Im Wochenbett Besucher mit Kleinkindern empfangen

    • (1) 14.09.19 - 13:31
      Woechnerin

      So, unser Kleiner ist knapp einen Monat alt und wir haben so langsam einige Besucher hier zu Hause. Die ersten kamen vor ca. zwei Wochen und brachten ihr Baby mit, alles kein Problem. Sie blieben gar nicht lange und es hat gut gepasst. Am Tag danach kam ein Pärchen mit Kleinkind, das mehrere Stunden blieb und ich war schon sehr müde danach.

      Das Kind war etwas anstrengend, wie sie in dem Alter nun mal sind (räumen alles aus, fassen alles an, man muss halt immer hinterher und aufpassen). Die Eltern haben aber meist schnell reagiert, wenn der Kleine irgendwas anstellen wollte.

      Paar Tage später kam eine Freundin auch mit Kleinkind (15 Monate), das hat mich arg genervt! Ich hatte das etwas unruhige Baby auf dem Arm zum Stillen (stillen klappt ganz ok aber nicht immer) und der kleine Besucher hat uns die Wohnung auf den Kopf gestellt, ohne dass die Mutter auch nur aufgestanden wäre. Mein Mann also immer hinter ihm her, damit er nicht nur Chaos hinterlässt... war wirklich froh, als sie nach ner Stunde wieder los ist :( Ich wollte sie ja auch nicht „rausschmeissen“!

      Dann hatten sich Bekannte mit zwei kleinen Kindern angekündigt (sehr aktiven und eher lauten), denen hab ich mit einer Ausrede abgesagt... ganz ehrlich, mir haben die anderen Besucher mit Kindern schon gereicht!

      Natürlich haben wir jetzt selber ein Kind, aber gerade wenn man schon mal im Wochenbett war, müsste man doch im Gefühl haben, einen Besuch bei einem Neugeborenen eher kurz zu halten und vielleicht sein Kleinkind nicht mitzubringen oder zumindest vorher zu fragen?

      Sehe ich das zu eng? Ich hab das Wochenbett und die Ruhe sehr gebraucht nach der Geburt und fand die Besucher anstrengend für mich. Man gewöhnt sich beim ersten Kind erstmal an alles und ist noch nicht so routiniert wie bei den weiteren. Wäre unser Baby schon etwas älter wärs ja was anderes.

      Wie seht ihr das?

      • Sag's einfach wie es ist. Ihr müsst euch erst eingewöhnen. Ihr braucht noch Zeit. Lieber ein Videotelefonat.
        Das Baby bleibt ja länger bei euch.
        Beim zweiten Kind gaben wir nach 6 Wochen eine Riesen Taufe gemacht und vorher keinen Besuch empfangen. Das fand ich besser.

        Und warum sagtest Du nichts?
        Ein Satz hätte gereicht "liebe Anja, du weisst sicher noch, wie es bei dir war, ich bin total müde, ich leg mich jetzt hin - wir machen wieder was neu aus, ja?" zu Besuchern, die anstrengend werden.
        Ansonsten von vornherein gleich sagen, dass man schon mit Besuchen eingedeckt ist und für später was ausmachen. Bei der Freundin, die den Hintern nicht hochkriegt, wenn ihr Kind alles mögliche anstellt, werden sowieso bald klare Worte nötig sein. SIE ist für ihr Kind verantwortlich, nicht ihr. Da war ich schon immer so frei und sagte, "sag mal, siehst du wirklich nicht, dass dein Gerhard-Antoine gerade die Kommode abräumt? Ist DEIN Kind, steh mal auf!"
        LG Moni

        • (4) 14.09.19 - 13:54

          „Gerhard-Antoine“ 😂 Ja, da hast Du Recht. Ich sollte nett was sagen, fühle mich aber noch etwas unsicher und will dann auch nicht als überempfindliche Neumutti dastehen, wobei das dann wahrscheinlich das kleinere Übel ist.

