Einleitung - Erfahrungen

    • (1) 13.07.18 - 14:31

      Hallo ihr Lieben,
      Bin am Montag bei 41+0 und soll eingeleitet werden. Erst hieß es, er wird ein Frühchen, jetzt warten wir jeden Tag darauf.
      Momentan steht auch noch nichts auf Geburt.

      Wie sind eure Erfahrungen mit welchem Mittel? Wie lange hat es gedauert? Gab es Komplikationen das doch ein ks her musste? Bitte berichtet mal, unzensiert :)

      • ET+7 wurde ich mit einer halben Tablette cytotec eingeleitet.
        4 Stunden später Wehen, nochmal 16 Stunden später war mein Sohn da.

        Hatte eine Zervixdystokie, was in einer Saugglockengeburt und mit Geburtsverletzungen meinerseits (Scheidenriss III. Grad) und Hämatomen bei meinem Sohn endete.
        War traumatisiert und hatte dann auch eine postpartale Depression, ca. 9 Monate

        !! Diese Komplikationen haben aber nichts mit der Einleitung zu tun!! Das war halt so.
        Bitte halte die Augen auf und achte auf dich nach der Geburt. Wenn du dich längere Zeit miserabel fühlst, sprich das beim FA an.

        Ich werde jedenfalls vor der nächsten Geburt eine Einleitung nicht ablehnen, das lange Rumgemache im Kreißsaal hingegen schon.

        Alles Gute #klee

        (3) 13.07.18 - 14:48

        Ich wurde an et+10 geburtsunreif eingeleitet. Einmalig wurde eine viertel Tablette an den mm gelegt. Genau 24 Stunden nach Einleitung war meine Tochter da. Wobei es von der ersten Wehe bis zur Geburt nur vier Stunden gedauert hat.
        Es war eine Traumgeburt. Einzig, das die Wehen mit voller Wucht eingesetzt haben und es dadurch keine langsame Steigerung gab war sehr schmerzhaft.

        Huhu 🙋🏻 Ich wurde bei meiner Großen nach Blasensprung eingeleitet mit Tabletten... Morgens gegen sieben die erste Tablette, nix passierte, gegen Mittag die nächsten... Weiterhin alles ruhig... Ich war dann nochmal zur ctg Kontrolle am Nachmittag... Nichts nennenswertes zu sehen, jedoch auf den Weg wieder in mein Zimmer merkte ich schon, das da was passiert! Im zimmer angekommen ging es los, ein wehensturm vom feinsten 🙈 ich wusste nicht wie mir geschieht, mein Freund kam Gott sei Dank gerade und er brachte mich mit Rolli in den Kreißsaal, mumu 3cm... Ich bin fast verrückt geworden vor Schmerzen, kaum eine Pause... Ich bekam eine LMA spritze (einmal und nie wieder) um mich "entspannen" zu können... Ich wollte dann unbedingt eine pda... Dafür war es jedoch schon zu spät... Ich sagte zu meiner Hebamme, das ich glaube zu sterben 😂 das war kurz bevor unsere Prinzessin geboren wurde! Von der ersten wehe bis zum ersten Schrei gerade mal 4 Stunden 42 Minuten 😍 es war extrem kräftezehrend und wirklich schmerzhaft, aber nach zwei Stunden war fast alles vergessen 😁 ich war nur immernoch benebelt von dieser blöden LMA spritze...
        Liebe grüße und alles Gute für die Geburt 🍀

      • Huhu
        Ist es dein erstes Kind?
        Ich 3 x eingeleitet nach ET. Zwischen et+3 Und et+13.
        Hatte Tropf, vag-tablette und vag-Zäpfchen.
        Jede Einleitung dauerte ab Beginn der Einleitung bis zur Geburt nur rund 6 Stunden.
        Keinerlei Komplikationen.
        Wünsche dir genauso viel Glück #freu

        (6) 13.07.18 - 15:33

        Unzensiert...

