Einleitung vs ks?

Gibt es hier mamas, die evtl mit beidem schon Erfahrungen haben? Was würdet ihr bevorzugen?
Habe zudem mal gehört, dass die Geburt nach Einleitung "heftiger" sein sollen?

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Huhu,


ich kann nur berichten von meinem KS! Aber für mich persönlich käme keine Einleitung in Frage. Ist so ein persönliches Ding...
In meinem unmittelbaren Umfeld gab einfach zuviele Komplikationen bei der Einleitung. Eine sehr gute Freundin wurde eingeleitet... 5 Tage hat es gedauert, die Geburt ging ewig und endete im KS.... Zwei hatten einen Notkaiserschnitt, weil sie unter die Geburt Fieber bekommen haben.

Ich will die Einleitung nicht verteufeln und bestimmt gibt es etliche Mama's die gute Erfahrung gemacht haben aber ich habe nach diesen Erfahrungen im Freundeskreis echt schiss vor ner Einleitung. 2019 kam meine Sohn zur Welt mit einem KS, nachdem ich 24h im Kreißsaal war mit Wehen. Ich habe gefühlt alles bekommen... Wehentropf, Schmerzmittel, auch eine PDA... Am Ende öffnete sich der Muttermund nicht. Geburtsstillstand und ich völlig am Ende. Also secundäre sectio.
Ich will das auch nicht mehr so erleben und die Gefahr besteht bei einer Einleitung. Wie gesagt, ich geh nur von mir aus. Dann lieber gleich KS.
Ich bin jetzt wieder schwanger und hoffe auf eine tolle, spontane Geburt. Die Ursache für die erste Geburt wurde behoben... Aber ich renne schreiend aus dem KH wenn die mir mit Cytotec und einem Geburtsunreifen Befund um die Ecke kommen 🤣

LG Audrey

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Danke für deine ausführliche und ehrliche Meinung.
Bin derzeit noch unentschlossen. Dein Beitrag war aber schon hilfreich, danke.

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Dem kann ich zu 100% zustimmen.
Kein cycotec bei geburtsunreifen Befund.

Auch bei mir endet das ganze im Notkaiserschnitt weil die Herztönen unter der Geburt immer wieder abgefallen sind.
Im Endeffekt musste die kleine dann auch noch einige Tage auf die Intensivstation.

Ich bin nun wieder schwanger, und überlege tatsächlich einen wunschkaiserschnitt machen zu lassen, weil die erste Geburt wirklich alles andere als schön war.


Aber es kann auch immer anders laufen.

Hör auf dein Gefühl, lass dir nicht einreden. Die Entscheidung liegt ganz alleine bei dir!

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ichwürde erst mal abwarten, wer sagt, dass du eingeleitete wirst, unsere Kinder kamen alle von ganz allein und auch ohne PDA zur Welt.

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Ich habe zwei von drei Kinder nach Einleitung geboren und kann nichts negatives berichten. Die dritte Geburt (mit Einleitung) war definitiv die schönste.
Alle drei kamen auch komplett ohne PDA/Schmerzmittel und von der ersten Wehe bis Geburt 2h/6h/5h.

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Es hängt natürlich nochmal von der individuellen Situation ab, also z.B. ob es um eine Einleitung vor oder nach ET geht und wie die Größe und der Gesundheitszustand des Babys sind.

Das Thema wurde auch erst vor ein paar Tagen hier diskutiert, schau mal: https://www.urbia.de/forum/15-geburt-wochenbett/5608520-entscheidung-ks-oder-einleitung

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Hallo,

Gezwungenerweise habe ich beides durch. Heisst: Es hat mit Einleitung begonnen und mit Notkaiserschnitt geendet. Im Vorfeld habe ich bereits wenig Positives über eingeleitete Geburten gehört und als einzigen "Geburtsplan" hatte ich, dass ich wenn irgendwie möglich NICHT eingeleitet werden will.

Tja.

Ich habe eine Präeklampsie entwickelt und musste natürlich eingeleitet werden. Ich habe sehr schnell und ordentlich auf die erste Pille reagiert, Wehen bereits 1 Stunde nach Gabe im 3-4 Minuten-Takt. Naiverweise habe ich mich darüber sehr gefreut, bedeuteten Wehen doch für mich dass die Geburt nicht mehr lang auf sich warten lässt. Ha.

