Das erste Kind unterbringen...

Hallo,

Die Frage richtet sich an alle, die bereits ein Kind haben und nicht ihre Eltern und ähnliche Unterstützung um die Ecke, sondern hauptsächlich auf sich alleine gestellt sind.

Wir erwarten im Mai nächsten Jahres unser zweites Kind. An sich kein Problem, wäre da nicht die Frage, wo wir unser erstes Kind lassen sollen, während ich entbinde. Wie im Eingangssatz schon anklingt, haben wir keinerlei Familie in der Nähe. Unsere Familien wohnen jeweils im Ausland, das am wenigsten entfernte Familienmitglied wohnt ca. acht Autostunden weit weg. Wir haben hier zwar Freunde, die unser Kind auch kennen, aber die arbeiten natürlich und haben nicht einfach mal zwischendurch so viel Zeit und eine Betreuung durch diese wäre darum in der Entbindungssituation keine Option. Ansonsten haben wir eine Tagesmutter, aber die kann das Kind ja zum Beispiel nicht spät abends oder nachts betreuen.

Eine Idee wäre natürlich, ab ca. vier Wochen vor der Geburt quasi sämtliche Familienmitglieder bis zur Entbindung für jeweils 1-2 Wochen am Stück nacheinander anreisen zu lassen. 😂 Das ist aber insofern problematisch, als es in meiner Familie von Lehrern wimmelt, sodass die alle gleichzeitig bis ca. Ende April Zeit hätten und danach für mehrere Wochen kein Mensch mehr, da alle wieder arbeiten müssen. Das ist also auch nur so ein semioptimaler Plan.

Eine andere Option wäre, einen Babysitter auf Abruf bereit stehen zu haben - aber wer macht sowas? Vielleicht gegen einen entsprechenden Aufschlag bei der Bezahlung?

Wie machen das andere Leute, die im Alltag auf sich allein gestellt sind (abgesehen von Tagesmutter o.ä.)? 🙈

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Bei uns war geplant, dass die Schwiegermutter einen Tag vor ET für zwei Wochen anreist. Wir waren ziemlich sicher, dass das Baby nicht vor ET kommt, da das in der Familie noch nie passiert ist (der Plan ist aufgegangen).

Für den Fall einer (unwahrscheinlichen) früheren Geburt haben wir einen komplexen Plan mit 2 befreundeten Familien und unserer Babysitterin aufgestellt. Am Wochenende waren die eh flexibel, einer hatte montags frei, einer freitags etc. Ein Freund von uns kann jederzeit kurzfristig Urlaub nehmen und so war es insgesamt möglich (aber sehr kompliziert). Mit der Kita war auch abgesprochen, dass am Tag der Geburt ausnahmsweise eine längere Betreuung möglich wäre. Die Freunde wären dann jeweils nur für die Zeit eingesprungen die die Schwiegermutter braucht um anzureisen. Vielleicht habt ihr auch Freunde, die in Elternzeit sind, dann wäre es einfacher.

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Leider ist von den Leuten in unserm nahen Umfeld momentan ausschließlich meine Schwester in Elternzeit - und die geht genau zwei Wochen vor meinem errechneten ET wieder arbeiten. Hab ihr schon gesagt, dass ich das ganz schlecht getimed finde von ihr. 😜

Sie hat aber schon gesagt, sie könnte mit ihrer Arbeit sprechen, ob sie evtl die ersten zwei Wochen homeoffice machen könnte - dann könnte sie zu uns kommen und Stunde im Zweifel parat, wenn es dann losgeht. So sind zumindest schon mal zwei Wochen um den ET abgedeckt. Dann brauchen wir nur noch ein Backup, falls es innerhalb dieser zwei Wochen nicht losgeht. 😅

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Stunde sollte stünde heißen.

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Bei uns hat nach Absprache die Erzieherin aufgepasst. Ich hatte ihr unsere Lage erklärt und sie meinte, sie könne aufpassen und macht das auch gern. Wir hätten sie auch nachts anrufen können und sie wäre gekommen. 👍🏼

Plan B wäre eine Freundin gewesen, die sich für einen Tag auch hätte krank schreiben lassen können.

Im Endeffekt hat die Erzieherin aufgepasst und die Geburt ging zügig voran, sie musste nicht lange aufpassen.

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Ja, wir werden das bei der Tagesmutter mal ansprechen. Irgendwie kam ich mir bei dem Gedanken doof vor, aber es scheint ja doch keine sooo seltene Option zu sein. Danke für den Kommentar.