          • Es kommt immer darauf an, wie man es rüberbringt. Offen, freundlich und direkt nimmt man nicht übel. Ist was ganz anderes, wie wenn eine "Neumutti" das Baby hysterisch aus dem Arm der Oma reißt - oder ähnliche Nettigkeiten, die man hier manchmal liest.#cool
            Ich würde sowieso immer fragen, ob ein Besuch recht ist, und würde auch keinesfalls länger als ca. eine knappe Stunde bleiben, wenn überhaupt.
            Nett verpacken - und reden!
            LG Moni

      Ich staune immer, dass die Menschen so wenig mitdenken. Im Juni hat eine Freundin von mir ihr erstes Kind bekommen. Ich war nach etwa 10 Tagen bei ihr zu Besuch mit noch zwei anderen Freundinnen. Wir blieben knapp zwei Stunden, der Freundin ging es prima. Ich wäre trotzdem nie auf die Idee gekommen, meine knapp zweijährige Tochter mitzubringen. Kleinkinder sind einfach meist anstrengend, brauchen Aufmerksamkeit und Beschäftigung und sind oft laut. Unser zweites Kind ist jetzt zwei Wochen alt und ich merke, dass ich unsere Zweijährige jetzt als anstrengender und lauter empfinde als vor der Geburt. Dafür kann sie natürlich nichts und es ist ja auch mein eigenes Kind. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass man fremde Kinder dann als noch anstrengender empfindet.
      Ich würde das den nächsten Besuchern wohl einfach so sagen, dass ihr euch gern in ein paar Wochen wieder mit Kleinkind treffen könnt, jetzt aber erst mal lieber ohne, weil es dir zu viel ist.

    • Hallo.

      Ich habe meinen gesamten Besuch bereits im Krankenhaus empfangen - und zwar ganz bewusst aus dem Grund, damit hernach nicht alle zuhause andackeln.;-)

      Wie ich hier aber ganz oft lese, wollen die meisten GERADE DAS nicht. Sie wollen im KH am liebsten nicht mal die SE sehen.

      Aber irgendwann möchten halt alle (egal ob Verwandtschaft oder Freunde) den neuen Erdenbürger begrüßen und den Eltern gratulieren bzw. ne Kleinigkeit schenken. Und wie man es dabei macht, kann es durchaus verkehrt sein.#schwitz

      Kommt man zu früh vorbei (und womöglich auch nicht mit den eigenen Kindern) ist es schlecht. Kommt man später vorbei, wird einem möglicherweise mangelndes Interesse vorgeworfen.

      Betrifft es die eigenen Kinder, sind viele Eltern empört darüber, dass Einladungen OHNE KINDER ausgesprochen werden.
      Von anderen Eltern erwartet man aber so viel Verständnis, dass die ihre Kinder zuhause lassen mögen.

      #schwitz#schwitz#schwitz Es ist in jeder Situation seeeehr schwierig, den richtigen Grat zu erahnen.

      Am besten ist es in deinem Fall, wenn du die Leute explizit einlädst und zwar dann, wenn evtl. dein Mann auch zuhause ist, der dir unter die Arme greifen kann. Und dann solltest du auch so ehrlich sein und den Besuchern sagen, wenn es dir zu viel wird und du dich hinlegen willst.

      Oder du sagst ihnen gleich, dass du sie in 2 - 3 Wochen zum Kaffee oder abends auf einen Snack einladen möchtest und bis dahin leider keine Zeit hast.

      LG

    Das manche nicht mitdenken können.
    Eine Freundin bekam vor knapp 4 Wochen ein Baby und ich hab sie besucht.
    Meine Tochter 16 Monate alt ist bei Oma geblieben weil sie absolut nicht ruhig sitzen bleiben kann und immer alles ausräumen will.
    Meine grosse hätte ich in den alter mitgenommen weil sie absolut ruhig war.
    Aber man kennt ja seine Kinder und weiss wie sie ticken.
    Das manche so Ignorant sind kann ich nicht verstehen.

    Ging mir auch so. Ich fand den Besuch mit Kindern total anstrengend.
    Hab es dann einfach gesagt als es mir zu viel wurde. Das kannst du ruhig machen und sollte dir auch keiner übel nehmen.

    (11) 14.09.19 - 14:56

    Hallo
    Ich sehe das genauso wie du! Rücksichtnahme sollte nicht zuviel verlangt sein!
    Ich hatte während des Wochenbettes auch Besuch von Kleinkindern. Die Eltern hatten sich garnicht gekümmert und meine Nerven lagen danach blank. Kinder können gerne mitkommen, aber bitte sollen diese nicht sich selbst überlassen werden!
    Meine Tochter ist nun 18 Monate. Freundinnen im Wochenbett bin ich entweder alleine besuchen oder ich passe auf, dass meine Tochter dort kein Chaos verursacht. Für mich ist das selbstverständlich. Aber leider nicht für jeden.
    Lass dich nicht ärgern. Das Thema ansprechen hilft leider auch nicht immer. Zur Not einfach absagen, fertig.
    Und Herzlichen Glückwunsch noch zur Geburt!

