Wochenbettdepression

    • (1) 04.11.19 - 12:34

      Hallo ihr Lieben,

      nach einer tollen Schwangerschaft und einer schönen Geburt hat mich eine Wochenbettdepression eiskalt erwischt.
      Ich konnte mich mit der neuen Situation nicht anfreunden und war totunglücklich. Obwohl ich offen kommuniziert habe, dass es mir schlecht geht, wurden wir von der Verwandtschaft überrannt und hatten ständig Besuch. Ein ruhiges einfinden als Familie war also die ersten Wochen nicht möglich.
      Mittlerweile ist die Geburt 3 Monate her und ich fühle mich immernoch erdrückt. Wie in einem Käfig aus dem es kein Entkommen gibt.
      Ich habe mittlerweile eine tolle Bindung zu meinem Kind und wir unternehmen auch viel (Babyschwimmen, Pekip etc.), aber der Druck der von der Verwandtschaft ausgeht ist enorm. Ständig sitzt jemand bei mir in der Wohnung, weil er das Kind sehen will. Täglich wird von alles Seiten per WhatsApp nach dem Kind gefragt. Da ich noch stille will ich nein Kind auch niemandem mitgeben, so kommen die lieben Leute ständig zu mir nachhause. Mein Mann ist mir leider keine Hilfe, sondern bewirkt eher das Gegenteil. Er meint, dass seine Eltern ein Anrecht auf das Kind haben und will ständig Treffen organisieren und übt so zusätzlichen Druck auf mich aus.
      Ich habe das Gefühl, dass die Wochenbettdepression noch nie weg gewesen ist, sondern sich in Schüben immer mal wieder zeigt. Wenn es mir schlecht geht reichen meine Gedanken von : ich muss mal ein paar Wochen zu einer Mutter-Kind-Kur bis hin zu ich muss mich scheiden lassen und weit weg ziehen, um dieser Situation zu entfliehen.
      Jedenfalls brauche ich Hilfe, da es immer unerträglicher wird.

      • (2) 04.11.19 - 13:08

        Hast du das mal in einem ruhigen Moment mit deinem Mann besprochen? Erkläre es ihm doch einfach mal klipp und klar wie es dir geht wenn ständig iwer da ist der nicht zu eurem engen Kreis gehört (euer Zwerg dein Mann und du), ich hatte ein ähnliches Problem nur das ich mit den Schwiegereltern unter einem Dach gelebt hatte bei meinem Ex. Die war täglich da und hat die große dann mal länger geweint wegen Blähungen oder 24std Fieber ist die ständig hoch gekommen am liebsten dann wenn ich sie grade ruhig hatte. Ich weiß also wie es dir geht. Ich hab iwan ein macht Wort gesprochen weil ich nervlich nicht mehr konnte, und oft genug im Kinderzimmer abends gesessen habe und geheult hab,mein ex war auch keine Hilfe dabei. Im Notfall stell klar fest das und das we könnt ihr gern kommen aber ansonsten lasst mich in Ruhe. WhatsApp ist ganz einfach zu handhaben stellst die nervigen Personen einfach auf stumm ruhe hast. Soll dein Mann doch Auskunft geben.#schein das erste Jahr geht so schnell rum und die Zwerge entwickeln sich so rasant und man wird fast täglich mit neuen Situationen konfrontiert. Sprich ein macht Wort, wenn es der erste Nachwuchs in der Familie ist sind die glaub ich immer so. Setz dich durch...

        Lg und Kopf hoch

        Oh Gott du arme! Fühl dich gedrückt.
        Ich denke es hilft nur, wenn du es offen ansprichst. Ich wünsche dir das du auf verständnisvolle Ohren stößt!
        Ansonsten würde ich es vllt mal beim FA ansprechen damit der dich ggf. weiter überweisen kann, vllt hilft dir auch professionelle Hilfe um die Depression zusätzlich zu bekämpfen.

        Da musst du definitiv mit den Verwandten und deinem Mann drüber reden, dass du Ruhe brauchst. Ich denke ist eher eine überforderung. Wochenbettdeppression kenne ich persönlich anders

      • Du solltest deinem Mann ganz klar und deutlich sagen dass du deine Ruhe haben willst und brauchst. Das ist dein Recht. Und wenn er es nicht begreift würde ich mich trennen. Ich hab ja schon vieles gehört, aber das ist an Egoismus und Ignoranz nicht zu überbieten.

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