Wie fit ist man im Wochenbett ?

    • (1) 24.06.06 - 11:41

      Hallo liebe Mitkugelnden !

      So langsam neigt sich die Schwangerschaft dem Ende zu und immer wenn ich kleine Frischlinge sehe, kann ich es kaum erwarten, unseres auch bald in den Armen zu halten.
      Im GVK und auch sonst bekommt man Infos, die man vielleicht nicht immer hören möchte, über die Zeit nach der Geburt. Der Eindruck, der bei mir entsteht ist: Dann bin ich krank !
      Klar macht der Körper eine grenzwertige erfahrung durch und die Hormone stellen sich wieder um und man muß sich einen anderen Rhythmus angewöhnen aber ist es denn wirklich so, dass ich die erste Zeit nach der Geburt überhaupt nichts machen kann ?

      Gruß, Elocien, 37. SSW

      • (2) 24.06.06 - 12:23

        hi
        also das ist nicht wahr das du krank bist. es kommt natürlich drauf an wie alles verläuft. aber wenn alles gut geht sind 2 oder 3 tage etwas schlapp aber danach ist alles vorbei . war bei mir so mein sohn ist 2 und als ich nach 3 tagen aus dem kh kam bin ich auch spazieren gegangen und habe meinen haushalt gemacht u.s.w.

        lg sarah

        (3) 24.06.06 - 12:26

        Hallo Elocien,

        ich gehöre gar nicht in dieses Forum (mein Sohn wird bald 3), aber ich habe Deinen Beitrag gerade gelesen und mich an meine #schwangerschaft (im superheissen Sommer 2003 #schwitz ) erinnert.

        Damals hatte ich die gleichen Gedanken wie Du. Sicher geht es jedem unterschiedlich gut bzw. schlecht nach der Entbindung. Manche fühlen sich relativ schnell danach wieder fit und andere brauchen eine längere Zeit dazu.

        Mir ging es sehr schnell wieder sehr gut, ich hatte nicht das Gefühl von Schwäche oder das Bedürfnis, mich zu schonen. Ist vielleicht auch ein bisschen die Frage der inneren Einstellung, vorausgesetzt gesundheitlich ist alles im Normbereich!

        Was mich allerdings allmählich ziemlich fertig gemacht hat, war der akute Schlafmangel in Folge der"nächtlichen Raubtierfütterungen" #schrei #flasche!

        Wünsche Dir alles Gute für Deine Restschwangerschaft und die Geburt.

        Gruss,

        Tina

        (4) 24.06.06 - 12:45

        Hi,

        ich war ziemlich schnell wieder fit, trotz anstrengender Geburt mit Schnitt und Riss.
        Die ersten 2 Tage war ich durch das Adrenalin irgendwie total euphorisch.
        Am dritten Tag kam Milcheinschuss und Babyblues - habe 1-2 Wochen nur geheult.
        Körperlich ging es mir aber echt gut. Klar, Wochenfluss und das dafür nötige "Windelpaket" nerven, man ist untenrum empfindlich und bewegt sich vorsichtig.
        Du musst auch deinen Beckenboden schonen, kannst also nicht groß rumhüpfen.
        Deshalb bist du auch für ein paar Tage mehr oder weniger an deine 4 Wände gefesselt.

        Und weil du natürlich erstmal mit Baby und Stillen etc klarkommen musst, ist es toll wenn du jemanden hast, der einkauft, kocht, Haushalt macht.

        Aber krank bist du ganz sicher nicht. Ich wollte am liebsten schon ganz schnell wieder rumflitzen und musste mich selbst zur Vernunft rufen.

        Also, keine Panik. Die Geburt ist heftig, aber wenn alles gut läuft und du ggf. gut genäht wirst, ist das Wochenbett rein körperlich ein Klacks.

        für mich war es eher psychisch schwer, mich an die neue Situation zu gewöhnen...

        LG und alles Gute!
        Jana+Lena *18.05.06

        • (5) 25.06.06 - 13:25

          Hallo Jana.

          gehoert zwar nicht zum thema, aber wann fing bei dir der babyblues an? ich heule nun seit donnerstag fast ununterbrochen, kaempfe mit wunden bruesten und kann mich noch gar nicht so euphorisch an mutterfreuden erfreuen, leider.
          kann ich damit rechnen, dass das in ca. 1,5 wochen besser wird oder sollte ich dann mal einen arzt konsultieren?

          lg, nebelung mit estin auf dem arm, der heute 1 woche alt wird

          • (6) 25.06.06 - 17:06

            Hallo Nebelung,

            erstmal: keine Sorge, du brauchst nicht zum Arzt zu gehen! :-)
            Ich hatte das aber auch ernsthaft überlegt, dachte ich hätte eine schlimme Depression und bräuchte ärztliche Hilfe...

            Bei mir war es so:
            Die ersten 2 Tage nach der Geburt ging es mir sehr gut, ich war irgendwie euphorisch . Bin dann auch gleich nach Hause. Und noch am selben Abend hatte ich die erste Heul-Attacke. Ich denke, auch das heftige Geburtserlebnis musste mal raus.

