Selbstbestimmung während der Geburt

    • (1) 29.01.19 - 22:46

      Ich habe diese Reportage gesehen und denke mir noch immer, es hätte bei der ersten Geburt so viel besser laufen können. Und dann wäre mein zweites Kind wohl auch kein Kaiserschnitt geworden.

      Wir sind mit der Kinderplanung fertig, aber ich bin natürlich nicht die letzte Frau, die ein Kind bekommen hat und möchte euch deswegen unbedingt diese Reportage ans Herz legen. Seid taff, ihr werdenden Mamis, habt eine schöne, selbstbestimmte Geburt!

      https://www.youtube.com/watch?v=ZRxgz_hOvkg

      Hi ich hab mir gerade eben das Video angeschaut 😫
      Also ich bin froh das meine erste Geburt wunderschön war und die ärzte super lieb und ich keine Schmerzmittel einnehmen musste . Ich wünsche mir das es diemal auch so wird.

      LG Natalie mit Prinzessin❤ an der Hand (5) & Babyboy 💙inside 38ssw

    • Hallo,

      ich habe mir dieses Video angeschaut ... Und bin nun etwas hin und her gerissen ... #kratz
      Ich bin mit meinem 1. Baby schwanger und habe natürlich (auch schon vorher) großen Respekt vor der Geburt. Allerdings keine Angst ... Ich bin auch generell niemand, der sich zu sehr von außen lenken lässt und sich Angst "einreden" lässt und versuche, so gut es geht, meine eigenen Erfahrungen zu sammeln.

      Allerdings hat dieses Video "Ängste" in mir geweckt, die nichts mit den typischen "Au weia, das werden höllische Schmerzen"-Ängsten zu tun haben. #zitter
      Was ist, wenn mir so etwas widerfährt?
      Wie kann ich mich schützen, wenn nicht mal eine Medizinerin, die sich sehr genau auskennt, sich selbst schützen kann?
      Vielleicht ist Ängste nicht das richtige Wort dafür, aber es macht mich auf jeden Fall nachdenklich und lässt Sorge in mir aufsteigen. #schwitz

      Ich finde es so schon schwer, bei der ersten Geburt zu sagen, wie ich mir das vorstelle. Immerhin KANN ich noch gar keine Vorstellung davon haben.
      Ich kann sagen, dass ich (soweit wie es mir möglich ist) auf die PDA verzichten möchte. Aber viel mehr kann ich dazu auch noch nicht sagen ...

      Jedenfalls finde ich das Video nicht uneingeschränkt empfehlenswert, gerade für Erstgebährende. Sicherlich sollte man darüber aufgeklärt sein, welche Rechte man als Frau hat. Aber alleine bei dem Titel der Reportage wird einem ja Angst und Bange. #zitter#zitter#zitter

      Sorry für das ganze blabla #sorry
      LG und einen schönen Abend

      Schuppinella mit Babyboy inside 24. SSW #herzlich

      • Tut mir leid, ich wollte dir gewiss keine Angst machen. Es nimmt natürlich jede unterschiedlich wahr, was dort zu sehen ist. Mich hätte es vor der ersten Geburt wohl noch mehr motiviert, im Zweifelsfalle such mal mit dem Fuß eine Hebamme wegzutreten und vor allem eine gewisse Ärztin zusammenzufalten, was ihr einfallen würde, so mit mir umzugehen.
        Wirst du deinen Mann dabei haben? Ich hab meinem Mann zwar einiges vorab gesagt, worauf er achten soll, damit ich mich wohl fühle und das hat er wunderbar gemeistert, aber ich habe nicht im Entferntesten daran gedacht, ihm zu sagen, das er wie mein Anwalt dort auf treten sollte und für mich einstehen muss. Wenn du deinen dabei hast, kannst du mit ihm ja genau besprechen, was du willst und was auf keinen Fall. Ihr könnt euch ein Zeichen ausdenken, z.b. das du, wenn du nicht reden kannst, seine Hand beim drücken mit einem Finger antippst, wenn du etwas nicht willst oder so. Und dann soll er darauf bestehen, das dein Wille akzeptiert wird.

