Geburt & Wochenbett

Was ist eurer Meinung nach der Hauptgrund für gerige Geburtsverletzungen?

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    • (1) 16.02.17 - 21:31

      Warum hattet ihr keine/wenig Geburtsverletzungen?

      Hallo,
      Ich habe vor fast 2Jahren meine Tochter aus BEL zur Welt gebracht. Die Geburt war für mich dank starker PDA komplett schmerzfrei, aber hinterher tat mir mein Scheidenriss und Dammriss 2.Grades doch sehr weh!

      Nun steht in 5 Wochen die Geburt meines zweiten Kindes an. Diesmal möchte ich versuchen mit weniger Verletzungen die Geburt zu überstehen. (Leider wird es wohl wieder eine Geburt aus BEL darum scheidet z.B. ne Wassergeburt aus...)

      Also was habt ihr für Tipps oder warum habt ihr eurer Meinung nach kaum Verletzungen bei der Geburt gehabt? Bin auf eure Erfahrungen gespannt!

      Viele Grüße,

      Lattemachiatto

      • Hallo!

        Beim ersten Kind bin ich fies gerissen. Ich habe nicht auf die Hebamme gehört und gepresst wie eine Blöde, weil ich das Baby endlich draußen haben wollte. Sie kam dann auch noch mit der Hand voran auf die Welt. Aua!

        Bei Kind Nummer 2 und 3 habe ich gehechelt und habe sie somit raus geruckelt. Alles nach Anleitung. Ich bin beide Male nicht gerissen. :-) meine Beleghebamme, die ich bei der Großen noch nicht hatte, sagte, dass der Hauptgrund des Reißens ist, wenn Frauen pressen und nicht auf die Hebammen hören. So ziemlich sicher auch bei meiner ersten Geburt.

        Liebe Grüße und alles Gute :-)

        • Ja mein Verdacht war auch das meine Verletzungen daher kamen das ich mit ohne Gefühl (hab keine einzige Wehe gemerkt) am Ende wir blöd gepresst habe ohne zu wissen wohin eigentlich und mit der Hand vom Oberarzt auf dem Bauch!
          (Mich hat aber auch keiner daran gehindert/bremsen wollen).
          Allerdings ist es ja bei BEL auch wichtig, das der Kopf schnell hinterherkommt, darum war mir in dem Moment alles egal, hauptsache raus damit...
          Und da es jetzt wieder BEL ist befürchte ich das es mit dem langsamen rausatmen wohl wieder nix wird:-(

      Ich finde es schwierig darüber abzustimmen.

      Bei meiner ersten Entbindung hatte ich starke Geburtsverletzungen und auch lange daran zu knabbern (physisch und psychisch).

      Warum? Zum einen hatte meine Tochter einen KU von 37 cm und sie ist mit 2 Presswehen sehr schnell auf die Welt geschlüpft. Nicht zu letzte wegen des blöden Wehentropfs.

      Bei der zweiten Entbindung hatte ich nur leichte Verletzungen. Ich musste trotzdem genäht werden, aber es ist viel schneller und problemloser verheilt.
      Warum? Auch meine zweite Tochter hatte einen KU von 37 cm, aber es war meine 2. Entbindung und die Hebamme hat meine Tochter sehr gebremst. Ich glaube der Kopf wurde mit 3 oder 4 Presswehen geboren und dann der Rest. Ich war vorher ausgiebig in der Wanne, was sicher auch förderlich war.

      Vorbereitend habe ich bei beiden gleichermaßen Dammmassagen und Dampfbäder gemacht.

      Ich denke also es ist letztlich eine Kombination aus Genen und Geburtsbegleitung.

      Mich hat im zweiten Fall definitiv die Hebamme gerettet. Sie hat sich so schützend vor mich gestellt, mir Zugang und Tropf vom Leib gehalten und einfach auf mein Gewebe aufgepasst.


    • Hallo

      Ich glaube es ist überwiegend Veranlagung. Meine beiden spontanen Geburten waren ohne nennenswerte Verletzungen.

      Ich hatte einmal eine PDA (die zweite lag falsch und wirkte nicht). Ich lag beide Male auf dem Rücken. Pressen nach Anleitung. Bei einem Kind wurde von oben mitgedrückt. Gemeinsam war der recht ruhige Austritt, also der Kopf brauchte jeweils 2 Wehen. Aber das kann man wohl wenig beeinflussen. Die Köpfe waren 36,5 cm auf knapp 3,7 und 4 kg. Nicht wirklich klein, aber auch nicht riesig. Und der Kopf ist ja bei SL der Teil der am wenigsten nachgibt.