            Ich habe fast 2 Wochen geheult. War in mich gekehrt, tieftraurig, richtig depressiv und habe nur "funktioniert". Die neue Situation hat mich einfach umgehauen. Und ich fühlte mich allein, weil mir klar wurde, dass ich die einzige bin, deren Leben sich komplett verändert durch dieses Kind.
            Ich fühlte mich eingesperrt und dachte, ich werde nie wieder "frei" sein. Ein schreckliches Gefühl. Bin jedes Mal in Tränen ausgebrochen, wenn mein Mann das Haus verlassen hat, weil ich ihn soooo beneidet habe...
            Von einem Tag auf den anderen war es auf einmal besser. Die Situation hat sich zwar nicht geändert - aber ich fühlte mich "stabiler" und konnte wieder alles etwas positiver sehen. Denke, an dem Tag haben sich wohl die Hormone wieder eingependelt.

            Meine Brustwarzen waren auch wund am Anfang. Es gibt eine tolle Creme: Pure Lan
            heißt die. Damit cremst du die Nippel nach dem Stillen ein - es hilft!
            Jetzt klappt das Stillen sehr gut, es zieht nur kurz beim Anlegen.
            Das ist völlig normal am Anfang. Dein Kleiner ist erst 1 Woche alt, hab' Geduld!

            Ach ja: Und das mit den tollen Muttergefühlen braucht auch seine Zeit. Es ist bei den meisten Frauen NICHT so, dass sofort eine tiefe Liebe da ist. Das wächst mit der Zeit.
            Bei mir ist es so, dass ich total zärtliche Gefühle für mein baby habe und sie auch beschützen will. Aber so ganz habe ich noch nicht begriffen, dass sie MEIN KIND ist!
            Die Gefühle werden jeden Tag stärker, stress dich nicht und denk nicht, du seist eine Rabenmutter - das ist normal!

            Zum Arzt musst du nur, wenn es GANZ schlimm ist. Wenn dir alles egal ist, auch das Kind. Wenn du dich nicht um dein Kind kümmern kannst und magst.

            Diese Traurigkeit, die Heulerei und das Gefühl der Überforderung sind aber völlig normal. Habe damals auch hier gepostet und viele haben geantwortet, dass es bei ihnen auch einige Wochen dauerte.

            Frag doch mal deine Hebamme, vielleicht hat die irgendein "Kraut", was dir hilft. Meine Hebi hat mir Rescue-Tropfen von Bach dagelassen. haben aber nicht geholfen :-(

            Wenn du dich noch weiter austauschen möchtest, schreib' mir gerne eine email über meine Visitenkarte - ich verstehe dich sooooooo gut!!!!!

            Alles Liebe
            Jana+Lena *18.05.06

      (7) 24.06.06 - 12:48

      Hallöle Elocien,

      ich hatte mir die Zeit nach der Geburt was weiss ich wie anstrengend ausgemalt, muss aber echt sagen, es ging wirklich gut. Da ich einen KS hatte, dachte ich, oje, jetzt kann ich ja gar nix mehr tun. #augen Aber mir ging es jeden Tag nach der Entbindung immer ein wenig besser, so dass ich sogar schon am dritten Tag nach dem KS nach Hause durfte! #huepf Klar, schwer heben durfte ich natürlich nicht, aber sonst konnte und wollte ich so schnell wie möglich wieder alleine klar kommen mit Kind, Haushalt und Co. Und das hat wirklich super geklappt! Ich hab mich natürlich auch noch etwas geschont, z.B. geschlafen, wenn mein kleiner Mäuserich geschlafen hat, oder einfach nur die Beine hochgelegt, etc.. Die Hormonumstellung war bei mir gar kein Problem. :-)
      Lass Dich nicht verrückt machen und freue Dich nach wie vor auf die Zeit mit Deinem Krümel! #baby

      Alles Liebe und Gute für die Restschwangerschaft und die Geburt! #sonne

      LG #herzlich
      Jessy & Benedict *17.06.05

      hallo,

      jetzt bekommst du mal eine gegenteilige antwort. mir ging es nach der geburt furchtbar schlecht. ich habe über nacht entbunden und lag vorher noch 3 tage in der klinik, weil ich einen blasensprung aber kaum wehen hatte. ich hatte also kaum schlaf - und dann eine sehr anstrengende geburt.

      zu dem hatte ich mir in der schwangerschaft keinerlei gedanken darüber gemacht wie es wohl im wochenbett wird. und dann kam alles auf einmal. unwohlsein, schlechter hb-wert (5,6), kaum freude, nur stress, traurigkeit, überfordertheit usw.

      im krankenhaus fing meine wochenbettdepression an...

      aber ich bin da wohl ein härtefall ;-) hatte schon starke stimmungsschwankungen während der schwangerschaft und meine hormone haben mich im wochenbett wirklich gequält.

      aber wie gesagt.... ich scheine hier ja ein einzelfall zu sein. wollte es dir trotzdem sagen... denn du willst sicher nicht nur die gute seite hören ;-)

      liebe grüsse

      nadine und cora & lena *18.7.2005

      (9) 24.06.06 - 14:54

      Also ich kann Dir nur von mir berichten.
      Beim ersten Kind war ich so erschöpft von der Geburt das ich tagelang einfach so müde und geschafft war....alles war zuviel.
      Ich war einfach nur fertig.