        Mein erstes Kind kam bei ET+11 spontan.
        Meine Tochter wurde schon früh um 9 Tage vordatiert (völlig unmöglich). Bei ET+7 war ich zum CTG im KH (BEL), das war auffällig. Es hieß zwar, könne sein sie spielt nur mit der Schnur... aber sie würden gerne einleiten. Sie wär ja eh groß und sicher reif, immerhin schon über Termin. Und könne auch was schlimmes sein. Ich wollte nen Tag Aufschub, war aber dann bei ET+8 morgens im KH.
        Ich ging eigentlich von 2 Dingen aus:
        1.) Die Einleitung wirkt nur, wenns Kind bereit ist
        2.) CTG wird vorher kontrolliert

        Beides falsch. Ich wurde "überrumpelt", man schmierte mir gleich die erste Dosis Gel an den MuMu. Gel da geburtsunreif und BEL, wäre besser.
        Dann erst CTG. Hmpf. Gut, aber ich klammerte mich noch an Punkt 1.
        2h später die nächste Dosis von der OÄ, die mir Mut zusprach. Und sagte, dass das CTG nicht aussagekräftig sei (war davor & danach alles in Ordnung) und man auch noch hätte warten können.
        Aber jetzt gehts los, die Einleitung kann nicht mehr gestoppt werden.

        Hmpf. Aber die ersten Wehen zeigten sich, nur Mut.
        Das ging so dahin bis abends. Nachmittags platzte die Fruchtblase, die Wehen waren total seltsam - ich hatte das Gefühl mehr Schmerz als Wehen zu haben. Aber ich konzentrierte mich auf mein Mantra, schön entspannen, produktiv denken.
        Abends durfte ich endlich in die Wanne. Nicht lang, weil BEL "darf" ich nicht in der Wanne gebären. Dort waren es endlich richtige Wehen. Stark, produktiv, gleichmäßig.
        Binnen 1h war ich in der Übergangsphase und ging wiederwillig aus der Wanne in den Kreißsaal.
        Ab da gings bergab. Nix mit Wehen, nur noch Schmerzen. Ich bekam einen Tropf zur "Unterstützung". Nix. Tropf wurde immer höher gedreht, die Wehen verschwanden, genauso wie meine Kräfte.
        Als ich den Durchtritt durch den MuMu spürte, bemühte ich mich das letzte bisschen Wehe durch die Schmerzen zu spüren und zu nutzen.
        Ich schaffte es den Rumpf fast ganz durchzuschieben, aber es ging nur sehr langsam.
        Als die OÄ endlich kam (Zwillingsgeburt neben an), waren wir mitten im "Geburtsstillstand".
        Sie machte ne klare Ansage: Du hast keine Wehen mehr und die kleine muss jetzt raus! Entweder KS oder ohne Wehen.
        Ich wollte ohne Wehen, wurde umgelagert und mit letzter Kraft und manueller Hilfe war meine Tochter binnen weniger Minuten geboren.

        Dann kam die "Überraschung": sie war nie und nimmer über Termin! Lt Kinderarzt höchstens! 38 Wochen.

        Ihr gings körperlich soweit gut, mir nicht.
        Erfreulicherweise suchte die Ärztin am nächsten Tag das Gespräch mit mir. Sie sah die Ursache der Probleme in der Einleitung, wir waren einfach nicht so weit.

        Die anderen Details (Verletzungen, Trauma) spar ich mir.
        Hätte man mich in der Wanne gelassen, meine mehrfachen Anmerkungen zu der schlechten Wehentätigkeit Ernst genommen - es wäre besser gelaufen.

        Mein drittes Kind wurde ebenfalls vordatiert (6 Tage). Ihn hab ich an ET+14 nach Arztrechnug daheim geboren. Verletzungsfrei, Komplikationslos. Und mit dem Schwung körpereigener Hormone, die mir bei meiner Tochter verwehrt wurden.
        Er sah aus wie eine "Termingeburt", keinerlei Übertragungszeichen.


        Ich mag Einleitungen nicht generell verteufeln, aber eine Terminüberschreitung ist nicht Indikation genug für diesen Schritt. Wenn ihr noch nicht soweit seid, kann es echt eklig ausgehen.
        Das muss nicht sein, nur um im vorgegebenen Zeitraum zu entbinden.

