Nach KE kein Bonding und Kennenlernen geplant

    • (1) 30.01.19 - 16:21

      Ich hatte heute das Vorgespräch und die Anmeldung im Krankenhaus zum geplanten Kaiserschnitt in 2 Wochen. Ich bin deswegen jetzt völlig durch den Wind und vielleicht habt Ihr Ideen oder könnt mich ein Stück weit runter holen oder vielleicht ist das normal und ich stelle mich an. mit

      In 2 Stunden haben wir Anmeldung, meinen Arzt, Hebamme und aufklärende Ärztin erlebt. Allein zum Ablauf widersprechen sich Arzt und Hebamme. Sie will das ich morgen nochmal in die Anästhesiesprechstunde gehe (30 km einfache Autofahrt für mich), Arzt meinte er will mich einen halben Tag früher aufnehmen und das dann am Nachmittag alles erledigen. Hebamme macht Druck nach dem Motto, wirst dich doch nicht unnötig hier den Nachmittag ins Bett legen und nächste Woche kommst du zu mir und wir nehmen dir Blut ab und schreiben CTG und ich gebe es im KH ab, denn beim KS bin ich eh deine Beleghebamme, ich arbeite mit dem Arzt zusammen und da brauchst du erst früh zum Tage des KS herkommen.

      Naja, soweit kein Drama, ich kann ja letztendlich entscheiden wie ich das will.

      Aber, neben dem und auch sonst gefühltem Chaos und hin und her wiegen andere Dinge für mich schwerer:

      - Baby verlässt mit Papa und Hebamme den OP und bleibt im Kreißsaal
      - ich muss mindestens 2-3 Stunden allein im Aufwachraum bleiben (Spinalanästhesie)
      - danach werde ich direkt auf Station gebracht, wo die Kleine und Papa dazu kommen, die Kleine ist fertig angezogen und ein Einzelzimmer kann niemand garantieren.

      Das alles ist für mich absolut inakzeptabel. Denn es heißt kein Bonding, kein anlegen und auch kein in Ruhe kennenlernen, sondern im schlimmsten Fall direkt fremde Besucher der Zimmergenossin mit im Zimmer.

      Natürlich wird einem das so nicht erklärt, sondern das man überwacht werden soll, das Kind nicht nackt über den Flur tragen kann, der Kreißsaal nicht direkt am OP ist etc.

      Nun wurde natürlich direkt die Anmeldung (vor dem Gespräch) vorgenommen und auch die Überweisung einbehalten.

      Welche Möglichkeiten habe ich jetzt noch? Protestiert gegen die Vorgehensweise habe ich mehrfach, keinerlei Entgegenkommen.

      LG Ana

      • Okay, kein bonding?! Ich würde mir ein anderes kh suchen! Ich hab meinen Zwerg sofort auf die Brust bekommen uns da blieb er, wir sind zusammen aus dem op in den kreissaal und nach einigen Stunden auch zusammen auf die Station gekommen.
        Finde es ein Unding vom kh.

          • Mensch, das tut mir total leid, dass du jetzt solch einen Ärger hast!

            ich würde dann deiner Stelle alle Krankenhäuser in der Umgebung, auch sehr weit entfernte kontaktieren und einen neuen Kaiserschnitttermin vereinbaren.. zur Not vor Ort eine Ferienwohnung mieten und viel Fahrzeit in Kauf nehmen.

            Die Vorgehensweise klingt ja grauenhaft.

            Den Termin in der Klinik einfach absagen und deine Sachen wieder abholen, wenn du das brauchst.

            LG

      (7) 30.01.19 - 16:54

      Hallo,

      ich habe keine Kaiserschnitterfahrung, aber ich bin gerade wirklich schockiert, dass es so eine Vorgehensweise überhaupt noch gibt.
      Ich dachte ganz naiv, es sei auch im letzten Dorfkrankenhaus angekommen, wie verdammt wichtig die ersten Stunden und der Körperkontakt sind.
      Ich gebe meiner Vorschreiberin Recht: Überweisung zurück holen, Aufnahme rückgängig machen.
      Niemand kann dich zwingen unter solchen Umständen dein Kind zu bekommen.
      Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die anderen ungerne unnötige Arbeit macht und drücke oftmals beide Augen zu (zu meinem Nachteil) aber hier geht es um die Geburt deines Kindes. Das ist zu wichtig, um "Kompromisse" einzugehen.

