Wochenbett - Besuch

    • (1) 26.08.18 - 16:12

      Hallo ihr Lieben!:-)

      In 12 Tagen erwarten wir unser erstes Kind und ich habe jetzt schon Angst
      davor, wie das mit den Besuchen der engen Familienmitglieder und deren
      Erwartungen an uns ablaufen soll...

      Meine Eltern wohnen 2 bis 3 Stunden Autofahrt entfernt und werden uns im KH
      besuchen kommen, um ihr Enkelchen zu begrüßen.
      Desweiteren hatten wir vereinbart, dass sie uns Zuhause besuchen kommen,
      sobald wir uns mit Baby eingelebt haben..

      Meine Schwiegereltern hingegen, wohnen gerade mal 5 min mit dem Auto entfernt.
      (Was ja im Grunde erst mal fantastisch ist.)

      Allerdings haben sie sich mittlerweile ein komplettes Babyzimmer in ihrem Haus
      eingerichtet, plus Kinderwagen, Babyschale und allem was dazu gehört,
      wenn man ein Baby erwartet.

      Meine Schwiemu spricht ständig davon, dass sie das Babybettchen aber erst mal
      in ihr Schlafzimmer stellen wird...
      -Schon allein deshalb habe ich große Bedenken, hinsichtlich ihrer Erwartungen.

      Sie hat nun auch schon 2x mit Bedauern erwähnt, dass sie ja leider nicht stillen kann.
      Und im selben Atemzug sagt sie zu mir, dass ich aber keine Angst haben soll, sie
      wolle mir das Kind nicht wegnehmen...#gruebel Wieso sagt sie das überhaupt??
      -Das macht mir ehrlich gesagt dann doch etwas Angst...

      Na ja, ich möchte nicht abschweifen, aber so könnt ihr euch vielleicht ein Bild machen.
      (Meine eigene Mutter ist ähnlich "fanatisch" drauf, aber ohne eigenes Babyzimmer.
      Sie würde sich nach der Geburt am liebsten für 2 Wochen bei uns "einbuchen".
      Aber da es sich um meine eigene Mutter handelt, kann ich einfach besser mit ihr über
      solche Dinge sprechen und darüber, dass uns das nicht so gut tun würde...#schwitz)

      Gestern habe ich versucht, mit meinem Mann zu klären, ab wann wir denn
      Besuch erwarten möchten, wenn das Baby da ist. -Es ist mir wichtig, dass wir
      gemeinsam an einem Strang ziehen und er uns auch den Rücken frei hält, falls
      sich jemand selbst einladen möchte.

      Ich bin leider ein Mensch, der (schon ohne Baby) von Familienbesuchen (egal ob
      meine oder seine Familie) oftmals sehr gestresst ist.
      Deshalb wünsche ich mir erst mal mindestens 1 Woche Zuhause in absoluter Ruhe,
      bevor die ersten Besuche starten.

      Als es um meine Familie ging, war mein Mann sofort einig, dass wir eine gewisse
      Wochenbett-Zeit einhalten sollten. -Laut ihm, sogar gleich mehrere Wochen!!
      Bei seinen eigenen Eltern war das plötzlich was ganz anderes:
      Seine Mutter könne ja mal für ein Stündchen vorbeikommen, das sei ja nicht lang...
      Als ich ihm signalisierte, dass ich wirklich eine Woche lang überhaupt keinen Besuch
      möchte, hat er das Gespräch geschickt versanden lassen...so nach dem Motto:
      "Wir werden sehen..." #augen

      Wie schon gesagt, werden unsere Eltern (und Schwägerin mit Familie) uns ja sowieso
      im KH besuchen kommen. Jetzt überlege ich, ob ich ihnen im KH dann auch
      direkt sagen soll, dass wir die nächsten Tage erst mal nur für uns als Familie
      allein genießen möchten, was ja nicht böse gemeint ist.
      -Ist das unverschämt?

      Wie ist das bei euch so?
      Lasst ihr alles auf euch zukommen oder habt ihr eine grobe Vorstellung von
      der Wochenbettzeit?

      Entschuldigt bitte den langen Text und vielen Dank für´s Lesen!#blume

      Liebe Grüße,
      Sameena (39. SSW)

      • Wir für uns haben entscheiden, dass wir erst beurteilen können, was gut für uns ist, wenn wir wissen, wie wir uns fühlen. Also machen wir keine Vorab-Regeln, sondern kommunizieren nach der Geburt, wie es mit Besuchen läuft. Da ist ja jeder anders. Die Kinder meiner engen Freunde hatte ich alle innerhalb von 48 Stunden auf dem Arm, das naher Verwandten erst anch Wochen. Ganz subjektive Geschichte. Das mit deiner Schwiegermutter solltest du aber klären - mit deinem Mann und mit ihr. Das klingt beides echt schwierig. Und es treibt dich um. Also spricht es offen an. Und finde eine stabile Übereinkunft mit dem Kindsvater. Dann wird alles gut

        • Vielen Dank!:-)

          Du hast vollkommen Recht, es beschäftigt mich leider sehr...
          (Vielleicht auch ein wenig hormonell bedingt, so kurz vor der Geburt.)