      Beim zweiten hätte ich sofort nach der Geburt Bäume ausreissen können, ich war top fit und selbst zu Hause habe ich alles geschmissen.
      Kam mir vor als hätte ich keine Schwangerschaft und Geburt gehabt ;-)

      Die Umstellung ist echt hart....der ganze Tagesablauf ist auf einmal nur noch dem Baby gewidmet und es wird eine Weile dauern bis sich das einpegelt, man kann das wirklich erst selber nachvollziehen wenn das Kleine da ist.
      Im KKH hast Du ja erstmal nichts weiter auszustehen, da kannst Du noch!!! entspannen.

      Jeder verkraftet die Geburt anders und sicherlich kommt es auch auf die Umstände jeder Frau an. Sprich wie schwer war die Geburt, wie passt sich mein Baby an und und und.

      Ich konnte nach beiden Geburten gleich alles machen.
      Allerdings war ich beim ersten Kind sooooo müde und meine Hormone spielten verrückt (Heulattacken).

      LG Jacqi

      (10) 24.06.06 - 16:51

      Hallo Elocien!

      Also ich war nach der Geburt von Eliano körperlich fix und fertig. Ich war heil froh, dass wie wegen diverse Problemchen Elianos fast 10 Tage im Krankenhaus waren und ich mich wirklich gut erholen konnte.

      Die Geburt war zwar sehr kurz (4,5 Stunden), aber mega-anstrengend und ich kam mir vor, als sei ich mal kurz vom Laster überrollt worden. Dazu kam, dass ich sehr viel Blut verloren haben und meine Plazenta unter Vollnakose geholt werden musste. Ich habe es am zweiten Tag gerade mal zusammen mit meinem Mann auf die Toilette geschafft...

      Die ersten Wochen ging es mir zwar mental sehr gut, aber ich war fürchterlich wacklig auf den Beinen. Deshalb wird dieses Mal meine Mutter für ca. 2 Wochen zu uns kommen, denn bei der Vorstellung, dass es mir wieder so "schlecht" geht und ich mich um 2 Kinder kümmern soll, wird mir doch etwas mulmig.

      LG Larissa (21ssw) + Eliano (15.09.04)

      (11) 24.06.06 - 17:59

      ich bin am 6. Tag nach dem KS wieder nach Hause gekommen und habe gleich alles wieder gemacht oder machen müssen da mein Mann sich grundsätzlich um den Haushalt drückt.
      Hätte mich zwar gerne noch ein wenig verwöhnen lassen aber es ging auch.

      Sabrina und Linus-Finn 17 Tage

      (12) 24.06.06 - 20:26

      Ich bin zwar keine Mitkugel mehr, aber ich habe mich schon dreimal entkugelt, und war danach jeweils taufrisch und fit wie ein Turnschuh.

      Ich bin jedesmal direkt nach der Entbindung duschen gegangen, und habe mich nicht ins Bett gelegt, und mir die Decke bis zur Nasenspitze gezogen ;-)

      Ernsthaft, ich habe es so weggesteckt, als hätte ich eine Wanderung gemacht :-)

      Kommt immer drauf an, wie man so ist, würde ich sagen.
      Während meine Freundin, die gerade im 3.Monat schwanger war, auf der Terasse lag, um sich zu schonen, habe ich in der 39.SSW noch den Rasen gemäht und das Beet umgegraben.

      Nix mit Schonung, das tat mir nicht gut ;-)

      Mach dich nicht verrückt.Solltest du dich nicht so blendend fühlen, wird jeder Mensch Verständnis dafür haben.

      Eine schöne Geburt wünsche ich dir!

      Bembelchen

      • Hallo

        Mir ging es nach drei Kindern immer so gut das ich hätte Bäume ausreissen können.Nach dem vierten Kind hätte ich mich besser ins Bett legen sollen und mich schonen sollen.Pech gehabt.War irgentwann total ausgelaugt.Mittlerweile geht es wieder.Man sollte sich im Wochenbett wirklich schonen.

        lg

    (14) 25.06.06 - 18:44

    Hallo Elocien,

    es heißt nicht umsonst "Wochenbett", gönn dir einfach nach der Geburt ein paar Tage im Bett, egal ob es dir gut oder schlecht geht, kuschel mit deinem Nachwuchs und lass dir das Essen ans Bett bringen, du brauchst die nächsten Wochen nach der Geburt genug Kraft, teil sie dir ein....direkt nach der Geburt war ich bei beiden Kindern in top-Form, hab es trotzdem ruhig angehen lassen...
    natürlich bist du nicht "krank", schwer heben solltest du allerdings vermeiden und zu viel gehen wirst du schon merken

    LG HEIke

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