Angst vor Nebenwirkungen der Spinalanästhesie (sorry lang)

    • (1) 12.07.06 - 23:35

      Hallo,

      hab mir heute das KH angeguckt wo ich entbinden will.
      So KS wird es auf jeden fall und das mit der Spinalanästhesie.
      Bei meiner ersten hatte ich die PDA da lief alles gut. Bei der zweiten eben die Spinalanästhesie und da hat der Doc mir den Rückenmarkssack durchgestochen so das ich den sogenannten postpunktionellen Kopfschmerz bekam, und ich war 5 Tage total unfähig für alles. Schmerzmittel haben gar nicht geholfen. In dem KH wo ich jetzt entbinden will wird sehr viel wert darauf gelegt das die Mütter ihre Kinder Tag und Nacht selber versorgen das Kinderzimmer ist so gut wie immer leer. Aber wenn ich wieder diese Kopfschmerzen bekomm bin ich nicht in der Lage mich zu kümmern, war bei meiner Tochter auch so. Und es ist ein sehr mieses Gefühl das man sich nicht selber um sein Kind kümmern kann.
      Hat jemand auch Erfahrung damit?
      Hat jemand von euch evtl. eine PDA bekommen bei einem geplanten KS?
      Weil bei der PDA der Rückenmarkssack wenn dann nur unbewusst durchgestochen wird. Bei der Spinalanästhesie wird er bewusst durch gestochen.

      Lg Jen + Pierre (33+3SSW)

      • (2) 12.07.06 - 23:58


        Hallo Jen,

        bei meiner Tochter habe ich auch einen Kaiserschnitt bekommen. Zuerst haben sie es mit PDA probiert, hat aber bei mir nicht gewirkt, weil ich so dick war und der richtige Punkt nicht gefunden werden konnte unter der ganzen Speckschicht #hicks. Letztlich die Betäubungsdosis hatte ich aber schon Intus. Dann hab ich Spinal bekommen. Zusammen mit der PDA vorher war ich ab Halsabwärts gelähmt, konnte nichts mehr bewegen und nichts mehr fühlen. War nicht so angenehm.
        Läuft es allerdings normal, dann müßte nur der Bauch betäubt sein meine ich. Danach hatte ich nur Wundschmerzen, sonst nichts. Kein Kopfweh. Hat zwar länger gedauert bis das ganze Zeug aus meinem Körper war, aber es ging.

        Kopf hoch, Du schaffst das und hab keine Angst. #liebdrueck
        Spinal ist komplikationsloser als PDA. Zumindest habe ich es so empfunden.

        LG Myri

        • (3) 13.07.06 - 00:03

          Hallo Myri,

          ich hatte ja schon beides und bei der PDA war es super keine Probleme. Und bei der Spinal ja war das horror hab auch etwas speck und der super doc hat 5 oder 6 versuche gebraucht um den Punkt zu finden. Mein Rücken sah dem entsprechend auch aus (grün und blau). Und bei den ganzen versuchen hat er eben auch diesen Rückenmarkssack (doofes Wort) durchgestochen. Bei der PDA kann das passieren muss aber nicht. #kratz

          ich hab halt voll die Panik weil ich nicht wieder wie tot im Bett liegen will und meinem Kind nur zugucken kann.

      (4) 13.07.06 - 09:34

      Hallo !

      Da kann ich dann wohl dankbar sein denn bei meiner Spinalanästhesie lief alles total problemlos ... und dennoch konnte ich mich die ersten Tage nicht um meinen Schatz kümmern #heul.
      Ich hatte mich vor der OP und auch danach sehr lang mit dem Anästhesisten unterhalten, ... üder die Gefahren, etc. ... und er meinte das die PDA sehr viel unangenehmer ist und vorallem bei ihr auch häufiger Komlipationen auftreten.
      Aber vielleicht rufst du noch mal in dem Krankenhaus an, sprichst mit dem Arzt und auch mit dem / der Anästhesisten / Anästhesistin ? ? ?
      Ich drück dir die Daumen, Mara

    • (5) 19.07.06 - 22:13

      Hey,

      als Anästhesist würde ich gerne hier etwas Klarheit stiften :-)

      Bei deiner 2. Geburt hattest Du eine Spinalanästhesie (Spa). Da wird der Rückenmarkssack, bzw. dessen Haut, die Dura absichtlich durchstochen. Das gehört zu dieser Methode !! und ist also kein Fehler.
      Der Kopfschmerz wird mit 0,5-15% (leider große Spannweite in der Literatur) angegeben. Und ebenfalls leider sind junge Frauen hier gefährdeter. Wie Du richtig durchlitten hast, gibt es hier leider Fälle, die nicht gut auf eine Schmerztherapie ansprechen, leider!

      Was Du zur PDA schreibst, ist richtig. Bei erfolgreicher Punktion bleibt man genau im dem Raum vor (!) dieser Haut, der Dura stehen, und legt den Katheter. Kopfschmerzen sind hier eine Rarität. Nicht verschweigen darf man, das auch hier, aus Versehen diese Haut durchstochen wird, und man dann entweder neu punktiert (ein "Loch" höher, Risiko des Kopfschmerzes aber gegeben, weil die Dura ja verletzt ist), oder daraus das beste macht, und eine Spinale daraus macht. Auch dann gibt es natürlich das KS-Risiko.

      Also, ich beneide Euch nicht um den Stress der Geburt.

      Für Fragen stehe ich gerne weiter zur Verfügung.

      Ciao

      der Mann von Markilex

      • (6) 20.07.06 - 01:24

        Danke für die Antwort.
        Kann ich denn irgendetwas tun um dieses Vorzubeugen? Oder entgegen zu arbeite.

        Oder wäre es sogar möglich den KS mit einer PDA durch zu führen? Oder ist das eine Kostenfrage?

        Mfg

        Jen

        • (7) 20.07.06 - 21:46

          Hey,

          kein Problem :-)

          Nein, Vorbeugen gegen einen eventuellen Kopfschmerz, da wäre mir nichts sinnvolles geläufig. Aber nicht jede Frau bekommt diesen Kopfschmerz, und wiederum bei den meisten Frauen, die einen postspinalen Kopfschmerz haben, kann man was gegen die Schmerzen tun.

          Ja klar, kann man einen KS in PDA machen. Das praktizieren wir in der Klinik sogar häufig. Wenn es ein Not-KS ist dann natürlich nicht (PDA-Wirkung dauert ja zu lange) Sonst ist das kein Problem. Man spritzt ein stärkeres Medikament, und 20 Minuten später kann man das Kind holen. Klappt auch prima bei Schwangeren die eine Spontangeburt wollen, dafür eine PDA kriegen, aber es dann auf natürlichem Wege halt nicht klappt.

          Hoffe, ich konnte helfen. Wenn noch was unklar ist... :-)

          Ciao

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