Schwangerschaftsvergiftung, wieso hats niemand gemerkt?

    • (1) 20.06.06 - 08:37

      Hallo Zusammen, ich weiss nicht ob es hier das richtige Forum ist, aber ich musste diese Frage einfach stellen. Ich bin so wahnsinnig traurig und verärgert. Meine Freundin ist am Samstag in die Klinik gefahren weil sie ein komisches gefühl hatte. Sie war im 6 Monat Schwanger und hatte erst letzte Woche eine Untersuchung beim Fa. Als sie dann am Samstag in die Klinik fuhr, fanden die Ärzte keine Herztöne mehr beim Kind. Sie vermuteten eine Schwangerschaftsvergitung und wussten auch nicht wielange das Kind schon tot war! Erst am Montag morgen haben sie die Geburt eingeleitet obwohl doch eine SSV gefährlich ist, auch für sie? Ihr ging es Körperlich auch nicht gut! Wenn doch eine SSV vorliegt sollte man das doch sehen oder??? Es tut mir so wahnsinnig Leid für sie!! Ich zünde eine Kerze an für die kleine#kerze

      sorry ich möchte niemandem angst machen, aber mich beschäftigt das sooooo!!!

      Liebe grüsse Nicole

      • (2) 20.06.06 - 12:24

        Hallo,

        ich zünde auch eine #kerze für die Kleine an.

        Das mit der Schwangerschaftsvergifung kann ziemlich unauffällig sein und man bekommt oft auch nicht alle Anzeichen zusammen ... leider muss ich sagen das ich inzwischen sehr häufig mitbekommen habe das Ärzte die Gestose nicht als solche erkennen und dementsprechend auch nicht handeln.

        Bei mir wurde die Schwangerschaftvergiftung ungefähr zur gleichen Zeit festgestellt und ich und mein (damals natürlich noch ungeborener) Sohn, waren unter ständiger Beobachtung.
        Wir hatten Glück im Unglück, das weiß ich.

        Nun wird es deiner Freundin sicher nicht mehr viel nutzen, aber es gibt eine Seite http://www.gestose-frauen.de wo sie sich austauschen kann wenn sie dazu bereit ist und vielleicht Mut, Kraft und Hoffnung schöpfen kann.

        Ich wünsche ihr alles Liebe und werde an sie und ihre Kleine denken ... Mara

        Für deine Freundin ...

        Wenn Engel weinen ...

        Es war einmal ein kleines Engelmädchen, das ganz traurig auf seinem Wölkchen saß und weinte - eine nach der anderen rutschte über die kleine süße Backe und tropfte auf Ihre Flügel. Da kam ein kleiner Engeljunge und legte beschützend seinen Flügel über sie und hauchte ihr ins Ohr: "Weine doch nicht, deine Flügel werden doch ganz nass!" Da schaute sie den kleinen Engeljungen mit ihren großen Augen an und sagte mit ihren süßen Lippen: "Ich fühle mich so allein. Ich will auch Liebe fühlen!"
        "Liebe fühlen?" fragte der Engelsjunge, "Was meinst du damit?”
        "Ich habe gehört, dass es so unendlich schön sein soll, wenn man eine Mama findet und dann bei ihr wachsen darf. Ich will auch die Wärme spüren, ich will auch das Mutterherz klopfen hören! Warum muss ich noch so lange warten? Ich will auch eine Mama finden!"
        Der Engelsjunge sagte: "Du bist vielleicht eine Süße, das ist doch nicht so einfach! Wir werden nur geboren, wenn wir auserwählt sind, um zu lernen auf der Erde oder um unserer zukünftigen Mama oder Familie zu helfen, den richtigen Weg zu finden oder gemeinsam den Weg zu gehen. Solange mußt du warten, Gott entscheidet, ob du auf die Erde musst um zu lernen oder ob du deine Eltern hier im Paradies erst empfängst. Du suchst Dir deine Mama und deine Familie selber aus. Manche Engel suchen nur die Liebe, manche Engel haben schon soviel Liebe und wollen nur Liebe geben. Manche suchen Eltern, die eigentlich keine sind, da sie Probleme haben; jedoch wollen sie ihnen helfen. Manche suchen nur einen Platz zum wachsen, um bei anderen Eltern zu leben, da diese gesundheitlich nicht einen Wachstumsplatz geben können. Manche wissen genau, daß sie gar nicht angenommen werden, jedoch hoffen sie angenommen zu werden, denn sie können ersehen, daß die Mama versteckte Gefühle hat. Es ist sehr kompliziert, du kleines Engelmädchen ..."

