Geburt & Wochenbett

    • (1) 17.03.17 - 10:42

      Geburtshaus Erfahrung?!

      Hey Mädels gestern durfte ich mir das Geburtshaus in Dortmund ansehen. Schon seit der ersten Geburt war es mein Wunsch die zweite nicht in der klink zu machen. Jetzt ist es soweit und ich bin wieder schwanger. Erst in der 8. Woche, aber leider ist es ja so das man Hebammen und vor allem Plätze im Geburtshaus nur so extrem früh bekommt. Mir hat es sehr gut gefallen, aber natürlich kann ich auch die Ängste meiner mama verstehen die sagt, was ist wenn dieses Mal doch was schief geht...

      wir haben jetzt alle Unterlagen mitgenommen und natürlich müssen wir uns jetzt auch entscheiden... ich würde mich freuen wenn sich hier ein paar Frauen finden die eventuell ein paar Erfahrungen für mich haben. Danke ;)

      • ich habe zwar nicht im Geburtshaus geboren, aber zwei meiner Kinder zu Hause und habe eine abgebrochene Hausgeburt geabt.

        Am besten hängt man das Thema gar nicht an die große Glocke. Die wenigsten Menschen haben sich je ernsthaft mit dem Thema außerklinische Geburt befasst und wissen nur wer garantiert alles ohne Klinik gestorben wäre. Was Hebammen auch außerklinisch alles können und dürfen und welche Mittel ihnen zur Verfügung stehen weiß kaum jemand.

        Ich persönlich halte eine Geburt nicht dort für am sichersten wo am schnellsten OP und Ärzte greifbar sind, sondern dort wo meinem Baby und mir Zeit gelassen wird, wo die Hebamme die mich begleitet Zeit hat den Geburtsverlauf genau im Auge zu behalten ohne noch drei andere Frauen parallel betreuen zu müssen, wo absolut nichts unternommen wird, was das Risiko birgt, dass Komplikationen begünstigt werden, wo ich ernst genommen werden wenn ich sagte "ich glaube da stimmt was nicht". Selbst wenn es keine objektiven Anzeichen dafür gibt.

        Bei meinem dritten Kind gab es "Komplikationen". Meine Hebamme war super, hat uns ganz ruhig aufgeklärt, Möglichkeiten aufgezeigt, wir haben uns gemeinsam zum Abbruch entschieden, haben meine Sachen genommen und sind in aller Ruhe mit dem eigenen Auto in die Klinik gefahren. Und genau so passieren die aller meisten Verlegungen in die Klinik.

        • Danke für deine Antwort. Das hilft mir wirklich total! Ich habe oft das Gefühl jeder will seinen Standpunkt vor alles andere setzen. Und natürlich auch die Hebamme vor den Arzt und andersrum ja sowieso. Ich möchte aber zB auch keine reine Vorsorge durch eine Hebamme. Mein FA ist der coolste Arzt den ich kenne. Und ich bin so glücklich das ich mein 2. Kind noch bekomme bevor er in Rente geht. Ich hab das auch der Hebamme gestern so erklärt. Klar die erleben auch mehr schlechtes mit Ärzten und haben es dann auch lieber wenn ich direkt sage ich komme auch zur Vorsorge immer her. Ich hatte bei der ersten Geburt eine beleghebamme, das war auch super. Im KH waren alle nett und meine hebi ein großer Glücksfall. Sie macht das leider nicht mehr und die anderen in Praxis für die beleggeburt sind mir nicht so sympathisch, daher einfach der Wunsch raus aus dem kh. Die Hebamme gestern war sehr jung, erst ein Jahr fertig. Aber sehr sehr nett und zur Geburt kommt dann auch noch eine aus dem alten Team, ich denke also ich wäre da wirklich gut aufgehoben. Deine Erfahrung mit der Verlegung ist für mich auch sehr wichtig. Das nimmt mir ein wenig die restliche Angst nicht direkt am op zu sein :) Danke!!!

          • Die allermeisten Verlegungen passieren tatsächlich in Ruhe auf Wunsch der Mutter (z.B. nach einer PDA). Von 100 außerklinisch begonnenen Geburten enden nur 4 im OP und das nicht mal alle als Not KS bei dem es auf jede Minute ankommt. Auch meine abgebrochene HG endete im KS, allerdings erst mehrere Stunden nach der Ankunft.

