weiter stillen oder abstillen? was würdet ihr machen?

Hallo,

meine Tochter ist nun 14 Tage alt. Ich stille - nur leider habe ich rgendwie heut nicht genug Milch. Ich weiß, dass ich sie nun öfter anlegen, mich ruhen und viel trinken muss damit mehr Milch produziert wird.

Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass es vielleicht seelisch bzw. psychisch bedingt ist.

Bei der Geburt bzw. danach habe ich viel Blut verloren - meine Blutwerte sind nun mehr als schlecht und von daher bin ich unheimlich schlapp und müde. Viel Zeit zum Ruhen bleibt mir nicht, da ich eine weitere Tochter (5 Jahre) habe. Naja und die Kleine will mindestens alle 2 Stunden (manchmal auch alle 1 1/2 Stunden) an die Brust. Nachts schläft sie so gut wie gar nicht (leidet sehr an Blähungen - aufgrund meiner blöden Eisentabletten) und ich schlafe ebenso wenig.

Bin mit meinen Kräften ehrlich gesagt ziemlich am Ende und überlege, ob es nicht sinnvoller wäre abzustillen....???

Was meint ihr dazu?

Vielleicht könnt ihr mir auch nen Tipp geben, wie man am besten abstillt?! Und was für ne Nahrung man füttert?!

Vielen Dank für eure Antworten

Lg Natascha

1

Hallo Natascha!

Stillen ist auch eine Kopfsache, wenn du dich innerlich schon nach dem Abstillen fragst, wäre es vielleicht wirklich sinnvoller.
Ich habe immer das 100%ige Bedürfnis gehabt zu Stillen und hatte auch diese Stillkrisen, das geht nach 2-3 Tagen bei regelmässigen Anlegen vorbei.
Habe dann sogar bis zum 1.Geburtstag gestillt #freu

Keiner kann dir wirklich einen guten Tip geben, denn letztlich musst Du das selber entscheiden.
Aber wenn du einmal abgestillt hast, ist es so gut wie garnicht mehr möglich zum Stillen zurückzukehren.
Überleg es Dir gut, diese Bindung ist einfach wunderbar.
Sprich doch mal mit Deiner Nachsorgehebamme.
du hast bestimmt eine Blokade im kopf, die Dir das Stillen erschwert.

Lg jacqi

2

Hallo Natascha!

Mein Sohn ist jetzt 5 Wochen alt und ich habe von Anfang an gestillt. Es hat auch sofort prima geklappt. Leider ist der kleine Mann von der Genießersorte, so dass er min. 30 Minuten pro Seite (!) braucht. Letzte Woche habe ich mich nun dazu entschieden langsam abzustillen, da ich einfach nicht die nötige Energie und vor allem Geduld habe. Klar habe ich mir das eigentlich anders vorgestellt, aber ich denke, es ist auch nicht gut für den Kleinen, wenn ich böse auf ihn werde oder einfach kein gutes Körpergefühl beim Stillen habe.

Sprich mit deiner Hebamme über deine Bedenken und deinen Wunsch - sie wird dir Tipps für ein sanftes Abstillen geben.
Ich bekomme homöopathische Mittel und trinke Salbeitee. Außerdem habe ich am Anfang nur noch alle zwei Mahlzeiten gestillt. Jetzt bin ich bei einer pro Tag.

Ich drücke dir die Daumen für die richtige Entscheidung - mach sie aber nur von dir abhängig und höre nicht darauf, was andere dir einreden wollen.

Liebe Grüße
eloise

3

Hallo Natascha,

wie meine Vorschreiberin schon sagte, ist Stillen viel Kopfsache. Und Herzsache #herzlich ....

Es ist ein Irrglaube zu meinen, man hätte zu wenig Milch - die Kleinen wachsen ja auch ständig und haben somit einen immer stärker werdenden Milchbedarf. In den nächsten Monaten hat dein Kind insg. drei "große" Wachstumsschübe, wo so manche Stillmutter entnervt das Handtuch schmeißt, doch danach sind die Schübe nicht mehr ganz so heftig bzw. die Milchmenge wird ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr vom Kind erhöht. Denn das Kind ist es, das die Milchmenge steuert bzw. von der Brust fordert, worauf die Brust entsprechend produziert.

Stillen ist eine wunderbare Sache für dich wie für dein Kind. Dein Baby bekommt sofort und immer in der richtigen Mischung verfügbare Milch, die von KEINEM Trockenprodukt auch nur annähernd kopiert werden kann. Du hast keine Arbeit damit und brauchst nichts einzukaufen. Zudem stärkt das Stillen die Mutter-Kind-Bindung und ist hervorragend für die Rückbildung (!!!). Bitte überlege dir gut, ob du wirklich abstillen willst. Der Rückweg ist nur sehr schwer wieder zu begehen.

Ich selbst stille meinen Sohn seit bald 6 Monaten und könnte mir nichts Besseres oder Sinnvolleres für mein Kind denken. Dabei kommt er alle 2, spätestens 3 Stunden (auch nachts!), was auch körperlich anstrengend ist. Aber ich mache das gern. Die Stillzeit ist die kürzeste Zeit im Leben und die möchte ich ihm schon geben, solang er will. Ist halt auch ne Kopfsache bei mir ;-).

