Geburtshaus oder Klinik

    • (1) 21.08.18 - 16:29

      Hallo Mädels,
      so langsam mache ich mir doch Gedanken zur Geburt und bin hin und hergerissen. Ich würde gerne in aller Ruhe und in einem privaten Umfeld meinen Kleinen zur Welt bringen. Das Geburtshaus ist auch nicht unweit von der Klinik entfernt. Mein Freund äußerte nun Gedanken, dass er Angst um uns habe. Ich verstehe ihn und kann mir vorstellen, dass es für den werdenden Vater genauso aufregend ist wie für die Mutter. Ich mag mir auch nicht ausmalen, wie ohnmächtig er sich fühlen würde, wenn wirklich etwas schief gehen sollte. Ich habe gehofft, hier auf einige Erfahrungsberichte, vllt sogar aus Rostock, zu stoßen.

      Liebe Grüße

      • Ich hab mein erstes Kind selber im Geburtshaus entbunden, daher bin ich natürlich voreingenommen 😉
        Mein Tipp: Geht doch einfach mal zusammen ins Geburtshaus und informiert euch! Bei uns gab es einen Infoabend, wo viel erklärt wurde und man Fragen stellen könnte. Man muss da allerdings schnell sein, ich hab mich noch vor der 12. Woche angemeldet und grad noch einen Platz ergattert.
        Gute Informationen gibt es auch auf quag.de, dem Qualitätsmanagement der außerklinischen Geburtshilfe. Dort kann man sehr gut sehen, dass außerklinische Geburten genauso sicher sind wir Klinikgeburten.

        Trotzdem muss das natürlich jede Frau und jedes Paar für sich entscheiden. Mein Freund war auch erst skeptisch, aber wir haben dann den Geburtsvorbereitungskurs im Geburtshaus gemacht und er war natürlich auch mit bei den sehr ausführlichen Aufklärungsgesprächen. Danach stand er voll hinter meiner Entscheidung.
        Die Geburt unserer Tochter war dann wunderschön!! Selbst jetzt, 14 Monate später, denke ich noch oft und gerne daran. Es war entspannt, ohne Druck und unnötige Interventionen und sehr selbstbestimmt.

        Mir selbst sind Wissenschaft und Pragmatismus sehr wichtig, ich bin überhaupt kein Typ für Räucherstäbchen und Globuli 😂 Aber gerade deswegen habe ich mich auch fürs Geburtshaus entschieden! Wenn ich erzähle, wo ich entbunden habe, sagen Leute oft: "Wie mutig!" Ich persönlich finde es inzwischen ja eher mutig, in einem privatisierten Krankenhaus zu entbinden, aber so hat jeder seine Meinung 😉

        Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung und alles Gute!

      hallo,

      ich selbst bin hausgeburtlerin und daher natürlich immer für außerklinische entbindungen.

      was mir aber auffällt, was meinst du mit „so langsam“? bei so langsam wäre der zug hier in berlin schon lange abgefahren. hier bekommt man nur einen platz in den gh, wenn man umgehend nach dem test sich anmeldet.

      liebe grüße

      • Meine Hebamme gehört zum Geburtshaus und hat es mir angeboten. Ich bin jetzt in der 26. Ssw. Liegt vielleicht daran, dass sich wenige für November/Dezember angemeldeten haben. Wenn es doch nicht klappen sollte, dann wird mir ja die Entscheidung abgenommen. Vorher hatte ich einfach nicht drüber nachgedacht, aber nachdem man immer mehr Stories aus der Klinik hört, wird einem ganz anders.

    Hi,

    Nimm ihn mit zu dem Beratungsgesprächen dann wird seine Sorge schnell abgebaut sein.