          Ich möchte eigentlich auch völlig unbeschwert in die Situation
          hineingehen und dann schauen, wie wir uns überhaupt fühlen.

          Gleichzeitig möchte ich es möglichst jedem recht machen und
          habe dennoch Angst davor, bedrängt zu werden...

          Ich werde wohl nochmals das Gespräch suchen müssen, solange
          mich das dermaßen beschäftigt. Vielen Dank!

      Hallo,
      erstmal finde ich gut das ihr Besuch im Krankenhaus zulassen wollt! Hatten wir auch und auch zuhause hatten wir viel Besuch weil es mir einfach zu langweilig daheim war, trotz Schreikind!

      Wenn dich Besuch eh schon stresst und du das Gefühl hast, dass dein Mann dich nicht genug unterstützt und du dich nicht traust mal auf den Tisch zu hauen (kann man auch freundlich aber bestimmt) dann hol dir Schützenhilfe von anderer Stelle. Im Krankenhaus kannst du vielleicht die Krankenschwester beten mal vorbei zuschauen und ggf. zu sagen das es jetzt reicht. Oder aber vielleicht gibt es auch ein Stillzimmer in das nur die Mama´s und maximal Papa´s rein dürfen. Da das stillen ja anfänglich locker ne Stunde dauert fahren sie dann vielleicht freiwillig heim.
      Zuhause kannst du dich ins Schlafzimmer zurück ziehen und deutlich sagen das du von niemandem gestört werden willst beim stillen. Da würde ich dann auch von deinen Mann volle Unterstützung verlangen! Wenn es ihm ja nichts ausmacht das seine Eltern da sind dann kann er sie ja auch bespaßen.
      Allerdings würde ich z.B. Spaziergänge von den Großeltern niemals ausschlagen, nach den stillen ist es auch mal schön entweder ne Stunde alleine zu schlafen oder auch mal aufzuräumen oder oder oder.
      Ansonsten hilft ein Tragetuch super vor zu aufdringlichen Besuchern jeder Art! Da trauen sie sich nicht ans Baby ran wie im Kinderwagen.
      Ich persönlich hab meine Kids gerne abgegeben und hatte wie gesagt mit Besuch auch kein Problem aber jeder ist anders und jeder muss seinen Weg finden!
      Alles Gute für euch!

      • Hallo Finnchen,:-)

        vielen Dank für deine Antwort!

        Das mit den Spaziergängen werde ich mir merken, falls Oma Zeit mit
        ihrer Enkelin verbringen möchte und ich nicht in "Kaffeeklatsch-Laune" bin
        und andere Dinge zu tun hätte, soll sie die Kleine einfach ein bisschen mit raus nehmen...;-)

        Ein Tragetuch habe ich schon, weil ich es im Alltag für praktisch halte und hoffe,
        dass sie die körperliche Nähe mag. :-) (Wird sich natürlich erst rausstellen...)
        Ich weiß, dass es Leute gibt, die meinen, ein Tragetuch würde das Baby "verwöhnen".
        Ich hoffe, in meiner Familie sieht das niemand so...

        Vielen Dank nochmal und dir auch alles Gute!#blume

        • In meinem GVK hab ich folgenden Satz gelernt.
          Nicht das Kind wird verwöhnt, sondern ich als Mutter/Vater. Denn ich hab ein zufriedenes Baby und kann noch Dinge erledigen. Meine Ohren werden geschont, weil das Kind nicht weinen muss.

          Genauso übertragbar zB fürs Familienbett.
          Ich verwöhne mich, weil ich nachts nicht aufstehen muss zum Stillen und dadurch richtig wach werde.

          Mit so einer Argumentation kann man vielen den Wind aus den Segeln nehmen. Versuch es halt auf andere Sachen zu übertragen.

          lg lene

    Hallo, also ich werde auch bald entbinden und habe jetzt schon meine Schwiegermama bei mir zu Hause. Nicht dass sie mich nerven würde oder so aber irgendwie ist so dauerhafter Besuch so kurz vor der Geburt doch etwas anstrengend.

    Ich habe sogar heute auch mit meinem Mann gesprochen und gesagt, dass ich im Wochenbett niemanden haben möchte, der zu Hause schläft. Gerne besuchen aber nicht mehr schlafen, da ich es wichtig finde, dass das Baby sich erstmal an Mama und Papa gewöhnt und dass man die Zeit zu dritt genießt.