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Hallo,

wir hatten auch genau den Fall.
Ich habe die Lieblingserzieherin von Kind 1 gefragt. Sie sagte zu, allerdings nur bei sich zu Hause, weil sie selbst Kinder hat. Also hätte ggf mein Mann mich im Krankenhaus abgesetzt und dann Kind 1 abgegeben.
Plan B (für die Nacht) war, dass mein Mann aufpasst und ich allein zur Geburt gehe. Wäre für mich in Ordnung gewesen.

Netterweise ist Kind 2 innerhalb kurzer Zeit während der Kita-Betreuungszeit von Kind 1 gekommen.

Für mich war wichtig, dass sich Kind 1 wohl fühlt und sich jemand Vertrautes kümmert.

Alles Gute!
mavikelebek

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Das ist natürlich mega😀

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Ich rede Kind 2 auch schon gut zu, dass es toll wäre, wenn es unter der Woche zwischen 9 und 16 Uhr kommen könnte. 😂 Das wäre optimal. 😋

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Ich würde in eurer Situation die Tagesmutter fragen, ob sie ausnahmsweise außerhalb der Buchungszeiten betreuen würde. Natürlich je nachdem wie euer Verhältnis zu ihr ist.

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Würde ich genauso machen.

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Ja, wir werden es mal ansprechen, ob das vielleicht möglich wäre.

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Wir haben manchmal nahe am Termin Besuch gehabt von meinen Schwiegereltern. Oder wir haben Freunde gefragt.
Ihr könnt doch auch machen, dass Freunde euer Kind nehmen und zur Tagesmutter bringen, oder?

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Das mit den Freunden ist, wie schon im Eingangstext beschrieben, leider keine Option, weil die ja arbeiten müssen und auch das sind hauptsächlich Lehrer (weil ich selber Lehrerin bin 😅), sodass die leider wenig flexibel sind und sich halt auch nicht einfach so frei nehmen können.

Trotzdem danke für den Vorschlag.

Das mit den Schwiegereltern ist zwar der Plan, die wohnen nur leider auf einem anderen Kontinent, sodass die noch weniger flexibler sind, als meine Lehrerfamilie und -freunde. Es ist zwar geplant, dass die um den ET herum anreisen, die können aber immer nur sehr kurz am Stück und somit würde das nur eine Woche abdecken (und dann gleichzeitig bedeuten, dass sie das neue Enkelkind erst mal Monate nicht sehen). Ist leider etwas kompliziert alles.

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Ich dachte es geht: Wenn du in der Nacht ins Krankenhaus musst, dann passen deine Freunde auf. Und wenn deine Freunde zur Arbeit gehen müssen, dann geht dein Kind zur Tagesmutter.
Oder wenn du am Tag ins Krankenhaus musst, dann ist dein Kind bei der Tagesmutter und deine Freunde holen es ab, wenn ihre Arbeit fertig ist.

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Hat die Tagesmutter denn selber Kinder, die sie betreuen muss? Falls nein, würde ich sie einfach fragen, ob sie sich das vorstellen könnte, gegen eine gewisse Bezahlung.
Falls nicht, jetzt schon einen Babysitter suchen, in regelmäßigen Abständen kommen lassen und vereinbaren, dass dieser auch kommt, wenn die Geburt losgeht.
Alternative wäre eine liebe Nachbarin mit der ihr Kontakt habt und welche deine Tochter kennt. Die könnte auch schnell Nachts rüber kommen.

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Ja, ich denke, das machen wir. Ihre Kinder sind schon älter (im Teenageralter). Aber wir wollten jetzt nächste Woche einfach mal fragen, ob sie sich das grundsätzlich vorstellen könnte. Danke für den Vorschlag.

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wenn es gar nicht anders geht (Familie, Freunde, etc.), dann wird sich wohl Dein Mann um das Kind kümmern müssen und Du halt leider alleine im Kreißsaal sein.
Es ist mir klar, dass das zumindest nicht für Dich die schönste Vorstellung ist, aber wäre halt die Option.

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Ja, das ist tatsächlich unser Plan B, falls wir es nicht anders organisiert kriegen. Schöner wäre es natürlich anders, aber es ist auf jeden Fall eine Option, falls alle Stricke reißen.

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Irgendwie kann ich nicht verstehen, warum Leute nicht einfach akzeptieren können, dass manche Sachen einfach nicht möglich sind. Auf das Thema Freunde bin ich bereits eingegangen, nachdem auch jemand anders darauf bestand, dass mein Satz im Eingangspost, der besagt, dass es nicht geht, wohl nichts zählt.

Wir werden dann wohl darauf bestehen, dass die Freunde, die Lehrer sind, sich an dem Tag einfach krank melden, damit sie uns aushelfen können oder alternativ für die, die in einem anderen Land wohnen, einen Privatjet bereit stellen, damit sie unser Kind damit abholen können.

Danke, das ist die Lösung.