    Eine Hebamme im Geburtshaus ist vom 1. Moment wo du da auf der Matte stehst bis du das Gebäude wieder verlässt jede Sekunde die du sie benötigst an deiner Seite. Sie wird parallel keinen Papierkram erledigen wie Klinikhebammen oder permanent wegsein, weil sie in 3 weiteren Kreissälen und chronischer Unterbesetzung lediglich hier und da mal nach dem rechten schaut. Sie begleitet dich, nimmt deine Anamnese auf und da sie permanent anwesend sein wird und auch nur eine Geburt betreuen dürfte die laut Frauenärzten und ihrer eigenen Prognose/Einschätzung als unbedenklich gilt - wird sie dich von Haus aus ins KH weiterschicken wenn du eine BEL oder Querlage hättest, oder andere Indizien die medizinisch zumindest einer Überwachung unter der Geburt bedürfen ggf. sogar einen KS verpflichten. Sie ist unter der Geburt wiegesagt permanent an deiner Seite und weiß bis wohin sie etwas aussitzen lassen kann, was normal ist und ab wann eine Verlegung angebracht wäre. Z.b. bei einem Geburtsstillstand oder oder. Eine Hebamme bei der Hausgeburt oder Geburtshausgeburt wird in 99% aller Fälle sofort verlegen in die Klinik wenn sie auch nur den Anflug verspürt das was nicht ganz rund läuft. Dabei muss nicht mal was dramatisches vorliegen. Reicht schon ein profaner Geburtsstillstand aus der erstmal keine Komplikation an sich darstellt aber ggf. klinisch abgeklärt werden muss ob hier nicht Wehenmittel gegeben werden sollten (sie selbst hat nur Wehenhemmer keine Steigerungsmedikamente) die ihr nicht verfügbar stehen. Auch wenn du selbst unter der Geburt merkst du fühlst dich doch nicht so wohl oder wolltest unbedingt eine PDA wird sie dich auf dein Wunsch hin auch jederzeit verlegen und dich zu nix zwingen was du nicht wirklich willst - egal was ihr vorher besprochen habt!

    Klar bei den ganzen Horrorszenarien die man so hört und liest und im Fernsehen sieht könnte man meinen eine Geburt ist was gefährliches. In seltenen Fällen jaaaa ist sie es und die Situation kann kippen. Dieses hektische und überstürzte was man aber in Kliniken häufig kennt. Ist aber auch zum teil inszeniert. Im Krankenhaus wird nach Schema F gearbeitet. Gibt es Abweichungen von der Norm - werden Interventionen eingeleitet. Dauert die Geburt länger als gewöhnlich - steigert sich nicht wie gewünscht... werden sofort Wehenmittel eingesetzt als mal zu warten. Auch sind viele Komplikationen die in Krankenhäusern entstehen erst durchs Krankenhaus selbst verursacht.

    Du wirst in der Regel nicht begleitet von Anfang bis Ende, sondern meist erst am Ende hin wirklich das jemand halbwegs kontinuierlich anwesend bleibt. Die Hebamme vor Ort kennt dich nicht, weis nicht wie empfindlich du bist oder nicht was du willst oder nicht und da sie in der Regel eher sporadisch anwesend ist (außer du bist allein auf der Entbindungsstation) wird sie vielleicht erst in eine Situation dazu kommen und merken das was nicht stimmt, wenns schon kurz vor knapp ist. Sie ist ja nicht permanent anwesend und kann nicht schon die halbe Stunde vorher absehen das hier eventuell Handlungsbedarf herscht. Auch haben Klinikhebammen sehr häufig gar kein Verhältnis mehr dazu, wie eine natürliche Geburt überhaupt abläuft und ablaufen kann. Da sie im Krankenhaus selten erleben das es zu einer Interventionslosen Geburt kommt. Im Geburtshaus wird sehr sehr wahrscheinlich viel früher reagiert wenn was nicht so läuft wie es sollte, als im KH. Auch wird im KH gerne aus besagtem Schema F einfach irgendwas Interveniert ohne das es nachvollziehbar gerechtfertigt ist. Dammschnitte zum Beispiel sind in fast allen Fällen völlig überflüssig zum Glück merken das immer mehr Kliniken und die Rate dieses völlig sinnfreien Eingriffs geht zunehmend zurück.

    Auch Blutungen danach. Die einzigen Geschichten die ich kenne die damit was zu tun haben. War weil Klinikpersonal FALSCH reagiert hat und teils nen Totalausfall jeglicher Kompetenzen gezeigt hat. Meine Mutter wäre in Folge ihrer Klinikgeburt bei mir fast verblutet. Warum weil die Trottel die Plazenta nicht auf Vollständigkeit geprüft haben und ein Teil noch in ihr drin war. Ich hab 2 Arbeitskolleginnen die nach der natürlichen Geburt wegen starker Blutungen notoperiert werden musste und BEIDE berichten. Das die Hebamme/der Arzt vor Ort ungeduldig war was die Plazentaablösung betrifft und haben einfach mal etwas ruppig an der Nabelschnur gezogen um sie manuell zu lösen. (Wenn ich sowas höre denk ich mir auch - der totale Hirnschuss die Aktion!).