      LG und alles Gute

      • (8) 30.01.19 - 16:58

        Ich bin in meiner Naivität auch davon ausgegangen, dass es Standard ist. Deswegen bin ich so entsetzt. Zumal es ein Lehrkrankenhaus ist welches mit der Uniklinik zusammen arbeitet.

        Habe jetzt nochmals die Hebamme sowie meine eigene kontaktiert ob sich das klären lässt.

        (9) 31.01.19 - 03:32

        Es gibt leider noch erschreckend viele Kliniken in denen das so läuft.

    (10) 30.01.19 - 19:54

    Hey
    Das ist egal das du alles abgegeben hast. Sich dir ein anderes Krankenhaus .
    Das sind noch sehr veraltete Vorgehensweisen . Ich hätte mein bonding während der op.
    Viele Grüße

    • (11) 30.01.19 - 22:31

      Das es nicht während der OP ist hatte ich sch6in irgendwie akzeptiert, aber auch danach nicht? Nicht mal die Chance auf in Ruhe kennenlernen? Ich bin sehr durcheinander gerade und verstehe es einfach nicht.

Oh das hört sich furchtbar an! Ich würde in dem Krankenhaus nicht entbinden wollen. Und ich hätte auch kein gutes Gefühl wenn sie dir jetzt sagen dass es anders laufen wird um dich zu beruhigen. Denn das wird es bestimmt nicht.... Wenn ich eins gelernt habe, dann dass alles in die Hose geht wo man schon vorher ein mulmiges Gefühl hat. Das Bauchgefühl trügt nicht.
Such dir ein Krankenhaus in dem so gehandelt wird wie du es dir vorstellst. Wieso soll es ein geplanter KS werden?
Woher kommst du? Vielleicht kann ja hier jemand ein KH empfehlen.

Alles Gute

  • Das ist auch meine Sorge. Ich habe noch 3 Kinder, 2 bereits Teenager, aber ich kann nicht ewig weit weg. Zumal mir jetzt die Zeit davon läuft. Ich wohne echt im letzten Zipfel Deutschlands, leider gibt es nicht viel Auswahl an Krankenhäusern.

(14) 30.01.19 - 22:32

Oh man. Wo ist das Krankenhaus? In Spanien?

Ich hatte beim dritten Kind einen Kaiserschnitt und das Kind wurde abgenabelt und mit dann direkt auf die Brust in einen Bondingtuch gelegt. Das bondingtuch hat man vorher bereits angelegt und ist etwa wie ein top. Da musste niemand ein Kind irgendwo hintragen. Das Kind war die ganze Zeit auf mir, sicher verpackt. Das ankurbeln der Atmung hat die Hebamme mit einer rückenmassage des Babys in meinem bondingtuch gemacht, während ich zugenäht wurde. Danach wurde die u1 gemacht. Mein Mann war dabei während ich in hörweite lag. Da im Kreißsaal alles voll war, kam ich dann direkt in den Überwachungsraum, samt Baby auf mir. Angezogen wurde das Baby auch erst 4-5 h später ... also wie bei einer normalen Geburt. Angelegt habe ich 10 min nach der op noch vor der u1, da er bereits deutlich suchte und ich Erfahrung habe.

Also es gibt keinen Grund ohne Baby in die Überwachung zu kommen. Zumal ja die op‘s zum kreissaal gehören und somit ein eigener (vom Rest des Krankenhauses unabhängiger) Überwachungsraum zur Verfügung steht. Zwischen den Betten wurden sichtschutzwände aufgestellt, so dass Intimität zwischen Mutter und Kind (trotz der Väter) gewahrt wurde.
Ich würde mir ein anderes Krankenhaus suchen, aber nicht wortlos wechseln. Vielleicht ist denen nicht bewusst, dass Werdende Mütter sehr wohl wissen, das es anders besser geht.

  • (15) 30.01.19 - 22:36

    Im letzten Zipfel Deutschlands scheinbar.

    Der OP ist nicht direkt am Kreißsaal, das ist die Begründung warum ich im Aufwachraum ohne Bonding bleiben soll. Ist aber nur über den Gang wenn ich es richtig verstanden habe.

    So fortschrittlich wie du es beschreibst ist keines der 4 Krankenhäuser in 100 km Reichweite.

Top Diskussionen anzeigen