Geburtseinleitung nach Kaiserschnitt, ja oder nein?

Hallo "Erfahrene"!

Bin mit meinem zweiten Sohn schwanger, da er ein "propper Kerlchen" ist, muss ich mir nun überlegen, in der nächsten Woche einen geplanten Kaiserschnitt machen zu lassen, oder spätestens am Entbindungstermin, sollte er nicht vorher von alleine raus wollen, die Geburt einleiten zu lassen. Bisher macht er keine Anstalten, als ob er raus wollte, d.h. ist noch kein bisschen abgesenkt. Die erste Geburt war ein Kaiserschnitt und ich habe gehört, dass eine Einleitung nach vorhergegangenem KS Gefahren mit sich bringt.
Könnte ein paar Tipps und Ratschläge gut gebrauchen!

Liebe Grüße Steffi#blume

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Hallo Steffi!

Bir mir soll auch eingeleitet werden. Hab 1. SS auch einen KS gehabt. Mir hat man im KH daher geraten schon bei ET+7 einzuleiten und hierfür gibt es wohl jetzt ein Gel was nicht so "heftig" ist. Leider hab ich sonst auch keine Erfahrung. Aber vielleicht kann uns ja sonst jemand mit Erfahrung etwas helfen.

Wann soll denn bei dir eingeleitet werden und wie Groß/Schwer schäzten sie denn dein Baby? Meins haben sie auf 3.544 Gramm und 54,8 cm geschätzt.

Liebe Grüße

Silke ET+3

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Mein Kleiner wird schon auf 3900g geschätzt. Einleitung soll spätestens am ET geschehen. KU finde ich eher normal bei 35cm. Falls du was neues weißt, freue ich mich über Info. Ich melde mich auch bei dir, sollte ich schlauer sein!

Grüße#sonne

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du hast recht, daß eine einleitung nach KS mit gewissen risiken behaftet ist. deshalb sollten folgende punkte beachtet werden:

* Eine Geburt nach Uterusoperation darf weder mit "natürlichen" chemischen Substanden, beispielsweise Rhizinus, noch mit pharmakologisch gebräuchlichen Mitteln (Oxytocin, Prostaglandin) eingeleitet oder beschleunigt werden
* Die Frau muss alle Möglichkeiten der Wehenentlastung (Position, Bewegung, Wasser) nutzen können
* Die Voraussetzungen der interventionsarmen Geburtshilfe müssen eingehalten werden
* Die Betreuung durch eine einzige Hebamme muss gewährleistet sein (noch besser: die Vorsorgehebamme ist gleichzeitig die entbindende Hebamme)
* Zusätzliche physikalische Kräfte wie Kristeller oder Credé müssen vermieden werden
* Eine Anästhesie - und auch eine chemisch initiierte Analgesie (künstlich hergestellte Gefühllosigkeit) - ist zu vermeiden
* Psychischer Stress (Angstappelle, Erfolgszwang, Einsamkeit) und physischer Stress (Hunger, Durst, Kälte) sind zusätzlich zu vermeiden
* Eventuelle Alarmzeichen der Geburt sollten richtig eingeordnet werden können
* Eine operative Notfallintervention muss innerhalb von 20 Minuten erfolgen können

Zu vermeidende Risikofaktoren:

* Es wird häufig eingeleitet. Das bedeutet, daß die Narbe einer unsteuerbaren, künstlich erzeugten Belastung ausgesetzt wird.
* Die Geburt wird durch Wehenmittel beschleunigt, wenn es geboten erscheint. Dies bedeutet einen zusätzlichen Stress für die Operationsnarbe, ähnlich wie bei der Einleitung.
* Es wird bei Bedarf eine PDA gesetzt oder es werden andere Betäubungsarten verwandt. Die Schmerzempfindung kann so nicht mehr adäquat wahrgenommen werden.
* Es wird bei Bedarf kristellert. Dies geht einher mit einer mitunter hohen und nicht kontrollierbaren Belastung des Narbengewebes.
* Die Betreuung der Geburt durch eine Hebamme, die sich nur um diese "Risiko-Frau" kümmert, ist in den wenigsten Kreißsälen gegeben.
* Das CTG als technologische Überwachungsmaßnahme kann eine drohende Ruptur nicht anzeigen. Trotzdem ersetzt das Gerät häufig die personelle Überwachung.