    Ich werde erst im Geburtshaus entbinden und mein Mann vertraut mir, da ich diejenige bin die sich stärker informiert und ich nix tun würde was wissentlich schädlich wäre. Nur eine Hausgeburt da blockt er. Das hat aber mehr was damit zu tun, das wir unseren Sohn nicht traumatisieren wollen der ggf. dem dann beiwohnt (und er ist sensibel ich weis nicht ob er das positiv oder negativ verarbeiten wird da er sehr mitleidend ist wenn er merkt mir geht es nicht gut - da bekommt er schnell Angst um mich). Nicht weil er glaub das das unsicher wäre oder ähnliches. Aber er gibt auch zu das er ein teils mulmiges Bauchgefühl bei der Sache hat - falls halt doch was ist.

    Hab ihm dann aber gesagt: "Hör mal bei unserem Sohn waren wir ab da wo die PDA lag völlig allein im Kreissaal. Hätte ich dich nicht die Hebamme holen lassen. Wäre der Kleine einfach irgendwann aus mir heraus vom Kreisbett gefallen ums mal hart zu formulieren. Dann kam sie und dann brach Hektik aus. CTG war schlecht, HT waren schlecht, das Kind im Kanal es muss sofort raus... Ärztin gerufen... Saugglocke... kurze Panikmache - er Kreidebleich... Kind da alles ok." und ich so "Meinst du nicht, dass wenn die Hebamme statt im Hebammenzimmer zu hocken und Papierkram zu erledigen - wenn sie anwesend gewesen wäre. Das ihr das supsekte CTG weit früher nicht aufgefallen wäre? Früher hätte gegengesteuert werden können und ich ggf. um den dramatischen Einsatz der Saugglocke herumgekommen wäre?" Das Argument hat ihn restlos überzeugt. Denn er war dabei und weis wie wenig Präsent so ne Klinikhebamme ist.

    Ich merk ja auch schneller das mir was am Herd anbrennt, wenn ich daneben stehe - als wenn ich im Wohnzimmer hock und irgendwann mal nen verkohlten Geruch und beisenden Rauch wahrnehme. Steh ich direkt neben dem Herd, nimm ich den Braten vom Herd oder leg nen Deckel drauf um ne vielleicht spontan entstehende Flamme zu löschen... bei der anderen Variante ist es sehr wahrscheinlich das ein Feuerlöscher allein nicht mal mehr hilft sondern die Feuerwehr gerufen werden muss. So der Unterschied der Dramatik und Risikobehaftung zwischen KLINIK (kuckt mal einer zwischendurch nach dir) und Geburtshaus (1zu1 Betreung, keine Schichtwechsel keine Abwesenheiten - außer sie muss vielleicht mal aufs Klo).

    • Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Heute beginnt für uns der Geburtsvorbereitungskurs und dann werden wir alle unsere Fragen stellen, die uns auf dem Herzen liegen. Als ich meiner Schwiegermutter von dem Gedanken erzählte, hat sie nur geschmunzelt und meinte, es sei zu gefährlich. Sie habe ja auch nach der Geburt nciht gehen können. Sie vergisst aber immer, dass ich nicht sie bin und die Geburt ihres Sohnes nicht repräsentativ für alle Geburten steht. Sowas nervt mich. Natürlich kann es mir danach auch so gehen, aber man hat ja trotzdem immer die Möglichkeit in die Klinik zu fahren. So wie du es auvh geschildert hast. Dein Beitrag hat mich sehr bestärkt und beruhigt. Danke dafür.