        Unsere Hebamme aus dem Kurs sagte auch, wir sollen selbstbewusst auftreten, wir gehen zum entbinden dort hin, aber nicht, um entbunden zu werden.

        Ich wünsche dir alles gute!

      • Hey :)
        Ich bin auch eher ne toughe Person aber wer weiß wie es einem in dem Moment geht und ob da nicht die Unsicherheit überhand nimmt .. deshalb gehe ich mit meinem Mann zu nem Infoabend von unserem kh und lasse mich über mögliche Schmerzmittel .. wassergeburt und auch Kaiserschnitt informieren.. man weiß ja nie was passiert auch wenn man sich das alles anders vorstellt .. außerdem rede ich viel mit meinem Mann über meine/unsere Vorstellungen (er wird mit dabei sein) und er hat den Auftrag Menschen(auch Hebammen oder Ärzte oder Schwestern) abzuwimmeln wenn ich es grad nicht kann:) ich denke ja das sind alles Menschen die einem helfen wollen und die auch das medizinische Fachwissen haben also bin ich über alle ratsxhläge und Hilfe froh .. schließlich kenne ich mich nicht so gut aus ABER auch ein Arzt eine Hebamme oder eine Schwester sind letztendlich Dienstleister und wir haben das letzte Wort :)

        Hallöchen, mach dir keine Sorgen!
        Sorge vor!! Ich hab aufgeschrieben was ich mir für die Geburt wünsche. Stärke dein Selbstbewusstsein und bereite dich darauf vor Nein zu sagen. Außerdem habe ich meinem Mann eine Vollmacht für die Geburt gegeben.
        Das war eine super Idee. Ich brauchte eine PDA und konnte aber nicht mehr zustimmen. Hatte die Idee einer Geburt ohne Schmerzmittel. Mein Mann hat das dann entschieden. Ich war danach völlig schmerzfrei! Einschließlich der Presswehen. :)
        Allerdings musste ich dem Chefarzt auch den Kaiserschnitt ausreden und ich habe die Hebamme angebrüllt. (Sie wollte mir einen Dammschnitt verpassen und der Arzt musste das aus Haftungsgründen sagen. Mein Blasensprung war da schon 2 Tage her und ich hatte schlechte Entzündungswerte). Trotzdem war es eine schöne natürliche Geburt ohne Dammschnitt oder -riss.
        Ich würde es jederzeit wieder so machen.
        Hab keine Angst und vertraue deinem Bauchgefühl!
        Lg TanteLillifee

        Ich finde es gerade deshalb um so wichtiger sich das passende Krankenhaus auszusuchen. Ich habe extra in einem alternativ angehauchten KH entbunden und es war auch mein erstes Kind. Die Geburt war super, es wurde mir alles erklärt und gesagt warum was gemacht wird. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt und würde auch immer wieder dahin gehen. Eine Freundin war auch dort und hat sich nicht wohl gefühlt, ihr war es zu "alternativ". Deshalb finde ich es wichtig dass man ein Krankenhaus findet, das zu den eigentlich Bedürfnissen passt.

        • Wir haben hier im Umkreis von über 20 km nur 1 Krankenhaus. Geburtshaus gibt es auch nicht. Also sind die Alternativen sehr rar.
          Wie gesagt, ich bin niemand, der sich leicht von außen Angst machen lässt.
          Meine Mama hat vor 3 Jahren in diesem Krankenhaus meine kleine Schwester entbunden.
          Ich habe ihr dieses Video gezeigt und sie gefragt ob sie bei einer ihrer 6 Geburten etwas derartiges erlebt hat oder ob sie schon einmal davon gehört hat.
          Sie hat beide Fragen verneint, was sämtliche aufsteigende Sorgen hat verschwinden lassen.

