Geburtsbericht - welche Eckdaten und ist man tatsächlich wie in Trance?

Hallo,

ich schleiche mich mal aus dem SS-Forum zu euch und gratuliere zu euren kleinen Wundern.

Bei uns sind es noch ca 4 Wochen und spätestens jetzt macht man sich doch immer mal Gedanken, wie die Geburt abläuft.
Unsere Hebamme hat beim letzten GVK gesagt, wir sollen dem Partner den Auftrag geben in groben Zügen mitzuschreiben, wie die Geburt abgelaufen ist, weil man selber vieles wieder vergisst bzw. zeitlich falsch auffasst und wie in Trance ist.

Ich würde meinem Freund aber gerne schon ein "Hilfsgerüst" mitgeben, dass er vielleicht nur Eckdaten aufschreiben muss.

Aber was und wie am Besten?

Fruchtblase: Sprung 18 Uhr
erste Wehen: ...

Habt ihr mitschreiben lassen oder konntet/könnt ihr euch an alles erinnern? Ist das mit dem Mitschreiben vielleicht totaler Quatsch?

Viele liebe Grüße, Tahiti

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Will man das wirklich so genau wissen? Also ich erinnere mich auch nach 12 Jahren noch problemlos und ohne Protokoll daran, dass die ersten Wehen so um Mitternacht anfingen, wir um ca. 5 im Krankenhaus aufgeschlagen sind und mein Sohn um 12:32 geboren wurde.

Weitere Details stelle ich mir schon arg komisch vor. Wie sieht das dann aus?

10:03: Der Einlauf wirkt (weitere Details siehe Fotos)
11:13: Mutter schreit Vater an, dass er ihr das schließlich alles angetan hätte
12:00: Fruchtblase platzt und setzt Kreisssaal-Boden unter Wasser
12:40: Kind sitzt fest. Dammschnitt nötig. Moment, ist das eine GEFLÜGELSCHERE???
12:47: Vater wird übel und wird von Hebamme rausgeschickt

Sorry, ein bisschen albern vielleicht #cool. Aber ich denke, dass man die wichtigen Dinge ohnehin nicht vergisst.

LG

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Ich kann mich an beide Geburten gut erinnern. Waren aber auch nur ein paar Stunden. 5 und 2.

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huhu :),
Ich finde die Idee garnicht schlecht mein Sohn ist vor 4 Wochen per geplanten Ks zur Welt gekommen und ich muss ganz ehrlich sagen das ich streckenweise Erinnerungslücken habe.. Klar an das grobe kann ich mich erinnern aber teils fehlt mir da auch ne Stunde..

Ich denke so wie du das beschrieben hast ist das ne gute Idee!

Liebe Grüße

Kimkas

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Wenn du Angst hast, dass du etwas vergessen könntest: Lass ihn mitschreiben! Ich denke es kommt immer auf die Frau an, wie sie ihre Geburt erlebt. Ich persönlich konnte mich danach gut genug erinnern, dass ich den zeitlichen Ablauf selbst ein paar Tage später niedergeschrieben hab. Bei einer Uhrzeit war mein Gedächtnis tatsächlich schwammig, aber an den Rest kann ich mich gut erinnern. :) Wenn allerdings keine Uhr im Kreißsaal gewesen wäre, wäre ich aufgeschmissen gewesen, denn mein Zeitgefühl war komplett verändert - mir kam alles viel schneller vor. Die Zeit verflog richtig.

Wenn dein Mann dabei ist, kann er aber auch ohne mitzuschreiben alles danach nochmal erzählen, wie er es erlebt hat. Dann könntest du es auch noch notieren. Ich stell es mir jedenfalls ein bisschen komisch vor, wenn ich in den Wehen liege und mein Mann neben mir noch munter aufschreibt, was so alles passiert... ;)

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Hallo du :)

Ich Idealfall ist es tatsächlich so, dass du in einer Art Trance bist. Dadurch kommt die die Zeit nicht so lange vor und du bist entspannter bei der Geburt, was sehr wichtig ist. Wenn dein Partner grade nichts besseres zu tun hat könnte er schon ein paar Sachen aufschreiben (oder Fotos machen?), ich fände das im Nachhinein ganz schön. Aber er sollte auf dich achten, ob du ihn gerade brauchst und sich in erster Linie auf dich konzentrieren. Während meiner ersten Geburt hätte ich das nicht zugelassen ;) da bräuchte ich meinen Mann zu sehr

Liebe Grüße und eine schöne Geburt wünsche ich dir
Susanne

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Hallo,
Wenn du deinen Mann während der Geburt nicht mit dem Schreiben teilen willst, kannst du nach der Geburt den Geburtsbericht, den die die Hebamme anfertigt, in Kopie bekommen.

Ich hab mich nach der Geburt ans Krankenhaus gewendet und habe ein paar Tage später den Bericht zugeschickt bekommen.

Ich wünsche dir alles gute und viel Kraft :)

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Hallo

Ich hatte schon auch gewisse Lücken. Es waren Dinge die ich einfach nicht mehr mitbekommen habe, weil ich so mit meinem Körper oder nach der Geburt mit dem Bestaunen meines Babys beschäftigt war. Es war für mich als Lebe ich gerade nur für dieses Baby. Und ein Zeitgefühl hatte ich überhaupt nicht mehr. Manchmal hab ich auf die Uhr geschaut und gedacht Waaaaas! schon wieder 2 Stunden vorüber? :-D

Also wenn eine Frau sagt ich war 10 Stunden in den Wehen, dann hört sich das zwar sehr lange an, aber du fühlst diese Stunden so nicht. Also bei mir wars so, dass ich wirklich jegliches Zeitgefühl verloren habe und das war auch gut so.

Ich habe dann teilweise Fotos von nach der Geburt angesehen und merkte dass ich das vollkommen vergessen hatte. Oder mein Mann hat mir auch ein paar Sachen noch erzählt, wie ich reagiert habe, das ich einfach vergessen hatte.

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Hey, Stellt euch ne Kamera hin und Filmt mit( die muss ja nicht vor deiner Scheide stehen ;), so habt ihr beide weniger Stress, könnt alles kommentieren und dein Partner kann Händchen halten. Ein diktiert gerät (müsste es auch als App geben)wäre doch auch sinnvoll, so müsst ihr nicht immer Stift und Zettel suchen.. Alles gute dir :)

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Ich habe nicht mitschreiben lassen, wäre aber auch nie auf die Idee gekommen ;)
Ich kann mich an alle Eckdaten noch genau erinnern. Die letzten 1-2 Std. vor der Geburt war ich aber wirklich komplett auf mich selbst konzentriert und hab die Umwelt nicht mehr beachtet. Nur die hilfreichen Worte der Hebamme sind immer zu mir durchgedrungen.

Ich würde nix mitschreiben. Du und dein Mann werden das Erlebte sicher zusammen auch nachträglich nochmal zusammen bekommen.

LG