      • Ja meine Schwiegermutter hat erstmal neugierig gefragt was das ist, ein Geburtshaus. Und ich so: "Das ist ein Haus, das wird nur von Hebammen geleitet und die begleiten einen vor, während und nach der Geburt. Bei der Geburt wird dabei aber kein Arzt anwesend sein und ich hab dort auch nicht die Möglichkeiten wie im KH für eine PDA oder ein Kaiserschnitt kann dort auch nicht erfolgen. Aber sollte es Komplikationen geben, würde sie mich eh rechtzeitig verlegen mit RTW ins nächste KH also sicher ist es auf jeden Fall, wenn nicht sogar sicherer als im KH. (Direkt vorweg genommen das der Gedanke gar nicht zur Aussprache kommen kann." Sie fragte nur warum ich glaube das das sogar sicherer wäre. und ich nur "Naja im KH ist man die meiste Zeit eher für sich alleine. Da schaut in der Regel nur mal kurz jemand ob alles noch ok ist oder man was braucht und zum Ende hin ist halt die ganze Zeit wer anwesend. Im Geburtshaus wird man von Anfang bis Ende begleitet und nicht alleine gelassen. Daher sehen die Hebammen dort viel früher wenn etwas nach Komplikationen aussieht als eine Klinikhebamme die sich parallel noch um zich andere Geburten kümmern muss." Das hat sie verstanden. Aber was sie schockiert hat war.

        Sie: "Ok dann kommen Kuba und ich zu dir ins Geburtshaus wenn das Baby da ist. Ich bring ihn dann ok."
        Ich: "Ne das ist im Geburtshaus überflüssig. Ich bleib da nur 3-4 Stunden nach der Geburt zur Beobachtung und kurzem erholen, ggf. nähen und wenn die Hebamme feststellt das bei mir und dem Baby alles in Ordnung ist, keine starken Blutungen da sind, die Plazenta komplett ist, ich nicht zu schwach bin etc. Dann werden wir nach den 3-4 Stunden bereits wieder entlassen und können direkt wieder heim."

        Der BLICK #schock#schock WAAAAS du wirst am selben Tag wieder entlassen. Das ist aber nicht gut! - Warum? - Ja im KH z.b. bleibt man ja ein paar Tage, das ist auch gut so, weil dann kann man sich erholen von der Geburt. - Ich - Aha also ist es erholsamer auf ner Wochenbettstation wo man nicht ausschlafen kann/schlafen kann wann man möchte, weil ja irgendwie permanent wer rein kommt. Schwestern die Essen bringen, Ärtze die Visiten machen, Schwestern die das Kind zu Untersuchungen verschleppen und wieder bringen, und es kommt dort ja nicht nur MEIN Besuch vorbei sondern auch der von ganz vielen anderen Leuten die auf der selben Station liegen... auch schlaf ich 10mal besser daheim als in einem KH.

        Auch meinte sie zum Thema "Rückenlage" - Wirst schon sehen, zum Ende hin wenn das Kind kommt, wird dich die Hebamme so oder so ins Bett legen und die Beine werden dir hochgezogen/in Beinschalen gelegt. Das ist immer so. #schein

(9) 22.08.18 - 15:17

Wir haben auch zu viel Angst für ein Geburtshaus (und ich weiss, dass mehr Komplikationen im KH entstehen).

Wir haben uns für eine Beleghebamme entschieden. So hat man das private und Klinik zusammen :-)

(10) 22.08.18 - 15:18

Ps fürs Geburtshaus muss man sich hier bei uns schon unbedingt im 1. trimester anmelden. Sonst hat man keine Chance menr.

  • (11) 23.08.18 - 07:26

    Das wurde mir diese Woche erst angeboten. Ich habe ehrlich gesagt, vorher nicht drüber nachgedacht. Meine Hebamme gehört aber zum Geburtshaus, demnach gehe ich erstmal davon aus, dass sie mir das nicht grundlos angeboten hat. Wenn es doch nciht gehen sollte, wird mir die Entscheidung abgenommen und ich muss es akzeptieren.

    • Vermutlich hat sie dir das angeboten, weil sie deine Vorgeschichte kennt und dich kennenlernen konnte und halt auch ihre Erfahrungswerte hat. Welche Frauen welche Umgebung unter der Geburt besser tuen würde als anderen. Ne Frau die unbedingt die Option z.b. einer PDA offen haben will oder die sich unsicher fühlt mit dem Thema außerklinisch, der würde von keiner Hebamme sowas auch nur angeboten werden, weil das kein Sinn macht.

      Ich hab meine Hebamme seit der 8. SSW und ich könnte bis zum Schluss individuell entscheiden ob Hausgeburt oder Geburtshaus Geburt.

