Geburtsbericht erstes Kind/ Sternengucker Baby & Sturzgeburt

    • (1) 08.04.19 - 16:09

      Hallo; ihr lieben! Ich wollte euch meine Erlebnisse/Gefühle vor; während und nach der Geburt mitteilen wer lust hat der darf gerne lesen :)

      Der Abend davor (11.02.2019); Ich war schon über den ET und habe seit Tagen nicht mehr schlafen können, also entschied ich mich (mit Absprache meiner FA ) mit einen Himbeerblütentee zu kaufen weil dieser sehr wehen fördernd ist und den Darm weich macht. Zum Abendbrot hab ich diesen Tee den getrunken und hatte keine Anzeichen das es nun los gehen könnte oder sonstiges. Um ca. 2:40 uhr bin ich aufgewacht und bemerkte Flüssigkeit in meinen Höschen. Ich konnte es nicht unterscheiden ob es sich nun um Fruchtwasser handelt oder um Urin. Natürlich war ich total aufgeregt und wusste nicht was ich nun tun sollte. Ich wollte mich wieder ins bett legen; mein Mann aber hatte es mitgekommen und ich erzählte ihm es. Er war auch sichtlich überfordert aber auch irgendwie happy zugleich. Wir beschlossen den zum Krankenhaus zu fahren; erst als er das Auto holte damit ich nicht so weit laufen musste, bemerkte ich starke Schmerzen. Sie waren aber noch gut zuertragen; man könnte sie vergleichen als hätte man Magenkrämpfe und kann sich für kurzen Zeitraum nicht bewegen.
      Da wusste ich es das es sich nur um wehen handeln kann.
      Als wir endlich beim Krankenhaus ankamen war die Hintertür verschlossen (Da konnte man gleich mit Fahrstuhl zum Kreisssaal). Wir mussten aber wieder zur Eingangstür gehen und das mit alle 2-3 min wehen, ich sag euch es war ätzend weil ich mich während den wehen nicht bewegen konnte. Endlich im Kreisssaal angekommen, nur eine Stationsschwester da, kein Arzt oder Hebamme. Ich sollte mich beruhigen und erstmal warten bis der Arzt kommt. (Witzig.. wenn man wehen hat ist doof sich zu beruhigen). Die schmerzen wurden immer unerträglicher; die pausen zwischen durch waren wirklich toll.. um sich mal kurz zu erholen. Um 3:30 uhr war der Arzt da und er sagte nach der Untersuchung (Ohja das war sehr unangenehm) das mein Muttermund
      ca. 8 -9 cm offen war; das der klein richtig rum liegt und alles in Ordnung ist. Er meinte es kann sich noch ca. um 2-4 stunden handeln bis es richtig los geht ( das war zum glück nicht so :D ) ; Ich wollte nochmal auf Klo gehen.. weil ich so nötig pullern musste und den beim Aufstehen ist mir die Fruchtblase geplatzt und sofort haben die Presswehen eingesetzt. Ich hab den geschrien es geht los aber der Arzt war nicht und immer noch keine Hebamme. Nur die Schwester und mein mann waren da, die Schwester war so in Panik das sie die ganze zeit hin und her gelaufen ist. Sie war auch der Meinung das ich nicht pressen soll.. aber man hat dieses drang dazu es geht nicht anders. Ich bin ehrlich ich habe mich total überfordert gefühlt mit den ganzen Atemtechniken die ich im Kurs gelernt habe, haben nichts gebracht. Ich wollte nur jemand haben der mir sagt was ich zu tun habe. Als endlich die Hebamme da war konnte man schon die haare sehen. Ich fühlte mich nun viel sicherer mit der Hebamme an meiner Seite. Aber nun folgen die Probleme.. Mein Sohn wird nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt ; bei einer wehe drehte er sich also mit dem Kopf zum himmel; ich drohte zur kollabieren. Die beiden stritten sich ob sie scheiden oder mich reißen lassen.. sie haben sich für letzteres entschieden. Und denn endlich um 4:08 uhr erblickte mein Sohn die Welt und schreite gleich los. Ich konnte in diesen Moment gar nicht fassen was hier überhaupt passiert war, es ging alles so schnell. Ich war so geschafft, Kaput aber auch mega Überwältigt von dem Gefühl endlich meinen Sohn das erste mal in den armen zu halten. Zum glück hatte ich mit der Nachgeburt keine Probleme. Ich hab während der Geburt nicht ein mal geschrien; oder ein Schmerzmittel gebraucht. Als der Arzt mich wieder zusammenflickte.. da merkte ich alles trotz Betäubung. Habe Dammriss 3 grades; sprich ich bin bis zum After gerissen, das genähe hat 45 min gedauert.

      Nach der Geburt ging es mir so schlecht das ich zwei Bluttransfusionen bekommen habe und eine Woche im Krankenhaus bleiben musste. Inzwischen ist mein kleiner 8 Wochen alt; ich bin nach wie vor super glücklich aber ich habe immer noch sehr stark mit mein dammriss zu kämpfen.

      danke fürs lesen, eure nadine

      • Hört sich nach einer aufregenden Geburt an. Ich hätte auch richtig Panik gehabt unter diesen Umständen.
        Letztendlich ist das meiste gut ausgegangen, dennoch hat es dich körperlich sehr schwer mitgenommen. Dass man Bluttransfusionen braucht, ist nicht üblich und es muss schlimmer gewesen sein, als dein Bericht es vermuten lässt.
        Was den Dammschnitt angeht, fühle ich mit dir. Hört sich echt übel an.
        Die Versorgung unserer Schwangeren hier, halte ich für mangelhaft angesichts der Tatsache, dass wir hier kein unterentwickeltes Land sind.
        Ich hoffe, dass du dich gut erholst und die Zeit mit deinem Baby ausgiebig genießen kannst.

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