    Im Krankenhaus würd ichs okay finden aber halt auch nicht lange. Ansonsten würd ich sagen. Jenachdem wie du dich fühlst nach deiner Geburt würd ich Besuch erlauben oder nicht. Ich finde das sollte jeder verstehen.

    Und zu deiner Schwiegermama.. ich weiss nicht, ob es ihr erstes Enkelkind wird aber das mit dem Zimmer ist schon „okay“ aber das mit dem Stillen ist schon echt komisch. Da würden bei mir glaube ich alle stricke reißen und ich würd ihr sagen, dass es MEIN baby ist und sie es nicht stillen brauch :-/

    Ich wünsche dir alles gute für deine Geburt und hoffe, dass du es mit deiner Schwiegermama klären kannst.

    Lg

    • Liebe Bolli,

      vielen lieben Dank für deine Antwort! #blume

      Ja, meine Schwiemu ist Rentnerin und hat weder Freunde noch
      großartige Hobbys...da freut sie sich natürlich besonders auf eine "neue Aufgabe".;-)

      Sie hat zwar schon Enkelkinder, aber die wohnen alle weit weg und jetzt sieht
      sie ihre Chance Vollzeitoma zu sein. -Sie würde das Kind auch gerne voll betreuen,
      wenn ich wieder arbeiten gehe. Aber mein Mann sieht es -Gott sei Dank- auch so,
      dass die Kleine schon in eine Kita soll - wegen der Sozialkontakte.

      Na ja, wir werden sehen...

      Alles Gute für dich und eine schöne Entbindung! :-)#baby

Also das mit der Voraussetzung deiner Schwiegermutter würde mir auch Angst machen.

Ich habe beim ersten Kind direkt Monate vor der geburt signalisiert, das ich meine Ruhe am Anfang haben will. Das wir selbst die Leute einladen, wenn wir soweit sind.
Als wir dann aus dem Krankenhaus nach Hause kamen, haben wir davon auch niemanden weiter unterrichtet. Lediglich meine Schwiegereltern wussten, das aber Krümel bereits da war. Als dann drei Tage später plötzlich die Tante meines Mannes einfach so zu uns rauskommen wollte (unten wohnte die Oma, per zwischentür konnte man einfach hoch), bin ich echt sauer gewesen und hab sie noch auf der Treppe kehrt machen lassen.
Wenn du deine Ruhe haben willst, musst du das echt mehr als klar sagen, auch deinem Mann gegenüber. Es ist dein gutes Recht, das einzufordern. Du hast dann schließlich ein Kind bekommen, das ist nicht ohne. Man muss sich als Familie erstmal zurecht finden, man muss sich kennen lernen und wenn du stillen willst, solltest du jeden Stress und Druck vermeiden, das ist so schädlich dafür (Milchstau kann so entstehen).
Ich finde es mehr als gerecht, wenn du im kh direkt sagst, wenn ihr zuhause seid, geht ihr in die babyflitterwochen und seit dann für mindestens diese oder diese Zeit nicht erreichbar und könnt auch keinen Besuch empfangen.
Das Baby ist auch noch ein paar Wochen später süß, da können noch immer alle gerne staunen, gratulieren und bewundern.

  • Hallo Ibenhazel,

    vielen Dank für deine Meinung zu dem Thema! #blume

    Ja, ich möchte unbedingt stillen und weiß, dass Stress da ziemlich
    kontraproduktiv sein soll..#gruebel

    Ich werde das Thema auf jeden Fall noch mal mit meinem Mann
    besprechen und im Krankenhaus mitteilen, dass WIR uns melden
    werden, sobald wir uns für weitere Besuche bei uns Zuhause bereit fühlen.

    Kann ja auch sein, dass ich mich relativ früh wieder fit genug fühle und
    alles super läuft, so dass Besuch kein Problem ist...

    Aber wenn nicht, möchte ich nicht ständig mit Anrufen und Nachfragen
    konfrontiert werden. Deshalb halte ich eine "Vereinbarung" im Vorfeld
    schon recht sinnvoll. -So wie du es schreibst.

    Danke dir und alles Gute! #winke

Abgesehen davon, dass ich das mit dem Babyzimmer einfach nur gruselig finde...

... ich hatte gar keine Lust auf Besuch!! Abgesehen von dem Baby, ist man ja selbst auch noch da und es geht einem vielleicht nicht so toll:

Schmerzen durch Geburtsverletzungen/Kaiserschnitt, blutige dicke Vorlagen in der Unterhose, total am Schwitzen wegen Hormonumstellung, evtl sehr emotional wegen der Hormone, evtl erstmal etwas inkontinent, Schmerzen oder Probleme beim Stillen, extremer Schlafmangel, evtl Schlapp durch Blutverlust... Ich finde immer die erste Zeit nach der Geburt wird zu rosig dargestellt („die Zeit zu dritt genießen“, „im Bett kuscheln“...) .