      Als ich damals zur Information das Geburtshaus angerufen hab (den Tipp bekam ich von ner Freundin) - haben die anhand der ersten Erfahrungswerte von mir sofort gesagt "Wir empfehlen ihnen den Kontakt zu 2 Hebammen aus unserem Haus. Bei ihnen wird es besser sein, EINE Bezugshebamme zu haben die sie garantiert zur Geburt begleitet." Man hat nämlich auch die Option ins Geburtshaus zu gehen und zur Geburt eine der Hebammen vom Team zu bekommen - weis aber vorher nie genau welche. Die bliebe dann aber auch von Anfang bis Ende bei einem. Je nachdem wer die Bereitschaft gerade übernimmt.

      Diese Hebamme hat mir auch gesagt das bei mir vielleicht sogar ne Hausgeburt in Betracht kommen könnte. Das hab ich aber abgewiegelt. Einfach weil unser Sohn nicht die Sorte resolut ist sondern sehr schüchtern und ängstlich, sensibel. Allein in der Frühschwangerschaft wenn er mich hat kotzen sehen, stand er häufig wie bestellt und nicht abgeholt neben mir und wenn ich ihm nicht zwischendurch gesagt hätte "alles ist gut" hätte er vor Sorgen um mich geheult (Pipi stand ihm jedesmal schon in den Augen). Ich will daher nicht risikieren das auch nur eine 1%ige Wahrscheinlichkeit besteht, dass ich ihn damit traumatisiere weil er dem ggf. mit beiwohnt weils abends/nachts/morgens passiert wo er eben NICHT in der Krippe ist.

(13) 23.08.18 - 17:14

Ich habe 5 Kinder und nur das erste war eine geplante Klinikgeburt (auch wenn ich damals schon am liebsten eine Hausgeburt gehabt hätte, aber da traute mein Mann sich noch nicht).
Kind 2 war eine wunderschöne Hausgeburt, bei Kind 3 musste leider in die Klinik verlegt werden, Kind 4 kam wieder zu Hause, sogar ohne Hebamme, weil es so schnell ging und Kind 5 wieder zu Hause mit Hebamme
Für mich hat eine Klinikgeburt nur Vorteile, wenn abzusehen ist, dass medizinische Hilfe nötig ist.
Zu Hause hatte ich immer zwei Hebamme die nur für mich da waren und musste nicht eine Hebamme mit 3 anderen Frauen teilen,
Ich hab zu Hause keine multiresistenten Keime rumfliegen
ich durfte in meinem Tempo gebären, tun und lassen was mir gut tat ohne auch nur einmal ein Wort dagegen gesagt zu bekommen oder mich Klinikroutinen beugen zu müssen (oder dagegen an zu kämpfen)
Ich kann mir sicher sein, dass absolut gar nichts getan wird, was das Risiko für Komplikationen auch nur im geringsten erhöht
Mein Mann war anfangs auch nicht begeistert und meine Familie entsetzt, aber für meinen Mann käme heute auch nichts anderes mehr in Frage.
Viele Menschen haben sich nie wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt und wissen nur, dass jede zweite Frau samt Kind garantiert ohne Klinik und Arzt bei der Geburt drauf geht. Was eine Hebamme auch ohne Klinik alles kann und darf, wie viele Komplikationen erst durch die Klinik entstehen (oder eigentlich gar keine sind) weiß kaum jemand.
Frag deine Hebamme vielleicht mal nach dem Film "die sichere Geburt", vielleicht hat sie ihn und kann ihn ausleihen.

(14) 23.08.18 - 21:46

Wir hatten eine wunderschöne Geburt im Geburtshaus. Mein Mann wollte es vorher auch nicht und hat noch während des Gesprächs mit der Hebamme seine Meinung geändert. Wir fanden es toll und würden es wieder so machen.

(15) 25.08.18 - 14:47

Hallo,

Ich habe mein erstes Kind im KH bekommen, die zwei folgenden im GH.
Ich habe die Vertrautheit und Ruhe im GH genossen. Kein ständiges und unnötiges ctg oder Untersuchung. Nur kurz bei der Ankunft und 2 min Herztöne über den Presswehen kontrolliert.
Ich war und bin total zufrieden mit GH :-).
Geh doch einfach mit deinem Mann zu einem Gespräch ins GH. "Mein" GH zb verlegt bei Bedarf ins KH. Die Hebamme geht da kein Risiko ein. Wie weit sind KH und GH bei dir voneinander entfernt?

LG, Logo

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