      LG

      Ich kann nicht abstimmen, da ich glaube, dass mehrere Faktoren zusammenpassen müssen. Aber ich schreibe dir gerne, wie es bei mir war :-)

      Also ich hab die letzten 4 Wochen mit Epi No vorbereitet und Heublumendampfbäder gemacht, um das Gewebe "weich" zu machen. Letztenendes brauchte ich trotzdem einen Dammschnitt, zum Glück nicht sehr groß, da die Herztöne des Babys abgefallen sind und es schnell gehen musste. Die Hebamme sagte, dass Platz genug gewesen wäre, aber der Vorgang beschleunigt werden musste.

      Ich bin erstaunt, dass so viele die Anleitung bekommen, Presswehen zu veratmen, zu hecheln usw. Bei mir war das nicht. Ich hab gepresst was das Zeug hält, bis sie da war. Was sind die Gründe dafür, dass man nicht oder nur langsam pressen darf?

      Ich glaube, dass es zum einen sicher genetisch ist wieviel "Platz" man hat, zum anderen denke ich, dass Dammmassage, Epi No oder Heublumendampfbäder auch ein bisschen was dazu beitragen können das Gewebe vorzubereiten.

    • Also ich habe auch gerade abgestimmt....Und zwar für den Epino.

      Meine erste Entbindung war fürchterlich. Bin damals geschnitten worden und zusätzlich gerissen.

      Gemacht hatte ich damals Akupunktur, Dammmassage und Tee getrunken.

      Jetzt bei Kind zwei machte ich das gleiche + EpiNo.
      Ich hatte keine Angst vorm pressen weil ich ja wusste das es passt. War also gleich mal viel entspannter und wusste vorallem wo man hin pressen muss. Hatte bei meiner ersten Dame eine PTA und zum Schluss kein Gefühl mehr. Mein Kind wurde damals einfach rausgedrückt. Deshalb auch die Verletzungen....aber diesmal hatte ich eine sehr rasante Geburt. Also auch schlechte Voraussetzungen und bin trotzdem total "heile" geblieben.

      Kann EpiNo nur empfehlen :-)

      • Na das hört man selten das es beim zweiten Mal alles heil blieb:-)

        Tat das Training nicht sehr weh?

        Ich hatte letzte Geburt eigentlich nix richtig zur Vorbereitung gemacht (halbherzig Tee getrunken) weil ich dachte das es eh ein KS wird. Beim Pressen hatte ich wg. PDA auch überhaupt kein Gefühl und wollte die nächste Geburt darum ohne PDA anstreben.
        Zur Vorbereitung wollte ich zumindest Dammmassage machen aber das tut ja schon jetzt so weh, da stelle ich mir Epi No noch schlimmer vor...

        • Ja, das Training mit EpiNo war teilweise sehr unangenehm. Hab es immer gleich mit Hypnobirthing verbunden.

          Am Anfang konnte ich den Ballon kaum aufblasen und hatte schon gleich "schmerzen" bzw. einfach dieses fiese Gefühl. Es wird aber wirklich mit jedem mal besser.
          Achja, mein Kind war innerhalb von 3 Presswehen da. Also bei mir hat es die Austreibungsphase deutlich reduziert.

          Bzgl. PDA nochmal. Ich glaube wenn man 8cm ohne schafft geht der Rest auch ohne. Die Übergangsphase ist zwar gemein aber dauert ja meist nicht lang....zumindestens bei Folgegeburten.
          Presswehen empfinde ich eher als "angenehm"...also ich Vergleich zum Rest.

    Hmm ..Ich hatte dammschnitt und einen tiefen riss trotz..
    .. 6 Wochen zu früh entbunden (entsprechend klein.. 2190g/43cm/ku 30 und 2430g/44cm/ku 31)
    .. dammmassage

    .. Akupunktur

    .. Anweisungen der Hebamme gefolgt

    Fakt ist glaub ich dass ich über 3 Std reine Presswehen hatte und zwischen den wehen ist der führende Zwilling wieder aus dem geburtskanal gerutscht. Denn schnitt hab ich erst danach realisiert hab auch nicht mitbekommen als ich drüber informiert wurde.