            Vielleicht guckst du dir auch mal die Veröffentlichungen von quag an http://quag.de/quag/publikationen08.htm. Da findest du für die letzten 17 Jahre alle Fallzahlen von außerklinischen Geburten.

            und erzähl es einfach nicht allen (auch bei einem noch so coolen FA wäre ich vorsichtig). Meine FÄ hat sogar mehrere Kinder zu Hause bekommen, ist aber fast an die Decke gegangen als sie hörte ich plane eine Hausgeburt.


      Huhu,

      ich hatte vier Geburten. Die erste im St.Josefs Hospital, die zweite in den städtischen Kliniken, die dritte im Geburtshaus Dortmund und die vierte als Hausgeburt. Ich muss sagen, dass die dritte Geburt zwar die schmerzhafteste aber auch die schönste war. Das Erlebnis im Geburtshaus war einfach nicht zu toppen. Dorthinzukommen in einer verschneiten nacht, bei Kerzenschein und wenige Stunden später mit Baby wieder nach Hause zu fahren, war einfach wildromantisch.

      Meine Hausgeburt war natürlich auch toll, aber die Geburt begann ziemlich überstürzt nach einem warmen Samstag im Juni. Sprich: Das ganze Wohnzimmer war voll mit Sand, Spielzeug und Gras. Während ich schon mitten in der Geburt war, wurde um mich herum noch sauber gemacht. Da war es im Nachhinein echt enstpannter in das perfekt vorbereitete Geburtshaus zu kommen ;-)

      Liebe Grüße

      Maja

      • Oh Maya das ist ja toll das du selbst in Dortmund warst <3 die haben da ja letztes Jahr nochmal alles neu gemacht und eben zusätzlich ein junges Team. Aber ich fand es wirklich schön und wie du schon sagst, gegenüber einer Hausgeburt einfacher weil man sich um nichts kümmern muss :D

        • Ja, ich habe den Umbruch mitbekommen. Das alte Hebammenteam hat geschlossen gekündigt und Julia und Sarah standen auf einmal alleine da. Meine Geburt fiel genau in die Phase aber ich bin noch von einer der alten Hebammen betreut worden.

          Lass dich davon aber nicht schocken, das waren irgendwelche internen Probleme unter Hebammen. Ich fand sowohl das alte Team als auch Julia und Sarah toll, mir ist egal, worüber die sich gestritten haben ;-)

    Ich war auch nie im Geburtshaus. 6 meiner 9 kinder sind zu Hause geboren, die ersten 3 im KH.

    Auch unser letztes wird nach Möglichkeit zu hause kommen, freitag haben wir mit der Hebamme alles durchgesprochen. Auch meine hebammen haben immer gesagt: die meisten Abbrüche einer Hausgeburt sind keine notfälle!

    Sie werden auch selten aufgrund von plötzlichen Problemen durchgeführt, sondern, weil einer es aus eibem Gefühl heraus möchte.

    Bei uns war das bisher nie der fall.

    Ich hab z.b. einen konsequenten wehenabstand von 4 minuten. Auch die presswehen. Für meine hebammen perfekt, im KH galt das als zu viel. Um den tropf zu vermeiden sollte ich da immer pressen ohne wehen... wpraus vermutlich zumindest bei 2 kinsern der dammschnitt resultierte.

    Fakt ist, eine hausgeburt ist genauso sicher, wenn alles passt. Und meistens ist das auch so, denn die kleinsten Risiken werden im vorfeld abgeklärt. Im geburtshaus ist es nicht anders.

    Lg

    Huhu

    Auch ich plane meine Geburt im Geburtshaus.
    Was ich so toll finde das die Hebamme wirklich nur für dich da ist .ich freue mich richtig darauf

    Ich werde aber vorsichtshalber eine Tasche packen falls es doch ins Krankenhaus gehen sollte.

    Auch meine Hebamme meint das es meistens nur ins kh geht wegen geburtsstillstand oder die Schwangere das möchte .

    Lg

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