Ich fand es zweimal ganz grausig wie man sich nach der Geburt so fühlt und hatte in dem Zustand genug mit mir selbst - und natürlich dem Baby - zu tun, da hatte ich echt keinen Nerv auf Besuch...

Mach so wie du meinst und nicht wie dein Mann will. Dein Mann hat gut Reden, er ist ja im wesentlichen im Zustand wie vor der Geburt. Du nicht!

  • Gebe dir da vollkommen recht. Je nach dem wie die Geburt abläuft, welche Wunden entstehen oder wie die Hormone ticken hat man so viel mit sich selbst und dem Baby zu tun, dass der ganze Trubel um einen herum sehr störend sein kann und stressig.

Ich persönlich finde das mit den Schwiegereltern schon sehr extrem 😮 und ich dachte meine wären schon total aufdringlich. Ich weiß noch beim ersten Kind würden wir im KH von Besuch überhäuft. Ich hatte kein bisschen Ruhe v.a. wenn mein Mann nicht da war um bisschen für Ruhe zu sorgen. Zuhause kamen auch ständig alle an und da fand ich es am schlimmsten als Schwiegermutter ständig beim Stillen dabei sein wollte und damit sowohl mich total nervös machte als auch mit ihrer lauten Stimme das Baby störte.
Beim zweiten Kind hatten wir ein Familienzimmer, wo mein Mann mich unterstützen konnte und Zuhause wollte ich die erste Woche absolut Niemand sehen. Ich habe es einfach gebraucht mich neu an alles zu gewöhnen. Die neuen Abläufw etc. mit nun zwei Kindern.
Jetzt erwarten wir nächsten Monat unser drittes Kind und wenn alles gut geht, dann im Geburtshaus. Somit fällt der KrankenhausBesuch definitiv weg. Da müssen wir auch noch schauen wie wir das machen. Definitiv werde ich nicht erlauben, dass alle zusammen hier bei uns vor der Tür stehen. Ich finde Wochenbett ist eine sehr wichtige Kennlernzeit und eine Geburt ist anstrengend genug. Ich möchte nicht auch noch mir Gedanken über Haushalt und das Wohl der sich selbst eingeladenen „Gäste“ kümmern müssen. Da werden wir also auch noch Kompromisse finden müssen. Vielleicht sagen wir Großeltern dürfen alle einmal Hallo sagen und alle anderen aber erst nach 1 Woche oder so. Genau werden wir das aber spontan entscheiden wenn das Baby dann da ist.

(14) 27.08.18 - 21:08

Ich halte von Besuch in der Wochenbettzeit absolut nix, es sei denn ich lade ein.
Wenn Du aber Jemand bist, der es allen, hier Deiner Schwiegermutter recht machen will, dann schlage ich vor, binde sie mit ein an Stellen, wo es Dir hilft. Z.B. dass sie für Euch kocht und Euch was im Haushalt abnimmt. Spazieren gehen ist auch super, wenn Du das zulassen kannst.
Ansonsten musst Du ganz klare Ansagen machen. Das ist eine sehr sensible Zeit, Du wirst genug mit Dir zu tun haben und Deinem Baby, da kannst Du keine Energie für sowas verschwenden. Mach klar, wie es für Dich gehen kann.
Das mit dem Babyzimmer finde ich zu viel, der Spruch mit dem Stillen sowieso.

Aber ich hoffe ihr findet einen für Euch alle guten Weg.
Passt auf Euch auf und alles Gute für die Geburt.

Mach dir nicht zu viele Gedanken und lass es auf dich zukommen! Ich würde allen kommunizieren, dass IHR euch meldet, wenn ihr Besuch wollt.

Mich hat im Krankenhaus nur meine Mama besucht (mein Papa war leider verkühlt) - meine Schwiegereltern wollte ich eigentlich nicht sehen, obwohl wir ein gutes Verhältnis haben. Das haben sie verstanden.

Im Wochenbett hatten wir eigentlich selten Besuch, bis auf meine Mama. Ich hatte schwere Geburtsverletzungen und war froh, dass sie uns unterstützte.

War ich noch loswerden will: ich finde das mit dem Kinderzimmer schon unheimlich. Ist es denn geplant, dass das Baby früh schon bei ihr bleibt? Gehst du nach dem Mutterschutz wieder arbeiten?
Falls beides nicht zutrifft, verstehe ich nicht, warum sie ein komplettes Kinderzimmer brauchen... Mein Sohn ist jetzt ein Jahr alt und meine Eltern haben bei sich zuhause "nur" ein Gitterbett, Spielzeug und ein Töpfchen. Außerdem schläft er im Arbeitszimmer - reicht voll!

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