UND - nicht ohne Grund heißt es STILLARBEIT. Sowohl du wie dein Kind müsst das Stillen lernen. Mit allen Höhen und Tiefen! Bei uns hat es fast 9 Wochen gedauert, bis ich uns halbwegs als Team verstanden habe. Gib dir vielleicht noch ein bisschen Zeit, hmm?

LG von Simone #blume

4

hey Natascha,

ich wollte Liana auch stillen,sie ist mein erstes Kind und ich hatte mich voll drauf eingestellt und habe keine Flaschen und Zubehör gekauft! Naja,es ist dann anders gekommen: Dadurch das sie grünes fruchtwasser hatte,war sie zwei Tage erschöpft und hat nicht gesaugt! Danach wollte sie einfach nicht und ich musste ein Stillhütchen nehmen.Als sie dann Gelbsucht hatte brauchte sie viel flüssigkeit die sie an der Brust nicht bekam,weil sie einfach nicht vernünftig saugte.So musste ich abpumpen und sie bekam die Flasche.Ich hatte zuhause auch meine Hebi,die versuchte mir zu helfen aber es klappte einfach nicht und ich pumpte ab mit einer Leihpumpe der apotheke.Schließlich musste ich zufüttern,da ich keine Milch mehr bekam und Lia immer mehr abnahm! es war ganz furchtbar für mich,ich wollte doch so gern stillen.

Naja,zum entgültigen abstillen sollte ich nach Anweisungen meines frauenarztes Salbeitee trinken,da eh nur noch ganz wenig Milch da war.
Und füttern tuh ich Lia jetzt mit Dauermilch von Rossmann und davor war es Anfangsmilch von Milumil!

#herzlich Grüsse von Janina mit #schrei Liana

5

Ich kann dich durchaus verstehen. Wobei ich auch sagen muss, dass Stillen auch Kopfsache ist. Aber ich habe es bei meinem zweiten Kind jetzt auch nicht durchgehalten.
Nils ist jetzt 6 Wochen alt und bekommt sowohl Fläschen als auch die Brust. Seine Schwester hat ziemlich eifersüchtig reagiert, als er zu Anfang alle zwei Stunden an die Brust wollte und hat förmlich an der zweiten Brustwarze gehangen. Das hat mich völlig fertig gemacht und ich war dann zu verkrampft. Jetzt stille ich nachts, früh morgens und abends und zwischendurch mal vormittags oder nachmittags. Und dazu gibt es je nach Bedarf Fläschen. Jetzt geht es mir besser und auch meinen beiden Kleinen, da ich gelassener bin. Klar, fördert das nicht gerade die Milchmenge. Aber ich fühle mich so wohl und dem Kleinen bekommt es auch und meine Tochter muss auch nicht unter einer "gestressten" Mutter leiden....
Letztendlich kann dir aber keiner die Entscheidung abnehmen. Meine Hebamme hat mir hierzu geraten, nachdem sie gemerkt hat, dass es mir nicht gut ging. Ins Fläschen bekommt der junge Mann Milasan pre.

Grüße Petra mit Nele (2 1/2) und Nils (6 Wochen).

6

Hi,

hast Du Hilfe, kann Dir jemand den Haushalt und alles andere abnehmen, damit Du Dich erholen kannst?

Dann kannst Du mit Deiner Tochter viel schlafen auch tagsüber, Ihr Euch besser kennen lernen und gemeinsam zu Kräften kommen - und dann klappt es mit dem Stillen auch.
Hey, Ihr kennt Euch gerade erst 2 Wochen, da darf man/frau noch nicht das Handtuch werfen ;-)

Ihr schafft das schon - vielleicht kannst Du die Eisentabletten wechseln, sodass sie weniger Blähungen bekommt? Und ab und zu kannst Du ihr etwas Bauchwohltee geben (vielleicht 30ml), der ist schon für ganz kleine Zwerge und beruhigt den Bauch. Und ein Kirschkernkissen auf den Bauch (warm)...
Ich musste auch Eisen nehmen, aber davon gab es keinerlei Beschwerden bei Simon, vielleicht liegt es an der Tablettensorte?

Alles Gute!

Chris & Lucas *7.12.2004 & Simon *17.7.2007

7

Hallo, Natascha!:-)

Ich würde nicht aufgeben! Meine Tochter ist jetzt 3 Jahre alt und
das Milchproblem ist mir auch bekannt! Immer wenn ich Stress hatte, hatte ich weniger Milch! Also, versuch dich zu erholen, leg dich mit der Maus hin, wenn die schläft! Trinke mehr (Caro ist z.B. ganz gut für die Milchbildung! Aber am wichtigsten ist es dass du
deine innere Ruhe findest, dann kommt auch mehr Milch! Und wenn du abstillst, kann es sein, dass dein Kind noch mehr an Kolliken leiden wird, da Muttermilch viel verträglicher als die künstliche ist! #mampf

Ich hatte damals auch Probleme mit Eisen und meine Hebi hat mir
"Eisenblut" (Saft) empfolen - die kleine hat sich "nicht beschwert".

Bitte gib nicht auf! Alles wird sich regeln! #freu

Liebe Grüsse
Diana

8

Hallo!

Wenn Du möchtest, dann kontaktiere eine Stillberaterin, die Dir auf Wunsch auch Abstilltipps geben wird:


www.afs-stillen.de
www.lalecheliag.de
(beides kostenlos)

oder

www.bld-stillen.de

9

ich meinte natürlich

www.lalecheliga.de