Besuch im Krankenhaus/ Wochenbett - wie regelt ihr das?

Hallo Ihr Lieben,

der ET rückt näher und somit werden auch die Erinnerungen an die beiden letzten Geburten immer intensiver! Was mich aktuell sehr beschäftigt, ist die Frage wie das andere, also Ihr, mit dem Besuch im KH und die ersten Tage zu Hause regeln!

Bei meinem ersten Kind vor 14 Jahren hatte ich selbst im Kreißsaal und auch später auf der Station keine Ruhe. Die Leute, Familie, Freunde, sogar nur entfernte Bekannte gaben sich die Klinke in die Hand. Jeder wollte das Baby sehen und "angrapschen". Schrecklich! Von Ruhe und Erholung keine Rede. Es war immer Trubel, zumal ich in einem 3-Bett-Zimmer lag und auch die anderen Damen ständig Besuch hatten. Niemand hielt sich an Besuchszeiten.

Meine 2. Geburt war ambulant, da hielten sich die Besucher im Rahmen. Man muss ja niemanden reinlassen. Klingel, Telefon und Handy aus und man hat Ruhe!

Jetzt ist aber so, dass ich an einer SS-Diabetis leide und eine ambulante Entbindung damit ausfällt. Ich habe richtig Panik, dass es wieder so wird wie beim 1. Kind. Was also machen, heimlich entbinden? Ich weiß, dass gerade meine Familie keine Rücksicht darauf nehmen wird und alle, am Besten gleichzeitig, ins KH kommen werden.

Ich hab jetzt schon überlegt, ob man im KH Bescheid geben kann, dass die nmd. die Zimmernummer geben dürfen. Oder wirklich erst 2-3 Tage nach der Geburt, wenn man sich einigermaßen erholt hat, was sagen. Wie regelt ihr das?

Lg, minime2016

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Ich hatte schon bei meinem Grossen mitgeteilt dass ich nur von den Grosseltern Besuch möchte im Krankenhaus, alle anderen dann daheim. Hat naja, so halb funktioniert. Urgrossmama und Geschwister konnten sich nicht daran halten...War dadurch alles sehr stressig, stillen klappte nicht, evt auch daher...

Beim 2. machte ich schon am Anfang der SS klar dass ich am ersten Tag nur meinen Mann und unseren Grossen sehen will im Krankenhaus und niemand anderen rein lasse ins Zimmer (Bei uns konnte man vermerken dass nur der Partner und die eigenen Kinder rein dürfen)

So war es super, wir konnten die Zeit so richtig als Familie geniessen. Am 2. Tag durften dann die Grosseltern und die Uroma kommen. Und erst 1 Woche später alle Geschwister, Freunde und Bekannte erst 2 Wochen später.

So war es sehr entspannt für uns auch wenn viele eingeschnappt waren. Interessierte uns wenig was die anderen davon halten ;) und was soll ich sagen, beim 2. klappte dann auch das Stillen super, der Alltag war einfach entspannt.

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Hallo,

ich hatte nach Einleitung einen Notkaiserschnitt unter Vollnarkose (keine Herztöne mehr beim Kind), und musste danach 5 Tage im KH bleiben.
Wir haben in diesen 5 Tagen sämtlichen Besuch abgehandelt, damit wir dann zu Hause unsere Ruhe hatten.
Das fand ich ganz gut so und würde es auch wieder so machen.
Was mir nur nicht gefallen hat, dass meine Schwiegereltern nicht auf unsere Zeitvorgabe geachtet haben, und einfach im Kreißsaal standen, als ich noch an allen Schläuchen und Geräten hing und gerade erst von der ITS runter war. Da hätte ich mir doch an Tag 0 etwas mehr Ruhe erbeten. Aber bei denen redet man da leider gegen einen Baum.
Alle anderen fragten, wann sie rum kommen dürften. Und das war ok für uns.
Wir hatten allerdings auch ein Familienzimmer und somit unsere Ruhe vor anderen Muttis und deren Besuch.
Als wir dann nach 5 Tagen nach Hause sind, kehrte Ruhe ein, und das tat uns allen gut. Wir haben die ersten Wochen sehr genossen. Ich musste niemanden zu Hause bewirten und hatte somit auch keine Arbeit.

LG

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Hallo,

wir haben damals als Paar untereinander ganz klare Vorgaben für unser Verhalten gehabt:

1. was wird es für eine Geburt (spontan oder KS, weiß man ja vorher nie)
2. wie geht es mir hinterher bzw. dem Kleinen

Ich habe dann spontan entbunden und mir ging es wirklich gut. Der Dammschnitt hat mich kaum gestört. Zumal unser Sohn abends um zehn geboren wurde. Da war bis zum nächsten Nachmittag eh Ruhe
Ich habe auch lieber den Besuch im KH als später zu Hause. Im KH bleiben die meisten nicht so lang. War mir der Besuch der Bettnachbarn zu viel, bin ich einfach ins Stillzimmer gegangen.

Allgemein bin ich aber ein Mensch der gern Besuch hat und unsere Freunde und Familie sich in dem Fall zurückgehalten haben bzw. mit Essen uns unterstützt haben.

Wäre es anders gewesen und es mir nicht gutgegangen, dann hätte mein Mann alle abgewimmelt. Da konnte ich mich drauf verlassen.

Besprich dich mit deinem Mann das er deine Wünsche durchsetzt, wenn du keine Kraft dazu hast. Und ich würde der Familie das auch so sagen, wenn sie beleidigt sind - ihr Problem.