8 Stunden nach Pillengabe deutlich stärkere Wehen im 2-3 Minutentakt. 12 Stunden nach der einen (!) Pillengabe waren die Wehen zum Teil minütlich und wirklich sehr schmerzhaft. 16 Stunden nach der einen Pille-also bereits etliche Stunden unter sehr schmerzhaften Wehen-war mein Muttermund ganze 3cm geöffnet.

Dann kam der Wehentropf, genannt Oxytocin. Alter Falter. Nach 3 Stunden am Wehentropf mit niedrigster Stufe bin ich schlussendlich eingeknickt und habe die PDA gefordert. Keine Ahnung ob ich nicht so schmerzresistent bin wie angenommen, aber der Schmerz war wirklich heftig. Zum Zeitpunkt der PDA war mein MM auch nach 3 Stunden Wehentropf nur bei 4cm.

1.5 Stunden nach PDA ist meine Fruchtblase geplatzt, die Wehen haben meinen Sohn in den Geburtskanal gedrückt aber der MM war nur bei 5-6cm. Dann fielen immer wieder die Herztöne und es endete im Notkaiserschnitt.

Was ich gleich nach Geburt gesagt habe und auch jetzt noch so meine: NIE wieder auslösen. Falls das nochmal sein muss werde ich definitiv auf Wunschkaiserschnitt umschwenken. Ich hatte gar keine Probleme mit dem KS, konnte bereits 2 Tage danach wieder umherlaufen und fast alles machen (hätte auch schon eher gekonnt wenn man es mir erlaubt hätte) und war wirklich fit und grösstenteils schmerzfrei.

Alles Gute!

Dragonflies 🌺

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Hi, ich hatte eine wirklich tolle Geburt mit Einleitung.
Alles steht und fällt natürlich auch damit wie das Baby mitmacht..

Bei mir hat es zwar 6 Tage gedauert (mit Bändchen, Gel, Tabletten, Wehentropf und PDA), dafür war ich unter der Geburt komplett schmerz- und verletzungsfrei und es gab keine Komplikationen.

Ich habe erst auf den Wehentropf reagiert, davor leider keine Wehen mit den anderen Mitteln.

Liebe Grüße und alles Gute!

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Hallo,
bei mir ging die Einleitung ganz schnell und unkompliziert. 24 Std. Ich habe um 15 Uhr die ersten beiden Tabletten genommen, um 19 Uhr nochmal zwei, um 21 Uhr hatte ich alle 3 Minuten Wehen, die nicht wehtaten. Nach dem ctg um 22 Uhr meinte die Hebamme, mein Mann dürfe dazukommen. Also rief ich ihn an (nicht weil ich dachte, dass das Kind kommt, sondern damit ich da nicht alleine rumgammle 🤣). Als er dann um 00:05 Uhr da war, waren die Wehen dann schon weniger entspannt und um 01:46 Uhr waren wir dann komplett. Wirklich „schlimm“ waren nur die 6-8 Presswehen. Wäre unser Sohn nicht mit den Schultern hängen geblieben, wäre ich sogar ohne jegliche geburtsverletzung davongekommen.
Hätte ich gewusst, dass das so unkompliziert läuft, hätte ich mir nicht immer wieder so nen Kopf gemacht, denn ich hatte echt nen Horror vor einer Einleitung.
LG und alles gute

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Ihr Lieben.. Vielen Dank für eure Erfahrungsberichte und eure Tipps. Ich werde es die Tage noch mit meiner hebamme besprechen und mich dann entscheiden....

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Ich habe zwei Geburten mit Einleitung hinter mir.
Es stand Gott sei Dank kein KS im Raum, die erste Einleitung war von mir gewünscht und war sehr heftig. Ohne PDA habe ich es nicht ausgehalten. Nach 5 Stunden Strapazen und weniger schmerzhaften wehen nach der PDA konnte ich meine Tochter gesund entbinden ohne Komplikationen.
Die zweite Einleitung war ein ärztlicher Rat wegen verkalkter Plazenta. Diese Einleitung war absolut himmlisch und ohne Sturmwehen, habe ohne PDA oder Schmerzmittel nach 90 min entbunden.
Hätte ich jetzt bei Kind Nr. 3 die Auswahl , würde ich wieder eine Einleitung wählen.
Gäbe es aber Komplikationen , ist ein KS natürlich die Schlussfolgerung. Für mich persönlich ist ein KS wirklich angstringlösend und ich habe sehr großen Respekt davor