    (12) 14.09.19 - 14:58

    Hallo,
    man darf Besuch rausschmeißen, der seinen Hintern nicht hoch bekommt. Unabhängig davon, ob er stundenlang bleibt oder sein Kind nicht gebändigt bekommt.

    Man darf nämlich nett zu sich selbst sein.

    Gruß Sol

    (13) 14.09.19 - 14:59

    Für mich wäre es kein Problem.

    Ich z.b fand es sogar besser wenn ich zu den Leuten hingefahren bin. So hatten die Kleinkinder ihre eigene Umgebung und Spielsachen und ich hatte zu Hause meine "Ordnung", bzw konnte fahren wann es mir passt. Vielleicht wäre das ja eine Option?

    Aber ich war jetzt auch nicht so eine die ihre Ruhe haben wollte nach der Geburt.

    (14) 14.09.19 - 16:04

    Das hat mit dem Baby und dem Wochenbett gar nichts zu tun. Meine jüngeren Söhne hätten als Kleinkinder auch alles ausgeräumt oder demoliert, wenn man sie gelassen hätte. Ich hab sie das aber nicht machen lassen, wenn wir irgendwo zu Besuch waren.
    (Und ich finde auch, dass man Besuche bei Neugeboreneneltern kurz hält.)

    Es werden ja wohl vornehmlich Freunde und Familie kommen.... da kannst du doch einfach ehrlich sein?!
    Mach genau das womit du dich gut fühlst.....

    Meine kurze ist nun 3 Wochen und 3 Tage alt... Und weißt du wer bisher kommen durfte? Meine Eltern ✌️

    Dem Rest habe ich klar gesagt, dass. Ich kennen besuch möchte.. Das wir uns in "unserer kleinen Welt" im mom. Nicht stören lassen wollen und fertig.
    Muss dazu sagen, ist unser 2. Kind, die große ist 11 und mein Mann hat 2 Monate elternzeit.
    Wir genießen es total im mom 😍❤️

    Habe sogar schon 2 Leute weg geschickt die spontan vor meiner Tür standen 👍

    Hallo!

    Also im Bezug auf, die anderen hatten doch auch Wochenbett und müssten wissen wie es dir geht:
    Eine Woche nach Geburt haben wir Weihnachten bei meinen Eltern gefeiert (5 meiner Geschwister waren auch da). Ich war sowieso eine die dann auch mit Mann und Baby einkaufen usw gegangen ist. Ich bin so gar nicht der Typ, der zu Hause alleine hockt und die Beine hoch legt😉 meine Schwester hat das beim 2.kind Knall hart durchgezogen: 6 Wochen abgeschieden von der Außenwelt im Bett verbracht.
    Du siehst: jeder Mensch ist anders! Von daher musst du einfach mit den Menschen reden und sagen, was dir wichtig ist/ was du momentan brauchst und was du nicht willst. Denn Gedanken lesen kann wohl niemand😊

    Lg

    Auch ohne im Wochenbett zu sein würde ich Besucher, die ihre Kinder nicht im Griff haben und seelenruhig zusehen, wie ihre Sprösslinge meine Wohnung zerlegen hinausbitten und zukünftig nicht mehr einladen.

    (19) 16.09.19 - 08:05

    Lieben Dank für eure Antworten! Es ist immer interessant zu lesen, wie unterschiedlich Dinge gesehen werden. Wir hatten jetzt noch zweimal Besuch mit Kleinkindern, einmal wurde vorher gefragt, ob es ok ist und einmal wurden sie mitgebracht, das wusste ich aber vorher auch. Beide Male war es total ok, naja bis auf ein wenig Gekloppe zwischen den beiden Besucherkindern, war aber noch im Rahmen. Unser Kleiner findet die Besuche alle toll, das ist ja schon mal gut zu sehen.

    Also, aussprechen muss ich, was ich möchte und was nicht! Egal, ob dann jemand beleidigt sein könnte.

    Jetzt gehts mir aber auch schon viel besser als in den ersten zwei Wochen nach der Geburt, da bin ich entspannter geworden.

    Hut ab an die Mami, die wenige Tage nach der Entbindung mit vielen Leuten Weihnachten gefeiert hat! War ein Kommentar hier. Das hätte ich körperlich gar nicht geschafft! Aber toll, dass es auch so leicht gehen kann.

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