LG
Tanja

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Hm na ihr habt ja ganz schöne Probleme mit besuch... Bei meinem kaiserschnitt letztes Jahr, kamen Schwiegereltern, oma und seine geschwister extra am gleichen Tag noch 300 km gefahren um uns zu besuchen. Gut ich fand es etwas übertrieben da wir eh nach der geburt hoch gefahren sind und sie da die kleine immer in der Nähe hatten. Aber ok das war der erste besuch nach gerade mal vier Stunden. Danach kamen natürlich meine Eltern noch kurz, was mich sehr gefreut hat, da ich damit nicht gerechnet hatte. Die nächsten zwei Tage kamen dann noch meine oma und tante und meine große schwester vorbei. Ich hatte bei keinem besuch etwas dagegen, da ich Krankenhaus eh hasse, mein mann leider kaum zeit hatte und ich bei 24 stunden dauer allein sein mit schlafendem baby, was nur zum stillen wach wurde, ein paar Gespräche und ablenkung gut gebrauchen könnte. Ich glaube aber das liegt wohl am Charakter manche wollen keinen besuch und andere so wie ich haben nichts dagegen.

Ich muss dazu sagen keiner hat mein baby angegrabscht, und sie mussten damit leben meine brust beim stillen zu sehen, da die kleine andock Schwierigkeiten hatte und somit immer etwas Zeit verging bis sie getrunken hatte. Auch der besuch von meiner zimmernachbarin hat mich nicht gestört, in der zeit hab ich dann einfach die Augen zu genacht oder fern gesehen usw....

Hätte ich aber explizit keinen besuch gewollt außer von bestimmten Personen, hätte ich den anderen ein bild geschickt und dazu geschrieben,"wenn ich mich in meinem neuen Zuhause eingelebt habe, dürft ihr mich gerne nach Absprache besuchen." daran sollte sich doch jeder Erwachsene halten können und sie haben ja zur überbrückung schon mal ein foto.

Lg steffi

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Ich habe meiner Familie ganz klar und sehr deutlich gesagt, dass ich, im Krankenhaus keinen Besuch will und ihnen angedroht, dass ich nicht Bescheid sage, wenn das Baby da ist. ;-)
Sie haben sich alle dran gehalten, auch wenn sie etwas beleidigt waren.

Dieses Mal werde ich es nicht direkt ansagen, aber ich bin mir sicher, dass meine Familie weiß, wie wir ticken. Außer meiner Mama, die darf dieses Mal kommen, schließlich kümmert sie sich in der Zeit wo ich entbinde um meinen "Großen". ;-)

Sprich es einfach an und auch wenn viele es grausam finden, im Notfall würde ich heimlich entbinden.

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Hehe, war bei uns auch so! Und war die beste Entscheidung! Alle haben es akzeptiert :)

Würde es immer wieder so machen! War eine tolle Kennenlernzeit mit unserer Maus!

LG, bemi

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Wenn der besuch für dich so ein Problem darstellt dann würde ich einfach erst später bescheid geben wenn das baby da ist. Man kann ja vom kh nicht erwarten das sie deinen besuch regulieren sollen....
Ich weiß das es sehr stressig ist aber denkt auch mal an die schöne seite. Viele freuen sich für euch und möchten teilhaben an eurem glück....

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Danke für die vielen Tipps und Ratschläge! Ich finde es auch schrecklich, niemanden sagen zu können, wenn unser Baby geboren wurde! Man möchte seine Freude ja teilen. Allerdings wäre das Horrorszenario von vor 14 Jahren noch schlimmer für mich. Zumal ich der Meinung bin, dass es ziemlich unfair wäre, wenn der Besuch noch vor den Geschwistern das neue Familienmitglied kennenlernen würde. Und auf die Brust starren lasse ich mir schonmal gar nicht! Manche Menschen besitzen da leider keinerlei Feingefühl und rennen sofort ins KH egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Meine Hebamme hat mir letztens erst erzählt, dass sie eine junge Frau betreut hat, die eine sehr schwere Geburt hatte. Da haben ständig irgendwelche Verwandte an der Kreißsaaltür geklingelt und nachgefragt, ob das Kind jetzt da wäre. Ich dachte nur: "Klasse, das könnte meine Familie sein!"

Lg minime2016

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Ich habe meinem Freund gesagt das ich den 1. Tag bzw. Tag der Geburt auf jeden Fall nur für unser Baby und uns zum Kennenlernen und kuscheln möchte :-) Das ist mir sehr wichtig das wir einfach Zeit für uns Drei als Familie haben.

Danach - soweit es uns gut geht und wir fit sind - gerne Besuch vom engsten Umfeld/Verwandte.. Wir beide haben aber auch Familien denen man sagen kann wenn es zu viel wird. Ich glaube da wäre niemand beleidigt.

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Meine Tochter ist um kurz vor 2 Uhr nachts geboren. Somit hatte ich also noch ein paar Stunden Ruhe bevor der Besuch anrückte. Der erste Besuch war gegen Mittag da. Ich stand schon noch etwas neben mir und war die Tage dauermüde. Scheidennaht und Nachwehen taten ihr übriges.

Trotzdem war ich sehr froh, dass der ganze Besuch im Krankenhaus stattgefunden hat. So hatte ich wirklich absolute Ruhe zu Hause, weil alle das Baby gesehen haben. Außerdem war ich so gut abgelenkt, bekam leckeres Essen gekocht im KH (Das Essen da war grausig) und die Tage verflogen schneller.

Würde das auch wieder so haben wollen. Ich kann es eh nicht anders lenken. Kulturbedingt "muss" ich im KH besucht werden und alle treten an. Das ist für die Zimmernachbarn sicher rin Graus, allerdings kam meine Nachbarin auch aus solcher Kultur und so störte uns beide das nicht. Ich bin sehr häufig in einem Aufenthaltsraum mit dem Besuch gewesen, um niemanden zu stören.

Äußere deine Wünsche und schau dann was passiert.

Alles Gute