        "Warum dürfen dann manche von uns nur für kurze Zeit zu ihren Mamas?" fragte das kleine Engelmädchen.
        "Das sind die kleinen Engelchen, die es vor lauter Sehnsucht gar nicht mehr aushalten. Aber das ist falsch! Sie müssen warten, jedoch lieben sie ihre Mama so sehr und stibitzen sich zu ihnen, um ihre Mama zu fühlen."
        "Aber sie müssen ja dann so schnell wiederkommen!" sagte die Kleine zu ihrem Engelsjungen.
        "Ja, das ist das Problem. Weißt du, kleines Engelein, sie weinen so wie du jetzt, voller Sehnsucht nach ihrer Mama und dann wollen sie sofort zu Ihr - ohne Freigabe - das bedeutet sie bleiben nur begrenzt, jedoch denken sie, ich muss jetzt zu meiner Mama und fliegen los. Sie kommen wieder mit einem hübschen Namen und bepackt voller Liebe - jedoch die Sehnsucht bleibt. Daher sind sie sehr oft bei Ihren Familien um bei Ihnen zu sein, um Ihren Platz zu genießen den die Eltern ihnen geben. Sie merken dann, wie traurig alle sind und fühlen den Schmerz den sie verursacht haben. Sie streichen Ihrer Mama über die weinende Backe und jede Träne verzückt sie auch, doch war der Preis sehr hoch, so früh zu gehen. Sie trösten sich damit, daß sie sich wiedersehen und sie lernen mit der Zeit auch einige aus der Familie kennen wenn diese auch ins Paradies kommen. Komm Kleine ich zeig Dir mal was!" Er nahm sie bei der Hand und sie gingen zu dem Schauraum.
        "Wo sind wir hier?" fragte die Kleine.
        "Das ist unser Fenster zur Welt, hier können wir alle Menschen dieser Erde sehen und die Mamas, die einen Platz Dir geben könnten, die haben einen gelben Stern über dem Kopf," sagte der Engelsjunge. Beide schauten ganz fasziniert auf die Welt und das kleine Engelchen träumte mit Ihren schönen, noch tränenbefeuchteten Augen, von ihrer Mama.

        Auf einmal sah sie eine Frau, die ganz verzweifelt an einem Bettchen stand und ihr Baby umarmte und bitterlich weinte.
        "Warum weint sie? Hat sie Schmerzen?"
        "Ach du kleines Engelchen," sagte der kleine Jungenengel. Das ist mein Freund - er heißt jetzt Marvin. Er saß hier so wie wir und hat sich seine Mama ausgesucht. Jedoch das Schicksal war, daß er nur 6 Monate alt werden durfte und nun ist die Zeit herum. Er... - er kommt wieder zu uns."
        "Aber warum? Er hat es doch so hübsch gehabt?" sagte die Kleine.
        "Ja weißt Du, Gott hat sich irgendetwas dabei gedacht, was vielleicht erst einmal Traurig erscheint, jedoch eine Aufgabe für die Eltern ist. Manchmal lernen sie dadurch erst einmal was Liebe, Vermissen, Sehnsucht, Freude, Leid usw. bedeutet; manchmal lernen sie erst einmal das jeder Tag etwas besonderes ist oder sie gestalten ihr Leben neu. Wir verstehen es auch nicht so ganz, jedoch jeder Engel hat eine Aufgabe und Gott hat sich dabei etwas gedacht."
        "Warst Du schon einmal auf der Erde? Oder warum bist du noch hier?" fragte die Kleine.
        "Ich bin noch hier, da ich viel Kraft brauche für meine Mama, denn sie ist ein sehr trauriger Mensch, der viele Sachen macht, die falsch sind, und ich werde probieren ihr zu helfen, denn sie trinkt viel Alkohol und hat soviel trauriges erlebt. Ich will ihr helfen, daß sie ihr wahres "Ich" findet. Das ist sehr schwer, und da wir bei der Geburt unsere Engelzeit vergessen, so bleibe ich noch ein bißchen, damit meine Seele genügend Liebe empfängt von hier, damit ich genügend habe, um auf der Welt - auch wenn meine Mama sich nicht verändern kann, für später habe, um selbst einmal "Mein" Leben zu genießen und anderen ein guter Freund und Partner zu sein."
        "Oh, was bist du für ein toller Engelsjunge. Das finde ich ja so toll, du bist so stark - ich aber nicht, das merke ich, ich hätte Angst." Traurig schaute sie zu Boden ...
        "Ach du Dummerlein ... das ist doch nicht schlimm. Du musst nicht die Starke sein, wenn du merkst, dass du das nicht kannst. Du musst dir nur die Eltern dann suchen, wo du ... die Liebe fühlst ... die Sehnsucht ... nach Dir ... !"
        "Hilfst Du mir?" fragte die Kleine und schaute sich um ... Hinter ihr standen unendlich viele Engelchen, die auch Eltern suchten ... die ihre Türen des Herzens für sie öffnen ... und auch viele starke Engelchens, die es sich zur Aufgabe machten, Eltern oder Mamas zu finden, denen sie helfen wollen ihren Alltag zu meistern, mit viel Liebe ... Auch, wenn es manchmal viele Schmerzen sein werden und die Seelen so manches mal bitter weinen ...

