Analvenenthrombose erfolgreich behandeln? Auch ohne OP?

Hallo zusammen,

ich habe mich nach der Entbindung meines 2. Sohnes vor 7 Tagen sooooo gefreut, dass diesmal kein Dammschnitt gemacht werden musste (denn die Heilung beim ersten Kind dauerte extrem lange).

Ich bin allerdings recht tief an den Labien gerissen, was eben auch genäht wurde. Aber jetzt, nach einer Woche, "fühlt" es sich schon sehr gut an. War echt glücklich über so geringe Geburtsverletzungen...

Aber diese Freude sollte nicht lange anhalten. Seit 3 Tagen habe ich sehr sehr schmerzhafte Analvenenthrombosen. Es sind im Prinzip 6 Stück rund um den After verteilt. Ich kann kaum laufen, weil dabei alles scheuert; kann nicht wirklich sitzen, weil es so drückt.

Gestern war ich damit beim FA. Er zählte mir quasi 2 Behandlungsmethoden auf. 1. Cremen. Er gab mir eine Salbe mit Heparin mit, die gegen die Thrombosen helfen soll. Und eine Salbe mit Lidokain, die gegen die Schmerzen hilft. Zusätzlich soll ich 2 mal täglich Ibuprofen nehmen. Gemäß seinen Erfahrungen bilden sich die Thrombosen so sehr gut zurück, allerdings dauert das ganze 4 - 6 Wochen #schock

Möglichkeit 2 ist eine ambulante OP in Vollnarkose. Erfolg wäre sofort nach der OP zu spüren; danach lediglich in den ersten Tagen leichte Schmerzen durch die offenen Wunden.

Ich soll mir das nun über's WE überlegen, bzw. es solange eh erstmal mit Cremen versuchen.

Grundsätzlich wäre es natürlich schön, wenn nicht operiert werden müsste. Allerdings kann ich mir auch auf keinen Fall vorstellen, die nächsten 4 Wochen (oder länger) mit diesen Schmerzen durchzustehen. Ich habe einen 4-jährigen Sohn und einen Säugling, die versorgt, bespaßt, etc. werden wollen; die Feiertage stehen vor der Tür... Da kann ich mich ja schlecht den halben Tag hinlegen (so wäre es nämlich am erträglichsten...).

Also Mädels? Wie sind eure Erfahrungen damit? Wie lange dauert es tatsächlich, bis die Schmerzen etwas nachlassen? Würdet ihr euch für oder gegen die OP entscheiden?

LG
mini-sumsum

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Hallo,

ich hatte vor einigen Jahren mal und jetzt in der Schwangerschaft auch zweimal damit zu tun, allerdings war es jeweils nur eine Analvenethrombose.

Ich habe Hametum-Salbe verwendet und gekühlt (Eiswürfel in Gummihandschuh). Die Schmerzen waren jedes Mal nach zwei Tagen sehr gut erträglich, nach ca. 5 Tagen komplett weg. Die Thrombose hat sich dann allmählich zurückgebildet.

Ich würde an Deiner Stelle noch ein paar Tage warten, ob es besser wird. Operieren kannst Du Dich dann immer noch lassen, wenn Du es nicht mehr aushältst.

LG und gute Besserung,
Jessi

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Hallo,

eine Freundin von mir hatte nach der Geburt auch sehr damit zu kämpfen. Sie hat von ihrer Nachsorgehebamme Hamamelis-Globulis bekommen und diese in erhöhter Dosis eingenommen. Nach ca. einer Woche war der Spuk so gut wie vorbei.

Ich hatte nach meinen beiden Geburten auch ein wenig Probleme. In der ersten SS hatte ich Hamamelis-Zäpfchen und nun nach der zweiten Geburt Hamamelis-Salbe. Meine zweite Entbindung liegt gerade mal 13 Tage zurück und nach zweimal Salbe auftragen bin ich das Ding los. War allerdings nur eine. Aber bevor ich mich für eine OP entscheiden würde, würde ich das erst mal testen.

Was sagt Deine Hebamme?

Beste Grüße

Katja