloren hatte.)

Obwohl ich dann "nur" ein Kind bekam, fiel ich direkt nach der Entbindung in eine postnatale Depression, die behandelt werden musste. Das kann, wie du ja weißt, so oder so auf dich zukommen.

An deiner Stelle würde ich mich also vor allem fragen, ob du mit einer Reduktion oder einem Abbruch überhaupt umgehen könntest.
Das meine ich auch gar nicht wertend. Diese Frage ist nur sehr wichtig für alle weiteren Entscheidungen.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.

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Hallo liebe sameena,

vielen Dank für's Teilen deiner Geschichte - musste zunächst recherchieren, was 'MA' heißt (spreche ja noch nicht lange 'schwanger') und möchte dir mein Beileid aussprechen.

Ja, mir ist klar, dass Depressionen auch während / nach der Schwangerschaft mit einem Baby auftreten können - ich hoffe, du wurdest nach der Geburt gut behandelt und ihr seid nun happy miteinander :)

Mein Partner und ich sind uns einig: Abbruch / Reduktion kommen gleichermaßen in Frage. Nur fällt die endgültige Entscheidung leider so unglaublich schwer.

Grüße
Yazhi

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Hey,
Ich weiß auch wie du dich fühlst, ich habe auch Depressionen mit Panikattacken und Angststörung, bin seit 3 Jahren in Behandlung (gruppentherapie) ich nehme keine Medikamente, hab mich da geweigert, mit den therapien fahre ich ganz gut.
Meine Tochter kam am 10.9. Per KS zur Welt, muss sagen ich hatte paar wochen vor Geburt auch Angst gehabt, ob ich dem gewachsen bin obwohl sie ein extremes Wunschkind ist da wir es schon 7 Jahre versucht haben...
Das Gedanken karusell kreiste und kreisten...
Ich muss sagen ab dem Zeitpunkt an dem ich die kleine im Arm hatte bis jetzt, hatte ich keine einzige Attacke mehr, die Depressionen sind zurzeit auch wie weg als wären sie gar nicht da gewesen, mir geht es zurzeit echt super, ich mache alles nach Gefühl.

Klar ist es bei dir was anderes mit drillingen,
Ich möchte dir aber auch etwas Mut machen😊
Die Entscheidung kann dir leider keiner abnehmen.
Ich persönlich könnte es nicht übers Herz bringen.
Eine freundin bekam letztes Jahr zwillinge, sie wusste auch nicht wie sie dies schaffen soll, aber ich muss sagen man wächst an dieser Aufgabe, sie hat alles im griff als hätte sie nie was anderes gemacht.

Ich wünsche dir alles Gute, fühl dich gedrückt.
Jetzt ist der Text doch solange geworden 😌

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Hallo liebe ness2209,

vielen Dank für deinen Kommentar - es freut mich zu lesen, dass es auch Geschichten gibt, die nicht im Worst-Case-Szenario endeten.

Grüße
Yazhi

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Hallo,
ich habe keine Depressionen und bin nicht schwanger.
Für mich ist eine Frage aber ganz essentiell und die hast stellst du dir ja auch- wie würde die psychische Belastung nach der Reduktion für dich aussehen? Ganz abgesehen von den Risiken für den oder die Embryonen?
Ich gebe zu, dass nach über drei Jahre Kinderwunsch und bereits vorhandenen Kindern sich mir diese Frage tatsächlich nicht stellen würde, weil ich im Laufe des Lebens die Erfahrung gemacht habe, dass man an seinen Aufgaben wächst und dass es manchmal gut ist Hilfe anzunehmen( besonders wenn es nur ein begrenzter Zeitraum ist).

Du hast den Vorzug zu wissen, dass du physische Probleme hast und kannst Vorkehrungen treffen für die Zeit der Schwangerschaft und danach. Du hast einen zuverlässigen Partner an deiner Seite und eine FÄ, die dich beide unterstützen.
Ich wünsche euch das richtige Augenmaß bei dieser Entscheidung.

Liebe Grüße,Ani

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Hallo liebe sommersonnenkind,

vielen Dank für deine Meinung - du hast vollkommen Recht: schon vorher einschätzen zu können, wann/ob eine depressive Phase kommt und was sie bedeutet, ist durchaus ein Vorteil - allerdings ist die Erinnerung an diese Zeit sehr düster und sie war für mich und meine Nächsten eine harte Probe - viele Freunde haben sich abgewandt, einen Partner hatte ich nicht. Ich kann/möchte mir gar nicht vorstellen, wie solch eine Phase eine junge Familie belasten könnte.

Grüße
Yazhi

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Hallo
Ich kenne keines vom beiden( weder depressiv noch Drillinge), ich hab NUR Zwillinge bekommen. Ich kann dich verstehen , dass du Ängste hat, auch oder gerade weil du psychisch Instabil bist. Zwillinge sind schon eine Herausforderung aber Drillinge ist ja echt krass. Entweder wartest du den nächsten Termin an, ob vllt die Natur das reduziert. Sonst würde ich vllt eine Beratungsstelle bzw. deinen Therapeuten dazu ziehen.

Lg

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Hallo liebe Ungeplant35,

vielen Dank für deine Antwort auf meine Geschichte.

Ich habe vor Jahren meine beste Freundin begleitet, die nach einer künstlichen Befruchtung Zwillinge bekommen hat. 'Echt krass' trifft es da ganz gut :) Wahrscheinlich bin ich deshalb auch so panisch bzgl. Drillingen - ich für meinen Teil hätte damals um keinen Preis mit meiner Freundin tauschen wollen.

Bei einer Beratungsstelle waren wir bereits - es ist wirklich toll, was es für Möglichkeiten der Unterstützung gibt.

Grüße
Yazhi

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Hallo liebe Yazhi,

Wie war dein letzter Termin?
Hat Mutter Natur für dich entschieden?

Liebe Grüße

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Ich habe weder Erfahrungen mit Depressionen noch mit Dillingen. Weiß also überhaupt nicht, ob es zu dir passt, aber ich hab mal ne zeitlang eine Doku-Serie über Fünflinge gesehen ("Mädels-Alarm - sechs Töchter im Haus"). Die Familie wollte ein Geschwisterchen für ihre Tochter, die sie bereits durch künstliche Befruchtung bekommen hatten, und aus einem Geschwisterchen wurden dann eben gleich 5. Natürlich wird da auch nicht alles gezeigt und manchmal wirkt es sehr nach scripted reality, wenn der Arzt genau dann anruft, wenn die Kamera an ist. Aber man sieht schon auch die ein oder andere Herausforderung und wie sie gemeistert werden kann. Der Vater der Familie entwickelt im Laufe der Jahre übrigens auch eine Depression. Vielleicht ist das ja interessant für dich, vielleicht aber auch gar nicht. In jedem Fall wünsche ich dir ganz viel Kraft, wie immer du dich entscheidest. Du wirst die richtige Entscheidung für dich treffen! Alles Gute für dich