          LG

          • Wir haben ein Krankenhaus 15 km entfernt, da wäre ich niemals von gegangen. Eins 35, eins 45 und eins 50. Diese drei standen zur Auswahl. Das mit 50 km ist nach der Kreissaal Führung raus gewesen weil es furchtbar war dort. Das mit 35 km hat keine Kinderstation und das mit 45 hat eine. Ich habe spontan am Tag der Geburt nach Bauchgefühl entschieden wohin ich gehe, nicht wegen der Entfernung.
            Ich würde die Entscheidung nicht vom Weg abhängig machen. Man hat ja gerade beim ersten Kind eigentlich genug Zeit, zumindest kommt es ja meistens nicht auf eine halbe Stunde an.
            Aber das steht ja jedem frei, das ist nur meine Meinung dazu...

            Ich würde mir auch keine Angst machen lassen. Dass die Frau und ihre Wünsche unter der Geburt respektiert werden ist wichtig - und meistens auch der Fall. Ich selber habe während der Geburten nur positive Erfahrungen gesammelt und kenne auch niemanden in meinem Freundkreis, der traumatisches erlebt hat. Und dann darf man bei all den Geburtsplänen und Vorstellungen der perfekten Geburt, die ja heutzutage jeder haben muss, ohne seelischen Schaden zu erleiden, nicht vergessen, dass eine Geburt ohnehin nicht planbar und vorhersehbar ist. Und ja, es gibt Situationen in denen laufen die Dinge anders als man sich das zu Hause ausgemalt hat und Ärzte treffen unpopuläre Entscheidungen. Manchmal muss man ihnen (den Ärzten, Hebammen etc) aber auch einfach mal vertrauen. Ich habe den Eindruck, das fällt heute vielen schwer, weil sie glauben alles besser zu wissen.

    Guten Morgen 😊
    Ich habe mir das Video gerade angeschaut und war auch etwas erschrocken... und das in Zeiten von: alles muss unterschrieben werden... ohne Einwilligung eigentlich ein No Go!
    Aber das zeigt wieder mal sehr schön was in unserer Welt das einzige ist was zählt... und zwar das Geld... da ist es nun mal wichtiger sich um das „Feinstaubproblem“ von wenigen Mikrogramm zu kümmern☹️ anstatt dem akuten Personalmangel entgegenzuwirken

    Ich hab in zwei Wochen errechneten ET und werde mir heute erstmal eine Liste fertig machen was ich zur Entbindung möchte 😅
    Sicher ist sicher 🙈
    Ich glaube zwar fest daran das bei der Geburt alles gut gehen wird, da die Klinik die wir uns rausgesucht haben, mit ca. 350 Geburten im Jahr zu den kleineren zählt. Und ich ein gutes Gefühl dabei habe da Hebammen und Ärzte einen kompetenten Eindruck machen, aber ich glaube doch das seine Wünsche aufzuschreiben in so einem Moment sehr wichtig ist, gerade weil man wahrscheinlich nicht in der Lage sein wird sich groß zu äußern.

    Danke für das teilen des Videos 😊👍

    Lg Sommer mit Babygirl❤️ unterm Herzen 38+6

    Hallo, dieses Reportage zeigt aber auch den wirklich schlimmsten Fall, was einem passieren kann. Die meisten Hebammen wollen sicherlich immer noch, dass auch die Frauen mental gut durch die geburt kommen.ich finde die vielen kleineren, nicht so massiven Grenzüberschreitungen genau so schlimm, weil sie ja oftmals gar nicht als das wahrgenommen werden und in vielen Schwangerschaftratgebern heute auch noch steht, dass man seine Scham und Würde am besten an der Kreissaaltüre ablegen sollte.😵.Die meisten Frauen finden Dammschnitte und Kristellern völlig normal.