        Das kleine Engelchen wollte unbedingt zu der Mama von Marvin, da Ihre Tränen ihr so ans Herz gingen ... Jedoch muss sie sich noch gedulden. Zwar steht die Türe offen, jedoch die Sehnsucht nach Marvin braucht noch Zeit und solange nimmt sie sich vor, Ihre Eltern von oben zu beobachten ... und das tut sie nun täglich ... Ab und zu mit Marvin, wenn er vorbeischaut, denn er ist auch sehr oft bei seinen Eltern. Jedoch wenn er bei Ihr ist, dann erzählt er Ihr von den schönen Erlebnissen dieser wunderschönen 6 Monate und der wunderschönen Zeit im Bauch. Jedoch ist er auch manchmal traurig, da er später nur ihr Schutzengel sein darf ... aber die Freude für seine Eltern über das kleine Mädchen, dass sie bekommen werden, ist auch für ihn wunderschön ...
        Ja und der kleine Jungenengel, der beobachtet auch seine Mama und merkt, dass er langsam zu ihr gehen muss, da sie ganz vergisst was Lebensfreude heißt und wie wunderschön das Leben sein kann ... Aber er hat auch etwas Angst, Angst nicht Stark genug zu sein, denn die Aufgabe ist nicht leicht. Daher schaute er eines Abends ganz verträumt auf die Erde und auf einmal sagte jemand zu ihm ...

        Keines meiner Engel wird von mir vergessen werden. Ich werde wachen über Dich, nur bedenke! Du wirst auch deine Zeit haben, eine freie Zeit ohne Eltern, dann kannst du dein und das Leben anderer verändern, mit Liebe und Zuneigung, mit Hoffnung und Nächstenliebe. Vergessen wirst du niemals, mein kleiner Engel! Jedoch kannst du dein Leid teilen, mit anderen, um anderen zu helfen. Es wird schwer, mein geliebter Engel, aber ich werde bei Dir sein ...

      #kerze

      Hallo Nicole,
      meine Fä hat meine SSV auch nicht erkannt. Als ich dann Sonntags ins KH bin, sagte der Entbindende Arzt nur noch: wir müssen jetzt sofort einen KS machen, sonst kann ich ihnen nicht garantieren, das sie und ihr Kind den heutigen Tag überleben. Es tut mir wahnsinnig Leid für deine Freundin. Leider sind manche Ärzte mit so etwas nicht vertraut und halten es für Spinnerei, wenn es einem schlecht geht.

      LG Denise (bei der zum Glück alles gut gegangen ist)

    • Hallo!

      Du schreibst, sie vermuteten eine SSVergiftung. So etwas tritt aber nicht plötzlich ein, das entwickelt sich.
      Ich habe damals auch im 6. Monat plötzlich extrem Hohen Blutdruck gehabt und Eiweiss im Urin, man hat dann meine Leberwerte untersucht und einen Wert gefunden der nicht in Ordnung war.