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Danke für die ausführliche Antwort. Aber was sind Kristeller oder Credé? Im KH hat man mir gesagt, dass mit einem Gel eingeleitet wird und das unter ständiger Aufsicht im Kreißsaal. Ist eine bekannte Entbindungsklinik, die sollten es doch eigentlich wissen, oder?
Oder mache ich doch den KS?

Liebe Grüße #klee

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Hast du für mich mal bitte eine Quellenangabe?

Bei mir ist nach deinen Punkten ALLES schief gelaufen. Ich hatte eine PDA (die ich nicht wollte), durfte mich NICHT bewegen,wurde mit Oxitozin eingeleitet, wurde kaum betreut durch die Hebamme, gechweige denn durch den Arzt etc...

Ich bin da immer noch nicht mit durch und würde das gerne nochmal mit der Klinik klären.

LG

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Hallo!!

Also bei mir ist das so... meine Tochter kam auch per KS zur Welt jetzt bin ich schwanger (ET-6) und erwarte auch einen riesen... bei mir soll auch spätestens ab ET eingeleitet werden..
Allerdings plagt mich dabei schon etwas die angst und ich überlege ob vielleicht doch lieber wieder ein KS gemacht werden soll...
Ich habe tierische Angst davor da die Narbe reißen könnte oder sonst etwas ..
und mein kleiner soll 3800 gr. (+/- 200 gr.) 55 cm und 35 cm KU haben..
Beim Geburtsplanungsgespräch vor 3 Wochen hieß es soll alles kein Problem sein..und da meine Tochter ein Frühchen war und wg. BEL dann KS gemacht wurde ging der Arzt eigentlich davon aus das wir es diesmal wieder nicht bis zum ET schaffen... tja und jetzt sowas...

Ich weiß nicht was ich jetzt genau tun soll... normal entbinden würde ich schon gern aber unter den umständen was dann passiren kann und das der kleine halt so groß ist... ich wei es einfach nicht..

LG

Laura

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Hallo,

unser Baby Paul ist nicht mehr richtig gewachsen und sollte früher raus ;)

Die erste entbindung war eine secundäre Section.

Da mein Befund mehr als unreif war, habe ich mich gegen eine Einleitung entschieden. Konnte mir nicht vorstellen, tagelang am CTG zu hängen und die Herztöne des Kleinen zu hören mit der ständigen Angst im nacken, dass die plötzlich genaueso weg sind wie damals bei dem Großen.

Außerdem wäre die Einleitung ja keine Garantie gegen einen KS gewesen. Und nochmal so einen Not-KS wollte ich auf keinen Fall.

Also habe ich zu den Ärzten gesagt: "Wenn ihr meint, dass er früher raus muss, dann holt ihn raus, aber eingeleitet wird nicht. "

Hatte aber trotzdem riesenschiss vor der OP.

Nun ist das Ergebnis kerngesund un dschon wieder 6 Monate alt.

LG

Anke

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Hallo Steffi,

meine erste Tochter kam per Kaiserschnitt zur Welt. Da ich leider am Ende der zweiten Schwangerschaft wieder unter Bluthochdruck gelitten habe, wollte man die Schwangerschaft wieder frühzeitig beenden (zweieinhalb Wochen vor ET).

Man hat mich dieses Mal vor die Wahl gestellt ob ein Kaiserschnitt gemacht oder eingeleitet werden soll.

Ich wollte es spontan versuchen und wurde daher eingeleitet. Die Geburt war kurz und heftig (von der ersten schmerzhaften Wehe bis zur Geburt ca. 4 Stunden). Am Schluss musste mit Saugglocke nachgeholfen werden, da meine Tochter nicht durchs Becken passte. Meiner Kaiserschnittnarbe ist nichts passiert.

Auch muss ich sagen, dass ich die spontane Geburt viel schöner und angenehmer empfand als den Kaiserschnitt. Und ich hatte einen Dammriss dritten Grades.

Ich wünsche Dir alles Gute für deine Geburt.

LG
Claudia