    Wenn ich vor der ersten Geburt so eine Reportage geschaut hätte, dann hätte ich wohl gar nicht gewusst wie ich das da einordnen soll. Ich hatte insgesamt noch Glück mit der ersten Geburt, trotzdem wollte ich in der zweiten Schwangerschaft etwas Anderes und war dann sehr froh und immer wieder erstaunt wie anders doch die Betreuung im außerklinischen Bereich ablief. Ich war da auch oft sehr unsicher, weil ich mit den Entscheidungen und der Verantwortung ja erstmal umgehen musste. Mir wurde ja alles freigestellt.


    Vor so etwas, wie in der Reportage zu sehen ist, schützen kann man sich wohl nur, wenn man sich in der Schwangerschaft wirklich mal mit Schwangerschaft und Geburt beschäftigt und Vertrauen aufbaut zu den ganzen Abläufen, zu seinem Kind und zum eigenen Körper, sich selber zum Experten macht für seine Schwangerschaft. Sich natürlich nicht blind selbstüberschätzt, sondern wissen wann man Hilfe braucht und wann nicht.Eine fähige Hebamme die einen darin unterstützt, ist dabei natürlich Gold wert, aber es gibt durchaus auch Ärzte die gut sind. Blindes Vertrauen an das Personal im Kreissaal sollte man aber in der heutigen Zeit ablegen. “Die wollen immer nur das Beste für Mutter und Kind “ und “ die müssen es ja wissen, denn sie kennen sich aus“ ...Die Zeiten sind auf jeden Fall vorbei in der Geburtshilfe.

    (15) 30.01.19 - 10:09

    Ich habe den Bericht auch vor einigen Tagen in der Mediathek gesehen und mein erster Gedanke war auch, puh, wenn das selbst einer Ärztin geschieht ...

    Aber: ich habe den Bericht auch aus einem anderen Blickwinkel gesehen, denn ich habe bereits 3 Kinder spontan geboren, 2 davon im Geburtshaus.auch dort lief gerade bei der letzten bei weitem nicht alles perfekt, einfach weil eine Hebamme in der Situation entscheiden muss. Sie muss entscheiden, reicht es die Frau zu ermutigen oder kann sie wirklich nicht mehr? Die einen wollen allein sein, die anderen nicht.
    Auch sind es im Video Extremfälle, die sich nicht auf die Allgemeinheit umlegen lassen. Es ist wichtig gut informiert und vorbereitet in die Geburt zu gehen und dennoch, gerade beim ersten merkt man wie sehr sich Theorie und Praxis unterscheiden.

    Selbstbewusstsein ist ein wichtiger Schlüssel, ein Geburtsplan und dem Partner seine Aufgaben genau erklären ebenso.
    Genauso wichtig ist es aber, den Geburtsverlauf auch zulassen zu können, auch wenn es nicht so ist wie erwartet und hier fangen oft die Probleme an. Denn wie oft wird eine Geburt rosarot verklärt, das ist sie aber nicht. Von 3 Geburten war bei mir eine super toll und schön, und die anderen haben dennoch ihre körperlichen und seelischen Wunden hinterlassen.

    Die ganzen kleinen Übergriffigkeiten, da kann ich ein Lied von singen, gerade bei meiner ersten Geburt war das so und ich hatte Monate damit zu kämpfen. Aber, irgendwann muss auch wieder gut sein. Dann muss Frau das aufarbeiten und sich nicht in ihr Schicksal ergeben. Ich kenne so einige Horrorgeschichten aus meinem Freundeskreis, da wünschte ich (und die Betroffenen) die Hebammen und Ärzte ha5tten früher reagiert anstatt so natürlich wie möglich zu agieren, diese Frauen werden die Folgen ihr Leben lang tragen. Für mich selbst ist allein dieses "Ausgeliefert sein" ein Problem, sprich ich mache manches zum Problem, wo andere nicht mal zucken.

    Deswegen ist der Grat zwischen Selbstbestimmung, Unter- oder Überschätzung sehr sehr schmal. Und nicht alles ist Gewalt im Kreißsaal.

    LG Ana

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