      Ich habe dann fast die Restliche SS im KH gelegen, erst 3 Wochen vor der Geburt hat man mich ohne bedenken entlassen. Ich muss sagen, in den fast 3 Monaten im KH, hat man NICHTS getan ausser mich mit Magnesium vollzustopfen.

      Laut den Ärzten die damals den Tod meines Sohnes untersucht haben, war er schon rund 2 Wochen verstorben, vermutlich hat sich die Plazenta gelöst und ihn nicht mehr versorgt, denn er wäre kerngesund und reif gewesen (54cm, 3680gr)

      Ich wünsche deiner Freundin sehr viel Kraft für die Zukunft!

      Sie soll nicht scheuen sich psychiatrische Hilfe zu holen, um das alles zu verarbeiten.

      Liebe Grüsse
      Heike + #ei (ET -10)

      Ich glaube, hier gibts irgendwie ein Missverständnis.

      Wenn deine Freundin eine SS-Vergiftung gehabt hätte, dann hätte SIE schon Symptome gehabt und wenn es ein akutes HELLP-Syndrom gewesen wäre, hätte sie mit Sicherheit nicht ihr Kind spontan kriegen können sondern wäre im Eiltempo im OP und hinterher auf Intensiv gewesen.

      Ich denke mal, das erst herausgefunden werden muss, WAS mit der kleinen Maus passiert ist , alles andere läuft für mich eher unter Spekulation und für die Trauerarbeit ist es megawichtig, dass auch in dieser Lage die Frauen ihre Kinder normal gebären und vor allem auch zu sehen bekommen---> ein sehr unangenehmes Thema , aber für ihr weiteres Leben megawichtig.

      Liebe Grüße von

      Gabi

      • Hallo Gabi, also meine Freundin hat mir heute geschrieben. Sie hatte eine Schwangerschaftsvergiftung, wielange schon weiss ich nicht! Sie hatte letzte Woche ein Termin beim FA und da war wirklich noch alles gut, das einzige wo sie sagte dass das baby klein sei... Und das sie von einem Tag auf den anderen plötzlich viel Wasser hatte. (ich hatte das auch und hab mir nichts dabei gedacht!)Die Geburt wurde gestern morgen eingeleitet, sie hatte 11Stunden Wehen mit PDA wurde es besser! Leider ging dan noch die Nabelschnur kapput und die Plazenta ist nicht raussgekommen. Am Schluss mussten Sie eine Auskratzung machen und dabei hat sie zuviel Blut verloren. Jetzt muss sie noch in der Klinik bleiben, weil Sie nicht wissen ob die SSV noch Gefährlich wird für sie! Es war sicher sehr schlimm für sie! Mehr weiss ich leider nicht!

        Lg Nicole

        Hallo Gabi,

        ich hatte eine Schwangerschaftsvergiftung, die meinen Doc aber nicht interessiert hat. Und in der 22. SSW war ich mal eine Nacht in der Klinik wegen hohem Blutdruck und Wassereinlagerungen. Das Wasser hat dort keinen interessiert und CTG wurde am nächsten Tag für 10 Minuten gemacht.

        Als ich meinen Doc später mal fragte warum, kam folgende Antwort: "Für ihr Kind hätten wir jetzt eh noch nix machen können. Wäre noch nicht überlebensfähig gewesen."!!!!

        Man gab mir keine Tipps, wie ich gegensteuern könnte, nix! Wie soll man da als Erstgebärende wissen, was genau man hat. Das Wort "Schwangerschaftsvergiftung" fiel bei mir übrigens erst kurz vor der Geburt.

        In der 29. SSW kam ich dann zum 3. Mal in die Klinik. Schwere Präeklampsie und schweres Hellp-Syndrom steht im Geburtsbericht. Ich bin aber danach auf keine Intensivstation gekommen. Meine Kleine schon.

        Und ich hatte nach deiner Beschreibung einer Not-OP auch keine selbige. Sie hatten noch genug Zeit mich zu rasieren. Nur bis der Papa da war, konnten sie nicht warten, dann gäbe es mich und mein Kind nicht mehr!

        Gruß, Nicole

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