        Die einzige Studie, die je die SS-Dauer anhand Eisprung und Einnistung ausgewertet hat (2013 USA) fand Schwankungen von 37 Tagen!
        Auch wenn die Mortalitätsrate ab 43. Woche steigt, so ist mir keine Studie bekannt, die die Ursache allein! in der Übertragung sieht - es liegen immer weitere Faktoren vor.
        Wenn die Versorgungslage passt und die Schwangere warten will, dann spricht nichts dagegen.

        • (7) 14.07.18 - 02:13

          Ich danke dir, für diesen Beitrag! Ich bin 19 Tage über den Termin gegangen. Hatte einen absolut unreife Befund. Wurde aber im kh gedrängt einleiten zu lassen. Sogar die Oberärztin kam zu mir. Mehrfach. Ich hätte mir sonst ein anderes kh suchen sollen. Also eingewilligt, widerwillig. Ich wollte meinen Sohn entscheiden lassen.

          Also, cocktail, dann noch einen, dann abends wehentropf..
          Die wehen waren heftig und extrem schmerzhaft. Bekam eine pda. Die wurde überdosiert. Ich total abwesend, in meiner eigenen Welt. Die hebamme war kaum im Raum. Ich allein. Nach über 12 Stunden wehen, endlich 10cm MM offen..
          Dann presswehen. Ich hab geschrien vor Schmerz. Wurde mir verboten, ich solle atmen..
          Saugglocke, weil ich unten total taub war und nicht pressen konnte. Höllische Schmerzen weil die hebamme sich gleichzeitig auf meinen Bauch drückte.. Keine schlanke Frau, die gute.
          Nach 5 Minuten ab in den OP. Herztöne waren mies. Keine Ahnung wie lange es dauerte, bis ich meinen Sohn sehen durfte..
          Fürs erste Kind war das die absolute horror Geburt.. Nie wieder hab ich damals gedacht.. Nie wieder..

          Hätte ich mal vorher gewusst was du geschrieben hast.

          Ich danke dir :)

      ET+8 Blasensprung, aber keine Wehen
      ET+9 2x Cytotec, Wehensturm (grauenhaft!!), vollgemüllt mit Schmerzmitteln, frühe PDA
      ET+10 Geburtstillstand und eiliger Kaiserschnitt

      Die zweite Geburt habe ich aufgrund der Schnelligkeit komplett ohne Schmerzmittel erlebt und ich muss sagen das war wesentlich besser auszuhalten als die Nonstop Wehen durch die Einleitung! Würde ich nie wieder machen!

      • Wenn es notwendig würdest Du es bestimmt wieder machen ;)
        Dh wenn Du dann nicht lieber ks haben wollen würdest

        • Nein, auf keinen Fall würde ich nochmal einleiten lassen. Der Kaiserschnitt war ätzend, aber die Einleitung war schlimmer. Dann einen geplanten Kaiserschnitt. So war es beim zweiten besprochen. Wenn es nicht alleine los geht, dann Kaiserschnitt statt Einleitung. Aber er kam dann spontan in einer Blitzgeburt, keine 3 Stunden ab Wehenbeginn ohne Schmerzmittel. Das war für mich deutlich besser zu ertragen als die Einleitungs Wehen. Da reagiert bestimmt jeder anders drauf, ich aber ganz schlecht.