    Letztendlich hatte und habe ich keinerlei Probleme gehabt. .Und gesunde Zwillinge :)

    • Oh da hast du ja wirklich "Pech" gehabt!
      Aber das wichtigste sind natürlich gesunde Kinder.

      Wenn nötig nehm ich auch nochmal die gleichen Verletzungen in Kauf (aber bitte wieder mit PDA und Schmerzmitteln hinterher!).
      Bei mir ist auch alles gut verheilt.

      Aber meine Geburt hat sich damals wg. der PDA total verzögert (nachdem der MM 8cm auf war hat es noch 7Std gedauert!!!!) darum wollte ich es diesmal lieber ohne PDA versuchen. Hab jetzt aber doch Angst das die Verletzungen wieder so groß sind und ohne PDA zu schmerzhaft und traumatisch werden!

Hallo,

Ich denke das nur ein minimaler Bruchteil keine Verletzungen hatte!

Ich hatte akkupunktur, dammmassage, himbeerblättertee und wurde geschnitten!

Mein Sohn war auch 55cm und 4230g und 36ku.

35h habe ich gebraucht, 5 Stunden presswehen und wehentropf.... schrecklich! Ich kenne niemanden, der keine Verletzungen hatte!

Lg costa

  • Oh je, dabei hattest du dich doch so gut vorbereitet! Und zu schnell war die Geburt ja auch nicht...
    Ich muss sagen das ich mit meinen Verletzungen ja auch leben kann (für 0 Vorbereitung, eine BEL Geburt und 36cm Kopf sind das ja auch nicht schlimmere Verletzungen als bei vielen anderen SL Geburten auch.. und ich fand es ja auf jeden Fall besser als einen KS).

    Aber zumindest bei den Infoterminen im KH haben angeblich 40% oder so der Gebärenden immer "keine" Verletzungen bzw. nur Abschürfungen. Ich kenne auch eine Freundin mit zwei 4,5kg Kindern die keine Verletzungen hatte. (Ok, wohl die Ausnahme.) Wie kann ich auch dazu gehören?

    Bei mir geht es v.a. um die Überlegung ob ich es ohne PDA diesmal versuchen soll.

    Bis 8cm MM Öffnung hab ich es gut ohne Schmerzmittel geschafft, und die PDA kam dann eher wg.der BEL.

    Jetzt graut es mir aber vor den Schmerzen durch den Austritt des Körpers/Kopfes und ich erwäge eine PDA nur deswegen (bekomme ich wg. erneuter BEL bestimmt auch sofort wenn ich will).

    • Ach so pda und auch sonstige Schmerzmittel hatte ich gar nicht!

      Ich denke sowas kann man nicht planen!

      Ich hatte auch sehr lange Probleme danach? Jetzt kommt bei mir nur noch ein ks in frage.... es war am Ende knapp, ich möchte nicht das mein Kind Schäden davon trägt. Meine Wehen waren ganz weg....aber egal.

      Ich glaube beim 2. Kind verlässt man sich mehr auf seinen Körper! Und man vertraut mehr deinem Bauchgefühl und setzt vielleicht auch den einen oder anderen wunsch bei der Geburt um.
      Ich war hilflos und völlig überfordert von dem stundenlangen wehensturm... war wie in Trance.... mir war alles egal und ich konnte nicht mehr denken.

      Lg

Hallo,
ich hatte nur eine minimalste Verletzung, erstes Kind. Ich vermute es lag vor allem daran, dass ich zuhause geboren habe und mir niemand Stress gemacht hat beim Mitschieben. Ich durfte so schieben, wie ich das Gefühl hatte. Und die Position einnehmen, die mir am Besten tat.

Den Kopf habe ich wirklich ganz langsam geboren, ich würde mal sagen Milimeter für Milimeter. Meine Hebamme hat beim Durchtritt noch eine warme Kompresse aufgelegt.

An Vorbereitung hab ich Dammmassage gemacht. Ich denke, das hat vielleicht ein bißchen was dazu getan, aber das Wichtigste ist eben nicht angeleitet zu schieben sondern ganz nach Gefühl. Der Körper sagt einem dann schon, wie es für ihn möglichst gut geht.

Ich finde es auch interessant, habe noch eine Bekannte die zuhause geboren hat, erstes Kind ohne Verletzung. Und dann viele andere, die im KH waren mit "Luft holen, anhalten und fest fest pressen", PDA und allem...alle mindestens mit DR2.

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