    (11) 13.07.18 - 23:17

    Ich wurde bei ET+11 eingeleitet (ET wurde auch durch US-Untersuchung um 5 Tage nach vorn verlegt, ich war mir aber sicher, dass der spätere ET richtig ist, da ich den Zyklus beobachtet habe und meinen Eieprung genau wusste).
    Befund vor der Einleitung völlig geburtsunreif. Ich wurde zwei Tage eingeleitet, am dritten Tag wurde mein Kind geboren. Es gab keinerlei medizinische Indikation für die Einleitung, nur die feste Meinung der Ärztin, dass das Kind laut WHO spätestens an ET+14 auf der Welt sein muss. Ich wollte keinen eiligen Kaiserschnitt, also habe ich der Einleitung zugestimmt.
    Danach war nichts mehr normal - von einer Intervention zur nächsten, Medikamente, pda, Sprengung der Fruchtblase. Mein Kind wurde förmlich aus mir heraus gerissen. Ich war so mit mir und dem Wehensturm beschäftigt, dass ich unter der Geburt den Kontakt zu meinem Kind verloren hatte, wie es ihm dabei geht.
    Summa summarum 15 Stunden im Kreissaal, Geburtsverletzung 3. Grades mit anschließend notwendiger OP unter Vollnarkose. Dadurch nur ein paar Minuten Bonding direkt nach der Geburt, einen Tag Intensivstation nach der OP, Kind nur alle drei Stunden für 10 Minuten zum Stillen, Blutverlust. Dadurch Stillprobleme, mein Sohn hat nur geschrieen, wer weiß, wie die Geburt für ihn war!...., durch den Blutverlust war ich mehrere Wochen total kraftlos usw. Es hat Monate gedauert, bis mein Kind in der Welt angekommen ist und ich wieder Kraft hatte und alles überwunden hatte.
    Wenn es keinen medizinischen Grund gibt, würde ich nie wieder einleiten.

    Ich wurde bei et+4 eingeleitet, weil die Ärzte meinten, mein Sohn wäre zu groß für mich...
    Es war der absolute Horror und ich Kämpfe noch immer mit der Geburt. Ende September soll unser zweites kommen und für mich steht fest: ich lasse mich garantiert nie wieder einleiten! Würden die damit kommen, würde ich direkt sagen, kaiserschnitt!
    Du kannst meinen Bericht hier nachlesen:
    https://m.urbia.de/forum/15-geburt-wochenbett/5087609-angst-vor-der-zweiten-geburt
    Er ist gnadenlos unzensiert, lang und ausführlich.

    Hallo,

    Bei meiner kleinsten Tochter wurde bei 40+1 Eingeleitet. Wir waren um 8 in der Klinik, um 9 wurde mit gel eingeleitet und ich hatte direkt heftige Wehen die aber gegen Mittag wieder schwächer wurden. Dann wurde gegen 15uhr wieder gel gelegt und dann ging es los. Um 19 uhr bekam ich einen Wehentropf und um 21.05uhr war sie dann auf der Welt.

    Bei meinem kleinen 5Monate, wurde bei 39+2 Eingeleitet.
    Um 9 in die Klinik, CTG US usw gemacht. Dann spazieren gehen und auf Chefarzt warten da er ungünstig lag. Dann nochmal CTG und nochmal US. Gegen 16.30uhr machte die Hebamme druck bei den Ärzten ob denn heute noch was passiert. Dann wurde gegen 18uhr die Fruchtblase geöffnet und der kleine durch eine äußere Wendung in Position gebracht. Danach kam der Wehentropf zum Einsatz. Es fing langsam an und gegen 23 Uhr wurde es dann heftig und alle hofften das es nicht lange dauern würde. Gegen 5 uhr wurde nochmal untersucht und anschließend alles abgebrochen da der Kopf vom kleinen nicht mehr zu tasten war. Der Chefarzt kam und machte einen US, da stand fest das sich mein kleiner in eine Geburts unmögliche Position gegeben hatte. Ich musste dann auf einen Kaiserschnitt warten. Der kleine erblickte dann um 12.12uhr das Licht der Welt. Der KS erfolgte mit Vollnarkose und ich fand das alles sehr schrecklich.

    Lg milka

    (14) 14.07.18 - 07:09

    Hallo,

    ich bin auch gegen Einleitung nur wegen Terminüberschreitung. Die Dauer der Schwangerschaft kann stark variieren und es ist schnell ein Rechenfehler drinnen.

    Meine Geschichte:

    ET + 1: erste versuchte Einleitung. Zwei Stunden Wehen, dann nichts.
    ET + 2: Einleitungsversuch früh und nachts ohne Erfolg. Nur Schmerzen.
    ET +3: wie ET + 1
    ET +4: Nächste Einleitung. Geburt mit höllischen Schmerzen. Kind hätte laut der Ärzte noch ein bis zwei Wochen gebraucht.

    Im Nachhinein stellte sich raus, dass mein Arzt sich bezüglich des ETs verrechnet hatte. Die Versorgung des Kindes war an keiner Stelle gefährdet.

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